Was „Changemaker“ bedeutet

Der permanente Vertrauens-Check


Am 23. April 2010 erscheint in überregionalen Tageszeitungen eine doppelseitige Anzeige der Deutschen Telekom mit dem Utopia Changemaker-Manifest. Am Tag zuvor hatte René Obermann, Vorstandschef des Unternehmens, das Manifest mit den Selbstverpflichtungen, Zielen und Maßnahmen im Rahmen einer Pressekonferenz unterzeichnet. Alle Informationen wurden zeitgleich auf utopia.de veröffentlicht und auch ein Live-Chat mit dem Telekom-Chef durchgeführt.
 
Mit diesen öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen wurde ein großer Scheinwerfer auf das Changemaker-Projekt von Utopia gerichtet, das wenige Monate zuvor mit neun Unternehmen, darunter Otto, Bionade, Memo und Frosta, gestartet worden war. Die Telekom legte nun mit einem wahren Paukenschlag nach. René Obermann betonte in der Pressekonferenz, dass ihm bewusst sei, wie sehr sich die Telekom damit in die Pflicht nehmen lasse – „was für und gegen uns verwendet werden kann“. Und er ergänzte, dass der Konzern sich damit nicht präsentieren, sondern den Dialog intensivieren möchte.
 
Ein mutiger Schritt, diesen öffentlichen Vertrauens-Check auf einer unabhängigen Plattform durchzuführen. Denn auch bei der Telekom sind die Ziele und Maßnahmen, die in den Selbstverpflichtungen erläutert sind, nicht immer der ideale Endzustand eines  „nachhaltigen Unternehmens”.

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Changemaker: Neue Deutschland AG

Das trifft übrigens genauso auf andere Changemaker-Unternehmen zu. Sie alle sind auf dem Weg, sie lernen, machen Fehler, stecken in Widersprüchen, müssen immer wieder Lösungen entwickeln für Herausforderungen, die manchmal auch zu Kompromissen zwingen. Aber sie bringen den Mut auf, ihre nachhaltigen Aktivitäten zu kommunizieren: ihre ambitionierten Ziele ebenso wie Fortschritte und Rückschläge. Das Changemaker-Manifest erlaubt uns allen, also der Öffentlichkeit, sie auf diesem Weg kritisch zu begleiten und zu hinterfragen. Dabei gibt es klare Erwartungen, die in wenigen Sätzen zusammengefasst sind:

- Dass Unternehmen das, was sie sagen, auch tun.
- Dass man klar erkennen kann, was sie tun und warum sie es tun.
- Dass Unternehmen von sich aus den Dialog suchen.
- Und dass sie das kontinuierlich machen.

Das Changemaker-Manifest auf Utopia will den Dialog mit Unternehmen ermöglichen, der auf diese Erwartungen ausgerichtet ist. Deshalb sind vor kurzem die Unternehmensprofile und der Changemaker-Bereich auf der Website überarbeitet worden. Auch die Selbstverpflichtungen der Changemaker werden kontinuierlich weiterentwickelt, damit Messbarkeit und Transparenz verbessert werden. All das soll dazu beitragen, dass der Dialog „auf Augenhöhe“ entsteht.

Alle Changemaker-Unternehmen begeben sich freiwillig auf den Prüfstand zwischen Rhetorik und Realität. Sie ermöglichen uns damit einen permanenten Vertrauens-Check. Ob daraus eine symmetrische Dialogbeziehung wird, liegt jedoch nicht nur an ihnen.

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