Seit Ende Juli ist Lebensmittelklarheit.de online. Auf dem von der Bundesregierung finanzierten Verbraucherportal können sich Konsumenten über irreführende Werbung auf Lebensmittelpackungen informieren und selbst beschweren. Wer also etwa enttäuscht feststellt, dass seine heiß geliebten Schokoladenbananen gar nicht die auf der Packung abgebildeten „echten Bananen“ enthalten, kann das auf der Webseite melden. Anschließend wird die Meldung geprüft und der Hersteller um eine Stellungnahme binnen sieben Tagen gebeten. Schließlich wird die Stellungnahme samt einer Einschätzung der Redaktion von Lebensmittelklarheit.de veröffentlicht. Zudem kann man sehen, ob eine Täuschungsmeldung den Hersteller dazu gebracht hat, die Aufmachung des Produkts zu ändern oder nicht.
Neu: die Politik foodwatcht
Prinzipiell neu ist das gewiss nicht. Die Mogelpackungen der Lebensmittelindustrie sind schon seit einigen Jahren das Kerngeschäft der Verbraucherschutzorganisation foodwatch. Erst kürzlich hat diese wieder ihren Anti-Preis den „Windbeutel des Jahres“ an Milchschnitte vergeben und sie damit zur dreistesten Werbelüge des Jahres gekürt. Das beliebte Sahnetörtchen für zwischendurch ist nämlich gar nicht so leicht und locker, wie Hersteller Ferrero das gerne mit sportlichen Werbebildern suggerieren möchte. Dass es aber allgemein gesprochen die Politik selbst ist, die die mächtige Lebensmittelindustrie an den Pranger stellt, ist nicht nur ein neuer, sondern auch ein besonders mutiger Schritt. – Ilse Aigner (d.h. das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) wird das Projekt in den nächsten beiden Jahren mit 775.000 Euro fördern, Träger sind der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und die Verbraucherzentrale Hessen.
Angst vor Lebensmittelklarheit?
Mut wird auch dadurch sichtbar, dass andere vor etwas Angst haben. Und das gilt sowohl für die Lebensmittelindustrie, die sich schon im Vorfeld vehement gegen Aigners geplante Webseite gewehrt hatte, wie auch für wirtschaftsnahe Koalitionsspolitiker: "Frau Aigner transportiert mit dem Portal die Ängste der Verbraucher vor Lebensmitteln", sagte Michael Goldmann, FDP-Abgeordneter und Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Bundestages, der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Verbraucher kritisieren im Netz - zu Recht!
Kritik aus der schwarz-gelben Ecke und von der Lebensmittelindustrie war genauso erwart- wie unvermeidbar. Wirklich ungut ist, dass Lebensmittelklarheit.de auch von Verbrauchern heftig kritisiert wird. Teilweise zu Recht: denn natürlich ist es verständlich, dass Ilse Aigners neue Rolle als Schutzpatronin der Verbraucher vielerseits kritisch beäugt wird.
Genauso legitim sind Beschwerden über technische und konzeptionelle Mängel der Seite (kubitz.net). Vor allem über den Zusammenbruch beim Start: Als das Portal online gegangen ist, ging schnell erstmal nichts mehr. Schuld waren traumhafte Zugriffzahlen von 20.000 Nutzern pro Sekunde.
Richtig ist auch, dass es seit dem Knall am Anfang bisher nicht mehr viel zu hören gab. Elf gemeldete Produkte sind derzeit gelistet, das wirkt noch ziemlich nichtssagend und überschaubar.
Nachvollziehbar ist auch Kritik am konkreten Nutzen für Verbraucher. „Wenn ich das alles richtig verstehe, dann sollen Verbraucher auf dieser Plattform sich über Lebensmittel informieren und selber Produkte melden können, die ihnen zweifelhaft vorkommen. Wo ist denn bitte die mobile App mitsamt Barcode-Scanner? Als Verbraucher will ich mich doch im Geschäft informieren können vor dem Kauf und nicht erst nachher feststellen, dass ich das Produkt hätte kaufen können“ (lumma.de).
