Der Unterschied: Die Milliarden-Subventionen für herkömmlichen Strom zahlen wir über unsere Steuern – sie tauchen in keiner Stromrechnung auf. Die 2,7 Cent, die wir ab 2013 zusätzlich für jede Kilowattstunde Strom zugunsten der Energiewende berappen müssen, stehen jedoch auf jeder Stromrechnung. Insgesamt kostet uns die Energiewende ab Januar 5,3 Cent pro Kilowattstunde.
Die wirklichen Kosten: Seit 1970 wurde Atomstrom in Deutschland mit knapp 200 Milliarden Euro Steuergelder gefördert, Strom aus Stein- und Braunkohle gar mit 250 Milliarden Euro – die Erneuerbaren mit knapp 60 Milliarden, aber nicht über Steuern, sondern über den allgemeinen Strompreis.
Doch selbst diese Rechnung ist noch einseitig zu Lasten der erneuerbaren Energien. Denn sie erzeugen so gut wie keine Folgekosten, während beim Atommüll für etwa eine Million Jahre Entsorgungskosten in unvorstellbaren Milliardenhöhen anfallen und Kohle, Gas und Öl das Klima aufheizen. Was die Klimaerwärmung bewirkt haben wir soeben wieder bei Sturm „Sandy“ in der Karibik und New York erlebt: Über 100 Tote und weit über 50 Milliarden Dollar Schäden.
Das Märchen vom teuren Ökostrom hat politische und publizistische Folgen: Manch konservativer Politiker träumt schon wieder von längeren Laufzeiten der Atommeiler und in der Bildzeitung haben sich bei einer Umfrage zwei Drittel von 100.000 Lesern die Atomenergie zurückgewünscht. Atompropaganda statt journalistischer Aufklärung.
So sieht die Preisrealität aus
Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, hat schon 2007 vorgerechnet, dass die Energiewende viel Geld kostet, aber keine Energiewende für die Weltwirtschaft durch die Klimaschäden der alten Energien und durch deren steigende Preise fünfmal so teuer wird.
Wenn also marktwirtschaftlich richtig gerechnet wird, das heißt die Folgekosten mit bedacht werden, dann ist Solar- und Windstrom schon heute kostengünstiger als der bisherige fossil-atomare Strom-Mix. Jeder Verbraucher kann beim Vergleich seiner heutigen Energierechnung mit – sagen wir – Energiepreisen vor zehn Jahren feststellen: Der Strom wurde in dieser Zeit etwa 70% teurer, aber das Heizöl um etwa 200%. Auch die Benzinpreise stiegen und steigen schneller als die Strompreise – trotz der Energiewende.
Wer den herkömmlichen Strom mit Ökostrom vergleicht, verwechselt Äpfel mit Birnen, weil Solar- und Windstrom das gesellschaftlich wertvollere Produkt ist. Es entstehen für Kinder und Enkel nämlich keine Gesundheitsschäden und keine Folgekosten. Einige Cent pro Kilowattstunde Strom sollte uns das gute Leben unserer Nachkommen freilich schon wert sein.
Eine neue Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt in dieser Frage zum Schluss: „Konventionelle Energien verursachen deutlich mehr Kosten als den Stromkunden direkt in Rechnung gestellt werden.“
Und das Bundesumweltamt bestätigt: „Für Atomkraft und Kohle mussten die Verbraucher deutlich mehr Subventionen aufbringen als für die jetzige Energiewende und für die Erneuerbaren Energien.“
Hinzu kommen bei den alten Energieträgern: Hunderte Milliarden Gesundheitskosten, Kosten für Kriege um Öl, Umweltschäden, Klimaschäden, Schäden durch nukleare Verstrahlung und Entsorgungskosten. Die Vertreter der Münchner Rückversicherung machen auf diese Milliardenschäden seit Jahrzehnten aufmerksam.
Scherzhaft gefragt: Was kostet es zum Beispiel, einen Pförtner zu bezahlen, der für eine Million Jahre Atommüll bewachen muss? Ich habe für eine meiner Sendungen in der ARD schon vor 20 Jahren das Fraunhofer-Institut in Karlsruhe ausrechnen lassen, was eine Kilowattstunde Atomstrom wirklich kosten müsste, wenn die Endlagerkosten und realistische Versicherungskosten für AKW mit berechnet würden.
Ergebnis: 4 Mark je KWh, also zwei Euro.



Die besten Ökostrom-Anbieter
Kommentare (104)
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Nur: was können wir tun, damit dieser dort landet?
Die Süddeutsche schafft es an einem Tag einen Artikel Pro Bio und einen Contra Bio zu bringen...ohne jede Hemmung.
Sowas nennt sich vermutlich journalistische Ausgewogenheit.
Oder ist das auch kein echt journalistisch arbeitendes Medium?
Vermutlich kann man sich in Zeitungen gar nicht umfassend und abschließend informieren.
mir geht es nicht um die "Macher" der "Bildzeitung" (oder anderen Print-oder online-Medien; oder deren Journalisten): sondern darum, wieviele Menschen man über dieses Medium erreichen könnte.
Die "Bildzeitung" gehört nun Mal zu den auflagestärksten Tageszeitungen.
Es mag sein, dass am nächsten Tag alles revidiert wird: aber wenn einige Menschen der Millionen, die diese Zeitung lesen-und ihnen dieser Artikel auf der ersten Seite ins Auge springen würde-erstmal "ins Grübeln" kommen, ist das doch bereits ein positiver Schritt!?
Weitere Beiträge zu diesem Thema auch in diesem Gruppenforumsthema:
www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/wach-werden-grossangriff-auf-die-energiewende-steht-202779
http://www.greenpeace-energy.de/engagement/energiepolitik/das-kostet-strom-wirklich.html
Ich habe den Hinweis zu der Studie jetzt auch in diesen Themenstrang aufgenommen: http://www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/kosten-und-subventionen-der-konventionellen-183257#comment-283105
Oh, wenn die Bildzeitungsleser wieder umpolen...sprich, umgepolt werden...Ich glaub, der Masse von Bürgern sind die Zusammenhänge egal. Die plappern nur nach und merken ja, sie haben immer weniger Geld. Wenn dann die Lüge teurer Ökostrom noch dazukommt, als Platitüde, fragen sie gar nicht mehr, ob das stimmt.
Vielleicht wärs gut, dieser Artikel in jedem Haushalt auf dem Tisch? Bildzeitungsmacher bewerben, das wenigstens, was Ökostrom anbelangt, nachhaltiges Denken da einzieht? Meinung wird sehr stark über die Medien gesteuert. Vielleicht muss man mal alle zusammenführen und alle machen eine Kampagne?
