Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
ARD-Reportage "Wie billig kann Bio sein?"

„Bio-Betrug“ – Bleiben Sie unkonventionell!


Montag Abend – mal wieder Zeit auf Bio einzuhauen. Die ARD hat ihr zur Gewohnheit werdendes Bio-Bashing mit der Sendung „Wie billig kann Bio sein?“ fortgesetzt. Menschen, die im Supermarkt  guten Gewissens lieber Bio kaufen, stehen nach der Sendung verunsichert und vor allem für dumm verkauft da.  Bilder von leidenden Tieren, mit Bakterien infiziertes Gemüse, irrsinnige Kartoffelimporte aus Afrika – das alles gibt es jetzt anscheinend auch in Bio. Und genau das alles wollte man doch mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln nicht mehr unterstützen. Auf der Utopia Facebook-Seite hört sich die Verunsicherung einer Verbraucherin so an: „Ich habs gesehen und bin schockiert, kaufe bald gar nix mehr ... es ist zum kotzen“.

Schockierende Bilder: Jedes leidende Tier ist eines zu viel

Die meiste Verunsicherung haben Bilder gestiftet, mit denen üblicherweise Tierschutzorganisationen auf die Missstände in konventionellen Massentierhaltungsbetrieben aufmerksam machen wollen: Schweine in dunklen, winzigen Verschlägen, viele fast leblos, einige mit offensichtlichen Verletzungen. Genauso federlose Hühner, die eng zusammengepfercht nur einem Zweck dienen: so viele Eier legen wie möglich. Die Bilder selbst können und wollen wir nicht entkräften. Auch wenn sie von einzelnen Bio-Höfen stammen, sind es schon zu viele leidende Tiere.

Bio-Siegel steht für bessere Haltungsbedingungen, nicht für eine heile Welt

Die Zustände in den gezeigten Ställen entsprechen allerdings nicht den Haltungsbedingungen, die für das Bio-Siegel vorschrieben sind. Für Legehennen gehört zum Beispiel eine zusätzliche Außenfläche von vier Quadratmetern zu den Mindestanforderungen. Das klingt besser als die Szenen der ARD-Reportage – hat aber auch wenig mit den Bildern zu tun, die gerne in den Köpfen der Verbraucher eingepflanzt werden: Hühner, die den ganzen Tag frei auf einem idyllischen Bauernhof spazieren, Kühe, die auf einer sonnigen Bergwiese weiden. Das Bio-Image scheint, man traut es sich als Befürworter kaum zu sagen, in mancher Hinsicht zu gut, nahezu irreal zu sein. Vor allem wenn es um die überstrapazierte Idee der glücklichen Tiere geht. Das soll wie gesagt keinenfalls die Bilder leidender Tiere rechtfertigen, die scharf zu kritisieren sind. Aber: das Bio-Siegel steht nicht für eine heile Welt, in der Hühner ein Grinsen im Gesicht haben, weil Sie Bio-Eier legen dürfen. Die EU Öko-Verordnung soll artgerechte Tierhaltung gewährleisten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die grundlegende Idee der ARD, auf den schwierigen Spagat von Bio und billig hinzuweisen, ist auch nicht verkehrt. In erster Linie wollen wohl Discounter weder das Beste für die Natur noch für die Verbraucher, sondern deren Geld. Und Verbraucher, die im Discounter einkaufen, wollen möglichst viel Bio für möglichst wenig Geld. Diese Konstellation passt nicht so recht zum Ziel einer heilen Tier-Welt, aber zu einer besseren! Lesen Sie weiter auf Seite 2

