Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Nachhaltige Selbstverpflichtung für Unternehmen

Jetzt abstimmen: Changemaker des Jahres

Das Jahr geht zu Ende, es ist wieder Zeit Bilanz zu ziehen. Die Changemaker-Unternehmen sind einige Schritte in Richtung Nachhaltigkeit vorangegangen. Utopia fragt: Wer ist Ihr Changemaker 2012? Stimmen Sie jetzt ab!


Kein Warten auf politische Entscheidungen, sondern ein aktiver und ambitionierter Schritt voran: am 25.11.2009 haben neun Unternehmen als die Ersten das Utopia Changemaker-Manifest  unterzeichnet und sich damit zu einer nachhaltigen Unternehmensführung verpflichtet. Drei weitere Unternehmen haben sich inzwischen der Initiative angeschlossen. Die unterzeichneten Commitments  der Changemaker sind eine Selbstverpflichtung verantwortungsbewusster Unternehmen für ein nachhaltiges Management und ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die Manifeste werden vom Vorstand direkt oder der Geschäftsführung eines Unternehmens unterzeichnet – und sind gleichsam ein persönliches Bekenntnis der jeweiligen Person. Über die Jahre haben sich weitere Unternehmen verpflichtet, diesen mutigen Schritt zu gehen.

Jetzt ist es wieder an der Zeit Bilanz zu ziehen. Utopia fragt Sie nach Ihrem Changemaker des Jahres 2012. Dazu hat Utopia allen Changemaker-Unternehmen einen Fragebogen zukommen lassen und gebeten, Auskunft über die größten Herausforderungen, wichtigsten Ziele, Initiativen und Erfolge in Sachen Nachhaltigkeit zu geben.

Sechs Changemaker-Unternehmen haben ihre Antworten rechtzeitig zum Stichtag eingereicht. Sie sind auf unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig, von unterschiedlicher Größe und darum haben sie auch unterschiedliche Möglichkeiten, nachhaltig(er) zu wirtschaften. Aber: alle haben spezifische ambitionierte Ziele und gehen voran.

Die vollständigen Antworten aller sechs Unternehmen, können Sie sich als .pdf downloaden. Es folgt eine kurze Übersicht der wichtigsten Nachhaltigkeitsziele und größten Fortschritte in den letzten Jahren.

