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Fundstück der Woche

Die Mais-Becher


„I’m not a plastic cup“ – das britische Unternehmen Biopac stellt transparente Becher aus Maisstärke her, die optisch von normalen Plastikbechern nicht zu unterscheiden sind. Sie bestehen nachwachsenden Rohstoffen – vor allem aus Maisstärke (PLA = Polylactic Acid)) – und können nach Gebrauch kompostiert werden. Wer auf seiner Party oder Weihnachtsfeier für weiteren Gesprächsstoff sorgen möchte, kann die Becher auch bedrucken lassen. Außerdem sind sie in vielen Größen erhältlich.

Was meinen Sie? Schräg, schön, genial oder überflüssig: Hier finden Sie mehr Details über die Mais-Becher.


Fotos ©  biopac / maeik, Quelle: photocase

Sie interessieren sich für weiteres Party-Zubhör?

Im Utopia Produktguide finden Sie auch Bier, Wein, Snacks & Knabberkram.





Stand: 05.10.2010 von

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    schrieb am 23.10.2010 um 08:32
    UTOPIA betreibt Greenwashing von Einwegplastik:

    1. Auf der UTOPIA Plattform betreiben zunehmend Firmen ihre Werbung für ökologisch nachteilige aber grün angestrichene Produkte.

    2. Beim Mitglied "Qngroup" kann man sich das sehr schön ansehen. Warum nur dieser Hass auf Mehrweg? Warum sollen Mehrwegbecher im Gebüsch landen? Durch die Pfandsysteme beträgt bei Bechern die Rücklaufquote über 99%. Die Wiederverwendungsquote bei Sportgroßveranstaltungen liegt bei durchschnittlich über 50 Umläufen. Wenn man etwas zu "Qngroup" recherchiert, dann stellt sich heraus, er ist hauptberuflich Unternehmer für nachwachsende Rohstoffe.

    3. Unter dem vermeindlich redaktionellen Jubelartikel für so genanntes Bioplastik findet sich ein Link "mehr Details über den Mais-Becher". Dieser Link führt direkt zur Plastikindustrie (Fa. Biopac). Damit gliedert UTOPIA diesen Werbeauftritt in den redaktionellen Beitrag ein. Ich hätte gerne erfahren, wie hoch die Werbeeinnahmen für diese Verschaltung sind. Und warum journalistische Grundregeln der Trennung von journalistischer Leistung und Produktwerbung ausgerechnet bei einer Plattform für "nachhaltigen Konsum" nicht beachtet werden.

    4. Die schlechte Ökobilanz von Bioplastik hat "powercaptor" bereits bestätigt. Die 2008er Bilanz wäre noch schlechter ausgefallen, wenn hier mit der realen Nicht-Kompostierung der Abfälle gerechnet worden wäre. Die Realität ist: Bioplastik läßt sich nur einmal verwenden (daher Einweg-Plastik). Bioplastik läßt sich nicht recyceln (im Gegensatz zu fast allen anderen Verpackungsmaterialien). Und die Kompostierung findet nur in UTOPIA-Artikeln, Blogeinträgen von Unternehmern die hier für Bioplastik versteckt werben und in Modell-Recyclinganlagen statt. Nicht aber in der Realität. In Deutschland und anderen europäischen Ländern gibt es keine etablierte Recyclingstruktur für Bioplastik. Und es gibt auch keine Aktivitäten, diese aufzubauen. Daher zählt Bioplastik derzeit zu den ökologisch nachteiligsten Verpackungen.

    5. UTOPIA gibt sich mit dieser Bioplastik-Promotion dazu her, etablierte Mehrwegprodukte zu verdrängen. Was ist toll an labbelligen Plastikbechern bei Party oder im Fußballstadium? Zu hause nimmt man eine Porzellantasse oder Trinkglas und wäscht es nach Gebrauch ab. Beim Einkaufen nimmt frau/mann eine Textiltüte von zuhause mit. Und beim Sportfest greift man zum Mehrwegbecher, der durch 1 - 2 Euro Pfand ganz sicher den Weg zurück ins Waschsystem findet.

