Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Erstunterzeichner des Changemaker-Manifests

Der Versandhandelskonzern Otto


Bereits Mitte der 80er Jahre hat sich Otto dem Umweltschutz verschrieben. Bereits 1990 wurde dazu eine Stabsabteilung eingerichtet, die sich ausschließlich mit der Umsetzung von CR-Themen in der Unternehmensgruppe befasst. Seit 1997 ist das Umweltmanagementsystem nach der ISO 14001 zertifiziert. Für den Konzern stehen in der nahen Zukunft vor allem Maßnahmen zum Klimaschutz und effizientem Ressourceneinsatz im Mittelpunkt. In beiden Themenfeldern verfolgt Otto folgende Ziele: 50 Prozent CO2-Einsparung bis 2020 und eine deutliche Steigerung von Bio-Baumwolle, Cotton made in Africa und FSC-Produkten im Holz- und Papierbereich sowie mehr „Fair Trade“ etwa auch im Rahmen des neuesten Projekts, dem Aufbau der Grameen Otto Textile Company.


Das Changemaker-Manifest von Otto als pdf zur Dokumentation.

 

 

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Dies sind die Erstunterzeichner des Changemaker-Manifests von Utopia. Klicken Sie sich durch die Bildstrecke!

Stand: 25.11.2009 von

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    schrieb am 02.11.2011 um 21:46
    Wie steht Otto zu den Praktiken seiner Logistik-Tochter?
    S. ARD-Reportage über die Ausbeutung von Hermes-Auslieferfahrern:
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=4dR6heewjRs
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=Ht0dX1V0G0Q
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    schrieb am 25.11.2009 um 18:23
    Das bislang aussageloseste Manifest, dass ich in der Reihe gelesen habe. Es wird immer wieder auf die langjährige Beschäftigung mit dem Thema Nachhaltigkeit verwiesen und ich frage mich, wie kann man in 20 Jahren so wenig erreichen oder wie schlimm war es denn, als damit begonnen wurde.

    Bei einem Textil-, Spielzeug-, Elektronik etc.- händler natürlich spannend, was denn so im Bereich Arbeitsbedingungen läuft:
    "Wir stellen uns unserer Sozialverantwortung in den globalen Lieferketten seit vielen Jahren. Aus
    unserem Unternehmen kamen wesentliche Impulse für das AVE-Sektorenmodell (Ende der 90er
    Jahre) und die 2004 formierte Business Social Compliance Initiative, die inzwischen über 400
    Mitglieder zählt und ein ausgereiftes System etabliert hat. Im Rahmen dieses Systems legen wir
    mehr noch als auf die Auditierung großes Augenmerk auf die Qualifizierung unserer Lieferanten."
    copy&paste von Frosta:
    Der BSCI ist kein anerkannter, sondern ein vielkritisierter reiner Industriestandard, der vorrangig zum Lobbying gegen verbindliche internationale Standards ins Leben gerufen wurde!:
    http://www.cleanclothes.org/component/content/article/393

    "...Auch bei der Entwicklung des international anerkannten Standards SAI 8000 waren wir seit 1997
    beteiligt. Dieser Standard ist für uns heute best practice, zu der wir unsere Lieferanten
    ausdrücklich motivieren. Zusätzliche Projekte in Brennpunktmärkten runden unsere Aktivitäten
    ab."
    Der SA8000 gilt allgemein als alles andere als best practice, sondern der wenn man so will niedrigsten Standard, dem überhaupt positive Effekte bezeugt werden. Warum und welche Standards wirklich funktionieren ist hier nachzulesen:
    http://www.evb.ch/p25010770.html

    Zu ökologischen Standards gibts überhaupt nichts konkretes. Da Otto ja vor allem Händler ist, wären Nachhaltigkeitskriterien bei der Zusammenstellung des Sortiments eigentlich der größte Hebel, mit dem Otto auch auf andere Unternehmen einwirken könnte. Da lässt sich das Unternehmen den Profit mit Sweatshop-Kleidung und Umweltzerstörungserzeugnissen aber wohl auch längerfristig lieber nicht entgehen.

    Zu Energieeffizienz steht ne Menge im Manifest, aber diese Maßnahmen nicht zu machen, wäre ökonomisch fatal. Wer das nicht tut, geht unter. Mit Anfangen, Engagieren, etc. hat das nichts zu tun.

    und nochmal copy&paste:
    Dass die Changemaker letztllich auch "heute nicht auf Kosten von morgen - hier nicht auf Kosten von anderswo" unterschreiben, finde ich auch ziemlich daneben, denn das können sie sich ja nichtmal als Ziel setzen, denn das würde richtige nachhaltige Unternehmensführung bedeuten - und ein Einschrumpfung des derzeitigen Produktangebots bei einigen gegen nahe 0.

    Otto hätte sich statt dieses langen Manifests auch einfach zur Profitmaximierung verpflichten können. Es wären die selben Maßnamen dabei herausgekommen. Natürlich klingt das nicht so schön Tripple-Bottom-Linig... mehr weniger
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