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4Utopia ist angetreten, Verbrauchern eine Stimme zu geben und... mehr
Kein Warten auf politische Entscheidungen, sondern ein aktiver und ambitionierter Schritt voran: Noch vor dem Klimagipfel in Kopenhagen unterzeichnen neun Unternehmen als die Ersten das Changemaker-Manifest und verpflichten sich damit zu einer nachhaltigen Unternehmensführung. Denn die damit verbundenen Commitments sind eine Selbstverpflichtung verantwortungsbewusster Unternehmen für ein nachhaltiges Management und ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die genannten Firmen möchten mit gutem Beispiel voran gehen, um weitere Unternehmen zu motivieren, ebenfalls Teil der „Neuen Deutschland AG“ zu werden. Die Manifeste werden vom Vorstand direkt oder der Geschäftsführung eines Unternehmens unterzeichnet – und sind gleichsam ein persönliches Bekenntnis der jeweiligen Person.
Das Utopia-Manifest enthält zehn Versprechen, die an konkrete Handlungen geknüpft sind: Ein Punkt etwa zielt auf einen verringerten Einsatz von Ressourcen im jeweiligen Unternehmen ab, eine verbesserte Energie-Effizienz und, dass der Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Andererseits versprechen die Erstunterzeichner, dass sie ihre Emissionen drastisch reduzieren und dazu einen Plan ausarbeiten. Auch die gesetzlich vorgeschriebenen sozialen Standards wollen alle unterzeichnenden Parteien deutlich übertreffen. Bis zum 31. Dezember 2010 werden alle Unterzeichner erstmals über ihre Zielerreichung berichten und sich anhand der zehn Punkte messen lassen.
Das kanadische Magazin „Adbusters“ machte ihn 2008 zur „Person des Jahres“: Herman Daly, ...
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Kommentare (48)
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Molzen
Jeder noch so kleine Schritt zählt!
Molzen
schrieb am 06.12.2009 um 00:36Und nun? Ein Konsens scheint unmöglich, weil wir hier ja alle rechthaben und auch rechthaben wollen.
Ich hab mal einen Vorschlag:
Nehmen wir doch erstmal das bestehende Manifest als Vorlage, das ist wenigstens ein Anfang. Das kann ja auch noch wachsen, präzisiert werden, deutlicher und weniger ungenau ausgeschmückt werden usw. Das Editieren läßt man natürlich die Unternehmen selbst machen! Da kommt dann jedes Jahr ein neuer, redigierter Text raus und löst den vom Vorjahr ab.
Die an der Redaktion beteiligten Unternehmen sind dann die "Frontrunner", die anderen ziehen beizeiten von selbst nach.
Und warum das funktioniert? Weil sich da keine beteiligte Firma die Blöße geben würde, etwa die Standards wieder einzuschrumpfen. Im Gegenteil - die werden sich nach Kräften anstrengen, so dazustehen, daß wir hier (und möglichst auch noch viele andere Menschen) merken, daß sich was bewegt.
Und dadurch bewegt es sich tatsächlich, nur eben nicht von 0 auf 100 in einem Streich. Aber es bewegt sich dann so schnell, wie es die Verhältnisse insgesamt ermöglichen.
Molzen
Hans-Werner Neumann
talentierter Heimwerker
Hans-Werner Neumann
schrieb am 29.11.2009 um 00:28Für mich zählt, ob etwas unter dem Strich unsere Welt verbessert oder nicht, aus die Maus. Und ich sehe wirklich nicht, wie das Manifest keine Verbesserung oder gar eine Verschlechterung darstellen könnte.
Aus den Commitments des Changemaker-Manifests:
"7. Wir legen Wert auf unsere Sozialstandards und übertreffen deshalb die branchenüblichen oder gesetzlich vorgeschriebenen klar.
8. Wir verpflichten unsere Lieferanten und Partner auf nachhaltige Prinzipien.
9. Wir fordern und fördern aktiv nachhaltiges Verhalten bei unseren Kunden und gesellschaftlichen Ansprechpartnern."
Klärt mich bitte auf, weshalb da eine Klausel notwendig sein soll, die die Unterzeichner zusätzlich "verpflichtet, keinen Lobbyismus gegen gesetzliche sozial-ökologische Mindeststandards zu betreiben und auch keine Organisationen zu unterstützen, die dieses tun." ME wäre solch ein Lobbyismus ein klarer Verstoß gegen Punkt 9.
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