Vielleicht müssen mehr Menschen die Zusammenhänge knapper, verständlicher und motivierender darstellen für alle Menschen, die nichts von Technik oder Wirtschaft verstehen? Mit Handlungsanweisung, was am Ratsamsten zu tun ist? Gelbe Säcke oder die Mülltrennung sind ja auch irgentwann eingeführt und etabliert worden ( obwohl das mittlerweile schon wieder überholt sein könnte).
Ist das nicht peinlich für jeden Politiker, wenn diese Zahlen, Zusammenhänge,Verfehlungen und Lügen immer mehr herauskommen?...
Der Link zum Bundestag: http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?instance=m187&view=plenarsitzungen&action=plenarsitzungen&categorie=Plenarsitzung
Erst, wenn mehr Bürger wissen, was mit wieviel subventioniert wird, können sie ja erst so richtig Wut bekommen?
Natürlich wollen Sie reflexartig die angeblich billigen atom-fossilen Großkraftwerke zurück und fluchen auf alle in der Nachbarschaft, die mit Wind und Sonne "unverschämte" Profite einfahren, aber sie werden sich an den Gedanken gewöhnen müssen, dass sie besser mit der Energiewende schwimmen als gegen sie. Vielleicht können sie über eine Bürgerbeteiligung dann auch "unverschämte" Profite einfahren und günstige Energie aus erneuerbaren Quellen in der Nachbarschaft beziehen!
Sonnige Grüße
Stephan
Lasst Ihr Euch nur weiter von den Stromkonzernen und der Politik an der Nase herumführen und freut Euch über den "guten" sauberen Ökostrom der Euch ein gutes Gewissen bereitet. Der Fehler liegt darin, dass dieser Strom gehandelt wird und nicht von den Bürgern die ihn verbrauchen auch produziert wird. Aber die Stromkonzerne werden alles tun um diese Abhängigkeit aufrecht zu erhalten und der Staat ebenso weil er schön Steuern damit einnehmen kann.
Ich habe meinen Verbrauch inzwischen so drastisch reduziert dass die Stromkonzerne an mir fast nichts mehr verdienen und beginne gerade den Rest meines Bedarfs in kleinem Rahmen selbst zu produzieren. Aber ohne große Investition!! Und da hält dann kein Staat mehr die Hand für meine Verbräuche auf. Außerdem boykottiere ich stromverbrauchende Geräte wie z.B. Unterhaltungselektronik, Kücheneletronik etc.... Kann der Staat an meinen Käufen auch keine MWSt. mehr verdienen. I'm so sorry.
Grüne? wie bezeichnest du dich?
http://www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/eigentumsverteilung-an-erneuerbaren-energien-anlagen-203457
Preise:
22.11.2012: ca. 46 € / MWh
22.11.2011: 54,85 € / MWh
22.11.2010: ca. 53,5 € / MWh
22.11.2009: 59,9 € / MWh
22.11.2008: 68 € / MWh
Kurz: zumindest für den (völlig zufällig ausgewählten) 22.11. Sind die Strom Futures an der eex von 6,8 Cent / kWh auf 4,6 Cent / kWh gefallen. Das sind im Grunde die Preise, die der Erzeuger für Baseload Strom bekommt. Das richtige Geschäft wird mit Spitzenlaststrom gemacht, und hier mischt vor allem die PV die Marktkarten neu und deckelt quasi das Gewinnpotential. Ärgerlich, daß die Sonne Mittags immer am meisten scheint... Aber natürlich ists komplizierter. Der Ablauf ist ja so, daß der Strom zum Garantiepreis abgenommen wird und dann an der Strombörse in Leipzig verkauft wird. Die durchschnittliche Abweichung des Erlöses vom Garantiepreis soll eigentlich die EEG Zulage sein. Nun ist diese Abweichung (laut taz) in den ersten 09 Monaten 2012 nur um 10% gestiegen, die Zulage aber um 47%. Außerdem dürfte die Steigerung in Zukunft sehr viel geringer ausfallen, da die neuen Vergütungen unter den vielfach erzielbaren Erlösen liegen. Das Paradox liegt darin, daß speziell die Photovoltaik sich selber Konkurrenz macht, weil sie durch das große Dargebot zur Mittagspreise die Strompreise SENKT, was kurioser Weise zu einer steigenden EEG Zulage führt. Kurz: Für den Endkunden verteuert sich der Strom dadurch, daß er billiger wird. Es ist eine seltsame Welt. Ob hier so etwas wie ein (bewusster oder unbewusster) Designfehler des Strommarktes vorliegt?
Eng wird es übrigens für die Erzeuger von reinem Baseload Strom. Bei 4,6 Cent/kWh dümpelt man knapp über der Wirtschaftlichkeitsgrenze herum. Das dicke Geld machen nicht die reinen Kraftwerksbetreiber, sondern Netzbetreiber und Stromhändler.
Wirklich ärgerliche ist aber, daß die Tagespresse die Pressemeldungen der Industrie inzwischen kritiklos 1:1 übernimmt. Mit Journalismus hat das leider kaum noch etwas zu tun, und es ist unentschuldbar, wenn mit mäßigem Aufwand öffentlich verfügbare Fakten recherchiert werden könnten. In der Schule haben wir für solche Schlampereien eine 5 bekommen, und zur Uni wäre man mit solch einer Arbeitseinstellung gar nicht erst gekommen. Was ist das? Der Zeitdruck? Wenn Journalisten keine Zeit mehr zum Recherchieren haben brauchen wir sie nicht.
Hier gibt's noch ein paar Schaubildchen zum strompreissenkenden Effekt der Photovoltaik:
http://www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/merit-order-effekt-190851
Genauso wie die Großen Vier Energieanbieter, sie alle wollen gern Windparks im Portfolio aufnehmen, aber nur schlüsselfertig.
Man sollte die Energiewende verstärkt den Bürgern und den Gemeinden in die Hand geben, vor allem auch in der Planungshoheit.
Die Gemeinden haben übrigens die Planungshoheit! Sie müssen sie nur dahingehend nutzen, dass sie nur Projekte aufplanen, wo (lokle/regionale) Bürgerbeteiligung und lokale Wertschöpfung gesichert sind.
Das 100.000 Dächer-Programm begann 1999 mit einem zinslosen Darlehen. Wer dies nicht nutzte, bekam 10 Jahre später den geldwerten Vorteil zurück bezahlt.
