Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Ferrero auf dem Prüfstand

Blackbox Nutella?


Nutella, Mon Cheri und Kinderschokolade sind die Klassiker. Insgesamt zählen mittlerweile jedoch 28 Marken zur Produktpalette des italienischen Herstellers Ferrero, der mit Süßwaren jährlich rund sechs Milliarden Euro umsetzt, 2008 zum Beispiel einen Nettogewinn von 98 Millionen Euro erwirtschaftete. Das Unternehmen, das so freundlich mit Überraschungseiern um Kinderherzen buhlt, lässt die Spannung auch steigen, was Fragen zu seinen Umweltmaßnahmen oder Nachhaltigkeitsbemühungen angeht. Die Pressestelle verweist allein auf den kürzlich erschienenen, ausschließlich in englischer Sprache verfügbaren Nachhaltigkeitsbericht – der stärker an eine Hochglanz-Produktkampagne denn eine faktenreiche Hintergrunddokumentation erinnert. Nach den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI), einer unabhängigen Organisation, die Nachhaltigkeitsberichte evaluiert, erreicht Ferreros Dokumentation auch nur die Stufe C+ – immerhin aber hat ihn eine außenstehende Einrichtung begutachtet.

 

Woher kommen die Zutaten?   

Keine Antwort gibt es von Ferrero zum Beispiel auf die Frage, ob das Unternehmen jemals ein Bio- oder Fairtrade-Produkt auf den Markt bringen wird. Im Nachhaltigkeits-Bericht ist flächendeckend von den „qualitativ hochwertigen Zutaten“ die Rede. Im Detail heißt es dann etwa, Ferrero verwende generell kein Palmöl aus Indonesien. Konkreter wird das Unternehmen für die Zukunft: Ab 2011 sollen 25 Prozent des verwendeten Palmöls als nachhaltig zertifiziert sein, ab dem Jahr 2015 sogar 100 Prozent. Ab 2015 sollen zudem 25 Prozent der verwendeten Milchrohstoffe über eine so genannte „integrated supply chain“ (integrierte Zulieferkette) bezogen werden. Sie habe laut Bericht einerseits zum Ziel, durch feste, marktunabhängige Preise Sicherheit bei allen Akteuren der Kette zu schaffen, zweitens sollen es diese direkten Verträge ermöglichen, verstärkt Produkte aus der Region zu verwenden.
Im laufenden Jahr plant Ferrero außerdem, Mitglied in der „Better Sugar Cane Initiative“ zu werden, die für soziale Unternehmensverantwortung in der Zuckerproduktion eintritt. Ebenfalls 2010 sollen auch erstmals Projekte zum nachhaltigen Kakaoanbau in Elfenbeinküste durch die Rainforest Alliance zertifiziert werden.


Umfrage

Wie nachhaltig ist für Sie das Unternehmen Ferrero?


Seite 1 / 3
Stand: 23.07.2010 von

Kommentare (44)   abonnieren

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    schrieb am 23.07.2010 um 11:31
    Also kein Quentchen Nachhaltigkeit.

    Ü-Eier hatte ich eine Zeitlang ganz gerne, aber als dann die Bausätze weniger wurden, war das schon (vor 20 Jahren) der Grund, die bleiben zu lassen. Die Bausäzte hatte ich gesammelt und gemischt in mehrere alte Marmeladengläser gegeben. War ein schöner Bewerb (wer alles zusammengebaut hat aus seinem Glas ohne Anleitung).

    Dann hat ferrero in Österreich mal die Domain kinder.at einklagen wollen, ist aber zum Glück nicht gelungen. Damit waren sie dann bei mir vom Image komplett unten durch.

    Blieb noch die Nutella-"Abhängigkeit", da hab ich dann vor einiger Zeit die Vivani-Schokocreme für mich entdeckt: http://www.utopia.de/produktguide/produkte/nuss-nougat-creme-10553

    Welche Alternativen habt ihr gefunden?

