Die Verschwendung, die für uns Konsumenten im Regelfall unsichtbar bleibt, zeigt der Film in seinen ganzen Ausmaßen und schockiert dabei mit der Selbstverständlichkeit, in der sie geschieht. Im Herbst kommt die Langfassung des Films nun ins Kino. Parallel zum Kinostart von »Taste the Waste« und in Zusammenarbeit mit Verbänden wie Slow Food, dem Evangelischen Entwicklungsdienst, Brot für die Welt und den Tafeln wird es im September in vielen deutschen Städten eine Aktionswoche gegen Lebensmittelverschwendung geben.
Verlosung
Vorab verlosen wir zwei Mal das Buch zum Film „Die Essensvernichter“ von Valentin Thurn und Stefan Kreutzberger, das diese Tage bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. Wenn Sie gewinnen möchten, schreiben Sie uns doch bis zum 29. August in einem Kommentar unter diesem Artikel, wie man Ihrer Meinung nach Lebensmittelverschwendung vermeiden kann, egal ob als Privatperson oder als Filialleiter eines Supermarktes, als Einkäufer einer Krankenhauskantine oder oder oder ... Auch die vermeintlich ganz kleinen Tipps sind gefragt.
"Die Essensvernichter" von Stefan Kreutzberger und Valentin Thurn ist im KiWi Verlag erschienen und kostet 16,99 Euro.


Kommentare (122)
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- dass das Haltbarkeitsdatum überschritten ist, bedeutet noch lange nicht, dass die jeweiligen Nahrungsmittel verdorben sind.
- wenn man sich mal Gedanken über die richtige Lagerung macht, kann man Obst und Gemüse viel länger aufbewahren! (Tipps dazu habe ich beispielsweise auf Utopia gefunden)
- ich kaufe im Supermarkt gerne Äpfel mit braunen Stellen oder Tomatenpackungen, in denen eine Frucht aufgeplatzt ist oder geknickte Sahnebecher usw. Im Supermarkt würden sie sonst nur weggeworfen!
- täglich den Kühlschrank kontrollieren. Ziemlich viele Dinge kann man einfrieren, um sie vor dem Verderben zu retten...
- altes Brot kann man auftosten, dann schmeckt es wieder. Aber eigentlich friere ich das, was ich am ersten Tag noch nicht verbraucht habe, sowieso gleich ein. Bei den "guten Fragen" gab es mal Tipps dazu, was man mit altem Brot noch alles machen kann. Ich nehme es am liebsten mit in den Pferdestall, aber dann muss es wirklich komplett durchgetrocknet sein und darf keinesfalls schimmeln.
- Supermärkte und auch Privatpersonen können sich eine Hühner- oder Schweinehaltung in der Nähe suchen, wenn sie nicht zu städtisch wohnen. Meine Mutter füttert unsere Hühner, was Grünfutter angeht, nur mit den "Abfällen" (welker Salat, Obst mit Druckstellen, das Grün von Karotten), den sie von Nachbarn und massenweise aus unserem Supermarkt bekommt. Ein Schweinebauer im selben Ort nimmt die Milchprodukte für seine Schweine. Allerdings weiß ich nicht, ob das rechtlich eigentlich in Ordnung ist.
Das heißt, es befinden sich im Kühlschrank Lebensmittel, wo man nicht genau weiß, wann man sie isst bzw. ob man sie überhaupt isst.
Jeder sollte sich fragen, was BRAUCH ich und danach einkaufen.
Lieber einmal öfter die Woche in kleinen Mengen einkaufen, dann ist die Gefahr, dass Lebensmittel verderben auch nicht so hoch.
- Mut zur Lücke, ein leerer Kühlschrank ist keine Schande. Hab mal gelesen, dass Leute sich den Kühlschrank nur vollstopfen, weil sie es mit einem Gefühl von "Wohlstand" verbinden. Lieber weniger einkaufen und erstmal aufessen.
- Einkochen, einfrieren, selber ernten, wenn Arbeit dahinter gesteckt hat, isst man seine Sachen eher auf, als sie in den Müll zu werfen.
