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Deutschlandreise mit dem Radl

Slow Urlaub – Mit dem Fahrrad durch Deutschland


Für Individualisten

Klar können Sie sich einfach auf Ihr Radl schwingen und schauen, wo Sie die Pedale hintragen. Aber wenn Sie Planlosigkeit eher stresst als befreit, legen Sie sich doch einfach vorher eine schöne Route zurecht. Das geht zum Beispiel mit Naviki. Der Fahrradroutenplaner hat eine Druckfunktion und kostenlose Apps machen das Smartphone zum Fahrradnavi, mit dem sich auch Routen aufzeichnen lassen. Routeninspiration finden Sie beispielsweise auf der Website Fahrrad-Tour. Beim Routenfinder des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC) gibt es fertige Routen, die Sie sich gegen Gebühr (Mitglieder erhalten Freikilometer) runterladen können. Einige gesponserte Strecken sind kostenlos. Die Touren lassen sich nach persönlichen Kriterien wie Steigungsintensität, Kinderfreundlichkeit, Landschaften und Regionen sortieren. Radlerfreundliche Unterkünfte finden sich bei Bett und Bike. Und falls es noch an Mitfahrern fehlt, lohnt ein Blick auf das schwarze Brett der ADFC-Mitradelzentrale.

Für Planungsmuffel

Keine Lust sich um Strecke und Unterkunft zu kümmern? Dann suchen Sie sich einfach einen der vielen Radpauschalurlaubsanbieter aus. Hier können Sie zwischen verschiedendsten Touren wählen, bekommen eine Streckenplanung vorab und die Hotelübernachtungen sind schon mit drin. Meist gibt es einen Gepäckservice von Hotel zu Hotel und die Touren können mit Führung oder ohne gebucht werden. Über das Portal Fahrradreisen.de lassen sich gleich mehrere Anbieter nach Streckenkriterien durchsuchen und miteinander vergleichen. Wer auf eine neue Bike-Perspektive Lust hat: Es gibt auch Liegeradtouren zum Beispiel im Hunsrück, an der Mosel und in der Eifel.

Besondere Routen

Der Elberadweg ist 860 km Fluss pur. Vorbei an Dresden, Meißen, Lutherstadt Wittenberg bis nach Hamburg und Cuxhaven gibt es malerische Flussansichten zu entdecken. Fluss- und Industrieromantik verbindet der Ruhrtalradweg, der über 230 Kilometer am namensgebenden Fluss des Reviers, des Potts, eben des Ruhrgebiets entlang führt. Eine gute Gelegenheit die letztjährige Kulturmetropole kennenzulernen. Wer eine im wahrsten Sinne historische Tour plant, dem sei die Fahrradreise am "grünen Band Europa" ans Herz gelegt. Sie führt 10.000 km am ehemaligen "Eisernen Vorhang" quer durch Europa und ist auf 109 Tage radeln ausgelegt. Sie ist aber auch in Etappen erfahrbar. Die Moorerlebnisroute ist dagegen etwas für Naturfreunde mit knappem Zeitfenster. Der 100 km lange Radweg umrundet das 5.000 Hektar große Moorgebiet, das die Regionen Ostfriesland, Emsland und Oldenburger Münsterland miteinander verbindet.

Beim Genussradeln in der Pfalz ist nicht nur der Weg das Ziel, sondern vielmehr auch der Wein, das Essen und ein gemütliches Radeln. Erholsam wird es auch auf der Wellness-Radroute durch den Teutoburger Wald, diese verbindet fünf Gesundheitsbäder und über neun staatlich anerkannte Luft- und Kneipp-Kurorte.

 

Gute Fahrt!