Verbraucher stellen das Portal insgesamt in Frage - zu Unrecht!
Wenig weitsichtig und zu selbstgefällig sind dagegen Kommentare, die den Sinn von Lebensmitteklarheit.de im Gesamten in Frage stellen: „Auch weiß ich jetzt, dass Kalbswiener sich so nennen dürfen, auch wenn sie aus 65 % Schweinefleisch und nur aus 15 % Kalbfleisch bestehen. (...) Puh, jetzt bin ich echt beeindruckt“, zu lesen auf rainer-hornberger.de.
Oder auf ngo-online.de: „Ich halte mich nicht für eine besondere Geistesgröße, aber ich kann ungesunde Lebensmittel von den gesunden unterscheiden. Ein Durchschnitts-I.Q. von 100 eröffnet die gleichen Möglichkeiten“.
"Bio ist für mich Abfall" oder wir brauchen Lebensmittelklarheit
Für alle, die ebenfalls glauben, dass Portale wie Lebensmittelklarheit.de unnötig sind, "weil prinzipiell jedermann über (un-)gesunde Lebensmittel und die Täuschungen der Industrie Bescheid weiß, haben wir ein extremes Gegenbeispiel parat, das im Netz für Furore gesorgt hat. Einen Zusammenschnitt aus der RTL2 Fernsehsendung (ja RTL2!) Frauentausch. Dort gibt es unter anderem zu lernen: Bio ist für mich Abfall", "in Wurst und Erdbeerkäse sind Vitamine drin" und "Kinderschokolade ist gut für Kinder, weil da Milch drin ist".
Lebensmittelklarheit - danke aber mehr davon
Was soll man dazu sagen? Wir möchten uns einerseits foodwatch anschließen, die wir um eine Stellungnahme zu Lebensmittelklarheit.de gebeten haben:
„foodwatch hat die Initiative zu diesem Internetportal immer begrüßt. Mit lebensmittelklarheit.de erkennt die Bundesregierung erstmals offiziell an, dass das Problem des ganz legalen Etikettenschwindels der Lebensmittelindustrie existiert – es ist also eine amtliche Bestätigung dessen, was wir bereits seit 2007 sagen. Mit der Internetseite legt sich Verbraucherministerin Ilse Aigner zum ersten Mal in ihrer Amtszeit ernsthaft mit der Lebensmittelindustrie an. Das ist lange überfällig. Aber natürlich kann diese Initiative nur ein erster Schritt sein. Denn wir brauchen Klarheit nicht nur für einige, wenige Produkte im Internet, sondern Klarheit für alle Produkt im Supermarkt, direkt auf den Etiketten. Wir messen die Politik der Bundesregierung also nicht an einer Internetseite, sondern an der konkreten Politik. Hier wird sich zeigen, ob es die Ministerin ernst meint.“
Utopia ist um jede Aktion dankbar, die Verbraucher über Täuschungen der Lebensmittelindustrie aufklären möchte! Ein zu viel des Guten kann es hier nicht geben, solange Bio auch als Abfall durchgehen kann. Was meinen Sie?


Deutschlandweite Biokisten
Kommentare (63)
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Die Arbeit muss in der Schule beginnen. Es dürfte eigentlich nicht sein, dass ein Mensch auf so einem miesen Bildungsniveau die Schule verlässt.