    :-) werner
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    schrieb am 23.07.2010 um 12:09
    Mit der Vivani Schokocreme komme ich auch ganz gut zurecht.
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    schrieb am 23.07.2010 um 19:31
    Ich finde die Chocoreale Duocreme sehr lecker. Ist allerdings, wie Vivani auch, "nur" aus Bioschokolade. Hatte allerdings mal eine Produktanfrage an Chocoreale gemacht, habe in Nederlands eine Antwort bekommen, vielleicht finde ich die noch, dann kann ich sie euch mal übersetzen.
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    schrieb am 23.07.2010 um 11:52
    Jeder, aber auch wirklich jeder Biohersteller ist um Längen besser: Vivani (schon genannt), Rapunzel, Naturata usw. (je nach Produkt). Die schiere Größe des Ferrero-Konzerns ist ein Problem ("schwerfälliger Tanker"), die Bunkermentalität gegenüber Umwelt- und Nachhaltigkeitsfragen ein weiteres. Ich kaufe seit bestimmt zehn Jahren keine Ferrero-Produkte mehr.

    Utopie: Eigentlich müsste man solche unüberschaubaren Riesenunternehmen abwickeln und auf Null zurückfahren, da sie außer einem Suchtpotential nach ihren Produkten, das durch Werbung und "Innovationen" weiter gefördert wird, nichts zu bieten haben.
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    schrieb am 23.07.2010 um 11:54
    ... und eine Palette größtenteils überflüssiger Produkte ohne Wert herstellen. (Ja, ich weiß, den Nascheffekt gibt's trotzdem ;-))
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    schrieb am 29.07.2010 um 10:18
    Da hast Du völlig Recht - solche Konzerne, die nichts sinnvolles anbieten (dazu zählen dann auch solche Riesen wie Cocal Cola, Nestlé. etc.) braucht niemand. Gerade im Lebensmittelbereich finde ich solche Großkonzerne absolut überflüssig bis schädlich.
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    schrieb am 23.07.2010 um 12:04
    ich versuche auch dieses unternehmen so gut es geht zu umgehen, bei einem nutella abhänigen mann, und zwei kindern ist dies oft nicht so leicht...versuche immer wieder alternativen zu geben, werden bei nutella aber oft schlecht angenommen, er kam ein bischen ins denken als dieses plastik nutella zum löffeln auf den markt kam, das fand er dann auch ganz furchtbar...ich habe so auf raffaelo gestanden, hab dafür aber einen mir besser schmeckenten ersatz von alnatura gefunden...
    hängt ferrero denn nicht auch mit nestle zusammen? hab das glaube ich irgendwo mal gelesen...
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    schrieb am 23.07.2010 um 13:25
    kann Dich gut verstehen, ich war auch mal so ein nutella-abhängiger.

    Mit Kindern könnte es interessant sein, mal einen Schokocreme-Selbermach-Tag zu machen. Verschiedene Rezepte ausprobieren.