- Liebe Geschäfte, bietet fast abgelaufene Lebensmittel günstiger an!!! Das kauft und isst dann schon jemand!! Auch das ist keine Schande. Wer sich drüber aufregt, würde bei mir aus dem Laden fliegen. Nichts billiger anbieten, weil es nicht zum Image passt, das ist verwerflich ! Wenn Ihr schon nix anbieten wollt, gebts den Tafeln!
Wie das klappt?
Ich erstelle einen wöchentlichen Essensplan, danach kaufe ich ein.
Wenn etwas übrig bleibt vom leckeren Mahl, wird es eingefroren(auch wenn die Portion noch so klein ist) in einem Minikühlschrank mit Minieisfach und beim nächsten passenden Gericht dazugegeben.
Die Biomöhren halten sich nicht lange frisch, wenn sie schon etwas "lummelig" sind, werden sie zu einer leckeren Suppe verarbeitet,geht mit jedem Gemüse.
Hartes Brot schmeckt lecker in einem italienischen Brotsalat, wird eventuell zu Semmelbröseln verarbeitet, oder als geröstete Croutons auf den Salat geben.
Ich finde auch Geschäfte sehr gut, die Ihre Produkte an Tafeln weiter geben.
Hartes Brot gibt es bei mir nicht, da ich Brot in Portionen einfriere.
Vor dem Einkaufen schreibe ich eine Liste und es wird nur gekauft, was ich dann für die nächsten 3-4 Tage zum Kochen brauche.
Lieber häufiger einen kleinen, frischen Einkauf tätigen anstatt einmal in der Woche den ganzen Einkaufwagen vollzuhauen. Außerdem hilft es, wenn man Obst und Gemüse lose kauft statt eines riesigen Sackes, den man gar nicht ganz aufbraucht. Wurst und Käse lieber an der Service-Theke (oder gleich bei einem richtigen Metzger) kaufen, dann kann man die Menge selbst bestimmen und muss nicht eine vorgegebene Menge nehmen, die dazu noch in PLastik eingemüllt ist.
Tja, und dann? Wenn nach dem Essen etwas übrig bleibt, die Rest haltbar aufbewahren (z.B. eingefrieren oder gleich ins nächste Essen mit einplanen, zuviel gekochte Nudeln oder ähnliches kann man immer noch zum Auflauf oder zur bunten Restepfanne umwandeln).
Obwohl das System der Tafeln oft kritisiert wird, finde ich es immer noch besser, "übrige" und "ungewollte" Lebensmittel dort zu verteilen anstatt sie wie gewöhnlichen Müll zu entsorgen. Für hochwertige Lebensmittel (und wer will schon billigen Ramsch essen) haben viele Leute in der Lebensmittelherstellung hart gearbeitet, also sollten sie auch mit entsprechender Würde behandelt werden.
"We feed the world"
Empfehlung: aktuelles Greenpeace Magazin (5.11) Essen Spezial
Allerdings greift diesen Geiz überall ein... sozusagen grenzüberschreitend.
Vielleicht weil die Leute viel zu viel Zerstreuungsmöglichkeiten haben, wofür sie Geld ausgeben möchten, dann sparen sie bei den Lebensmitteln?
Supermärkte sollten Lebensmittel die sie nicht mehr verbrauchen können an gemeinnützige Organisationen spenden.
Zweitens: Beim Wegwerfen immer selber gehen und den Gestank der Mülltonne riechen. Da soll noch was von mir rein? Nie wieder!
Man kauft viel mehr als man braucht und ein Teil landet im Müll :-(
So einfach ist das!
Gruß
E-Kirsche
Erst wenn der Mensch erkrankt, seelisch wie körperlich (kein Glücksgefühl mehr durch zuviel - oder zivilisationsernährungs erkrankt) - kommt er manchmal durch ein Burn out auf seine "Machenarten" zurück.
Ich meine, daß durch Belehrung oder Aufklärung kein Umdenken erfolgt. Die meisten Menschen werden erst durch sog. Brüche in ihrem Leben hellhörig. Leider!