Lieber Martin, es ist aber unnötig einen Videoausschnitt aus einer menschenverachtenden RTL-Inszenierung zur Unterstreichung der Aussagen zu zitieren. Dass es Menschen gibt, die in Sachen Ernährung völlig falsch informiert sind, ist nicht so abwegig und auch ohne das Video glaubhaft. Meiner Meinung nach ist Utopias Stärke der konstruktive Dialog MIT Menschen aller Couleur und nicht die Herabwürdigung von Menschen anderer Ansichten durch die Zur-Schaustellung ihrer Unzulänglichkeiten in einer schlechten RTL-Sendung. Niemand sollte sich auf diese Weise über andere Menschen stellen um sich von ihnen abzugrenzen. Ich finde Utopia braucht das nicht. Gruß Emma
Noch ein Grund mehr nicht auf derlei Beweise für die schlechte Informationslage in der Bevölkerung zurückzugreifen.
Kerstin
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der ich das Glück hatte wirklich selbstgekochtes, frisches, ausgewogenes Essen kennen zu lernen. Aber ich weiß, dass das nicht bei jedem der Fall ist - aus welchen Gründen auch immer.
Ich vertrete die Meinung, dass Ernährung auf den Lehrplan der Grundschulen gehört. Auch wenn die gesundheitliche Situation (Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-/Kreislauferkrankungen, etc.) bei uns in Deutschland noch nicht so dramatisch ist, wie in anderen Industriestaaten, bin ich davon überzeugt, dass Handlungsbedarf besteht! Die Politik muss auf die Gesundheitsprobleme eingehen. Wo sie versagt müssen Aktivsten und Institutionen - wie Schulen - einspringen. Projekte wie die "FoodRevolution" in England und den USA sollten auch hier angestrebt werden. (www.jamiesfoodrevolution.com/ ) Bringt gutes Essen in Schulen, erklärt den Kindern was frisches, gutes, ausgewogenes Essen bedeutet und das es gut schmeckt! Kinder sind neugierig, wollen Dinge erforschen, alles selber machen und von ihren Abendteuern erzählen: Sie werden das gelernte nach Hause tragen. Engagierte Eltern werden mit einsteigen und unterstützen. Man sagt nicht ohne Grund "Kinder sind die Zukunft".
Und wenn es hilft, die Bevölkerung wach zu rütteln, muss das Ganze medienwirksam präsentiert werden.
Ich behaupte nicht, dass die Internetportale wie foodwatch.de oder Lebensmittelsicherheit.de, etc. unsinnig sind - im Gegenteil. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass diese Portale nur von bereits aufgeklärten, aufmerksamen Menschen genutzt werden und leider weniger von denen, die beispielsweise hier im Ausschnitt der RTL-Sendung karikiert wurden.
Man sollte diese TV-Formate, die die betreffende Bildungsschicht ansprechen, so gestalten, dass sie nicht nur unterhalten, sondern dass die Menschen bewegt werden. Wir haben keinen Jamie Oliver, aber vielleicht vergleichbare Größen, die in der Lage wären, eine Medienwirksame Kampagne zu starten, die genau diese Menschen anspricht, ohne sie lächerlich zu machen oder zu beleidigen.
Es ist nicht allein die Schuld der Menschen, dass sie schlecht gebildet, arbeitslos oder mies ernährt sind. Es ist die Schuld der gesamten Gesellschaft, die offenbar bereit ist, einige Mitglieder auf der Strecke zu lassen - auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht Deutschland. Wir investieren zur Zeit mit oft vollberufstätigen Eltern, Abitur nach 12 Jahren und Eliteunis in unsere Zukunft. Schön und gut - aber wie kann es sein, dass bei diesen hehren Zielen, so viele Menschen, Kinder, Rentner einfach hintenüber fallen? Ist das die Zukunft die wir uns vorgestellt haben?
Ich bin für bundesweit einheitliche Bildungsvorgaben für Grundschulen und weiterführende Schulen. Einbezug der Ernährungskunde ist für mich da als elementar wichtig verankert. Genau wie Förderung von Sport und Freizeitangeboten neben den normalen Schulfächern.
Gesundes Leben, gesunde Köpfe, gesundes Deutschland!
Genauso bin ich der Meinung, dass Themen wie Fairness, Rücksicht und Umweltbewusstsein heute in der Schule erfahren ("gelehrt") werden sollten.