    :-) werner
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    schrieb am 27.07.2010 um 09:38
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    schrieb am 23.07.2010 um 12:34
    So man eine kräftige Küchenmaschine oder Shredder besitzt lohnt sich selber machen!
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    schrieb am 23.07.2010 um 13:41
    Wenn ich mir die Zutaten (und deren Herkunft) der Ferrero-Produkte so anschaue, dann frage ich mich schon, wie sich daraus eine Sucht nach dem Zeug entwickeln kann: Zucker und Kakao (gewonnen unter ausbeuterischen Verhältnissen), Molke- und Milchpulver (von Tieren aus Massentierhaltung), pflanzliche Fette (=Palmöl aus nicht zertifizierten Plantagen, für die Regenwald abgeholzt wird) und jede Menge künstlicher Aromen. Aber nett verpackt als "Extraportion Milch", goldene Kugel oder Küsschen lässt sich anscheinend jeder Müll verkaufen! Liebe Grüße, Gita
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    schrieb am 23.07.2010 um 13:57
    Na ja, Zuckersucht gibt's ja (auch nicht zu vergessen ist hier das unklare Potential der künstlichen Aromen), und ob jede/r (außerhalb Utopia) so bewusst denkt, wage ich zu bezweifeln. http://www.suchtmittel.de/info/zuckersucht/
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    schrieb am 23.07.2010 um 14:12
    Kinderschokolade heißt vermutlich so, weil der Kakao dafür besonders auch von geradezu sklavenhaft ausgebeuteten Kindern geerntet wird, oder?
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    schrieb am 23.07.2010 um 14:23
    ... und dann auch noch der Versuch, sich "Kinder" als Marke schützen zu lassen...
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    schrieb am 23.07.2010 um 14:27
    wie immer alle auf der Kinderarbeit rumhacken müssen.
    Erwachsene (bzw. Menschen über 14) dürfen wohl schlecht behandelt werden?
    Kinderarbeit ist das vorrangige Problem und dagegen wird daher am meisten getan.
    Nur der Rest wird dann leider oft vergessen.
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    schrieb am 23.07.2010 um 14:26
    Naja, Nestlé ist fast noch schlimmer. Die werben mit ihren paar Fairtradeprodukten, als sei auf einmal der ganze Konzern total fairtrade.

    Aber besser ein paar kleine Schritte in die richtige Richtung als gar keine.

    Sojalecithin ist da auch so ne Sache. Wird laut Ausführungen eines Chocolatiers, der da mal einen Vortrag gehalten hat, durch langes Conchieren überflüssig - aber in Lindtschokolade ist es dennoch drin, obwohl die ja mit der Conchiereri werben...
    Was mich an Sojalecithin stört? Dass es oft aus genmanipuliertem Soja gewonnen wird, dass nur genmanipuliert werden muss, damit es auf gerodeten Regenwaldflächen angebaut werden muss.
    Göttlich.
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    schrieb am 23.07.2010 um 19:37
    Ach wie schön Ferrero hier blamiert wird. Nicht dass das eure Absicht ist, liebe Utopia-Redaktion bzw. Volker Eidems, lediglich die Fakten sind blamabel. Da wird ja ein Klops nach dem anderen rausgehauen. Ich frage mich, wen sie mit ihren ganzen fadenscheinigen Euphemismen täuschen wollen? Aber anscheinend klappt es in der sogenannten breiten Masse ja noch ganz gut.
    Ich denk mir dann immer: Wieso sollte man einen Konzernriesen unterstützen, wenn es doch so viele gute, besser überschaubare Alternativen gibt? Zum Beispiel Rapunzel, Alnatura, Vivani, Gepa...die Auswahl ist groß, es gibt eigentlich keinen Grund, Ferrero-Produkte zu kaufen.
    Übrigens eine Top-Story mit der Piemont-Kirsche.
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    schrieb am 23.07.2010 um 22:14
    Kinderbons,Ueberraschungseier und Happy Hypos... ja ja so sehen die Kinder
    nachher aus.......

    Die ganze Firma sollte man einfach zumachen, wenn die Leute wuessten
    wievill Butter in diesen Dingern (kann man ja nicht Kinderschokolade nennen)
    und dann Nutella..... und dann wirbt auch noch die Fussballnationalmanschaft
    dafuer.... wo doch alle so grosse Kicker werden wollen ?

