Schon 1993 gründete man mit anderen den United States Green Building Council (USGBC) und ließ den Architekten William McDonough eine neue Fabrik entwerfen. Die neue Fabrik galt als Pionier der Prinzipien des umweltverträglichen Bauens, die der USGBC entwickelte. Das Gebäude wird mit einem großen Teil Tageslicht beleuchtet, ist energieeffizient und das Regenwasser wird gesammelt und auf mehreren Hektar Feuchtgebieten gereinigt und gefiltert.
41 Millionen Pfund Müll produzierte Hermann Miller noch im Jahr 1991, 2007 waren es nur noch 3,3 Millionen Pfund und das obwohl die Produktion seitdem wuchs. Für 2020 hat man sich vorgenommen, den Müll ganz abzuschaffen. Dann soll das Unternehmen endgültig nur noch in zwei Kreisläufen wirtschaften: Dem biologischen, dessen Abfall als Nährstoff in die Natur zurückgeht; und dem technischen, dessen Materialien ewig zirkulieren.
Fabriken und Stoffströme sind aber nur der Hintergrund, was bei Hermann Miller im Vordergrund steht sind die Produkte: Stühle und Tische. Seit Miller in den Fünfziger Jahren Charles und Ray Eames anstellte und eine Reihe von modernen Klassikern produzierte, steht die Firma für qualitatives Design wie kaum eine andere. Heute führt man diese Tradition weiter ins 21. Jahrhundert, mit Entwürfen wie dem Aeron Chair: Er kann zu 94 Prozent recycelt werden und besteht zu 62 Prozent aus recyceltem Material. Trotzdem sieht er natürlich frisch und stylish aus. Das Berliner Designer-Büro Studio 7.5 ging bei dem Entwurf des „Mirra Chairs“ noch einen Schritt weiter. Der Stuhl ist auf hohe Ergonomie bei einfacher Bedienbarkeit eingestellt. Wer einmal drauf sitzt, vergisst das nicht. Wenn der Mirra optimal eingestellt ist, reicht es den Kopf in den Nacken zu legen, und der Stuhl neigt sich mit. Die flexible Rückenlehne passt sich dem Körper optimal an. Gerade hat Hermann Miller auch einen Cradle to Cradle Tisch vorgestellt, für 2009 darf man schon jetzt gespannt sein, denn Hermann Miller wird weitere Cradle to Cradle Produkte anbieten. Daniel Boese


Kommentare (1)
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Für die Firmen müsste sich der Ansatz aber doch finanziell lohnen. dann sollte massenproduktion ohne abfall möglich sein. ich bin schon gespannt, ob wir das hinbekommen. promote den c-t-c ansatz auf jeden fall in fast jedem meiner gespräche.
Lg, Katha