„Viele Ideen kommen nie zur Entfaltung“
8Hannes Offenbacher alias h2offenbacher weiß, was das bedeutet, denn... mehr
Es war doch spannend zu sehen, wie die Finanzkrise die Mächtigen der Welt im Rekordtempo an den Verhandlungstisch und dann – tatsächlich! – zu Ergebnissen gebracht hat. Bei Gefahr im Verzug funktionieren die Systeme offensichtlich sehr gut.
Nun ist die eine Krise zumindest ansatzweise beruhigt. Und wir sind um die Erkenntnis reicher: Es geht doch! Und damit ist jetzt der beste Moment, die andere, noch größere und in Wahrheit viel drängendere Krise anzugehen, die uns bedroht: die Klimakatastrophe.
Wenn die Politik so schnell sein kann, dann bedeutet das, wir haben die echte Chance, das Ruder noch herum zu reißen in den zehn Jahren, die uns nach Ansicht der Wissenschaftler maximal noch bleiben. Aber Teil zwei der Lehre ist auch: Gehandelt haben die Politiker erst, als es schon fast zu spät war. Und wir können uns nicht darauf verlassen, dass uns eine gnädige Beinahe-Klima-Katastrophe zu Hilfe kommt, die noch einmal auf die Dringlichkeit hinweist, ohne zu viel bleibenden Schaden zu hinterlassen. Nach Katrina und New Orleans sollte das nicht mehr nötig sein.
Aber wir haben etwas viel Besseres, um den schnellen Wandel effektiv voran zu treiben:
Wir haben Macht.
Utopia ist angetreten, Verbrauchermacht zu bündeln, zu einer starken Stimme zu machen und damit Veränderung zum Besseren zu bewirken. Also tun wir das! Jetzt! Uns Verbrauchern gehören ja nun dank des Rettungspaket Anteile an Banken, wir bürgen mit Steuergeldern für Interbanken-Geschäfte und mit unserem Konsum halten wir die Wirtschaft am Laufen.
Also müssten wir auch mitreden können, wie es zu laufen hat:
Versammeln wir uns also und legen wir los. Aktuell tüfteln wir gerade daran wie der Green New Deal aussehen kann. Schicken Sie mir Ihre Vorschläge und Ideen, lassen Sie mich wissen, was Ihre Ziele und Vorstellungen sind: greennewdeal@utopia.de
Und gehen Sie jetzt los und werben Sie zwei Utopisten, die wieder jeder zwei werben. Denn wir müssen jetzt unsere Stimme erheben und die Politik und die Unternehmen zu Ergebnissen treiben. Und dazu muss unsere Stimme zwar freundlich sein – aber bitte auch sehr laut!
Wir können die Welt verändern, fangen wir an!
Ihre Claudia Langer
Die Finanzkrise hat die Unternehmen bei Geschäftsreisen drastisch sparen lassen: ...
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Kommentare (12)
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ver-rueckt
wissbegierige chaotin
ver-rueckt
schrieb am 15.05.2009 um 22:35ich bin mir unsicher, was ich davon halten soll.
ich glaube nicht, dass im kapitalismus ein 100% ökologisches (und faires) handeln möglich ist. wie soll das bei unbedingtem wachstum und profitmaximierung funktionieren? wir leben in einer überfluss- und wegwerfgesellschaft, von der der markt profitiert.
allerdings denke ich, dass das "umsatteln" auf grüne wirtschaft natürlich erst einmal ein schritt ist, was nicht bedeutet, dass nicht noch mehr folgen können - sollen - müssen. ich denke vorallendingen, dass das ein schritt ist, der realistisch ist, der vielleicht auch global gesehen möglich ist.
sich ein neues wirtschatfssystem auszudenken und das der menschheit zu verklickern halte ich erst mal für schwieriger.
Anton Braunsfelder
neugieriger Besserwisser
Anton Braunsfelder
schrieb am 16.11.2008 um 00:48Kurz gefasst, könne dieser Grüne New Deal in drei Bereiche gegliedert werden, sagte Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion: "stärkere Regulierung der Finanzwirtschaft, massive Investitionen in erneuerbare Energien und den sozialen Ausgleich." Dafür müsse zunächst der "Lobbyistenstall im Finanzministerium" ausgemistet werden.
Mehr dazu unter http://www.gruene.de/cms/default/dok/258/258013.einen_gruenen_new_deal.htm
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