Ändern läßt sich das Wegwerfverhalten in der Welt, vielleicht erst durch persönliche Not. Erst dann muß der Mensch seine Kreativität einsetzen. Kreativität kann vermittelt werden, weil der Mensch sie dann nötig hat. Momentan ist allerorten keine Kreativität gefragt. Kauf, nimm und weg damit...
ich hab auf dem Flohmarkt ein Buch gefunden.
Von Wolfgang Schmidbauer: Jetzt haben, später zahlen. Die seelischen Folgen der Konsumgesellschaft.
Sehr verständliches Buch über das Thema: Kaufen,kaufen,kaufen.....
Gruß
E-Kirsche
Stimmt aber auch wirklich...
Selber achte ich darauf, nur dann einzukaufen, wenn ich etwas brauche. Das bedeutet natürlich viel Gerenne oder eben Planen beim Einkaufen.
In jedem Supermarkt findet man übrigens eine Ecke mit günstigeren Artikeln, die meist ein kürzeres Haltbarkeitsdatum aufweisen.Da sollte man auch immer mal schauen.
Freunde von mir containern tatsächlich auch. Ich plane, das nächste Mal auch mal mitzukommen. Leider sind die Supermärkte in meiner näheren Umgebung alle so "schlau", ihre Abfälle direkt in so einem Zerhäkseler zu zerstören...
Und ansonsten kaufe ich nur regional und saisonal ein, Gemüse über eine Ökokiste und den Rest im Biomarkt ums Eck. So vermeide ich vorab, dass ich Produktion unterstütze, die sinnlos die Gier nach ALLEM in rauen Mengen füttert.
Selber achte ich darauf, nur dann einzukaufen, wenn ich etwas brauche. Das bedeutet natürlich viel Gerenne oder eben Planen beim Einkaufen.
In jedem Supermarkt findet man übrigens eine Ecke mit günstigeren Artikeln, die meist ein kürzeres Haltbarkeitsdatum aufweisen.Da sollte man auch immer mal schauen.
Freunde von mir containern tatsächlich auch. Ich plane, das nächste Mal auch mal mitzukommen. Leider sind die Supermärkte in meiner näheren Umgebung alle so "schlau", ihre Abfälle direkt in so einem Zerhäkseler zu zerstören...
Und ansonsten kaufe ich nur regional und saisonal ein, Gemüse über eine Ökokiste und den Rest im Biomarkt ums Eck. So vermeide ich vorab, dass ich Produktion unterstütze, die sinnlos die Gier nach ALLEM in rauen Mengen füttert.
-neu gekaufte Lebensmittel nach hinten, vorhandene LM nach vorne in den Kühlschrank;
-unreifes Obst/Gemüse mit reifen Früchten beim Einkauf kombinieren (z. B. Bananen);
-abgelaufenes nicht direkt weg werfen. so lang nirgends Schimmel o.ä. zu sehen ist und der Geruch ok ist kann man die LM ohne Probleme essen;
-Supermärkte sollten LM kurz vor dem MHD-Ablauf günstiger anbieten und abgelaufene Artikel an Tafeln abgeben;
-nicht mit Hunger einkaufen gehen! Dann wird auch nicht zuviel gekauft! :)
Wir sollten wieder lernen, unseren Sinnen zu vertrauen statt nur auf das Datum zu schauen. Erst dran riechen und im Zweifelsfall ein kleines Stück probieren. Aussehen prüfen.
Bei Schimmel natürlich rigoros aussortieren (aber besser vernünftig einkommen und es gar nicht erst soweit kommen lassen). Schimmel ist wirklich gefährlich und da sollte man sich nicht auf Kompromisse einlassen. Aber Macken oder sogar auch angefaulte Stellen in Obst und Gemüse kann man wegschneiden und den Rest noch verzehren.
Der Kühlschrank muss richtig eingestellt sein. Oft machen Gemüse & co. bei zu hohen Temperaturen im Kühlschrank die Grätsche und werden dann entsorgt. Und die Kühlung nicht auf vollen Touren sondern angemessen laufen lassen, spart auch noch Energie.