Ich bin zwar in der BRD aufgewachsen, aber in der DDR wurden früher von Schülern Rohstoffe eingesammelt (wenn auch aus anderen Gründen als es heute nötig wäre), in Japan putzen die Schüler selbst ihre Klassenräume und die Flure davor.
Ganz ehrlich: Mir hätte es gut getan, solche Aufgaben zu übernehmen. Denn meiner Meinung nach führt das zu Verantwortungsgefühl und evtl. Teamgeist. Ich denke in Deutschland werden die Schüler manchmal viel zu sehr in Watte gepackt. Vor 30 Jahren genauso wie heute.
Schönen Tag für alle.
Aber das war dörflich. Eine kleine Schule mit engagierten Lehrern. Ich weiß von Freunden, dass es das bei ihnen sowas nicht gab oder teilweise ist das an anderen Schulen aus verschiedenen Gründen einfach nicht möglich.
Mein älterer Bruder ging z.B. auf eine andere Grundschule, in der das nicht angeboten wurde. Aber meine Mutter hat bis Tschernobyl selber Gemüse im Garten angebaut. Wir sind also damit aufgewachsen - aber ich kenne selber genug Leute, bei denen das nicht so war.
Und wenn ich an mein Gymnasium denke, wo die Lehrer gerne so etwas angeboten hätten oder auch einfach mehr Freizeitangebote fördern wollten, so war das nicht möglich, weil sie die Wochenstunden dafür nicht bezahlt bekämen. Mein Kunstlehrer hat in seiner eigenen Freizeit viel Energie und Liebe in die Schule gesteckt und Projektwochen auf die Beine gestellt. So lange, bis er beinahe einen Herzinfarkt bekommen hat. Es muss einfach möglich sein, dass Lehrer die Ressourcen zur Verfügung gestellt bekommen können, solche Veranstaltungen zu organisieren.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/luegenfernsehen105.html
Ansonsten finde ich den Artikel aber ziemlich gut.
Ich finde da machst du es dir zu einfach. Es mag vielleicht etwas naiv sein, sich auf ein solches Format zu bewerben, das nimmt den Sender jedoch nicht aus der Verantwortung Paragraph 1 des Grundgesetzes und Paragraph 1 der Menschenrechts-Charta (Die Würde des Menschen ist unantastar/ alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.) zu wahren.
Darüberhinaus bezweifle ich, dass die Protagonistin sich im klaren darüber war, was genau RTL am Ende daraus schneiden würde (Hjördes weiter unten kann uns da vielleicht mehr Infos zu geben). Da stehen knallharte Anwälte mit komplizierten Verträgen und nutzen Laienwissen, Naivität und die finanzielle Situation der BewerberInnen aus.
Es gab in diesem Zusamenhang, wie schon von anderen Utopisten kommentiert, Beispiele von Menschen/ anderen Medien, die gegen diese Praxis vorgegangen sind. Die wenigsten können sich die Prozesskosten leisten, um gegen den Endschnitt einer solchen Sendung und einen evt.Vertragbruch (wenn der denn überhaupt nachgeiesen werden kann) zu klagen. Auch der Weg über die Freiwillige Selbskontrolle Fernsehen (FSF) ist etwas kompliziert und nicht immer zielführend.
Gruß Emma
"Denk' ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht" (aus Heines "Wintermärchen") ist aktueller den je...
Ich kann es noch immer nicht fassen... Ist das wirklich der Durchschnitt unserer Bevölkerung?
wer hat behauptet, dass es sich bei der gezeigten Protagonistin um den Durchschnitt der Bevökerung handelt? Und was genau zeigt denn dieses Video für dich? Was folgerst du daraus? Was ist an diesem Video Fake und was echt?