Leider stiegen damals dann sogar, nachfragebedingt, die Anlagen- (bzw. Solarmodul)Preise
Das Geld bekam damals noch (fast) jede(r). Heute sind die Banken aber sehr viel strenger, so dass jemand der auf den Null-Zins-Kredit angewiesen wäre, ihn bestimmt nicht erhalten würden - zumal durch die geringen Einspeisevergütungen eine sich selbsttragende Rückzahlung lange dauert. Da diese Regierung keine Solarstrom-Konkurrenz wünscht, wird es so etwas auch nie mehr geben.
Bei heutigen Anlagenpreisen (1 kWp ab ca. 1.000 Euro) ist das bei Solarstrom eigentlich auch weniger ein Thema, während das gleichgroße Windrad ein mehrfaches kostet und erheblich weniger einfährt.
http://www.antiatomberlin.de/de/hintergruende/atomlobby/370-strompreis-eeg-umlage-2013-warum-steigt-der-strompreis.html
Das Video wurde auch schon mal hier eingestellt: http://www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/strompreis-eeg-umlage-2013-warum-steigt-der-203047
Leider haben die Konzerne eine solche Verschleierungs- und Greenwashing-Maschinerie in Stellung gebracht, dass uns allen Glauben gemacht wird es wird schon nicht so schlimm kommen und am Ende wird alles gut. (habt Ihr Euch auch mal gefragt, wer die Klimawandel-Skeptiker-Beiträge in den Kommentaren zu Meldungen über Anstieg von CO2 in der Atmosphäre oder der Zunahme von Starkwetterphänomenen schreibt…)
Wenn wir uns nicht selber oder gegenseitig wachrütteln wird es uns Menschen so ergehen wie dem Frosch, der in einem langsam erwärmten Topf sitzt. Er verharrt im heißer werdenden Wasser bis es zu spät ist. Der in kochendes Wasser geworfene dagegen wird strampeln, herausspringen und überleben…
Was das heißt? Können wir die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen von der Nachfrageseite aus abwenden?
Marc Bloom – www.sustainable-impact.de
Er schreibt: "Hinzu kommen bei den alten Energieträgern: Hunderte Milliarden Gesundheitskosten, Kosten für Kriege um Öl, Umweltschäden, Klimaschäden, Schäden durch nukleare Verstrahlung und Entsorgungskosten. Die Vertreter der Münchner Rückversicherung machen auf diese Milliardenschäden seit Jahrzehnten aufmerksam."
Dieses externalisierten Kosten dröselt er eben nicht weiter auf.
Er erwähnt sie lediglich.
Die Handlungsanweisung, die ich herauslese:
Sich weiter für die Energiewende auf Basis Erneuerbarer Energien einsetzen!
PS. Dieser Beitrag sollte eigentlich nach den Beiträgen von gruenebine (23.11.2012 um 17:48) und Stefan_Thiesen (24.11.2012 um 10:43) kommen. Da ich aber aus Versehen meinen vorherigen Beitrag in diesem Strang gelöscht hatte, geht das nicht mehr.
Wenn Stefan_Thiesen da oben von komplizierten Argumentationen erzählt, sind seine oder auch eure mit den ganzen guten links nicht viel einfacher!
Wenn ihr fragt, was wirklich etwas bringt, denke ich eher, viel mehr ganz klare Handlungsanweisen, was genau man tun kann oder muss! Gestaffelt nach Grundlagen, die jeder hat. Nicht so viele Erklärungen, denn wer wissen will, fragt schon. Aber bombardiert man die Masse mit diesen ganzen Hintergründen, und nur mit negativen Meldungen,macht die gar nichts.
Insofern gibts wieder einmal keinen fundamentalen Unterschied zum Tier! Aller "Vernunftbegabung" zum Trotz!
Meine Intuition sagt mir, nein, da ist höchstens ein marginaler Unterschied. Wer weiß es besser? ;-) Verhaltensbiologen an die Front!
Der Unterschied marginal... viele Tiere haben Strategien entwickelt, mit denen Sie ihre Population so regulieren, daß sie mit den vorhandenen Ressourcen nicht in Konflikt geraten. In dieser Hinsicht sind diese dann weiter entwickelt als wir. In vielen Einzelaspekten ist schließlich so manches (andere) Tier weiter entwickelt als das Tier Mensch. Abgesehen davon: Das mit dem ICH Bewußtsein wird m.e. überschätzt. Es gibt seit Jahren vermehrt Hinweise darauf, daß auch hier der Unterschied zu vielen Tieren marginal ist.
http://en.wikipedia.org/wiki/Boiling_frog
Können wir die Zerstörung unserer Lebensgrundlage von der Nachfrageseite her abwenden? Können wir! Tun wir aber nicht, denn dieses "Wir" muß die gesamte Menschheit umfassen. Die Metapher die da besser passt ist die Lotka Volterra Gleichung (auch bekannt als Räuber-Beute Gleichung). Mensch ist Räuber, Welt als Ganzes ist Beute. Mensch frisst Welt. Mensch verhungert, bzw. wird massiv zurückgestutzt. DAS ist bisher unsere Natur, nicht so sehr die Vernunftbegabung. Siehe Prof. Jared Diamonds Weltbestseller "Collapse". Selten, daß ein geographisches Buch zum Bestseller wird. Aber es gruselt so schön, wenn er beschreibt, wie sich menschliche Gesellschaften über die Jahrtausende hinweg wieder und wieder und wieder selbst vernichtet haben. Und heute haben wir eine globalisierte Gesellschaft. Das Muster ist geblieben - nur ins beinahe Unermessliche gesteigert.
Es ist allerdings sehr interessant, sich die einzelnen Positionen mal genauer anzuschauen:
1,685 ct / kWh Anstieg EEG-Umlage
-0,570 ct / kWh preisdämpfende Wirkung Erneuerbarer Energien
------------------------------------------------------------------
1,115 ct / kWh Summe Anstieg EEG-Umlage
0,730 ct / kWh Anstieg Netzentgelte an die örtlichen Netzbetreiber
0,178 ct / kWh Anstieg §19-Umlage zur Befreiung stromintensiver Unternehmen
0,124 ct / kWh Anstieg KWK-Umlage zur Förderung von Kraftwärmekopplung
0,250 ct / kWh neu eingeführte Haftungsumlage für Netzanbindung von Offshore Windparks
------------------------------------------------------------------
1,282 ct / kWh Summe Anstieg sonstige Kosten
2,397 ct / kWh Summe TOTAL
0,455 ct / kWh Umsatzsteuer von 19% auf alle Steuern und Abgaben
------------------------------------------------------------------
2,852 ct / kWh Strompreiserhöhung ab Januar 2013
Sprich: Die sonstigen Kosten steigen stärker als die Umlage, die für die gestiegene Stromproduktion durch Erneuerbare Energien angesetzt wird. EWS berechnet zudem eine preissenkende Wirkung von 0,57 Ct/kWh, die EWS auch an die Kunden weitergibt.