Habe gerade im Katalog der Bibliothek danach gesucht, leider gibt es das Buch dort noch nicht.
Kommt damit auf meine Buchwunschliste.
Grundsätzlich verdirbt H-Milch jedoch, ohne dass Sie dies am Geschmack merken. Daher sollten Sie die Milch vorsichtshalber 2 - 3 Tage nach dem Öffnen aufgebraucht haben.
(zitiert vom aid-Portal)
Angefaultes Obst und Gemüse, je nach Sorte, sollte man wegschmeissen, denn durch den Wassergehalt wird der Schimmel überall "transportiert"...
Und manchmal denke ich mir mit den Ratschlägen ist es schon Wahnsinn: verschimmelter Käse sollte weggeschmissen werden. Aha, aber was machen denn die Läden? sie schneiden nur die erste Scheibe ab... und der Rest wird verkauft.
Und in anderen Ländern würden sie sich über alles freuen, was wir hier weg schmeissen. Und im und nach dem Krieg hatten die Leute oft nur schlechtes zum Essen, wenn überhaupt.
Was mich übrigens erstaunt, sind die vielen Obstbäumen, die von niemanden abgeerntet werden, während die Besitzer lieber z.B. Äpfel aus dem Supermarkt holen... kann ich nicht kapieren. Vielleicht sind manche Apfelsorten nicht so lecker, kann auch sein...
Bei Bäumen ist es oft so, dass sie jemandem gehören, da hätte ich auch Hemmungen, mich zu bedienen. Aber wenn man zuschauen kann, wie das Obst praktisch am Baum verottet ist es schade.
Für das Selberpflücken gibts eine tolle Webseite
( http://www.mundraub.org/ )
Es ist eigentlich traurig, wenn es Menschen gibt, die einen auslachen wenn man statt zu kaufen selbst pflückt. Diese Menschen lachen dann auch über den Bauern oder Plantagenarbeiter, der für sie das Obst pflückt, dass sie schön in PVC verpackt und mit Wachs poliert im Supermarkt kaufen.
Möglicherweise, je nach Herkunft waren s vielleicht auch Kinder auf der Plantage die gepflückt haben.
auch obst und gemüse kaufen, das auf den ersten blick nicht mehr perfekt aussieht, aber definitiv noch nicht schlecht ist.
Ladenbetreibern interesse an produkten signalisieren, die zwar nicht mehr perfekt aussehen, aber dennoch bekömmlich sind sowie an lebensmitteln deren haltbarkeitsdatum zwar abgelaufen ist, die aber dennoch noch essbar sind.
Beim Einkaufen achten wir auf das Haltbarkeitsdatum, so dass wir es noch etwas liegen lassen können. Dann im Kühlschrank und Vorratsschrank die älteren Sachen nach vorne stellen.
Dann an frische Sachen möglichst nur soviel kaufen, wie auch gegessen wird.
Das gute daran: Man hat weniger, was man wegschmeißen könnte und die Lebensmittel erfahren eine ganz andere Wertschätzung, wenn man jede Woche den Hof und die Menschen sieht, die dieses Essen herstellen. Alles ist so frisch und lecker, dass man es meistens auch sofort zubereitet. Man ist sogar gezwungen, sich- wie zu Omas Zeiten- mit Techniken wie Einkochen oder Einmachen zu beschäftigen, um auch im Winter noch von der reichen Ernte des Sommers zu profitieren. Außerdem würde ich persönlich es gar nicht einsehen, wenn ich einen monatlichen Festpreis für mein Essen zahle, trotzdem noch in den Supermarkt zu rennen, um mir dort etwas zu kaufen, was die Ernte nicht her gibt und dafür bezahlte Dinge verfallen zu lassen...
Ich kann nur jedem enpfehlen, sich einem solchen Modell anzuschließen, weil das Geld was in solche Projekte fließt, nicht im Einheitsbrei der deutschen Supermärkte und Discounter versickert.
Ein zweiter Tipp: Pflanzliche Lebensmittel verderben nicht so schnell wie tierliche. Meinen Sojajoghurt kann ich auch zwei Monate nach Ablauf des MHDs noch essen ohne Verderbniszeichen.