  BIONADE hat sich zum Ziel gesetzt, am Unternehmensstandort Ostheim bis spätestens 2013 Co2-neutral zu wirtschaften. Zudem will der Getränkehersteller dauerhaft ausschließlich mit Lieferanten zusammen zu arbeiten, die sich zu den BIONADE eigenen Prinzipien bekennen, diese akzeptieren und entsprechend Rohstoffe für die Herstellung von BIONADE Produkten anzubauen bzw. weiter zu verarbeiten. Dazu hat BIONADE bisher beispielsweise sein Lieferantenmanagement neu ausgerichtet und neue Prüfungsmechanismen in der Lieferantenkette etabliert.
Der Tiefkühlkost-Produzent Frosta will sich weiterhin für den natürlichen und unverfälschten Geschmack von Lebensmitteln einsetzen und sich für den Schutz natürlicher Ressourcen engagieren. Bereits seit 2003 verzichtet man zu 100% auf jegliche Zusatzstoffe. Das ursprünglich bis 2013 gesteckte Ziel der Emissionsreduzierung ist durch Umstellung auf Grünstrom und technische Fortschritte bereits 2012 erreicht worden. In puncto nachhaltige Zutaten sind alle Fischprodukte und Meeresfrüchte MSC-zertifiziert. Palmöl verwendet Frosta selbst nicht mehr, konnte aber auch Lieferanten dazu bewegen, von Palmöl auf Sonnenblumenöl umzusteigen. Seit 2012 wird außerdem nur noch gentechnikfreie Milch verwendet. In den nächsten Jahren will Frosta in der Entwicklung vegetarischer Produkte zusammen mit dem Vegetarierbund (VEBU) noch aktiver werden.
  Die memo AG hat als Versandhändler für Bürobedarf das Ziel, das Produktsortiment auf Basis nachhaltiger Kriterien ständig weiterzuentwickeln. Inzwischen führt memo rund 10.000 sorgfältig geprüfte, umwelt- und sozialverträgliche Artikel, viele davon ausgezeichnet mit anerkannten, unabhängigen Umweltzeichen und Gütesiegeln. Seit  der Unterzeichnung des Changemaker-Manifestes im Jahr 2009 wurde der Anteil an Artikeln mit Blauem Engel um 18 Prozent, mit Umweltzeichen FSC um 430 Prozent, mit EG-Öko-Label um 105 Prozent und mit Fairtrade um 88 Prozent ausgebaut. Bereits seit 2000 bezieht memo zertifiziertenÖkostrom mit „ok power“-Siegel und konnten dadurch die Emissionen in diesem Bereich um 90 Prozent reduzieren.
  Die OTTO GmbH & Co KG gehört zu den größten Versandhandhandelsunternehmen der Welt, Baumwolle ist der wichtigste Rohstoff für das Textil-Angebot. Darum hat sich OTTO das Ziel gesetzt, bis 2020 das gesamte eigene Baumwollsortiment auf nachhaltig produzierte Baumwolle umzustellen. Aktuell sind bei der Baby- und Kindermode 17 Prozent des Angebots aus Bio-Baumwolle. Im Bereich der Damen- und Herrenmode wird im Frühjahr/Sommer 2013 jedes dritte Teil der OTTO-Eigenmarken die Initiative Cotton made in Africa unterstützen. In Sachen Möbel will  OTTO bis 2015 alle zertifizierbaren Möbelprodukte mit dem FSC-Siegel auszeichnen.
  tegut... will weiterhin mit guten Lebensmitteln einen zuverlässigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität leisten. Um dieses Ziel weiterhin erfolgreich zu verfolgen, hält tegut... eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten, Partnern, aber auch Kunden für unabdingbar. Die Bestrebungen Nachhaltigkeit auf der ökonomischen, ökologischen und sozialen Ebene voranzubringen werden nur erfolgreich sein, wenn dies an allen Stationen der Wertschöpfungskette geschieht. tegut... verfolgt „die 10 Commitments auf den verschiedensten Ebenen. Aus diesem Grund ist es für den Lebensmittelhändler schwierig, „die größten Fortschritte heraus zu greifen, denn eine solche Entwicklung geht nur in kleinen Schritten und kontinuierlich.“ 
  Der Schweizer Designmöbel-Hersteller vitra will auch in Zukunft langlebige Produkte mit einer hohen funktionellen und ästhetischen Lebenserwartung entwickeln, die Wartungsfreundlichkeit sowie den After Sales Service der Produkte ausbauen, Umwelteinflüsse und Verbesserungspotenziale erkennen und wirksam handeln sowie nachhaltige Materialien verwenden und geschlossene Kreisläufe verfolgen. Dazu sollen unnötiger Energieverbrauch aufgedeckt und die Energieeffizienz verbessert werden. Der Einsatz regenerativer Energien soll ausgebaut werden. Für neue Produkte ist die Zertifizierung mit Umwelt-Labels das Ziel: Polstermöbel sollen mit dem blauen Engel ausgezeichnet werden. 

Wie beurteilen Sie die Leistung der Changemaker? Welches Unternehmen hat aus Sicht der Utopisten die größten Veränderungen geschafft? Wer hat mit seinen Maßnahmen eine nachhaltige Entwicklung am stärksten gefördert? Welches Unternehmen ist das herausragendste Vorbild für andere? Stimmen Sie jetzt ab und wählen Sie Ihren Changemaker des Jahres 2012! Die Abstimmung läuft bis einschließlich 01.11.2012.

Thema: Unternehmen, Stand: 24.10.2012 von

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    schrieb am 30.01.2014 um 17:44
    Verantwortungsvolle Unternehmen
    Berufsbegleitendes Masterstudium - Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement
    HNE Eberswalde

    Start März 2014
    Anmeldung bis 28. Februar 2014

    Strategisches Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt Unternehmen und Non-Profit-Organisationen, sich neu zu positionieren, so dass ihre Handlungsfähigkeit angesichts globaler sozial-ökologischer Veränderungen gestärkt wird.