Siehe auch:
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/erhoeht-sich-euer-oeko-strompreis-im-jahr
Ich habe mich auch lange damit auseinandergesetzt, was man tun kann (ich selber fahre ein Auto mit 4,8 L/100 km, heize mein Haus zu 100% erneuerbar und esse sehr selten Fleisch)... aber das Wachstum an anderen Stellen des Globus - oder gerne auch nur in unserer Nachbarschaft - wird alle meine Bemühungen aufzehren und mehr als kompensieren. Soll ich deswegen nichts tun - nein im gegenteil - aber ich befürchte, das macht mir selber nur ein "einigermaßen" gutes Gewissen, aber in Summe steuern wir als Menschheit weiter auf eine ganz tiefe Klippe zu.
Sehr schön ist sicher das Jäger-Beute Modell (haben wir selber schon im Physik-Studium im Zusammenhang mit nichtlinearen Systemen gerechnet) - das funktioniert auch in abgegrenzten Bereichen, wo der Einfluss des Einzelnen Individums oder auch der Population ein gewisse Reichweite nicht überschreitet und die Rückwirkungen damit direkt, d.h. im Modellfall tödlich, sind. Wenn eine Gattung zu stark wächst, verhungert sie irgendwann eben. Die Grenze dieser Analogie (Hallo Stefan) ist beim Problem der Umweltzerstörung oder spezieller des Klimawandels, dass es hier um träge globale Systeme geht, die erst mal eine ganz lange Zeit nicht reagieren und wir schön weiter machen können wie bisher ohne, dass wir eine Auswirkung spüren. Das System ist extrem träge - und das in beiden Richtungen. Wenn wir dann die Auswirkungen merken ist es aber schon zu spät zum Handlen (Stichwort Kipp-Prozesse - mein größter Horror bei den Kipp-Prozessen ist übrigens das Auftauen der Permafrostböden angeheizt durch den "einfachen Treibhauseffekt", die Methan (Faktor 21 ggü. CO2) freisetzen und dann etwa soviel GHG freisetzen wie wir Menschen es seit der Ind. Revolution schon getan haben...) - und die Eingriffe und Maßnahmen müssten so radikal sein, dass es einfach nicht mehr umsetzbar ist.
Man könnte sich hierzu trefflich darüber streiten ob wir fünf vor oder doch schon fünf nach zwölf haben...
ich habe mich übrigens mit dieser Thematik schon sehr lange herumgeschlagen und mich in meinem Thriller Sustainable Impact (www.sustainable-impact.de) daran "abreagiert"
und doch möchte ich es gerne mit Luther halten und heute noch einen Baum pflanzen...
Zum Kipp-Prozess haben sich schon einige Menschen ihre Gedanken gemacht, so auch Johannes Heimrath in der oya: http://www.utopia.de/gruppen/oya-anders-denken-anders-769/diskussion/auf-in-die-post-kollaps-gesellschaft-193015
Deinen Thriller gucke ich mir bestimmt an. Hört sich interessant an. Ich arbeite mich auch seit Jahrzehnten an dem Thema ab. Auf die eine oder andere Weise.
übrigens ganz viele von diesen Überlegungen finden sich auch in Sustainable Impact
Die EEG-Abgabe sind ja bei weiten nicht die einzigen Kosten, die die "Erneuerbaren Energien" verursachen. Hinzu kommen Kosten durch Kraftwerke, die durch die vorrangige Einspeisung der EE in ungünstigen Wirkungsgrade gedrängt werden, erforderliche teure Regellastkraftwerke (Spitzenlastkraftwerke), kostenintensive Reservekraftwerke, die durch EE unverzichtbar sind aber selten laufen, milliardenteurer Netzausbau, Kosten die die EE kassiern, weil sie wegen fehlender Netze nicht einspeisen können, usw.
Seltsam ist, dass man die Subventionen des Atomstroms, des Braunkohle- oder Steinkohlestroms in den Subventionsberichten der Bundesregierung vergessen hat. Selbst der Steinkohlestrom wurde nicht subventioniert, nur die Förderung der deutschen Steinkohle erhielt/erhält Subventionen.
Die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ist schon im Strompreis drin. Dafür haben die KKW-Betreiber Milliarden-Rückstellungen gebildet.
Selbst wenn man an den CO2-Klima-Quatsch glaubt, ist historisch belegt, dass warme Zeiten für die Menschheit gute Zeiten waren. Auch der Verweis auf "Sandy" ist Unsinn, denn "Sandy" war mit Kategorie 1 so gerade noch als Hurrican einzustufen und damit ein sehr schwacher Hurrican, auch wenn er sehr groß war. Die Hurricane werden übrigens weniger. http://www.nhc.noaa.gov/pdf/nws-nhc-6.pdf Hier ist ein deutlicher Schwerpunkt von 1931 - 1960 zu sehen (Tabelle 6, Seite 15).
Alleine auf die unsinnige Stern-studie zu verweisen, ist schon reichlich peinlich. Die in der unabhängigen Wissenschaft oft belächelte Studie geht von vermuteten Ereignissen mit vermuteter Ursachen und vermuteten Auswirkungen mit vermuteten Kosten aus. Die Studie ist für die Tonne, zumal die Realität etwas ganz anderes zeigt.
Wer den herkömmlichen Strom mit Ökostrom vergleicht, vergleicht wirklich Äpfel mit Pferdeäpfel, den viele Erneuerbare Energien liefern nur Zufallsstrom und der lässt sich nicht mit bedarfsorientierten zuverlässigen Strom vergleichen. Je mehr Zufallsstrom um so größer werden die Probleme. Die Schwankungen auszubalancieren wird zunehmend schwerer, der Blackout wahrscheinlicher und treibt die Kosten in die höhe (zusätzlich zur EEG-Abgabe).
Die angeblichen Kosten entspringen wohl ihrer blühenden Fantasie, wobei die Kosten für Kriege ums Öl auch Humbug sind, denn hier geht es um Strom und Öl spielt bei der Stromerzeugung keine Rolle.
Wi kann man nur auf so abwegige Gedanken kommen, ein Atommüllendlager bewachen zu lassen? Wollen Sie ein Pförtnerhäuschen auf ein verschlssenes Endlager mit einem verfüllten Schacht bauen lassen, damit nicht über Nacht jemand einen tausend Meter tiefen Schacht erstellt und radioaktiven Abfall stiehlt?