Ist der Hof von dem ihr euer Gemüse bekommt zufällig der Buschberghof in der Nähe von Hamburg.
Ich laß im Winter einen Artikel über diesen Hof im Schrot&Korn, der mich zu einem Blogbeitrag verleitete, weil ich diese Idee so genial fand. ( http://www.utopia.de/blog/richard-burgenlandler/welternaehrung-eine-vison )
es passiert doch gelegentlich, dass ich was übersehe im kühlschrank und wegwerfen muss, wobei ich das mhd nicht beachte. ansonsten versuche ich es auch mit gezielten kleineren, dafür häufigeren einkäufen von hochwertigen lebensmitteln.
was "altes" brot betrifft, da freuen wir uns schon immer drauf und haben gar kein schlechtes gefühl, wenn mal 2-3 zuviel abgeschnittene scheiben brot trocken werden. die würfeln wir und braten sie mit olivenöl, salz und knoblauch an, um sie dann unter den salat zu mischen - seeeeeeeeeehr lecker!
Früher haben wir doch auch gut gelebt, obwohl es nicht diese Masse an Waren gab, wie wir sie heute in den Supermärkten vorfinden.
Dazu gehört auch Schulung der Mitarbeiter im Supermarkt. Warum denn nicht nach 21 Uhr die Obstabteilung bei Ware die ihre Verweildauer erreicht hat mit Rabatten versehen. Bevor das Null-Umsatz bringt doch mind. noch etwas mitnehmen - rein wirtschaftlich gesehen versteh ich das schon nicht. Denke auch das hier die Personalstärke in einigen Supermärkten eine Rolle spielt und warum auch nicht mal damit werben. Die ganzen "täglich frisch" Slogans kann doch keiner mehr hören, die Lügen nimmt denen doch keiner mehr ab.
Thema Vernichtung nach Ladenschluß. Es müsste vom Staat mehr in die öffentlichen Tafeln gesteckt werden, dann können Menschen und vorallem Kinder davon profitieren. Auch ein Apfel mit einigen Druckstellen kann noch zu tollen Kinderfreundlichen Desserts verarbeitet werden. Genug Menschen die Helfen wollen gibt es meiner Meinung nach, aber Logistik und Küchen und Ausgabestellen fehlen. Auch an der Kommunikation bei den Filialleiter der Supermärkte könnte sicherlich noch gearbeitet werden.
Das alles hilft aber nur wenig, wenn es in der Gesellschaft nur immer um mehr mehr mehr geht. Auch Anerkennungen von den Supermarktchefetagen für solche Initiativen von einigen wirklich fähigen Mitarbeitern wären da hilfreich. Es gibt soviele Ansätze und Diskussionsgrundlagen...
Ich finde es außer dem schlecht, dass manches nur in relative großer Menge angeboten wird und für einen Zweipersonenhaushalt zu viel ist. Viel Spaß
Schön und gut, aber das wollen die Geschäftsleiter nicht. Mit dem Personal hat es, meiner Meinung nach, wenig zu tun. Denn es macht sich gut, wenn viel angeboten wird, auch wenn die Hälfte danach weggeschmissen wird. Das System ist krank, ganz einfach!
Wie wird es gehandhabt in den Bioläden, das würde mich interessieren...
Was ist aber mit den Resten aus Kantinen, Lokalen usw. Früher wurde so was an Schweine verfüttert. Das ist heute aber nicht mehr erlaubt. Theoretisch könnte man damit Biogasanlagen betreiben, anstatt extra Mais dafür anzubauen.
Vorbildlich finde ich übrigens die auch für die Öffentlichkeit zugängliche Postkantine am HBF Darmstadt: Dort gibt es zu fast allen Gerichten auch eine kleinere Version, die obendrein noch billiger ist...