RTL überpitzt in dieser Sendung ein Stereotyp. Und Stereotype sind, wie die Nigerianische Autorin Chimamanda N. Adichie treffend ausdrückt, vor allem eins: Stereotype sind nicht unwahr, aber sie sind unvollständig. Sie machen eine Geschichte von vielen zu DER EINEN Geschichte. Die Konsequenz aus dieser eins gewordenen Geschichte, ist dass Menschen ihrer Würde beraubt werden.
[Vollzitat im Original: "Showing people as one thing over and over again this is what they become. The single story creates stereotypes. Stereotypes are not untrue, they are incomplete. They make one story become the only story. The consequence of this single story is this that it robbs people of dignity".]
Ich empfehle allen dazu dieses Video "The danger of a single story" von C.N.A.: http://www.youtube.com/watch?v=D9Ihs241zeg
Es geht ums Ganze. Die Kapitalverhältnisse und den bürgerlichen Staat als ideeler Gesamtkapitalist die diese [...entfernt...]* hier fabrizieren. Vielleicht solltet ihr euch, statt nach dem noch korrekteren Konsum-Gimmik Ausschau zu halten, mal Marx zur Hand nehmen...
* *gelöscht wegen Unsachlichkeit, das Community-Management
Es mag sein, dass viele Eltern denken, dass Kinderschokolade gut für die Kinder ist, weil da Milch drin ist - aber die Ansichten dieser Frau in dieser geballten Form - tut mir leid - daran glaube ich nicht.
Leid tun mir die Darsteller, die sich der Fernsehmaschinerie unterwerfen, um 5 min Ruhm zu bekommen - der jedoch sehr zweifelhaft ist.
n a c h z u w e i s e n, wie unaufgeklärt "die Bevölkerung" im Hinblick auf Ernährung ist - was ist das anderes als üble Propaganda?
Wenn derartige "Aufklärung" ein Ziel ist, das utopia ansteuert, verlasse ich das Schiff...
Zudem möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das Video ein Zusammenschnitt ist, die Aussagen sind aus dem Zusammenhang gerissen, und ein Großteil der Zusammenschnitte hat mit Ernährung überhaupt nichts zu tun, sondern führt vor, dass diese junge Frau Schwierigkeiten mit dem Lesen hat. Vorsicht Leute! In diesem Portal herrscht öfter mal ein Ton vor, der suggeriert, dass wir Biofresser die besseren Menschen sind. Solche Beiträge sind dafür geeignet, uns Gutmenschen auf dem Planeten utopia zu versichern, dass wir auch wirklich alles richtig machen. Allerdings für den Preis, "die anderen" abzuqualifizieren. Das ist Chauvinismus...
Ich freue mich über einige andere Kommentatoren, denen bestimmte Aspekte dieses Beitrags ebenso wenig gefallen. Von der Redaktion erwarte ich allerdings eine Stellungnahme.
die bei Frauentausch gezeigt Frau [...entfernt...] Das ist kein Fake, die
ist so doof. Wir haben uns gestern noch drüber unterhalten... Traurig
aber wahr.
* bitte keine persönlichen Angaben, schon gar nicht die von anderen Menschen - das Community-Management
dann schlage ich vor du gehst mal auf sie zu und fragst sie wie sie das findet, Protagonistin in einer Show geworden zu sein, die dazu dient den Voyeurismus anderer Leute zu bedienen, die glauben bessere Menschen zu sein und sich vor allem dadurch besser fühlen so lange es vermeindlich schlechtere, ungebildetere oder dümmere Menschen gibt von denen sie sich abgrenzen können. Ganz im Sinnbild eines Radfahrers, der nach oben buckelt und nach unten tritt (Theodor Adorno).
Und nebenbei, es ist nicht sehr fein in Internetforen auch noch ihren Wohnort preiszugeben. Am konstruktivsten wäre vielleicht, wenn du dich in deiner Nachbarschaft etwas mehr sozial engagierst für mehr Toleranz, Mitmenschlichkeit und von mir aus Aufklärungsarbeit.
