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Eine neue Generation kämpft für unseren Planeten

Öko-Krieger

In ihrem ersten Buch stellt Emily Hunter, Tochter des Greenpeace-Gründers Bob Hunter, die neue Generation der Umweltaktivisten vor. 22 Öko-Krieger beschreiben dabei ihr persönliches Engagement und ihren Einsatz für unseren Planeten.


Es herrscht Krieg. Genauer gesagt: Ökokrieg. Und das weltweit. Das wird jetzt noch nicht jedem aufgefallen sein. Und wer kennt schon einen dieser Öko-Krieger? Aber es gibt sie. Nur von ihrer Existenz wissen bisher wenige. Das möchte Autorin und ebenfalls Öko-Aktivistin Emily Hunter ändern.

„Das ist eine globale Bewegung, nicht bloß eine grüne Bewegung westlicher Länder. Es ist eine Bewegung, die hinter Fahnen erstarkt, die für ein farbenprächtiges Mosaik der Veränderung stehen. Und es handelt sich um eine Bewegung, die den Begriff Aktivismus neu definiert.“

Die Kanadierin arbeitet als Journalistin, MTV News- Korrespondentin, ist Chefredakteurin des Blogs THIS Magazine und bezeichnet sich selbst als „Öko-Scheiß-Aufrührerin“. Ihr Buch „Öko-Krieger“ soll aber keine Gebrauchsanweisung zur Rettung der Erde sein, sondern vielmehr sollen die individuellen Geschichten von Erfolgen erzählen, Anregung und Hoffnung geben. 
Ihre eigene Erzählung führt Emily Hunter zurück ins Jahr 2009 nach Kopenhagen, wo sie neben vielen anderen Aktivisten das Scheitern des Klimagipfels nicht fassen konnte. Sie erinnert sich an ihren Vater, ihre erste Umweltkampagne und macht Schritt für Schritt klar, weshalb es Zeit ist für eine neue Bewegung.


„Wir brauchen dringender als je zuvor Revolutionäre. Angesichts der Kippe, auf der das Klima und einige weitere globale Angelegenheiten stehen, bedarf die Welt dringend der neuen Öko-Krieger.“

Weder übertrieben emotionsgeladen, noch appellierend oder vorwurfsvoll erzählen die einzelnen „Öko-Krieger“ ihre Geschichten. Da gibt es zum Beispiel noch Andy Ridley, Mitbegründer der weltweiten Klima-Kampagne „Earth Hour“. Er berichtet vom ersten Licht-Ausknipsen im Jahr 2007 in Sydney. „Dort stand ich, blickte auf die Skyline von Sydney und war total erschüttert. Das erstaunliche Projekt, das Earth Hour geworden war, hatte bereits beim ersten Anlauf geklappt.“ Oder Rob Stewart, Filmemacher und Hai-Liebhaber. In seiner Dokumentation „Sharkwater – Wenn Haie sterben“ schildert er seine Abenteuer und klärt über das brutale Töten der Meerestiere auf. Doch es muss nicht immer gleich die globale Erfolgsgeschichte sein. Auch die überzeugte Solar-Radfahrerin, die professionelle Meerjungfrau, der Tierschützer, Blogger und Stadtbauer kommen unter anderem zu Wort und erzählen von ihren Erlebnissen als Öko-Krieger.

„So sehr es in diesem Buch um Einzelpersonen geht, die gekämpft haben, so sehr ist es auch ein Buch über ganze Gruppen, die mit ihnen in die Schlacht gezogen sind. Und die Realität zeigt, dass Revolutionen nicht von einzelnen Helden gewonnen werden, sondern von den normalen Menschen, die Außergewöhnliches leisten.“

„Öko-Krieger“ beweist, dass wirklich jeder für die Umwelt aktiv werden kann. Ein kleines bisschen Wissen, Können oder Ideenreichtum kann schon reichen, die Welt ein Stück besser zu machen. Lassen Sie sich inspirieren.

Thema: Politik & Gesellschaft, Stand: 03.04.2012 von

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    schrieb am 14.03.2013 um 09:16
    Ich kaufe nur Obst und Gemüse aus der Region. Ich gehe mit Strom, Öl und Wasser sehr sparsam um. Kleidung kaufe ich so wenig wie nötig. Oft bei Carla oder ich kaufe nachhaltig produzierte Sachen. Aber auch ich könnte noch viel mehr tun. - Ich arbeite dran
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    schrieb am 20.10.2012 um 20:36
    Ich versuche einfach so wenig Ressourcen wie möglich zu verbrauchen.
    Ich kaufe so gut wie keine Lebensmittel, da ich regelmäßig die Mülltonnen beim Reichelt nebenan plünder.
    Ich fahre viel Fahrrad, putze mir den Hintern mit alten Servietten aus Papiertonnen ab, benutze Briefumschläge nochmal, hebe Papier auf um die Rückseite zu beschreiben, etc..
    Außerdem unterstütze ich Internetplattformen wie Avaaz und ähnliche, gehe regelmäßig demonstrieren und versuche mich zu bilden und mit anderen Menschen konstruktiv auszutauschen und Menschen auf die Verantwortung, die jeder Konsument hat, hinzuweisen. mehr weniger
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    schrieb am 11.05.2012 um 10:52
    Öko-Krieger? Das sind die Helden des Alltags!!
    Und das kann jeder werden - jeden Tag ein bisschen mehr :o)
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    schrieb am 19.04.2012 um 16:24
    Tolles Buch! Heute bekommen - direkt gelesen! Vielen lieben Dank an Utopia!
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    schrieb am 16.04.2012 um 10:53
    Ich ernähre mich vegetarisch und das so weit wie möglich mit Bio- und Fairtrade-Ware. Wasser trinke ich aus dem Wasserhahn und Saft wird ausschließlich in Glas-Pfandflaschen gekauft. Kleidung werfe ich nur weg, wenn sie richtig, richtig kaputt ist, ansonsten wird sie als Second-Hand weitergegeben.
    Zudem habe ich Ökostrom, setze mich für den Tier- und Umweltschutz ein und erzähle jedem von meiner Lebensweise, der mir zuhört !!! mehr weniger
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