Was fehlt, sind schön bunte und ansprechende Werbetafeln, die bspw. beim Gemüse darauf hinweisen, dass für den Anschein der Makelosigkeit Ware weggeworfen wird, die eigentlich noch in Ordnung ist. Über längere Zeit muss das Bewusstsein wieder in die Köpfe. Genauso wie der Verzicht auf Obst und Gemüse, das gerade keine Saison hat. Selbstverstädnlichkeiten brauchen lange, um sich als solche durchzusetzen. Nach dreissig Jahren Makellosigkeits- und alles-ist-jederzeit-da-Werbung braucht man nun wahrscheinlich zehn Jahre, um das wieder aus den Köpfen zu kriegen. Aber man muss anfangen.
Allerdings muss der Supermarkt, damit er nach Feierabend noch Frisches und Leichtverderbliches vorraetig hat, nach Ladenschluss dann eine Menge (>20%) wegwerfen.
Daher schließ ich mich deutlich den Vorrednern an!
bei denen man denkt: "Eigentlich brauch ich es nicht, aber
bei dem Preis kann man nichts verkehrt machen..."
Macht man nämlich doch: Man kauft zu viel und wirft einen Teil davon dann weg.
Besser nie mit leerem Magen einkaufen, dann passiert sowas nicht so leicht.
Privat ist es eigentlich gar nicht so schwer: In kleinen Portionen einkaufen gehen, immer den Überblick haben, was da ist und was verbraucht werden muss und mit einer gewissen Kenntnis bewerten, ob Lebensmittel trotz überschreiten des MHD noch gut sind oder nicht.
Wäre ja mal eine Anregung für die Supermärkte. Aber die sehen wahrscheinlich das Problem der Verantwortung, wenn sich da jemand doch etwas rausnimmt, was nicht mehr in Ordnung ist und sich den Magen verdirbt oder gar ernsthaft erkrankt. Und Hygiene, wenn da Lebensmittel ohne Aufsicht offen liegen, das würde wahrscheinlich auch Ungeziefer anziehen.
Ein Freund von mir arbeitet momentan bei einem Bio-Discounter den ich jetzt nicht nenne... jeden Morgen werden Mengen von Obst und Gemüse aussortiert mit Druckstellen etc - abends kann sich die örtliche Tafel das abholen - macht sie aber vllt jeden zweiten Tag, seiner Beobachtung nach - am nächsten Tag muss man das nicht-abgeholte neu sortieren - was ist jetzt wirklich verdorben und was nicht. Und der Clou: die Mitarbeiter dürfen es auch nicht mitnehmen, nicht mal wenn sie dafür bezahlen!
Dann weiss ich noch von einem Bäcker hier in der Stadt, alles was an Brot, Süßgebäck und eben allem übrig sit dürfen sich die Mitarbeiter NICHT mitnehmen, nicht mal wenn sie es bezahlen würden, das holt einer der Schweinebauern aus der Umgebung und füttert die Kuchen, Brote, Brezeln, süßen Stückle etc an die Schweine...
Immerhin gibt es einen anderen Bäcker der "Das Gute von gestern - heute zum halben Preis" anbietet.
Ich bin auch schon im Supermarkt an die Info und meinte, "das Brot läuft morgen ab, könnte ich das günstiger haben?" - klar, halber Preis, kein Problem. Schade, dass sowas nicht automatisch gemacht wird - hat denke ich durchaus mit dem denken vieler Leute zu tun die Sachen schon am Tag vor dem Haltbarkeitsdatum wegwerfen aus lauter sinnfreier Angst. Bei Fleisch und Fisch wär ich sicher auch vorsichtig (wir lassen die Katzen dran riechen, hat sich immer bewährt ;-) )... aber ggf einfach nachfragen wenn man etwas findet, fragen kostet nichts! :-)
Genau! Dazu kommt, dass selbst Müll noch als Eigentum betrachtet wird. Daran verdient auch noch jemand und wenn man "Müll" (Essen) aus der Tonne "entwendet" (rettet), dann ist man ein Dieb. Nicht meine Einstellung aber die rechtliche Einschätzung. Schade!
Lebensmittel von der Katze testen lassen ;-) Das ist ja ein Tierversuch!
Und ja, die Katzen - zumindest der Kater und die mittlerweile verstorbene - haben eine bessere Nase (Als ich ^^). Da das Hühnchen aber ohnehin für die Katze ist, sehe ich das nicht als Versuch an sondern eher als Mitbestimmungsrecht des Haustiers, hehe.