Mit höflichen Grüßen Emma
Andererseits ist es aber tatsächlich so, dass leider sehr viele Menschen genau so oder ähnlich gestrickt und desinformiert sind. Dies gelegentlich den "Anderen" aufzuzeigen (obwohl bestimmt nicht Zweck dieses Senders) ist gar nicht so unwichtig.
Auch bei Utopia wundern sich immer Viele über die Nichtwähler oder eben genau die Wähler dieser Regierung, bzw. über Menschen, die auf die Werbung hereinfallen, nicht ans Energiesparen denken (oder gar glauben, die Energiesparlampe immer einschalten zu müssen - damit sie spart!) keine Rücksicht auf die Natur nehmen, u.s.w. Und es gab auch hier schon "Gute Fragen", bei denen ich mich auch nur noch wundern konnte.
Nun, aus diesen Kreisen stammen sie - und wenn nicht gelegentlich darauf aufmerksam gemacht wird, gibt es auch keine Ansätze dort etwas zu ändern. Wenn die Kinder schon in der Schule nicht aufgeklärt werden und zuHause erst Recht nicht, werden sie als Erwachsene ganz sicher nicht dazu lernen.
Dies nicht zu veröffentlichen und somit zu verschweigen, hilft auch keinesfalls aus diesem zunehmenden Trend heraus.
Und die Amis sind (wie immer) da schon einen ganzen Schritt weiter....
Die Einrichtung des neuen Verbraucherportals finde ich grundsätzlich auch eine gute Sache ... da lassen sich doch bestimmt bessere Argumente finden als sowas. Bis zum letzten Teil fand ich den Artikel relativ lesenswert.
"Was sagen Sie jetzt?", wird im Artikel gefragt. "Naja", ist vielleicht eine passende Antwort ...
Es ist schon schlimm genug, dass wir heute bestimmte wehrlose Gruppen von Menschen durch Medien der Lächerlichkeit preisgeben, so wie in dunkleren Zeiten unserer Vergangenheit schon einmal bestimmte wehrlose Gruppen von Menschen durch die Medien der Lächerlichkeit und somit der Untermenschlichkeit preisgegeben wurden. Wo das endet, weiß jeder, und wir sind ja dank bestimmter Medien auch mal wieder auf dem Weg dorthin. Ganz gleich, ob reale Personen in dem Video agieren, oder ob es sich, was wahrscheinlicher ist, um Schauspieler handelt.
Das gehört hier nicht her, nicht mal als ein Beispiel für das Desinteresse an gesunder und ökologischer Kost.
Liebes Hannilien!
Ich glaube nicht, dass die Menschen allgenein so stark uninformiert sind. Ich glaube eher, es liegt an deren erlernten Einstellungen und Vorurteilen, wenn sie nicht ökologisch oder sonstwie handeln. Und wenn wir uns so darüber ärgern, dass es dumme Menschen gibt oder geben könnte, dann sollten wir eher jene verdummenden Medien boykottieren, die solche Filmchen drehen.
Geh zu den Leuten in deiner Umgebung, kläre sie auf, lebe mit gutem Beispiel ihnen vor, damit kannst du was ändern. Oder aber teile deine Welt in die guten Ökos und die bösen Unverständigen oder Primitiven auf, die nicht einsichtig sind. Der Rest ist dann so wie immer, wenn gute Ideen von Menschen vertreten werden, die aber nicht drauf achten, ob nicht nur ihre Idee gut, sondern auch ihre soziales Denken und ihre Vorgehensweise einer guten Ethik entspricht.
Ich werde übrigens die Energiesparlampen abschaffen. Dachte, es wäre eine gute Idee. Nur dass meine Augen bei Energiesparlicht andauernd ermüden (im Gegensatz zu Halogenlampen), dass die Lampen weder ihr Versprechen von der Helligkeit noch von der Lebensdauer einlösen und dass ich bis in 80 Zentimeter von solch einer Birne keinen Mittelwellenempfang im Radio mehr habe (also ein recht großes Störfeld, das mir nicht geheuer ist), hat mich meiner Gesundheit zuliebe wieder davon abgebracht.