    Ekelig....... dann lieber eine Banane oder richtige Schokolade

    mctobi
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    schrieb am 27.07.2010 um 19:18
    Jawohl!
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    schrieb am 27.07.2010 um 09:22
    Ferrero ade!
    Also ich find den Bericht echt super und toll. Ferrero Produkte meid ich selber schon seit einigen Jahren. Mit solchen Berichten kommen dann hoffentlich noch viele andere dazu die diese Produkte nicht kaufen. Irgendwann beginnt der Ferrero Konzern dann vielleicht doch zum umdenken und produziert "nur" oder zumindest "mehr" gesunde, faire Bioprodukte. Dann hat man als Konsument zumindest die Wahlmöglichkeit.
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    schrieb am 29.07.2010 um 10:10
    Discounter machen die nachhaltigeste Nuss-Nugat-Creme!
    Ich hatte mich schon darauf eingestellt in Zukunft ohne Nutella zu leben, weil ich dachte, dass es nicht ohne Palmfett herstellbar sei, weil auch alle Schokokrems von Alnatura diesen heiklen Rohstoff enthalten. Doch dann habe ich die Lösung dort entdeckt, wo ich sie am wenigsten erwartete: bei den Discountern. Aldi verwendet pflanzliches Öl und Sonnenblumenlecithin; da dachte ich mir zunächst, wenigstens kein Sojalecithin, aber das Öl ist bestimmt ein verstecktes Synonym für Palmfett bzw. Palmöl, denn unsere Bundesregierung hat sich ja kürzlich dagegen erklärt für Palmfett eine eindeutige Deklarierung vorzuschreiben. Doch dann habe ich bei Lidl gesehen, dass es wirklich ohne Palmfett geht. Auf deren Nuss-Nugat-Creme steht: Sonnenblumenöl und Sonnenblumenlecithin, also gehts auch ohne den beiden Regenwaldkiller-Rohstoffen, und dazu auch noch um ein vielfaches billiger!
    Mein Palmölkonsum wird jedenfalls drastisch reduziert, Alnatura zum Trotz, denn es ist schon schlimm genug, dass wir von unserer Bundesregierung dazu genötigt werden es zu verbrennen, wenn wir Autofahren wollen.
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    schrieb am 29.07.2010 um 10:15
    @ as-grown: sorry, aber Discounter betreiben generell ein gänzlich unnachhaltiges Geschäft, da ist es quasi egal, ob sie nun in ihrer Nuss-Nugat-Creme auf Palmöl verzichten oder nicht. Denn ihr gesamtes Geschäftsmodell ist letztlich auf Preisdrücken, Ausbeuten und Umweltzerstören ausgelegt. Siehe z.B.:
    http://konsumpf.de/?p=2353
    http://konsumpf.de/?p=2766
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    schrieb am 29.07.2010 um 10:41
    Da gebe ich Dir völlig Recht. Deshalb hat es mich ja auch so gewundert zu sehen, dass Discounter auch manchmal nachhaltigere Alternativen zu Alnatura haben, da Alnatura ja kürzlich in Kritik geraten ist, dass sie ihre Palmfettquellen auch nicht immer unter Kontrolle haben:
    http://www.alnatura-online.eu/de/bio-palmoel-lieferant-in-der-kritik
    Zudem argumentiert Alnatura damit, dass Schoko-Cremes nicht ohne Palmfett hergestellt werden können, Zitat aus oberem Link: "Pflanzliche Öle sind in der Regel jedoch flüssig und daher für einige Rezepturen, zum Beispiel pflanzliche Aufstriche oder Schokocremes, nicht einsetzbar."
    Lidl und Co. beweisen das Ggegenteil und bieten in diesem Einzelfall also eine nachhaltigere Alternative zu Schokocremes von Alnatura, die natürlich nachhaltiger sind als das Schlusslicht Nutella.