Ich habe eine Bekannten, der hat sich ein Jahr lang in Spanien nur aus Mülltonnen hinter dem Supermarkt ernährt, da ist das anscheinend kein so großes Problem mit dem angeblichen Eigentum, dass das in Dt und Österreich anders ist, ist eigentlich schade. Bei uns gibt es in Graz den ´Vinzi markt" da kommen auch Lebensmittel hin , die im Supermarkt nicht mehr verkauft werden dürfen. Die Bedingung um dort einkaufen zu können ist allerdings, dass man seine Bedürftigkeit nachweisen muss. (Obdachlose, Arbeitslose etc.)
Sich nicht schämen, die Nachbarn zu fragen, ob sie noch was brauchen, wenn man mal nicht alles aufbrauchen kann.
Zwar ist der Inhalt von kleineren Verpackungen im Grundpreis meist etwas teurer aber im Endeffekt wieder günstiger wenn man am Ende keine verdorbenen Reste wegwerfen muss.
Ich greife auch oft nach Produkten bei denen das MHD bald ausläuft, schließlich sind sie noch verzehrbar und ich esse sie dann noch am selben Tag des Kaufs. Sie kosten oft nur die Hälfte und ich helfe dabei dass der Händler sie nicht entsorgen muss :)
und im Supermarkt einfach mal schauen, ob man nicht zufällig Lust auf den etwas müde ausschauenden Salatkopf/anderes Gemüse/Obst hat. spart obendrein auch noch Geld :o)
Ich bin nicht beleidigt, wenn Ware ausgegangen ist; das zeugt von sparsamer Disposition des Ladners.
Ebenso kann ich Fleischwaren oder andere Gemüse- und Salatsorten beim Bauern vorbestellen.
Damit ist garantiert, dass Ware richtig disponiert wird.
Am meisten fällt das beim Brunch auf. Ist der Brunch vorbei, werden ganze Wurst und Käseplatten entsorgt. Die warmen Gerichte mit zum Beispiel Steaks, ganzen Forellen, Gemüse und Beilagen aller Art, sowie Desserts landen direkt in der Mülltonne. Hier würde es sich anbieten, die Speisen (die völlig unversehrt sind), beispielsweise von den Mitarbeitern der Tafel abholen zu lassen. Die Bedürftigen hätten vermutlich ein wahres Festmahl.
Oftmals wird das von Restaurantbetreibern jedoch abgelehnt, weil der logistische Aufwand zu groß ist. Es geht eben schneller, das Essen einfach zu entsorgen, weil nach dem Brunch in der Regel alles sehr fix gehen muss, damit der normale à-la-carte-betrieb wieder starten kann und Platz in der Küche ist.
Ideal wäre es hier, wenn sich der Restaurantbetrieb mit den Tafel-Mitarbeiten abspricht und einen genauen Ablauf plant, so dass die Speisen vom Buffet abgeräumt und direkt in die Transportbehälter der Tafelmitarbeiter umgeladen und abgeholt werden.
Hier in Leipzig wird auf den Speisekarten oft eine Seniorenportion ausgwiesen. Sprich, die entsprechend gekennzeichneten Gerichte gibt es auch als kleinere Portion und die sind meist um die 30 % günstiger. Die Gerichte sind natürlich nicht nur für Senioren gedacht, sondern sie können von jedem bestellt werden.
Grade für jemanden wie mich, ist das toll, denn dann bleibt auf dem Teller in der Regel nichts übrig.
Wenn halbe Portionen auf der Karte nicht ausgewiesen sind, kann man auch einfach die Bedienung fragen. Zumindest hier in Leipzig und Umgebung habe ich bei Bedarf und nicht so großem Hunger immer eine halbe Portion bekommen.
Es gibt sogar eine Utopia-Gruppe dazu, aber nur wenige Erfahrungsberichte. http://www.utopia.de/gruppen/alles-andere-16/diskussion/containern-wer-hat-s-schon-mal-gemacht-wie-war-3215
Da lernt man, Essen zu schätzen, und nicht einfach Unmengen zu kaufen, die dann keiner aufessen kann.