Würdest du mich dafür verurteilen?
Die Energiesparlampen gehören bei mir nun im 21. Jahr dazu, müde bin ich davon noch nicht geworden.
Ich schraube sie mir aber nicht in die Ohren, sondern in die an der Decke hängende Fassung. Meine Älteste (GE Biax 15) müsste so 16 Jahre alt sein. Billigere gingen auch schon mal nach 2 Jahren und nur 1000 Stunden kaputt - wurde dann von memo getauscht.
Um zum Artikel-Thema zu kommen:
typisch ist leider auch mal wieder, dass von einem Konsumenten einem Produkt auf lebensmittelklarheit.de vorgeworfen wird, der Inhalt sei reduziert worden - obwohl dem nicht so ist...
http://www.bild.de/ratgeber/verbrauchertipps/verbraucherschutz/lebensmittelklarheit-erste-aufreger-produkte-online-18995588.bild.html
Vielleicht werden ja damit tatsächlich Leute erreicht, bei denen es dringedn notwenig wäre.
Immer wieder ist mir im Gespräch mit anderen Personen aufgefallen, dass da doch wenig Information besteht. Sei es dass wenig Information über Kanäle gesendet wird, die auch viele Leute erreichen oder weil die Leute sich einfach nicht informieren. Sprüche wie: "Bio ist Quatsch, da fliegen doch auch Flugzeuge drüber!" hör ich immer wieder. Klar sind Umweltgifte auch nicht von Biologisch hergestellten Lebensmitteln fern zu halten, das ist auch mir bewusst. Die Belastung beschränkt sich dann aber wenigstens auf diese und es kommen nicht noch schlimmere dazu.
Auch hört man oft: "Biolebensmittel sind doch auch nicht gesünder. Z.B. Chips, die sind immer fettig und machen Dick." - Sagt ja auch keiner, dass die dann schlank machen, darum geht es doch gar nicht. Es geht um die Anbaumethoden z.B. der enthaltenen Kartoffeln in Chips. Insekten (Schädlinge wie Nützlinge) und Beikraut werden nicht mit der Chemiekeule getötet und ich habe dieses Gift nacher auch nicht in meinem Essen oder dem Wasser usw. Das Aber Schokolade viel Zucker enthält ändert Bio auch nicht. Was erwarten die Leute nur?
Hach mir fällt da noch viel mehr ein... Aber ich möchte es hierbei mal belassen.
bitte lesen Sie die Texte mit mehr analytischem Blick. Die "Werbung" kann ich in meinem Beitrag nicht sehen, denn den Betrieb, den ich erwähnte, habe ich schon im Januar 2011 verkauft.
Mein Beitrag ist ein wissenschaftlich fundierter persönlicher Erfahrungsbericht, der zeigt, dass man und frau mit sachkundiger Auswahl und vitalstofferhaltender Zubereitung von Lebensmitteln, die uns die Natur in Vollwert schenkt, einerseits Heilung einleiten kann, trotz ärztlich bescheinigter "Unheilbarkeit", andererseits durch falsche Auwahl und Zubereitung/Verarbeitung Degenertion und Unfruchtbarkeit erzeugt..
In den Ergebnissen von Fehlernährung beteht zwischen Ratten und Menschen per Saldo kaum ein Unterschied. Vielleicht interessieren Sie sich mal mit den wissenschaftlichen Schriften von Prof. Werner Kollath oder Prof. Claus Leitzmann. An Ihren Wissensdefiziten müssen Sie schon selber arbeiten.