    6. Wenn UTOPIA tatsächlich den Anspruich hat, ein nachhaltiger Einkaufsführer zu sein, dann sollte (auch wenn das finanziell für Utopia attraktiv sein sollte) jegliche versteckte oder offene Werbung für Einwegprodukte die sich weder recyceln lassen noch in der Realität kompostiert werden unterbleiben. mehr weniger
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    schrieb am 22.10.2010 um 19:11
    nur mal so am Rande eine aktuelle Nachricht von pressetext.de:


    Bioplastik ist nicht "grün"
    –––––––––––––––––––
    Gesamter Lebenszyklus genauso schädlich wie bei Erdöl-Polymeren

    Pittsburgh/Wien (pte/22.10.2010/13:40) - Plastik, das aus Pflanzenbasis hergestellt wurde, ist mindestens genauso umweltschädlich wie Kunststoffe aus Erdöl. Das zeigt sich, wenn man sowohl die Nachhaltigkeit des Materials selbst als auch den Lebenszyklus der nötigen Ressourcen berücksichtigt, kommen Forscher der University of Pittsburgh http://www.pitt.edu in der Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology" zum Schluss.

    Zwar haben Biopolymere den Vorteil, dass sie biologisch abbaubar und weniger toxisch sind und erneuerbare Ressourcen verwenden. Was ihre Gesamtbilanz aber zunichte macht, ist die Herstellung der Ausgangsstoffe. "Die Landwirtschaft und die chemische Verarbeitung, die zur Produktion nötig sind, verschlingen ebenfalls Energie und setzen Unmengen an Düngemittel und Pestiziden in die Umwelt frei", berichtet Studienleiter Michaelangelo Tabone.

    Umwelt leidet an Produktion

    Die Forscher untersuchten dazu zwölf verschiedene Polymere, die als Grundlage Zucker und Maisstärke (PLA-NW und PLA-G), Maisstängel (PHA-S), Maiskörner (PHA-G), Erdöl (PVC, PC, HDPE, PET, LDPE) oder Propengas (PP) verwenden sowie auch eine Hybridplastik, die sowohl auf Erdöl als auch Pflanzen basiert (B-PET). Zunächst analysierten sie den gesamten Lebenszyklus einer 30 Gramm schweren Kugel des jeweiligen Polymers in Hinsicht auf Umwelt, Gesundheit, Energieeinsatz, Rohmaterialien und zur Produktion nötige Chemikalien. Dann prüften sie, wie verträglich und energieintensiv das Endprodukt und dessen Abbau ist.

    Jedes Bioplastik hat ihre Tücken, so das Ergebnis. Alle Biopolymere überdüngen die Gewässer und zerstören die Ozonschicht. Zwei der Maisvarianten tragen maßgeblich zur Versäuerung der Umwelt bei, jene auf Maiskörner-Basis braucht zudem beträchtliche Mengen fossiler Treibstoffe. Selbst im Vergleich der krebserregenden Inhaltsstoffe liegt Bioplastik nur im Mittelfeld. Insgesamt am schlechtesten schnitt Hybrid-Plastik ab, das laut den Forschern alle möglichen Nachteile sowohl der Erzeugung als auch der Abbaubarkeit in sich vereint.

    Besser vermeiden als ersetzen

    Umweltexperten sehen die Suche nach dem am wenigsten umweltschädlichen Kunststoff mit Skepsis. "Die Frage sollte bereits lauten, ob wir diese kurzlebigsten Verpackungsstoffe überhaupt brauchen", kritisiert Markus Meissner vom österreichischen Ökologieinstitut http://www.ecology.at gegenüber pressetext. Bioplastik sei derzeit noch teuer, werde jedoch von Lebensmittelketten bereits für erste Produktverpackungen verwendet. "Man ersetzt ein Einwegprodukt durch ein anderes. Den ernormen Entwicklungsaufwand dafür sollte man besser für Abfallvermeidung und Wiederverwendung einsetzen", so der Experte für Ressourcenmanagement.

    Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2008 hat das Ökologieinstitut mit dem deutschen Öko-Institut und der Schweizer carbotech AG die von den Veranstaltern als "umweltfreundlich" beworbenen Getränkebecher aus Maisplastik untersucht. Die ökologische Nutzen der biologischen Abbaubarkeit ist zu vernachlässigen gegenüber dem Erzeugungsaufwand, so das Ergebnis (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/080110025/ ). (Ende)

    Aussender: pressetext.redaktion
    Redakteur: Johannes Pernsteiner
    email: pernsteiner@pressetext.com
    Tel. +43-1-81140-316



    Ach was sind daaas für tolle Produkte...
    und bestimmt auch gaaanz bequem vom Sessel aus zu ordern... mehr weniger
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    schrieb am 17.10.2010 um 19:17
    Wirklich tolle PRodukte. Ich hab mir direkt welche bestellt - für die nächste Party!
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    schrieb am 14.10.2010 um 07:46
    Bin sehr enttäuscht wie sich Utopia für Einwegreklame nicht nur nutzen läßt sondern aktiv für unsinnige Produkte wirbt. Derzeit erobern so genannte Bio-Plastikbecher die Fußballstadien und verdrängen die bewährten Mehrwegbecher. Klar, ist was neues, tolle Geschichte - nur ein Problem: Bioplastik wird in Deutschland (unhd auch anderswo) nicht kompostiert. Grund: Da Bioplastik in der dem Recycling vorgeschalteten Sortierung nach Plastikarten nicht sicher erkannt wird kann es auch nicht sortenrein erfaßt werden. Dies gilt gerade auch für solche so genannten Mais-Becher. Haben sich die Utopisten mal überlegt, dass Erdöl aus pflanzlichen Stofen entstand? Und was ist Mais?

    Wenn Utopia einen Sinn haben soll dann bitte aufhören mit der naiven Werbung.

    qach, fast hätte ich es vergessen: Kompostierungsanlagen lehnen in Deutschland Bioplastik ab. Kann nämlich nur in so genannten Spezialanlagen kompostiert werden. Tja und die gibt es leider bei uns nicht. mehr weniger
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    schrieb am 13.10.2010 um 21:17
    @YouMe: Es tut mir wirklich Leid, aber wir kommen nicht weiter und entfernen uns immer mehr vom eigentlichen Thema.

    Nur noch einen Satz von dir, den ich gerne Kommentieren möchte.

    Auch Deine Formulierung, "Macht übrigens auch viel mehr Spaß als immer nur "dagegen" zu sein", lässt darauf schließen,....

    achte bitte auf das letzte Wort. Deine Schlußfolgerungen treffen leider in keinster Weise zu, und damit ist alles was danach kommt überhaupt nicht mehr erwähnenswert, weil es auf der Grundlage deiner falschen Schlüsse basiert.

    Nimm mir das jetzt nicht übel, aber die wenige Zeit die ich habe, werde ich jetzt mit für mich interessanteren Dingen verbringen.

    Gruß AceAtack

    An die anderen möchte ich die Frage richten, woher kommt eigentlich die Annahme das Biopolymere erstens nur aus Mais sein sollen und zweitens das es Genveränderter Mais sein soll? Hab ich da irgendwas nicht verstanden. Ich glaube mich erinnern zu können das Biopolymere nicht nur aus Mais hergestellt werden können. Wie wäre zum Beispiel die Vorstellung das Biopolymere aus z.B. verdorbenen Essensresten, die ja zu tausenden Tonnen jeden Tag weg geworfen werden, hergestellt werden? Wenn man einfach nur den Ansatz bzw. die Idee weiter denkt, als Sie bis jetzt fortgeschritten ist, dann könnten doch viele ernst gemeinten Argumente von den Kritikern im Laufe der weiteren Entwicklung durchaus beseitigt werden, bzw Berücksichtigung finden. Auch in der Weiterentwicklung von Technologie könnten doch noch viele bisher völlig Unbekannte Lösungsansätze verborgen sein. Das setzt natürlich voraus das man die Idee auch entwickelt und nicht gleich ablehnt.

    Gruß AceAtack mehr weniger
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