Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Bianca Jagger im Portrait – Utopia-Konferenz 2010

Kämpferin für eine gerechtere Zukunft


Vom Glamour-Girl zur "Anwältin der Menschenrechte"

Eines scheint klar zu sein: Bianca Jaggers Hingabe für Gleichheit, Gerechtigkeit und Umweltschutz ist zu bewundern! Offen bleibt zunächst die Frage nach der Wende. Wie kam es zum Wandel vom Glamour-Girl zur „Anwältin der Menschrechte“? Sie selbst nennt immer wieder zwei Motive.

Das erste ist biographisch begründet: "Ich wuchs unter dem Diktator Somoza auf, eine Dynastie, die Nicaragua 43 Jahre lang beherrschte und von den USA unterstützt wurde. Ich setze mich so leidenschaftlich für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit ein, weil ich das alles früher nicht erleben konnte". Im Alter von 16 Jahren flüchtete Bianca Jagger schließlich vor der Diktatur, die ihre Heimat Nicaragua regierte und ging mit idealistischen Zielen nach Paris um Politik zu studieren. Dort lernte sie nach einigen Jahren ihren späteren Ehemann Mick Jagger kennen.

Das zweite Motiv, das Bianca Jagger stets im Zusammenhang mit ihrer Passion nennt, ist keine biographische Phase, sondern ein konkretes Ereignis: Als sie 1981 im Auftrag des US-amerikanischen Kongresses mit einer Delegation in ein Flüchtlingslager in Honduras reiste, war sie plötzlich mit einer Gruppe Todesschwadronen konfrontiert, die junge Männer aus dem Lager verschleppen wollten. Bianca Jagger hatte den Mut, zusammen mit anderen Frauen einzuschreiten: "Ich habe gedacht, sie bringen uns alle um", zitierte sie die Zeitschrift Emma. "Aber dann ließen sie uns gehen – und die Männer mit. Da habe ich gesehen, dass ein kleines bisschen Mut Leben retten kann".

Dieser Mut treibt Bianca Jagger nach wie vor an, auch wenn sich der Blick auf Ihre Ziele oftmals zu verdunkeln drohe: „Nie habe ich düsterer auf die Welt geguckt als zurzeit. Nie erschienen mir meine Träume weniger greifbar als heute“, sagte sie in einem Interview mit der „Zeit“. “Andererseits wäre es für jemanden wie mich unmöglich, ohne Hoffnung und Träume anzutreten, selbst wenn Wunder geschehen müssten, um sie einzulösen“.

Hoffen und träumen, das klingt utopisch! Die Gäste der Utopia Konferenz 2010 im Oktober in Berlin dürfen gespannt sein, was Bianca Jagger zu „The world‘s 10 worst Hotspots“ zu sagen hat. Eine Anwältin der Menschrechte mit steinigem Lebenslauf weiß, wo es brennt.

 

 

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Stand: 11.08.2010 von

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    schrieb am 15.08.2010 um 13:14
    Emmmm... die Frau ist dermaßen oft um die halbe Welt geflogen, dass sie einen denkbar üblen Fußabdruck hinterlässt. Nur weil sie als gealterter Star sich nun was karitatives sucht um bisschne was Gutes zu tun sollte man sie nicht zur Heldin stilisieren. Also Jagger hier bei utopia, sorry, das find ich irgendwie abstrus. Dann könnt Ihr ja gleich Bono noch dazu packen. mehr weniger
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    schrieb am 14.08.2010 um 22:14
    Bitte, wie kommt so eine Tussi in Eure Konferenz?!!!!
    Allein schon die G'schichte mit dem nichtgezahlten Finderlohn für ihren mehr als peinlichen Megaklunker in Salzburg sollte sie für halbwegs fair denkende Menschen ausblenden.
    Auch auf Eurem Foto ist sie wirklich 'sündig' geschmückt!
    Wer auch nur einen Schimmer davon hat unter welchen Bedingungen solche Perlen und Diamanten 'gewonnen' werden, dem dreht sich der Magen um bei dieser Frau! mehr weniger
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    schrieb am 12.08.2010 um 17:32
    Sie kommt aus Nicaragua? Wirklich? Eine lieblings Schriftstellerin von mir ist auch von dort: Gioconda Belli :-) Ich mag sehr z.B. ihren Roman La mujer habitada
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    schrieb am 12.08.2010 um 14:45
    Da müsste ich ja glatt mal in den Süden nach Berlin fahren, um diese tolle Frau kennenzulernen.
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    schrieb am 12.08.2010 um 12:10
    Auf freitag.de findet sich ein ausführlicher Artikel von Bianca Jagger über ihren Einsatz für den indigenen Stamm der Kondh im indischen Niyamgiri-Gebirge:

    „Wir werden erloschen sein“
    Seit Generationen lebt der Stamm der Kondh im indischen Niyamgiri-Gebirge. Jetzt muss er mit einem Bergbau-Konzern um sein Land ringen

    http://www.freitag.de/politik/1030-wir-werden-erloschen-sein


    Disclaimer: Der Schreiber dieses Kommentars betreut als Redakteur bei der Wochenzeitung "der Freitag" unter anderem die Seite 3, auf der der genannte Text erschienen ist. So gesehen, ist der Kommentar Werbung - die aber, wie ich finde, für Leser des Utopia-Beitrags inhaltlich durchaus interessant sein könnte. mehr weniger
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