Moderiese mit Sinn für Verantwortung?
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besser: wissen - machen - kaufen
Von Volker Eidems
In diesem Jahr feiert Iglo seinen 50ten Geburtstag, bereits 1959 produzierte das Unternehmen das erste Fischstäbchen. Von ganzheitlich denkenden Ökos verschrien („Fische sind nicht rechteckig“), von Kindern geliebt („die Form ist uns doch egal“), bleibt der Erfolg des Produkts ungebrochen. Dasselbe gilt für den „Rahmspinat mit dem Blubb“, der erstmals 1961 verkauft wurde. 2006 trennte sich der Lebensmittelmulti Unilever von seinem Unternehmen Iglo und verkaufte es an den englischen Finanzinvestor Permira. Dieser ist unter anderem an der ProSiebenSat.1 Media GmbH beteiligt und steht dort wegen seiner Sanierungsstrategie als „Heuschrecke“ in der Kritik.
Ein befürchteter Kahlschlag blieb bei Iglo jedoch aus, stattdessen konnten die Umsätze erhöht werden, die Zeichen stehen auf Wachstum. Allerdings gab es unter Unilever einen Nachhaltigkeitsbericht für den Gesamtkonzern, auf den Iglo als Einzelunternehmen nun verzichtet. Zwar ist weniger entscheidend, dass ein Unternehmen viel Papier herausgibt, um seine Aktivitäten zu dokumentieren, sondern vielmehr dass es mit konkreten Zielen aktiv ist und bleibt. Ein zertifiziertes Umweltmanagementsystem gibt es bei Iglo jedoch nicht, bei einem Tiefkühlverarbeiter etwa bietet der Energieverbrauch sicher eine wichtige Stellschraube zur Nachhaltigkeit.
Die Produktpalette bietet als Highlights zwei Biogemüse- sowie MSC-zertifizierte Fischprodukte. Das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) steht für nachhaltige Fischereimethoden, an der Entwicklung vor zwölf Jahren wirkten unter anderem der WWF und Iglo mit. Knapp 50 Prozent der Iglo-Fischprodukte sind zertifiziert, mehr sei nicht möglich: „Wir können nicht mehr Ware zu akzeptablen Preisen auf dem Weltmarkt bekommen – die Meere sind nun einmal schon stark leergefischt“, erklärt Ute Sievert, Dipl. Ökotrophologin, von der Iglo Pressestelle, „das Problem sehen auch die großen Umweltorganisationen, zudem dauert die Zertifizierung sehr lange.
Aber wäre es bei leeren Meeren nicht umso wichtiger ausschließlich nachhaltige Fangmethoden zu unterstützen, weil ja insbesondere der ungewollte Beifang das Problem vergrößert? „Eine Ausweichmöglichkeit sehen wir in Zuchtfisch, die Aquakulturen entsprechen hohen Standards“, nennt Sievert eine Lösung, die Produzenten von Iglo-Garnelen etwa werden vom Aquaculture Certification Council, Inc. (ACC) zertifiziert.
Kommentare (18)
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tordis
schrieb am 01.04.2010 um 14:10 ¶Boris1984
schrieb am 28.11.2009 um 22:58 ¶Kommentar schreiben
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