    Zielgruppen
    Nachhaltigkeitsmanagement wird von qualifizierten und engagierten Persönlichkeiten initiiert und getragen. Der Studiengang richtet sich an berufstätige Fach- und künftige Führungskräfte in Unternehmen und Non-Profit-Organisationen (Verwaltungen, Verbände, NGOs, Stiftungen etc.). Zielgruppen sind Branchen, Wertschöpfungsketten und Handlungsfelder der Flächen- und Ressourcennutzung: z.B. (ökologische) Agrar- und Ernährungswirtschaft, Forstwirtschaft einschließlich Holzverarbeitung, Erneuerbare Energien, Ökosystem- und Ressourcen-management, Regionalentwicklung und Naturschutz sowie (nachhaltiger) Tourismus.

    Mehr Infos unter
    http://www.hnee.de/de/Studium/Studiengaenge/Master-Studiengaenge/Strategisches-Nachhaltigkeitsmanagement/Berufsbegleitender-Masterstudiengang-Strategisches-Nachhaltigkeitsmanagement-M.A.-K4139.htm

    Kontakt
    Prof. Dr. Jens Pape: jens.pape@hnee.de Tel.: 03334 | 657 332
    Dr. Benjamin Nölting: benjamin.noelting@hnee.de Tel.: 03334 | 657 335
    Britta Kunze: britta.kunze@hnee.de Tel.: 03334 | 657 313 mehr weniger
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    schrieb am 02.11.2012 um 14:14
    Danke für die infos @mela. Otto sagt nichts von Bio Baumwolle, aber wenn so positiv "geworben" wird, geht man wirklich erst mal davon aus. Mir ist das selber passiert. Man sollte glaube ich bei solchen Texten davon ausgehen, dass stimmt was da steht, aber nichts hineininterpretieren, sondern vielmehr bei allen nicht angesprochenen Themen vom schlechteren als Besseren ausgehen. Ich glaube einfach, dass Bionade schlechter abeschneidet, da hier weniger Bezug zur Marke haben als zu Frosta. Ich finde den Weg von Bionade super. Das Produkt selber mag ich jedoch an sich nicht so sehr. Ich denke, das freut man sich dann mehr und unterstützt jene Marken mehr, welche im eigenen Leben eine größere Rolle spielen. Auch wenn andere Fortschrittlicher und "grüner" sind. Aber ich glaube man kann hier die Marken guten neben Prominente stellen, welche für Nachhaltigkeit und die Umwelt sprechen und dann in ihren Hummer steigen um zum Flughafen zu fahren und dann in ihr komplett klimatisiertes 600qm Anwesen zu fliegen.
    http://www.promipool.de/ mehr weniger
  • gelöscht am 31.10.2012 um 20:18 von mariemarie-helene
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 25.10.2012 um 16:59
    Bionade schneidet schlechter ab als Frosta?

    Beide würde ich nicht wählen und schon gar nicht als Changemaker sehen,
    Zu Frosta hat Mela schon alles erwähnenswerte geschrieben und Bionade gehört zum Oetker - Imperium.
    Eine Firma, die sich nicht gerade durch, gute Lebensmittel und ihre Haltung zur Gentechnik auszeichnet.
    Ein Familienmitglied ist sogar im Vorstand eines Biotech.unternehmens.

    Deshalb sage ich beide, Male - NEIN DANKE! mehr weniger
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    schrieb am 25.10.2012 um 16:51
    Wunderbare Positiv-Marketingtexte... dass Frosta nur ein minimales Bio-Sortiment hat und die Freiheit von Zusatzstoffen leider nicht bedeutet, dass keine Pestizide im Essen enthalten sind, muss sich der geneigte Leser leider selbst recherchieren.
    Dass bei Otto die Cotton Made in Afrika-Baumwolle nichts mit Bio-Baumwolle zu tun hat, muss man auch wissen. Sonst liest man zwischen den Zeilen nämlich etwas anders. Ein tolles Beispiel für suggestives Marketing, der Text.
    Ich wünsche mir etwas mehr Ehrlichkeit statt Marketing!

    Tja und das Abstimmungsergebnis ist schon komisch - Bionade produziert nur Bio, fördert regionalen Anbau und hat einen hohen Mehrweganteil - und schneidet schlechter ab als Frosta. Was soll man denn davon halten? mehr weniger
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