Die Studie geht genau auf diesen Punkt auf Seite 11 ein: Staatliche Förderungen 1970-2012 in Mrd. Euro (real) und in den Berichten der Bundesregierung erfasste Förderungen
http://www.greenpeace-energy.de/fileadmin/docs/publikationen/Studien/Stromkostenstudie_Langfassung_Greenpeace_Energy_BWE.pdf
Luegendetektor schreibt: "Die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ist schon im Strompreis drin."
Wie wird radioaktiver Abfall denn "entsorgt"?
Und was bedeutet das für die nachkommenden Generationen?
Da wird die Subvention zur Förderung der deutschen Steinkohle zur Subvention der Steinkohleverstromung umgedeutet. Dabei erhält Importsteinkohle Null Subvention.
Da werden Externe Kosten erfunden, die sich bei näherer Betrachtung als Externer Nutzen entpuppen (warme Zeiten waren gute Zeiten, wenn man schon den CO2-Klima-Quatsch glauben will).
Da erfindet man eine insinnige Abgabe und verkauft es als Subvention, wenn man die kurzzeitig kostenlos bekommt.
Da werden steuerfreie Rückstellungen der KKW-Betreiber als Subvention verkauft. Dabei sind zweckgebundene Rückstellungen immer steuerfrei.
Da wird das Nichtvorhandensein einer Steier als Subvention betrachtet. Man stelle sich vor, was dann alles subventioniert wird. Wird Wind, Sonne und Wasser eigentlich besteuert?
Das so ein Unsinn u.a. von Greenpeace kommt bzw. in Auftrag gegen wurde, wundert mich nicht.
Über >90% unseres radioaktiven Abfalls lagern wir in unser zugelassenes Endlager "Schacht Konrad" ein. Für die restlichen 10% wurde die Suche, aus Angst ein Endlager zu finden, jahrelang blockiert. Ein Endlager für HAW muss gefunden werden und wird gefunden.
Die Endlagerfrage spricht allerdings für einen Weiterbetrieb der KKW.
Was soll das für die nachkommenden Generationen bedeuten? Nichts! Wir lagern täglich hunderte Tonnen nicht minder gefährliche, hochtoxische Abfälle in Untertagedeponien ein, mit deutlich geringeren Sicherheitsstandards (übrigens, auch im Salz). Der Müll verliert im Gegensatz zum radioaktiven Abfall nicht einmal mit der Zeit seine Gefährlichkeit. Aber auch der Müll ist sicher, da können unsere Kinder beruhigt schlafen.
Die Subventionen von Atomstrom liegen im Forschungsetat. Die für Kohle bei der Bundesanstalt für Arbeit. Die KKW-Rückstellungen sind nur ein kleiner Teil der erwarteten Rückbaukosten. Für die Abfallentsorgung und die Wirkungsfolgekosten gibt es keine Rückstellungen, daher sind diese auch noch nicht im Strompreis mit drin.
Die Stern-Studie als Unsinn zu bezeichnen und gleichzeitig sogenannte unabhängige Wissenschaftler zu vermuten, die diese belächeln, zeigt, auf welcher Gehaltsliste du stehst.
EE-Strom ist übrigens kein Zufallsstrom und Atommüll muss bewacht werden und wird es auch, da es sich um potenzielles Waffenmaterial handelt. Die EEG-Abgabe schwankt auch nicht, weil deine angeblichen technischen Schwierigkeiten so teuer sind, sondern weil die Anzahl der Kunden, die diese noch bezahlen müssen, immer kleiner wird.
Fakt ist, das EE-Strom den Marktpreis in Leipzig immer weiter nach unten drückt. Das der Endverbraucher dies leider nicht mitbekommt liegt an den großen 4, die sich für uns immer neuen Kosten ausdenken.
Warum nennst du dich eigentlich Luegendetektor ? Piepst du immer beim Sprechen ?
Kernenergieforschung wird schon lange nicht mehr betrieben. Die Milliarden, die damals in die Kernenergieforschung gesteckt wurden, sind schon zigfach wieder herein geholt worden. Was heute betrieben wird ist Kernforschung. Was der Rückbau eines KKW kostet, ist bekannt, da schon einige zurück gebaut wurden. Daher lässt sich leicht abschätzen, dass die Rückstellungen von >30 Mrd. für den Rückbau und die Endlagerung ausreichen. Mit zunehmender Laufzeit würden die Rückstellungen weiter anwachsen. Auch ein Argument für den Weiterbetrieb der KKW.
Ich stehe auf keiner Gehaltsliste eines EVU, auch nicht einer Firme, die von denen abhängig ist. Die Mehrzahl der unabhängigen Wissenschaftler lehnt die AGW-Theorie ab. http://icecap.us/index.php/go/experts
http://www.bwl24.net/pdf/20020324.pdf
http://www.petitionproject.org/
Natürlich ist EE-Strom Zufallsstrom oder können Sie bedarfsorientiert den Wind wehen oder die Sonne scheinen lassen?
Atommüll muss überwacht und nicht bewacht werden. Die Überwachung geht mit ein paar Messsonden, die das Grundwasser und die Bodenluft überwachen. Was wollen sie an einem verfüllten Schacht überwachen? Auch noch so gut ausgerüstete Diebe erstellen nicht über Nacht einen Schacht, um den Müll zu stehen.
Es ist zwar schade, aber leider unvermeidlich, dass Firmen die Schlupflöcher eines unsinnigen Systems ausnutzen.
Fakt ist, das der Marktpreis in Leipzig relativ wenig mit dem Strompreis zu tun hat, den wir zahlen, denn gerade die Kosten verursachenden durch die EE kommen nachträglich auf den Marktpreis oben drauf. Zudem wird nur ein geringer Anteil der Strommenge in Leipzig gehandelt. Da ist es relativ unerheblich, wenn der Strompreis mal kurzfristig sinkt. So wie heute an einem windigen Sonntagnachmittag mit ausgesprochener Schwachlast. Da gibt es schon mal schnell negative Strompreise. Wenn die Anbieter noch Geld mitbringen müssen um den Strom los zu werden; was glauben Sie, bei wem die sich das Geld zurückholen werden.
Aber mal im Ernst, selbst wenn das mit der Klimaerwärmung Quatsch wäre, irgendeinen Effekt werden die Emmissionen irgendwann mal haben und dann möchte ich nicht dabei sein, bzw meinen hoffentlich zahlreichen Neffe, Nichten und sonstigen Nachkommen sagen können: "Ich hab was dagegen getan!"
