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"Wir haben uns entschieden zu einer Welt beizutragen, in der wir... mehr
besser: wissen - machen - kaufen
Moderator: Die Webcam sendet - Jetzt geht es los - Claudia, bist Du bereit?
Claudia Langer: Ja!
Moderator: Wir beginnen gleich mit dem zentralen Thema von Utopia: Strategischer Konsum:
Reisesemmel: Welche Sache war die Erste, bei der Sie ganz bewusst strategisch konsumiert haben?
Claudia Langer: Sicher habe ich als Kind sehr strategisch konsumiert, wenn ich mir mein Taschengeld eingeteilt habe. Dann ist das bei mir schlagartig mit der Geburt meines Sohnes Max entstanden. Ab dem Tag hat sich so ziemlich alles an meinen Konsumgewohnheiten verändert. Wir haben ab dann nur noch Bio gegessen.
Moderator: Don Puro hakt nach:
DonPuro: Was versteht Ihr denn unter strategischem Konsum? Oder ist es dieselbe Hausnummer wie nachhaltiger Konsum. Um Aufklärung wäre ich dankbar.
Claudia Langer: Strategischer Konsum fängt an mit der Frage: Was brauche ich wirklich? In Deutschland wird mit Konsum ja oftmals Realkonsum oder Produktkonsum verbunden. Für mich geht es auch um das Thema Ressourcen, für mich geht es um Dienstleistungen. Für mich ist strategischer Konsum ein weiter Begriff und geht vom Produktkonsum bis hin zu Lebensgewohnheiten, ob ich ein Auto nehmen oder mit dem ÖPNV ins Büro fahre. Strategischer Konsum hat natürlich auch ganz viel mit Nicht-Konsum zu tun. Ich glaube auch, dass wir wieder mehr darüber nachdenken müssen, was wir selber besitzen und was wir uns mit anderen teilen oder leihen können. Am Ende ist strategischer Konsum eine Geisteshaltung.
Moderator: Eine Frage von Utopist helios:
helios: Welche Zielgruppe will Utopia erreichen?
Claudia Langer: Wir wollen natürlich möglichst viele Menschen erreichen. Wobei wir den Schwerpunkt auf Leute setzen, die sich dem Thema gerade neu zuwenden und die sich die Frage stellen, was sie tun können und was einen großen Hebel hat.
Susann: Es gibt auf Utopia "alte Hasen" und "Neulinge" was nachhaltiges Leben angeht. Können Sie beide Gruppen unter einen Hut bringen?
Claudia Langer: Das ist ja oft der Grund, warum es Spannungen in der Community gibt. Und das tut mir persönlich oft sehr leid. Die Chance für mich in Utopia ist, dass die Erfahrenen ihre Erfahrungen an die Neulinge weitergeben. Und es auch begrüßen und ok finden, wenn die Neuen Anfänger-Fragen stellen. In der Vergangenheit ist es öfter passiert, dass Einsteiger mit "naiven Fragen" (aus Sicht der Nachhaltigkeits-Profis) im Forum niedergemacht wurden. Oder sich niedergemacht gefühlt haben. Das ist schade. Denn gerade wenn wir die Leute ansprechen können, die sich gerade auf den Weg machen, haben wir einen großen Hebel. Wir wollen, dass Utopia ein offener Platz und ein offenes Forum für alle Menschen ist, die sich für Nachhaltiges Leben und strategischen Konsum interessieren.
Moderator: Wir bleiben bei der Community. Grünes Berlin fragt:
GrünesBerlin: Wie stellen Sie sicher, dass die Utopia-Community ein Ort für strategischen Konsum & nachhaltiges Leben bleibt und die Oberflächlichkeit nicht weiter zunimmt?
Claudia Langer: Das ist eine gute Frage. Was oberflächlich ist, wird bei uns selbst häufig diskutiert und ihr könnt euch vorstellen, dass die Menschen, die uns wissenschaftlich begleiten, da auch gelegentlich ihre Meinung zu haben. Es ist aber so, dass viele der Fragen, die uns jeden Tag gestellt werden, Fragen von Einsteigern sind. So werden zum Beispiel auf Utopia ganz besonders viele Ratgeber angeklickt. Und die Utopisten sagen uns ganz klar, dass wir ihnen das Leben vereinfachen sollen, indem wir ihnen qualifizierten Rat zugänglich machen. Man darf nicht vergessen, dass die Mehrheit der Utopisten ganz alltägliche Fragen hat und die müssen wir beantworten und ihnen die Hand reichen.
Kommentare (2)
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anonym
schrieb am 27.03.2009 um 12:38 ¶anonym
schrieb am 26.03.2009 um 20:19 ¶Kommentar schreiben
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