Zweitens koche ich jeden Tag und esse das dann auch auf, in der Regel. Sonst wird es am nächsten Tag gegessen oder weiterverarbeitet. Außerdem ist es ja so, dass, wenn man gut kochen kann, es auch aufgegessen wird! Man ist ja verfressen.
Drittens ist es sehr hilfreich, erst dann einkaufen zu gehen, wenn im Kühlschrank gähnende Leere herrscht! Meistens komme ich nur ein bis zweimal die Woche dazu, aus Zeitmangel, einzukaufen. Und dann wird auch meistens alles, was im Kühlschrank oder der Vorratskammer ist, verwendet.
Einkaufslisten helfen auch und eine vernünftige Planung. Wenn man schon weiß, dass man am Wochenende eingeladen ist, braucht man dafür nichts zu kaufen. Oder wenn der Partner die nächsten Tage verreist, muss man ja nur sich selber versorgen.
Und nur das kaufen, was man auch wirklich gerne isst. Wenn man die 20ste Diät plant und nur gesunde Sachen kauft, die man eh nicht isst, sollte man vielleicht mal seine Sicht auf die Dinge überdenken.
Bei Obst und Gemüse sollte man nur gute frische Ware kaufen, die dann auch ein paar Tage zuhause hält. Obst ist oft am nächsten Tag zuhause schon verschimmelt, wenn man es nicht frisch gekauft hat.
Bei Feiern ist es so, dass zumindest bei Getränken, viele Supermärkte anbieten, die Sachen wieder zurück zu nehmen, falls man sie nicht aufbraucht. Essen kann man seinen Gästen mitgeben oder jeder bringt eine Kleinigkeit mit, dann lässt es sich besser planen, wieviel man braucht. Nicht, dass man dann mit zwanzig Baguettestangen ohne Salat seine Feier hält.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein!
Man sollte auch wissen, das Sachen deren MHD abgelaufen ist nicht automatisch schlecht sind, früher musste man auch Sachen mit Nase und Geschmack testen ob sie noch gut sind, das geht auch heute noch. Bei manchen Produkten (Trockensachen vor allem)habe ich den Eindruck, dass ein verkürztes MHD nur draufgeschrieben wird, damit die Sachen früh weggeschmissen und neu gekauft werden. Wir haben neulich Trockenbohnen gegessen die waren mehr als 1 Jahr abgelaufen und immer noch fit..da ist echt gesunder Menschenverstand gefragt.Bei unseren eingelageten Sachen schaue ich nie aufs MHD immer nur darauf ob sie sensorisch noch gut sind.
Seiten wie http://www.chefkoch.de/rezept-reste.php oder www.reste-essen.de entsprechende Rezepte.
Ansonsten rate ich auch zum rechtzeitigen Einfrieren von dafür geeigneten Lebensmitteln.
1. Erst einkaufen, wenn die Lebensmittel nicht mehr für zwei Tage reichen
2. Sich vorher überlegen, was und wieviel man in der nächsten Woche essen möchte und einen Einkaufzettel schreiben
3. Dabei möglichst Gerichte in Erwägung ziehen, die noch übriggebliebene Lebensmittel einbinden (chefkoch.de ist dabei eine super Inspiration)
3. Sich ein Buget setzen, z.B. nicht mehr als 20 Euro pro Einkauf ausgeben.
4. Nicht zu viele frische leicht verderbliche Lebensmittel kaufen und die in den ersten Tagen verbrauchen
Und wenn man öfter nach Essenswunsch/Appetit (oder wenn einem gar nichts einfällt auch nach Sonderangebot) im bevorzugten Geschäft oder auf dem Markt einkauft, dann macht das Kochen UND das Essen Spaß!! So entstandene Reste lohnen sich dann auch am nächsten Tag nochmal zu essen.-
Weiterhin sollte es eine legale Möglichkeit des Containerns geben.
Erste Beispiele dafür zeigen sich im Konzept der Tafel.
Davon sollte es mehr geben.