Da hilft es auch nix, Fakten zu verschleiern oder zu leugnen...
Musste nicht alle Generationen mit der welt leben, die ihnen ihre Vorfahren hinterlassen aben?
Wir sollten sinnvoll und sparsam mit unseren Ressourcen umgehen. Die unsinnige anthropogene Klimawandel-Diskussion führt aber genau zum Gegenteil.
Dein Geschichtsbuch möchte ich auch gerne mal lesen. Das warme Zeiten immer gute Zeiten waren, ist mir neu. Wissen die Menschen in der Südsee das eigentlich. Nasse Füsse sind egal, Hauptsache warm ?
Jede Generation muss mit dem leben, was die Vorfahren hinterlassen haben. Bisher waren diese Vorfahren aber nicht so masslos, egoistisch und geldgeil wie die aktuelle Generation.
Piep du mal weiter bei deinen eigenen Worten.
Ihre Frage "Musste nicht alle Generationen mit der welt leben, die ihnen ihre Vorfahren hinterlassen aben?" ist berechtigt. "Nach mir die Zukunft" ist das Menschenbild des Psychopathen der - koste es was es wolle - seinen eigenen Interessen, seiner, Gier, seiner Lust frönt, ohne Rücksicht, Moral, Empathie - nicht einmal auf und für die eigenen Kinder und deren Nachwuchs. Mein Menschenbild ist das nicht. Und ich bin froh, daß die große Mehrheit das ebenso sieht, und das nicht nur ihn diesem Forum.
Ich wusste gar nicht das die "große Mehrheit" die "seinem Menschenbild" entspricht so wenig emanzipiert ist das sie andere Meinungen nicht ertragen kann. Jedenfalls hätte ich gerne gewusst warum dann andere Beiträge entfernt werden.
Es ist auch keine Überraschung das ein Umweltinstitut seine Daseinsberechtigung nachweist indem es diffamierende Publikationen wie "Strompreislügen" veröffentlicht. (Dr. Marlboro sagt auch das Rauchen gesund ist.)
Mit viel Wohlwollen kann man die (einseitige) Diskussionen hier als Nabelschau der Berufsapokalyptiker betrachten, zielführend ist sie nicht. Eine Mehrheitsmeinung ist das sicher auch nicht. Denn für den Normalbürger stellt sich die Sache doch so dar: Selbst wenn Subventionen, für was auch immer, über die Steuerlast abgegolten werden, so würde sich diese Steuerlast nicht ändern wenn die Subventionen gestrichen würden. Die steigenden Energiekosten sind aber reale Zusatzkosten die jeder spürt. Ausserdem hatten wir in letzter Zeit ja schon 2 Stromausfälle in größeren Städten die auf Engpässe in der Energieversorgung zurückzuführen sind. Ich bin zuversichtlich das der derzeitige Blödsinn bald ein Ende hat weil er so nicht durchsetzbar ist. Vielleicht besinnt man sich dann darauf breitbandig nach Alternativen zur Energieversorgung zu suchen statt Hersteller von Sonnenkollektoren künstlich am Leben zu erhalten oder ökonomisch/ökologisch fragwürdige Windräder zu favorisieren.
Spannend finde ich, daß Klimawandelskeptiker, EE Gegner, Oil- und Coal- peak Verneiner, Umweltrisikenschönredner UND wirtschaftslibertäre Einstellung sich so häufig jeweils in einer Person vereinen - und das obwohl dies alles zunächst sehr unterschiedliche Sachthemen sind. Schon erstaunlich.
Über die "realen Zusatzkosten", Externalisierungen etc. wurde bereits endlos diskutiert. Daß die fossilen Brennstoffe eine endliche Reichweite haben und der Horizont sichtbar ist gehört inzwischen zum Allgemeinwissen. Und, daß der Umbau einer kontinentalen, ja letztlich globalen, Energieinfrastruktur nicht adhoc geschehen kann und nicht nur Mühen und Investitionen erfordert dürfte auch banal sein. Die Alternative ist, alles aus dem Boden zu buddeln und zu Pumpen was halbwegs brennt, es verstromen und verfahren und verheizen und dann... dann, um auf den Herrn Luegendetektor zurückzukommen, müssen unsere Nachfahren halt mit der Welt klarkommen, die sie vorfinden. Alle 10 Milliarden oder mehr. Ist ja nicht so schlimm, denn es wird ja eine bessere Welt sein. Eine warme Welt...
Wenn Sie Vorschläge haben für eine "breitbandige Alternative zur Energieversorgung" - immer her damit!
Dazu sei (nochmal) die neue Studie "Was Strom wirklich kostet" erwähnt. Sie zeigt im Vergleich dass in Deutschland bisheriger Strom aus Kohle mit umgerechnet mehr als 390 Milliarden € und Atomstrom mit mehr als 210 Milliarden € staatlich subventioniert wurde , und das allein ab 1970 gerechnet (Subventionen davor also noch gar nicht eingerechnet, und auch nicht bisherige + künftige Kosten z.B. wg Klimawandel und wg Sicherung von Atommülllagern für 1 Mio Jahre)
Es ist grundsätzlich immer (auch) die Frage, was eine Gesellschaft insgesamt für richtig, wichtig, nötig, sinnvoll ... findet, dass darin investiert wird, wieso nicht auch aus öffentl. Haushaltsmitteln? (Subventionen) Das lehnen nur dogmatische Anti-Keynesianer und dergleichen Leute ab, wogegen intelligente, weitsichtige Fachleute heute einen Green New Deal favorisieren, etwa James K. Galbraith , Lester B. Brown u.v.a. --- a propos Green New Deal und was er neben Energiewende noch beinhalten könnte, vgl. auch www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia/utopisch-guter-traum .
Damit haben Sie es doch schon selbst entlarvt. Dieser Laughlin ist entweder ein Zyniker oder ein Apokalyptiker. Wer so etwas auf die eine oder andere Weise ernst nimmt muss möglicherweise seine eigenen Denkfunktion mal überprüfen. Von dieser Sorte Fachleute gibt es viele. Ich denke da mal an den Club of Rome. Nach den Prognosen der 80er haben wir heute eine weltweite Hungersnot, da es nicht genügend Eiweiss mehr gibt. Ich sehe aber genug saturierte Ökos, deren Lebensmaxime immer ohne Verantwortung für die Allgemeinheit formuliert wird, obwohl immer viel von Nachhaltigkeit die Rede ist. Es ist immer nur die Nachhaltigkeit der Besserverdienenden. Ach ja, um bei Energie zu bleiben: Laut Club of Rome gibt es schon seit Mitte der Neunziger kein Öl mehr. Leider beraten diese Schwachmaten heute noch Regierungen. Anders ist die Histerie auch nicht zu erklären. Unsere Nachfahren müssen aber wenn es nach Ihnen ginge mit einer Welt klar kommen in der es dann zwar "saubere" Energie gibt aber leider nur noch wenige Menschen die sich das leisten können. Das ist zuverlässig prognostizierbar! Die Geschichte lehrt uns, so funktioniert eine freie Gesellschaft nicht.