Stand: 09.05.2011 von

Kommentare (10)   abonnieren

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    schrieb am 09.05.2011 um 22:53
    Tips für konkrete Touren mit dem Fahrrad bzw Velo (wie's in der Schweiz heißt), z.B. kombiniert mit der Bahn ... gibt's z.B. auch in meinem Blog: http://www.utopia.de/blog/freedom-happiness-and-sensitivity-for-beauty-for-all-beings-in-solidarity-berniewa-s-utopia (derzeit 5 Tips für Touren in Deutschland, 1 in Österreich und 1 in Norwegen; die Reihe werde ich aber noch weiter fortsetzen). Find ich übrigens gut, dass auch das Utopia-Team den Fahrradurlaub in Europa schmackhaft macht. Gerade im Sommer ist der leichte Fahrtwind auf dem Rad eine angenehme Sache, zudem ist Bewegung gesund, und auf dem Rad lässt sich viel entdecken, dazu die frische Luft (zumindest wenn es gerade nicht an oder auf einer stark von Kfz mit Verbrennungsmotoren befahrenen Straße entlang geht) und viele andere Vorteile (nicht zuletzt dass es klimaschonend ist - zumindest falls jmd dafür nicht aus Neuseeland anreist ;`)
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    schrieb am 09.05.2011 um 23:05
    n.b. Nicht vergessen: Lange vorher gebuchte Reisen haben, im Unterschied zu spontanen (ggf. mit Übernachtung im Zelt statt im Hotel), den Nachteil, dass das Wetter evtl. gerade dann unbequem ist (freilich für längere Reisen muss mensch meistens die Urlaubstage bei der Firma etc auch länger vorher beantragen); daher evtl ein Wochenendurlaub bei 'schönem' Wetter für Radurlaub besonders geeignet (z.B. mit einem Ausgangs- und Zielort, der per Bahn gut erreichbar ist; so dass Anfahrt und Rückfahrt ohne Stau auf Autobahnen etc zudem umweltschonend möglich sind - Reservierungen am Wochenende bei der Bahn allerdings ratsam; sind aber meist noch Tags vorher möglich; am besten rechtzeitig bei der Bahn erkundigen, wie das mit Reservierungen ist; auch mit Fahrradabteilen etc; ggf. sogar Fahrradverleih bei der Bahn selbst, evtl am Ausgangs-Bahnhof der Radtour ...)
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    schrieb am 09.05.2011 um 23:50
    Es müssen nicht immer die Klassiker unter den Radfernwegen und Themenrouten sein, der Elbe- und der Donau-Radweg sind in der Saison ohnehin stark frequentiert! Da kann es leicht schon mal abends zu Problemen kommen, wenn man seine Unterkunft nicht vorgebucht hat.

    Ich kann nur empfehlen, einfach mal den Radweg zu "erfahren", der dem eigenen Wohnort am nächsten gelegen ist - dann entfällt die Anreise, und man kann ohne große Vorbereitung einfach von zu Hause aus losradeln. Und nach der ersten Etappe weiß man meistens schon, ob einem diese Art des Reisens und der ausgewählte Weg gefallen - und wenn nicht, dann ist die Rückkehr auch noch recht einfach.

    Bei mir in der Nähe verlaufen zum Beispiel gleich fünf Radwege, die kaum bekannt sind, aber durchaus ihre Reize haben:

    Weser-Harz-Heide-Radweg (N5, Hannoversch-Münden <> Lüneburg)
    Aller-Radweg (N7, Verden <> Allerquelle bei Wefensleben)
    West-Ost-Radweg (N10, Bad Bentheim <> Groß Bartensleben)
    Börderadweg (Hameln <> Berlin)
    Harz-Weser-Radweg (N11, Teilstrecke des Europaradweges R1)

    Eine gute Übersicht über die meisten deutschen Radfernwege und Themenrouten findet man unter:
    www.fahr-radwege.com/AuslandRadwege.htm