Meine Aufgabe sehe ich mehr darin, auf Defizite hinzuweisen und Anstöße zur Aneignung von Sachkenntnis zu geben. Natürlich nur für Menschen, die aus Eigeninteresse hinter die Kulissen schauen wollen.
Dank und Gruß
Ingo F. Rittmeyer
wie sie sehen ist Ihr Beitrag nicht mehr online; meine Entgegnung habe ich darufhin gelöscht.. Grundsätzlich ist das Thema interessant, sollte indes an geeigneter Stelle verhandelt werden. Im übrigen könnten Sie sich Ihrerseits mal für Schriften von Udo Pollmer et altri interessieren. Nur Bruker, Kollath und Co ist ein wenig einseitig (auch wenn's die eigene Meinung bestätigt) finden Sie nicht? Nichts für ungut und einen schönen Abend; Thomas Pape
Ein Portal wie Lebensmittelklarheit, auch wenn es von Fau Aigner kommt, ist schon grundsätzlich zu begrüssen, sollte aber durchaus von kritischen Leuten kritisch betrachtet und bei Bedarf auch entsprechend kommentiert werden
Gerhard Schreiber
Trotzdem hat hier nicht das Bildungssystem versagt, sondern das ganze System. Bewusstsein und Interesse an dem, was mich betrifft und mich umgibt, sollte ein jeder entwickeln (können). Bildung und Wissen ist in Zeiten des Internets nahezu jedem in unserer westlichen Kultur zugänglich.
@TraumSpinner: Genau, wir sollten mehr auf das Positive schauen und gute Schwingungen vermehren, denn immer das Negative zu betrachten und auf diese weise die negative Energie zu mehren!
Jedenfalls: RTL2 finde ich in der Diskussion um "Bio" oder "Öko" (nett formuliert) irrelevant bzw. nicht hilfreich.
Ich könnte noch Harald Schmidt (zum Thema Fernsehen) zitieren, aber ich lasse es mal.
Ich möchte nochmal auf die Ernährungspyramide hinweisen:
http://www.utopia.de/blog/anders-leben-anders-sein/die-vegane-ernaehrungspyramide
Hier ist es so wie beim Rauchen, die meisten Menschen kennen und wissen darum und essen doch das Falsche. Wir müssen wieder mal jede/r bei uns anfangen, als gute Beispiele nenne ich mal Jonas oder RawPower, doch esgibt noch viele andere hier.
Molzen
Rund drei Monate nach dem Start des Verbraucherportals lebensmittelklarheit.de türmen sich bei den Betreibern die Beschwerden gegen Etikettenschwindel bei Lebensmitteln. “Wir haben 3500 Produktmeldungen bekommen”, sagte der Leiter des Projekts, Hartmut König, dem “Tagesspiegel” (Montagsausgabe). 900 davon seien in Bearbeitung, “der Berg ist noch nicht abgearbeitet”. Um den Ansturm besser zu bewältigen, haben die Betreiber jetzt ihre Kapazitäten ausgebaut und Personal aufgestockt.
Auf dem Portal können Kunden Produkte angeben, durch deren Aufmachung sie sich getäuscht fühlen. Verbraucherschützer überprüfen die Hinweise, bitten die Hersteller um Stellungnahme und veröffentlichen anschließend alles im Internet. Am kommenden Donnerstag will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) eine 100-Tage-Bilanz des von ihrem Haus geförderten Portals ziehen. <---- Wird spannend
Agrarministerin Ilse Aigner will Verbrauchertäuschung durch vermeintliche Lebensmittel "aus der Region" mithilfe eines freiwilligen Siegels bekämpfen. "Wo regional drauf steht, muss auch regional drin sein", erklärte die CSU-Politikerin am Montag.
http://www.taz.de/Guetesiegel-fuer-Regioprodukte/!80532/
In diesem Sinne,
auf ein friedlicheres, schöpferisches, solidarischeres neues Jahr 2012.
Wirklich traurig, dass hier nicht auf diese Machenschaften hingewiesen wird.