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CO2-neutrale und ökologische Suchanfragen im Internet

Grüne Suchmaschine – Ecosia, Forestle und Co.


Das Deutsche Museum geht von rund 200 Millionen Suchanfragen bei Google pro Tag aus – und das ist lediglich der größte Marktanteil, denn über Google laufen 61% aller weltweiten Suchanfragen im Web. Dies entspricht etwa einem CO2-Austoß von 2.000 Tonnen täglich. Dieser Wert ist äquivalent zur durchschnittlichen täglichen CO2-Produktion einer mittelgroßen Stadt mit 66.000 Einwohnern. Weltweit sind 14 Kraftwerke nötig, um Server und zugehörige Klimaanlagen dieser Welt mit Energie zu versorgen. Dies besagt eine Studie des Wissenschaftlers J. G. Koomey von der Stanford University.

So funktionieren grüne Alternativen zu Google und Co.

Jedoch seit dem Jahr 2008 kann jeder die Klimabelastung während seiner Internetsuche reduzieren, indem er über eine so genannte ökologische Suchmaschine recherchiert – ob nun Ecosia, Forestle, Greenseng oder Hornvogel. Das Neue daran ist folgendes Prinzip: Bei der Recherche nach populären Wörtern wie „Versicherung“ oder "Ernährung" erscheinen neben den Suchergebnissen so genannte „gesponserte Links“ – nichts anderes als Werbung. Mit jedem Klick auf einen dieser Links verdient eine Suchmaschine ihre Geld. Davon spendet der Betreiber einen bestimmten Betrag – zum Beispiel an eine Umweltorganisation. Diese pflanzt mit dem Geld Bäume oder schützt bestehende Wälder vor Rodung, weil Bäume der Atmosphäre CO2 entziehen und so das klimaschädliche Gas kompensieren.

Einige "grüne" Suchmaschinen unterstützen mit ihren Gewinnen Projekte für erneuerbare Energien in Entwicklungsländern und sorgen dadurch für nachhaltigen Klimaschutz. Auch betreiben viele der Öko-Suchmaschinen ihre Server mit Ökostrom.

Grüne Suchmaschine: Aber die Ergebnisse der Großen werden angezeigt

Der Wermutstropfen: Bei den Ergebnissen greifen die Öko-Suchmaschinen auf die Ergebnisse der Platzhirsche zurück - etwa von Google, Yahoo oder Bing – und diese werden bekanntermaßen noch nicht mit Ökostrom betrieben, sind demnach weder klimafreundlich noch gleichen sie ihre Emissionen aus. Also müssen über kurz oder lang die Großen aktiv werden für den Klimaschutz – allen voran Google. Wobei Google bereits begonnen hat, seine Rechenzentren möglichst effizient zu gestalten. Aber da geht noch mehr!

Nicht verwechseln: Suchmachinen, die grüne Ergebnisse liefern

Wir haben die Galerie mit allen* bislang von uns recherchierten grünen Suchmaschinen erstellt zum Durchklicken und Ausprobieren – nicht zu verwechseln mit www.greenlinkcentral.com oder www.greenmaven.com, bei denen Webseiten mit "grünen" Inhalten ausgespuckt werden. Oder auch mit www.ecoseek.net, wo der Suchende Ökoprodukte findet als auch www.afroo.org, wo jeder während seiner Suche Bildung in Afrika fördert. Wobei wir alle hiermit empfehlen möchten.

Thema: Unternehmen, Stand: 08.01.2012 von

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    schrieb am 08.07.2012 um 11:27
    Linkkorrektur: www.ecosiawatch.org - Webseite mit Informationen zu Ecosia
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    schrieb am 13.04.2012 um 11:39
    http://wegreen.de ist jetzt eine Suchmaschine bei der die Treffer aufgrund ihrer Nachhaltigkeit sortiert werden. Egal ob Produkte, Jobs, Orte oder Marken. Die grünen sind immer oben.
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    schrieb am 04.03.2012 um 12:27
    Eine Webseite mit Informationen über Ecosia: http://www.ecosia.weebly.com/
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    schrieb am 22.10.2010 um 21:02
    Danke, Sabine Letz, für die guten Infos. Ich finde übrigens besonders gut, wenn eine Ökosuchmaschine auch die Funktion für eine 'erweiterte Suche' hat, wie das z.B. bei Treehoo der Fall ist: http://www.treehoo.com/index.php?page=index/advanced
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    schrieb am 18.10.2010 um 17:01
    Hallo Peter,
    das ist eine erfreuliche Nachricht, Daumen hoch:)
    Das mit der "Blank"-Seite ist interessant und wie finden wir das raus?
    L.G. Schneck
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