Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Greenpeace Kampagne

DETOX - Eine digitale Erfolgsgeschichte


In puncto Glaubwürdigkeit ist Greenpeace (fast) über jeden Zweifel erhaben und kämpft schon seit Jahrzehnten erfolgreich für ein besseres Morgen. Doch was die DETOX-Kampagne (und einige andere aktuelle Greenpeace-Kampagnen) von der bisherigen Umweltarbeit absetzt ist ihre innovative Nutzung des Internets. Auch im Falle DETOX hat Greenpeace wie gewohnt zuerst einen exzellten recherchierten Report (Dirty Laundry) vorgelegt, der schockierende Fakten offenbarte. Anstatt jedoch die mediale Verbreitung anderen zu überlassen, haben die Umwelt-Experten den Report mit einer globalen Kampagne verknüpft, durch die der Druck auf einzelne Firmen konzentriert werden sollte. Diese Firmen waren jeweils die größten in ihrem Sektor und hatten damit die Marktmacht, durch ihr Verhalten die gesamte Branche zu beeinflussen. Mit Aufrufen zu Kurznachrichten auf dem Online-Dienst Twitter und konzentrierten Anfrage-Anstürmen auf die Firmen-Profile beim sozialen Netzwerk Facebook hat Greenpeace den entscheidenden Hebel gefunden. Was früher Postkarten-Flut und Demonstrationen waren, sind nun viral verbreitete Nachrichten, Bilder und Videos auf den großen Schauplätzen des World Wide Webs. In der Galerie zeigen wir Ihnen in chronischer Auflistung, wie die DETOX-Kampagne nach und nach die größten Bekleidungshersteller der Welt zum Einlenken gebracht hat.

Einer nach dem anderen hat sich dazu verpflichtet, bis 2020 alle giftigen Chemikalien aus seiner Wertschöpfungskette zu eliminieren. Dabei geht es vor allem um toxische Phtalate, krebserregende Amine und Erbgut-verändernde Stoffe, die in den Körper und das Grundwasser gelangen. Bei internationalen Megakonzernen wie Nike, Zara & Co. verlieren Konsumenten den Glauben an ihre Macht als Verbraucher. Wer sieht schon meinen Boykott bei tausenden Filialen und Millionen Kunden jedes Jahr? Greenpeace vereint die weltweiten Kritiker und nimmt ihnen das Gefühl, alleine zu sein. Vor einem Millionenpublikum werden die Firmen an den digitalen Pranger gestellt. Die Firmen haben auf derlei Aktionen noch keine Antwort gefunden außer der einzig richtigen: Die Wahrheit zu sagen, Fehler zuzugeben und sich ernsthaft zu bessern. Wollen wir hoffen, dass das so bleibt.

Thema: Klima- und Umweltschutz, Stand: 06.02.2013 von

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    schrieb am 08.02.2013 um 10:00
    So super, da hab ich schon letztes Jahr fleißig unterschrieben!
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