    Und für Planungszwecke kann ich noch die Plattform www.gpsies.de empfehlen - auch wenn man nicht unbedingt seine Navigation mit einem GPS-Gerät erledigen will. Wer übrigens den Routing-Komfort vom Kfz-Navi gewöhnt ist und für das Fahrrad ähnliches erwartet, wird heute (noch) enttäuscht sein - das funktioniert bislang nur eingeschränkt, da z. B. die Wegequalität in den elektronischen Kartenwerken noch zu lückenhaft beschrieben ist. Ich kann daher nur empfehlen, die ausgewiesenen Radfernwege zu nutzen oder auf Basis von OpenCycleMap weitgehend von Hand zu routen, sonst kann es leicht sein, dass man sich auf Teilstrecken auf vielbefahrenen Bundesstraßen wiederfindet, zwar auf dem Radweg, aber idyllisch ist das ja nicht gerade...
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    schrieb am 10.05.2011 um 00:54
    Danke für den Hinweis auf opencyclemap - hab ich gleich noch in meinen Blog-Tips ergänzt, wo ich es noch vergessen hatte. Recht hast du auch dass oft vielbefahrene Straßen für Radfahrer_innen geradezu gefährlich oder zumindest unbequem sind (auch Radwege einige Meter davon entfernt parallel sind manchmal unbequem, wenn viel Verkehr auf der Straße ist) Schöne (auch ruhigere) Alternativen gibt es aber zum Glück, vgl. etwa Friedrichshafen - Lindau - ein Teil der Strecke am Bodensee, die ich im Teil (2) meiner Reihe " Reisetips - mit Bahn, Rad etc " in meinem Blog beschrieben habe (siehe schon Link in meinem ersten Kommentar weiter oben), oder auch z.B. (siehe ebd. Teil (7)) entlang am Südwestufer des Hallstätter Sees u.v.a.
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    schrieb am 10.05.2011 um 10:25
    Danke für die Tipps, mediterrami und auch Dir, berniewa für Deine Radblogbeiträge.

    Ich finde Radurlaube auch immer am schönsten, weil die Geschwindigkeit optimal ist, ich komme weiter als mit Wandern und bin aber ausreichend langsam um die Landschaft geniessen zu können.

    Eine empfehlenswerte Radtour ist noch das Altmühltal (wir haben die Tour begonnen bei Regensburg), das kann dann noch verlängert werden mit dem Taubertal. Dazwischen haben wir allerdings eine Strecke mit der Bahn abgekürzt.

    http://www.altmuehltal.de/
    http://www.fahrrad-tour.de/Taubertal/Taubertal.htm

    Am Weg dann die Riedenburger Brauerei entdeckt: http://city.utopia.de/DE/adresse/riedenburger-brauhaus-69001 (und jetzt auch in Utopia-City eingetragen). Bei anderen Radwegen hatte ich auch das Gefühl, als ist die Dichte an Lokalen mit zumindest teilweisem Bioangebot höher als sonst. Vielleicht weil Radfahrer eh schon sehr umweltfreundlich unterwegs sind.

    Was meint ihr?

    Übrigens, wenn ihr auch schöne Tipps gesammelt habt, bitte eintragen und bewerten in der passenden Kategorie: http://city.utopia.de/de/kategorien
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    schrieb am 18.05.2011 um 13:33
    Eine Radwanderung / Fahrradtour oder Kanufahrt im Altmühltal lässt sich z.B. im August auch gut verbinden mit einigen außerordentlich erlebenswerten Lesungen und Konzerten etc.,
    z.B. am 28.08 ab 17:00 in Wolframs-Eschenbach in der Kirche (offiziell ein Liebfrauenmünster) Texte von Wolfram von Eschenbach im Wechsel mit freien Improvisationen dazu auf verschiedenen Holzblasinstrumenten (Klarinette u.a.)
    Von dort über andere kleine Orte, z.T. mit noch erhaltener mittelalterlicher Bausubstanz (vgl. z.B. www.merkendorf.de ), ist es nicht weit ins Altmühltal, z.B. nach Muhr am See, Gunzenhausen u.s.w.