Wenn ich Vorschlägen hätte, bräuchte ich keine breitbandige Forschung im Energiesektor zu verlangen. Wichtig ist das Forschung stattfindet ohne ideologische Vorgaben aus allen Lagern.
Laughlin geht davon aus, daß wir in 200 Jahren eine weltweite Plutoniumwirtschaft haben und für unsere Bequemlichkeit pro Jahrzehnt eine Großstadt opfern die durch Nuklearunfälle draufgeht. Er hält das für das wahrscheinlichste Szenario. Den Treibhauseffekt hält er im Vergleich zum Ende der fossilen Brennstoffe für kein wesentliches Problem. Müßte doch ein Freund von Ihnen sein. Dummerweise lässt sich der Mann nicht einspannen. Er ist zu unberechenbar.
Literatur von Robert Laughlin (Physiknobelpreisträger und Professor in Stanford):
The Crime of Reason
Powering the Future (massenhaft Fakten zur weltweiten Energielage, viele unbequeme Tatsachen - auch für mich).
Durch kündigen des bisherigen Netzbetreibers zugunsten der Öko-Strom-Anbieter kann man diese Entwicklung beschleunigen. Mit den richtigen Parteien ist ein sofortiger Atomausstieg und 100% Energiegewinnung aus EE bis 2020 machbar!
Warum sollen die "Kleinen" für die Großen zahlen: "Wegen der Förderung erneuerbarer Energien droht der Bundesregierung Ärger aus Brüssel. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia stellt laut einem Zeitungsbericht den Preisnachlass für stromintensive Unternehmen in Frage. EU-Beamte drohen deutschen Firmen sogar mit Rückforderungen."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energiewende-eu-stellt-ausnahmen-fuer-deutsche-stromfresser-in-frage-a-869902.html
Hier alles weitere: http://www.energieportal24.de/forum/topic,9771,-wasserstoff%3A-das-letzte-glied-im-backup-system.html
Allerdings der wichtigste Posten ist und bleibt meiner Meinung nach, das Stromsparen, was ja auch nicht im Interesse der Stromerzeuger ist!!
Noch was zu hubert39, meist weht aber Wind wenn keine Sonne scheint und die Sonne scheint wenn kein Wind weht, jedenfalls hier bei uns im Süden Deutschlands. Und wir exportieren ja immer noch Strom, soviel das die Tschechen sich schon gegen den Ökostrom aus Deutschland wehren wollen!!
"All diese Entscheidungen kosten einen Durchschnittshaushalt pro Jahr rund 13 Euro. Diese Mehrkosten setzen sich wie folgt zusammen:
■Die Sonderumlage durch die Offshore-Haftungsregelung soll die Bürger maximal 0,25 Cent je Kilowattstunde kosten - bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3500 bis 4000 Kilowattstunden wären es also neun bis zehn Euro.
■Das Abschaltverbot für Kraftwerke kostet etwa 1,55 Euro pro Jahr.
■Die Belohnung von Firmen, die sich bei Engpässen vom Netz nehmen lassen, dürfte laut Wirtschaftsministerium mit rund zwei Euro pro Jahr zu Buche schlagen.
Hinzu kommt, dass der Strompreis im Januar bereits um im Schnitt zwölf Prozent steigt. Das wiederum bedeutet für einen Durchschnittshaushalt mit vier Personen und einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden zusätzliche Belastungen in einer Größenordnung von rund 125 Euro. Anders als beim Ausbau von Atom- und Kohlekraft werden die Kosten für die Umstellung auf Wind- und Solarstrom direkt über die Stromrechnung abgerechnet - und nicht über steuerfinanzierte Milliardensubventionen."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/gesetz-zur-energiewende-bringt-weitere-kosten-fuer-verbraucher-a-870073.html
Andererseits wurden auch auf Seiten der EE extreme Fehler gemacht - und diese Fehlentwicklungen laufen immer noch ungebremst weiter!
Hier eine Übersicht über die Fehlentwicklungen und über Korrekturvorschläge:
http://www.energieportal24.de/forum/topic,10285,-deckel-fuer-die-undquot%3Bteureundquot%3B-offshorewindkraft%21.html
So oder so ähnlich sieht das auch der Hohnsteiner Energie Kasper, der Oettinger Günther. Seinen Freunden zu liebe . . .
Schau mal hier die Zahlen des BDEW (Bundesverband der deutschen Energiewirtschaft):
http://www.dw.de/rekord-beim-stromexport/a-16370208
Oder diesen Artikel:
http://www.heise.de/tp/artikel/37/37991/1.html
Natürlich - wenn nicht sein kann, was nicht sein darf, ist jede Behauptung erlaubt ..., auch "nochmals".
http://www.tagesschau.de/inland/kabinett296.html
http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:emissionshandel-absturz-der-co2-preise-alarmiert-eu/70018244.html
Aber irgendwie auch noch völlig wiedersprüchlich: Da sollen energieintensive Unternehmen von Kosten entlastet werden, die gar nicht entstehen. Und bezahlt werden soll das Ganze aus Erlösen, die ebenfalls nicht entstehen, weil die Kosten gar nicht entstehen.
Auch nicht schlecht, oder? ;-)
In einem ist man sich aber auf jeden Fall wieder einig: Dass der kleine Steuerzahler belastet werden muss und der gemeine Stromkunde auch. Schließlich kreigt er dafür Arbeitsplätze: Die paar Cent machen doch den Kohl (äh, die Merkel) nicht fett!
Sonnige, CO2-freie Grüße
Stephan
Aber liebe Schwerindustrie, macht Euch keine Sorgen. Das ist alles nur für den schönen Schein. Wenn diese "Marktwirtschaft" mal richtig kneifen sollte, kommt der Steuerzahler und bügelt alles wieder glatt. Versprochen!
Ist doch noch so viel "billige" Fossilenergie da. Wäre doch schade, wenn die von den anderen verheizt würde!
Und wenn dann doch nix mehr hilft und in Asien immer noch billiger produziert wird, dann exportieren wir die Emissionen einfach. Machen wir doch sonst auch! Wozu sind wir schließlich Exportweltmeister?