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    schrieb am 29.07.2010 um 10:53
    "Nachhaltiger" dann aber lediglich in Bezug aufs Palmöl, nicht auf die restliche Herstellung, die anderen Zutaten, den Vertrieb usw. usf. Ich würde in dem Fall dann immer noch eher Alnatura kaufen (wenn ich denn unbedingt eine Nuss-Nugat-Creme bräcuhte ;-) als was von Lidl...
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    schrieb am 29.07.2010 um 20:28
    Hier will ich mal zustimmen, nie und nimmer gehen wir wieder zum Discounter :-((((
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    schrieb am 30.07.2010 um 10:18
    Korrektur:
    Bei der Nuss-Nugat-Creme von Lidl steht doch nur "Pflanzliches Öl" drauf, genau wie bei Aldi und der Gut&Günstig Version von Edeka, und nicht wie ich gestern noch dachte "Sonnenblumenöl". Dahinter kann sich also doch Palmöl verbergen. Wenigstens verzichten Aldi und Lidl (bei den beiden bin ich mir sicher) auf Sojalecithin und nehmen statt dessen Sonnenblumenlecithin.
    Ich muss an dieser Stelle ganz scharf unsere Bundesregierung kritisieren, die den Verbraucher mit der Sammelbezeichung "pflanzliche Öle" nötigt die Katze im Sack zu kaufen. Zum Glück haben sich die Grünen mit dem Antrag auf eideutige Deklaration von Palmöl auf der Zutatenliste zumindest beim EU-Parlament durchgesetzt und damit unseren Bremsklotz Schwarzgelb doch noch umgehen können.
    Nicht dass ihr mich falsch versteht: ich bevorzuge auch um Längen Alnatura und Co. vor den Dicountern, aber diese Bioläden gehen mir nicht weit genug und mich hat die Suche nach Palmölfreier Nuss-Nugat-Creme angetrieben, denn ich bin immernoch davon überzeugt, dass es auch ohne geht.
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    schrieb am 29.07.2010 um 11:38
    Obwohl selbst Schokolade-Liebhaberin frage ich mich, wozu man diese Nuss-Nougat-Cremen braucht, egal von welchem Hersteller. Dass Sportler dafür werben, macht es für mich nicht besser. Ich bin in der Aera vor Nutella gross geworden und bei uns gab es ab und zu ein Rippchen Schokolade (als Belohnung für das Erklimmen eines Berges!). Als Brotaufstrich selbstgemachte Marmelade. Da wusste man immer, was drin ist. Mal ganz abgesehen von dem ausbeuterischen Anbau und der ebenso ausbeuterischen Arbeitszeit: brauchen wir all die Stoffe, die dieses Produkt so süss und cremig macht wirklich? Ich denke Foodwatch hat sich da sicher auch schon dazu geäussert. Denke dass man den Konsum der Produkte von Ferrero sehr sehr klein halten kann. Und wenn Kinder von Klein auf mit gesünderen süssen Kleinigkeiten verwöhnt werden, dann werden sie Nutella auch nicht vermissen. Dann möchte ich mich auch unbedingt der Meinung von Parklife-kiel anschliessen was das Einkaufen in Discountern angeht!
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    schrieb am 29.07.2010 um 12:08
    Meine Rede - im gegenwärtigen Wirtschaftssystem wird viel zu oft durch mehr oder weniger geschickte Werbung ein "Bedarf" für überflüssige Produkte erzeugt, die eine völlig überdimensionierte Industrie dann absetzen kann. Dinge, die die Welt nicht braucht...
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    gelöscht am 29.07.2010 um 20:29 von carogreg
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 29.07.2010 um 13:39
    Hallo,

