Nutella, Mon Cheri und Kinderschokolade sind die Klassiker. Insgesamt zählen mittlerweile jedoch 28 Marken zur Produktpalette des italienischen Herstellers Ferrero, der mit Süßwaren jährlich rund sechs Milliarden Euro umsetzt, 2008 zum Beispiel einen Nettogewinn von 98 Millionen Euro erwirtschaftete. Das Unternehmen, das so freundlich mit Überraschungseiern um Kinderherzen buhlt, lässt die Spannung auch steigen, was Fragen zu seinen Umweltmaßnahmen oder Nachhaltigkeitsbemühungen angeht. Die Pressestelle verweist allein auf den kürzlich erschienenen, ausschließlich in englischer Sprache verfügbaren Nachhaltigkeitsbericht – der stärker an eine Hochglanz-Produktkampagne denn eine faktenreiche Hintergrunddokumentation erinnert. Nach den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI), einer unabhängigen Organisation, die Nachhaltigkeitsberichte evaluiert, erreicht Ferreros Dokumentation auch nur die Stufe C+ – immerhin aber hat ihn eine außenstehende Einrichtung begutachtet.
Woher kommen die Zutaten?
Keine Antwort gibt es von Ferrero zum Beispiel auf die Frage, ob das Unternehmen jemals ein Bio- oder Fairtrade-Produkt auf den Markt bringen wird. Im Nachhaltigkeits-Bericht ist flächendeckend von den „qualitativ hochwertigen Zutaten“ die Rede. Im Detail heißt es dann etwa, Ferrero verwende generell kein Palmöl aus Indonesien. Konkreter wird das Unternehmen für die Zukunft: Ab 2011 sollen 25 Prozent des verwendeten Palmöls als nachhaltig zertifiziert sein, ab dem Jahr 2015 sogar 100 Prozent. Ab 2015 sollen zudem 25 Prozent der verwendeten Milchrohstoffe über eine so genannte „integrated supply chain“ (integrierte Zulieferkette) bezogen werden. Sie habe laut Bericht einerseits zum Ziel, durch feste, marktunabhängige Preise Sicherheit bei allen Akteuren der Kette zu schaffen, zweitens sollen es diese direkten Verträge ermöglichen, verstärkt Produkte aus der Region zu verwenden.
Im laufenden Jahr plant Ferrero außerdem, Mitglied in der „Better Sugar Cane Initiative“ zu werden, die für soziale Unternehmensverantwortung in der Zuckerproduktion eintritt. Ebenfalls 2010 sollen auch erstmals Projekte zum nachhaltigen Kakaoanbau in Elfenbeinküste durch die Rainforest Alliance zertifiziert werden.


Palmölfreier Schokoaufstrich
Kommentare (44)
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http://direkteaktion.blog.de/2011/09/17/bereits-zeit-berichteten-darueber-schokolade-ueberwiegend-einsatz-kindersklaverei-hergestellt-http-11864401/
Dazu: http://direkteaktion.over-blog.de/article-32135413.html (mit Verweis auf die Quellen Greenpeace-Magazin und Welthungerhilfe)
Durch den Wikipedia-Eintrag zu Ferrero erfährt man, dass bis vor kurzem noch Käfigeier für die Produkte verwendet wurden, nur auf hartnäckigen Druck ist Ferrero jetzt zumindest soweit bis 2012 auf diese zu verzichten: http://www.kaefigfrei.de/ferrero-verzichtet-auf-kafigeier-fur-milchschnitte
Die Meldung hier finde ich auch ganz interessant:
http://www.naturkost.de/meldungen/2003/030123ev1.htm
Ähnlich ist diese hier: http://foodwatch.de/kampagnen__themen/ampelkennzeichnung/ampeltest/wm_produkte/pkt/index_ger.html mehr weniger