    In derselben Region ebenfalls am 28.08. und zwar um 20:00 in Triesdorf eine Oper vom Bach-& Händel- & Vivaldi- Zeitgenossen Alessandro Scarlatti in der Markgräflichen Reithalle; zwei Tage vorher in Gunzenhausen (direkt an der Altmühl gelegen) um 20:00 ein Konzert mit Minnesang-Liedern;

    Und schon am 5. August spielt das weltberühmte Ensemble London Baroque ab 20:00 in der Pfarrkirche St. Jakobus in Greding Musik aus der Zeit von William Shakespeare .

    Zu allen genannten Konzerten etc vgl. auch www.fraenkischer-sommer.de . Fürs Radfahren im Altmühltal siehe z.B. auch http://altmuehlradweg.de

    p.s. Bei der erwähnten Operanaufführung in Triesdorf ist zu beachten, dass der Bahnhof (wo auch einige Häuser stehen) vom Ortsteil Weidenbach-Triesdorf gut 1 km entfernt ist. Es geht ca 1 km auf einer kleinen Straße und einem Radweg neben der Straße durch Wald und Feld. Die Reithalle (wo die Aufführung stattfindet) ist dann meines Wissens relativ nah am Ortseingang auf der rechten Straßenseite.
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    schrieb am 31.05.2011 um 12:20
    Den Altmühlradweg würde ich übrigens nicht (wie das z.B. auf meinem Link oben eingezeichnet ist) schon in Ansbach beginnen, sondern ca. 2 Regionalbahnstationen weiter südlich, also etwa ab Muhr am See, z.B. weil die ca. 20 km ab Ansbach meiner Erfahrung nach landschaftlich nicht ganz so spannend sind und damit umso mehr Zeit und Kraft für die Strecke bis zur Mündung in die Donau bei Weltenburg bleibt ...

    In Muhr am See gibt's z.B. auch Fahrradverleih vgl z.B. www.san-aktiv-tours.de/ und v.a. als Sehenswürdigkeit z.B. eine Vogelinsel, wo sogar noch Störche und andere seltene Vögel zu sehen sind
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    schrieb am 19.05.2011 um 10:02
    Die erwähnten Orte Triesdorf, Muhr am See und Gunzenhausen haben übrigens sogar einen Bahnhof, wo mindestens Regionalzüge halten, und der ebenfalls erwähnte Ort Wolframs-Eschenbach liegt nur ca 5 bis 6 km vom Bhf. Triesdorf entfernt. Der erwähnte Ort Greding ca 4 km vom Bhf. Kinding (wo ebenfalls Regionalzüge halten)

    Am Oberlauf ist das Altmühltal sehr flach; Auwiesen, Felder und kleine Wälder prägen das Landschaftsbild. Am Unterlauf, ca. ab Pappenheim, gibt es markante Felsformationen, teils auf einer Seite, teils beidseitig. Archäologisch sind diese Gesteine durch den Fund der Versteinerung eines Exemplares der Urvogelart Archeopterix bekannt geworden, der im Ort Solnhofen in einem Museum zu sehen ist
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    schrieb am 13.05.2011 um 14:20
    Wunderschönen guten Tag,
    großartiger Beitrag zur besten Zeit.
    Plane gerade eine kleine Europatour. Deutschland - Niederlande - Belgien - Frankreich - England.
    Einfach mit dem Radel und open Air sleeping. Das müsste eigentlich klappen. GoogleMaps ist ja eigentlich schon wirklich großartig. Aber kann mir nochmal jemand eine Alternative an Routenplanern - vor allem auch fürs Ausland - empfehlen.
    Herzlichsten Dank und noch einen wundervollen Tag,
    euer Utopist
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    schrieb am 19.05.2011 um 10:16
    www.opencyclemap.org könnte vielleicht hilfreich sein
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