    Heute bin ich froh, dass ich diese Kinderueberraschungen nicht mehr esse.
    Trage auch 20 kilo weniger rum, kommt aber nicht nur von diesen Eiern.
    Bei meinem Arzt in seinem Behandlungsraum liegen manchmal auch
    F-Kuesschen rum..... Also jeder von uns war schon mal mehr oder weniger
    von diesen Produkten abhaenig. Aber warum lassen wir es heute zu,
    wo wir doch heute wissen was drin ist, dass unsere Kinder diese
    Sachen essen..... und das doch auch nur weil wir uns sagen wir
    haben das gegessen warum nicht die auch.....
    Aber damals gab es noch kein Mc Donalds,Burger King, Doener und
    wie die Sachen alle heissen.
    Wenn die Kinder was viele auch haben, naemlich ordentlich Uebergewicht.
    Da hilft nur Bewegung, und Sport aber nicht unbedingt Leistungssport.

    Jetzt sollten wir handeln, weil uns das Wohl der Kinder am Herzen liegt.

    Have a nich day

    mctobi
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    schrieb am 29.07.2010 um 22:23
    Da ist Utopia ja mal wieder höflich mit einem Unternehmen umgegangen. Über Ferrero weiß man, dass sie zu den unehrlichsten Firmen der Branche gehören. Entweder sie sagen nichts („...keine Antwort gibt es von Ferrero zum Beispiel auf die Frage...“), oder sie geben nur vage Absichtserklärungen („...ab 2011 sollen...“, „...ab 2015 sollen...“, „...im laufenden Jahr plant Ferrero außerdem...“, „...ebenfalls 2010 sollen auch erstmals Projekte...“) oder sie lügen einfach dreist (schon vergessen, dass Ferrero vor einigen Jahren die CDU-Regierung in Hessen mit Millionen bestochen hat?)
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    schrieb am 29.07.2010 um 22:58
    Martin Grudzinski,
    können Sie auch noch mitteilen, weshalb Ferrero vor einigen Jahren die CDU-Regierung in Hessen mit Millionen bestochen hat?
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    schrieb am 30.07.2010 um 11:01
    Ja, natürlich. Bin ja nicht in der Utopia-Redaktion :-)
    Der CDU-Landesverband Hessen bezog seit den 80er Jahren regelmäßig Spenden in sechsstelliger Höhe von Ferrero, hatte diese aber nie verbucht. Wie das Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf im Jahr 2000 feststellte, hat das Unternehmen „als Gegenleistung“ für sein Werk im hessischen Stadtallendorf jahrelang zu niedrige Gewerbesteuervorauszahlungen zahlen dürfen und dadurch etwa insgesamt Zinsgewinne von 13 Millionen DM erwirtschaftet. Der Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verhängte gegen die hessische CDU eine Strafe von 511.000 Euro wegen der Nichtveröffentlichung. Die Verwendung der Schwarzgelder wurde nie geklärt. Dafür hat Roland Koch bis heute gesorgt.
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    schrieb am 30.07.2010 um 07:01
    Hallo,

    Fragen Sie doch bei Ferrero oder bei der CDU-Regierung in Hessen nach ?
    Vielleicht kriegen Sie ja eine Antwort bis 2011 oder 2015.

    Ich bin leider keine Buergerin Ihres Landes, aber ein wenig bekommt man
    schon ueber die Nachrichten mit.

    Mfg

    mctobi
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    schrieb am 30.07.2010 um 13:28
    Ich kann dazu jedem auch nur den Beitrag von ARTE TV "Hauptsache haltbar" empfehlen - zu finden in der arte Mediathek.
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    schrieb am 31.07.2010 um 02:23
    Herr Grudzinski,
    danke für einen erneuten skandalösen Einblick aus der Vergangenheit, auch eines Politikers, aus einer Partei, die glaubt, bzw. überzeugt ist, sich als christlich und demokratisch bezeichnen zu müssen.
    Dass ein Herr Koch seine Finger mit im Spiel hatte überrascht mich absolt nicht, er schüttelt ja auch einem Dalei Lama ehrerbietend die Hände, ohne selbst dabei rot werden zu müssen.

    Na, was kann man denn auch von manchen deutschen Rechts-Anwälten schon erwarten. Sie vertreten ja auch offensichtliche, unverkennbare Rechtsbrecher, um dann das Beste, am Besten noch Unrecht in eine "Unschuld" rechtszuverdrehen.
    So vertritt er sich wahrscheinlich auch mit gutem "Gewissen" persönlich, indem er für sich Ähnliches in Anspruch nimmt.
    Kein Wunder, warum soll er sein Gewissen nicht erleichtern und damit verdrängen, um dann überzeugt sich selbst belügen oder daran glauben zu können, er wäre der ehrvolle Mensch und Politiker, der für "brutalstmögliche Aufklärung" sei.

    Wer das Recht studiert, muss dies doch gleichzeitig wieder gegensätzlich handhaben, um als Rechtsverdreher erfolgreich zu sein, so dass man auch Kriminellen nicht ans Bein pinkeln kann.