Die wende zu schaffen erfordert Mut. Bis ans Ende zu schwimmen und in der Spur zubleiben, das sind Helden.
Surk-ki Schrade
Hier habe ich gerade ein Werbeblatt von Saturn in Händen. Da wird ein PC angeboten zu 599,--€. Ich weiß nicht, ob das Angebot gut oder schlecht ist, in jedem Fall ist der Barkaufpreis der gleiche wie der Ratenpreis - also kein Aufschlag. Monatlich wären da €19.96 zu bezahlen. Warum sollen also die, die das Geld nicht haben, auf Pump kaufen und sich verschulden. Der teure Strom kommt dann noch obendrauf. Diese Form der Wirtschaftspoltik gefällt besonders der FDP. Also unbedingt diese Partei wieder wählen.
Redaktion: Ist Ihnen das nicht peinlich sich so zu outen????
Aber dann kannst sie ja sicher nennen.
In Zukunft bitte genauer hinschauen, bevor du uns solche heftigen Vorwürfe erhebst.
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Stephan Rieping schrieb am 13.12.2012 um 11:07
Coole Illustration, Simon! Ein Pinocchio-Zapfhahn! Wunderbare Idee! :-)
Sonnige Grüße
Stephan
Simon Reichel schrieb am 13.12.2012 um 11:25
Danke Stephan! Da verstehen wir uns ja doch einmal :)
Sonnige Grüße zurück!
Simon
Looki schrieb am 13.12.2012 um 12:53
Pardon, aber wie ist dann diese TV-Dokumentation von RTL zu verstehen?
RTL - Extra Spezial: Klimawandel - alles Schwindel?
http://www.youtube.com/watch?v=vvN62xA5QkI
Stefan_Thiesen schrieb am 13.12.2012 um 13:29
Ach - das bekannte Wissenschaftsjournal RTL Extra... Nehmen wir nur das Eisbärenbeispiel: es wird gesagt 1950 gab es 5000 Eisbären, und heute seien es 25.000, ergo läge keine Gefährdung vor (und implizit: kein Klimawandel). Tatsächlich war um 1950 ein Minimum der Eisbärenpopulation erreicht - der Grund war starke Bejagung. Die strenge Jagdregulierung führte zu einer Erholung der Bestände. Die Entwicklung der Bestände in diesem Zeitraum hat mithin absolut gar nichts mit dieser Diskussion zu tun, aber rhetorisch nutzt es geschickt die Tatsache aus, daß ein unbeteiligter und uninformierter Adressat mehrere sich überlappende Signale eines Systems nicht trennen kann. Das ist Manipulation durch Weglassen. Eine uralte Methode aus der Mottenkiste der Rhetorik.
Wie ich es gesehen habe (ich habs mir nicht komplett angetan) tauchen wohl wieder die üblichen nach ähnlichem Muster konstruierten Schein-Argumente auf, die allesamt wieder und wieder und wieder widerlegt wurden. Weshalb manche Leute von sich geben was sie von sich geben kann ich nur vermuten. Sie mögen sich doch bitte, so sie können, auf der wissenschaftlichen Bühne mit den Experten messen. Es geht nicht um Rhetorik, sondern darum, was wirklich los ist.
Simon Reichel schrieb am 13.12.2012 um 13:35
"Das bekannte Wissenschaftsjournal RTL Extra"
Danke, Stefan :)
Ich denke Utopie sollte man umbenennen in "Pippi Langstrumpf" nach dem Motto "Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt"
Das ist hier leider eine erbärmliche manipulative Diskussion
Fuzzler, du verwechselst die Artikel. Du zitierst hier angeblich gelöschte Kommentare aus dem Artikel zum Thema "Klimalügen":
http://www.utopia.de/magazin/den-tank-voller-klimaluegen-eike-heartland-institute-und-co-anti-klima-lobby?all#comments
Dieser andere Artikel hat mittlerweile 179 Kommentare und hat mit dem Ökostrom-Artikel hier gar nichts zu tun.
Du liegst mit deinen Vorwürfen nachweislich falsch und die Vehemenz, mit der du trotz meiner anfänglichen Erklärung an diesen festhältst, finde ich befremdlich bis dreist.
Bin sehr gespannt, ob eine Entschuldigung kommt :-)
Ich lese jetzt schon sehr lange mit und habe auch schon vereinzelte Diskussionen mit Utopia zum Thema Zensur geführt.
In einer Sache kannst Du sicher sein: Heimlich ist noch nichts gestrichen worden.
Es steht immer da.
In Afrika vielleicht nicht nötig, wenn die richtigen Kräfte den Ausbau voran treiben. Z.B. http://www.area-net.org/ Die einzig sinnvolle Stromproduktion kann nicht zentralisiert sein, weil das nach großen Netzen schreit. Sie muss so lokal wie möglich funktionieren - daher halte ich es für ein Versäumnis, dass in Deutschland tolle Süddächer mit Ziegeln neu gedeckt werden. In Frankreich ist der Prozentsatz vollintegrierter PV Anlagen (anstelle und als Dachdeckung) viel höher als bei uns und selbst die Engländer werden da kreativ - habe dort unlängst ein Dach mit kleinen PV-Zellen in Schindeloptik gesehen.
Und dann natürlich unausweichlich: Das Smart-Grids und intelligente Verbrauchssteuerung in Haushalten. Klar, Zukunftsmusik, aber fängt die Zukunft nicht in dem Moment an, in dem man noch seine Utopien spinnt?
Da kann ja dann immer noch eine PV-Anlage drauf gesetzt werden.
In Frankreich gibt es daher so viele dachintegrierte Anlagen, weil die Einspeisevergütung für diese Variante höher ist: http://www.photovoltaik.eu/nachrichten/details/beitrag/frankreich-krzt-photovoltaik-einspeisetarife-weiter_100007787/
Der Material-Aufwand scheint zunächst höher, wenn ich erst ein fertiges Dach baue. Dabei ist zu bedenken, dass auf diese Weise die Dichtigkeit besser gewährleistet werden kann. Außerdem ist der Energie-Ertrag der Anlage in der Regel höher, weil die Module durch den größeren Abstand zur abdichtenden Fläche besser hinterlüftet werden. Dies gilt zumindest für kristalline Si-Zellen.
UND:
bei Bioenergie führend? Aber zu welchen Kosten?
Da werden immer mehr neue Anlagen gefördert und riesige Flächen mit Mais zugebaut. Solange Bioenergie nicht aus z.B. biologischen Abfällen erzeugt wird halte ich das für eine ziemliche Krücke, und nicht für eine führende Technologie!