    Übrigens, ich würde deshalb auch wohlweislich bei keiner Regierung mehr nachfragen, wohinter man ein Skandälchen vermuten könnte, denn ich bin nicht daran interessiert mich evtl. auf Jahre hinhalten oder für dumm verkaufen zu lassen, denn verkackeiern kann ich mich auch selbst.

    Ich reagiere mit meinem Stimmzettel, auch wenn dies nur ein schwacher Trost sein kann und ist.
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    schrieb am 31.07.2010 um 17:20
    Zu Nachhaltigkeit gehört nicht nur eine saubere Herkunft und Verarbeitung der Produkte, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit der Gesundheit der Verbraucher. Und davon ist Ferrero nun meilenweit weg. Okay, Süßigkeiten sind so oder so keine gesunden Grundnahrungsmittel und verzichten möchte trotzdem keiner auf sie. Aber Aromen, Konservierungsstoffe, vermeindlich gesunde Milchanteile...das alles braucht kein Mensch.
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    schrieb am 05.08.2010 um 15:57
    Schade, dass die Abstimmung nicht am Ende des Artikels zu finden ist, sondern nur auf der ersten Seite.
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    schrieb am 16.08.2010 um 08:30
    Meiner Meinung nach ist die Werbung bei Ferrero die größte Baustelle. Die Kampagnen von Ferrero haben des öfteren (zu Recht) Negativ-Awards gewonnen. Da werden stark zucker- und fetthaltige Schokoriegel mit Joghurt, Sport und Leichtigkeit verbinden (Joghurette) oder Kinder dazu animieren in sehr kurzer Zeit eine extrem ungesunde Menge Milchschnitte und Co. zu essen, um sich mit den damit verdienten "Treuepunkten" einen Adidas-Traninganzug zusammenzusparen (in den sie dann nicht mehr reinpassen ...)

    Wichtiger Hinweis noch: Die Global Reporting Initiative (GRI), evaluiert Nachhaltigkeitsberichte nicht, sondern liefert hierfür die allgemein anerkannten Leitlinien. C+ sagt infolgedessen auch nichts über die Qualität der Berichterstattung aus, sondern nur, in welchem Umfang die Leitlinien angewendet wurden!
  • gelöscht am 01.12.2010 um 10:20 von Majo
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 03.02.2011 um 01:09
    Viele Stichworte wurden hier ja bereits genannt, so auch Kinderarbeit.
    Dazu: http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html (mit Verweis auf die Quellen Greenpeace-Magazin und Welthungerhilfe)

    Durch den Wikipedia-Eintrag zu Ferrero erfährt man, dass bis vor kurzem noch Käfigeier für die Produkte verwendet wurden, nur auf hartnäckigen Druck ist Ferrero jetzt zumindest soweit bis 2012 auf diese zu verzichten: http://www.kaefigfrei.de/ferrero-verzichtet-auf-kafigeier-fur-milchschnitte

    Die Meldung hier finde ich auch ganz interessant:
    http://www.naturkost.de/meldungen/2003/030123ev1.htm
    Ähnlich ist diese hier: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/ampeltest/wm_produkte/pkt/index_ger.html
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    schrieb am 08.09.2011 um 11:46
    Ich habe grad einen Konsumcheck gemacht, weil ich wissen wollte wieviel CO2 mein Frühstück produziert. Mir ist aufgefallen, dass Nutella als Brotaufstrich nicht aufgeführt war. Ich habe an die Facebookpinnwand von Nutella geschrieben. Die haben noch nicht geantwortet, habe aber einen WDR Beitrag zu Ferrero gefunden. Falls euch das Follow-up interessiert, schaut mal da rein. Bin selber gespannt...
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    schrieb am 08.09.2011 um 20:19
    Also ich find den Schokocremeaufstrich von Alnatura (dm) echt gut. Ist bio und kommt wiklich ziemlich nah an Nutella ran vom Geschmack. Nur ein Tip für alle dies mal testen wollen ;)
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