Stand: 05.09.2012 von

Kommentare (120)   abonnieren

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    schrieb am 05.09.2012 um 16:48
    Danke Martin. Wie immer ein toller Artikel von Dir.
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    schrieb am 06.09.2012 um 21:49
    dito! Schön wieder von dir so viel zu lesen lieber Martin! Hatte zuerst nicht auf den Autor des Textes geachtet, als ich aber das Zitat las, wusste ichs: "das Bio-Siegel steht nicht für eine heile Welt, in der Hühner ein Grinsen im Gesicht haben, weil Sie Bio-Eier legen dürfen" :-)
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    schrieb am 05.09.2012 um 17:41
    "Ich empfehle Gemüse, am besten regional, frisch und Bio, von seriösen Erzeugern, die man kennt”, rät der Experte Titgemeyer. Meine Frage: wie viel Prozent der Bioware ist regional, ist frisch und von Erzeugern, die man kennt???? Wie viele von uns Utopisten können sich so ernähren.
    Die Differenzierung zwischen EU-zertifiziert und seriösen Bioverbänden ist gut und richtig, aber schützt unsere Schlachttiere nicht vor Leid. Denn, da sollte man sich nichts vormachen - Hausschlachtungen sind sehr selten geworden. Fast alle bis vielleicht zum Tor des Schlachthofes noch mehr oder weniger artgerecht gehaltene Tiere erleben spätestens im Schlachthof grosses Leid. Davor schützt keine Zertifizierung.
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:13
    Man findet doch mittlerweile fast auf jedem Wochenmarkt einen Biogärtner, der selber Gemüse anbaut und anbietet. Da muß man sich mal die Mühe machen und zumindest einmal wöchentlich einen Wochenmarkt aufsuchen.
    Oder man hat einen Biogärtner in der Nähe, so daß man in seiem Hofladen einkaufen kann.
    Man muß sich nur erkundigen!

    Und genau schauen, was er selber angebaut hat.
    Denn es gibt dort auch Ost und Gemüse, was gerade keine Saison hat und daher aus dem Süden importiert wird - ganz einfach deswegen, weil die Kunden es gewohnt sind, das ganze Jahr über alles kaufen zu können. Nur die wenigsten sind bereit, beim Einkauf auf die jeweilige Saison Rücksicht zu nehmen.

    Dann dürfte man nämlich Tomaten nur von Ende Juli bis November kaufen! Zu anderen Zeiten sind das Import- oder Treibhausfrüchte!

    Und wem regionale Biowaren nicht wichtig sind, der kann ja weiter wie bislang einkaufen.
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    schrieb am 05.09.2012 um 17:48
    Was mir noch fehlt:

    Das Argument "Bio-Lebensmittel sind auch nicht gesünder nervt mich", hier wird getan, als würden Menschen die "bio" kaufen damit rechnen, dass Ihr Apfel 20 mal mehr Vitamine hat als ein konventioneller.

    Die wichitge Tatsache dass "bio" meist frei von Schadstoffen ist, wird beiläufig erwähnt. Ich freue mich, dass mein Gemüse keine Mehrfachbelastungen an Pestiziden aufweist. Eines meiner persönlichen Hauptargumente für "bio" wird hier nahezu völlig ignoriert. Man konnte Sätze hören wie: "Biogemüse weist lediglich eine geringere Belastung mit Pestiziden auf".

    HALLO!? lediglich? Ich finde, dass das gerade im Hinblick auf Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Krebs etc. schon ne Ganze Menge und ein großer Vorteil ist. Also: BIO is(s)t besser! ätsch!
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    schrieb am 05.09.2012 um 18:45
    Noch ein Beispiel, warum Bio besser ist:
    Ungespritzte rote Trauben entwickeln wesentlich mehr von dem roten Farbstoff.
    Dieser Farbstoff ist eine natürliche Schädlingsabwehr der Pflanze.
    Wenn sie nicht gespritzt wird, ist sie gezwungen, selbst mehr von diesem Stoff zu produzieren, der ja so gesund ist.
    Ich vermute, daß sehr viele der sekundären Pflanzenstoffe in Bio-Pflanzen vermehrt vorhanden ist und ich stehe mit der Vermutung nicht alleine.
    Es gibt nur leider wenig Studien, die sowas untersuchen.

    "Biogemüse weist lediglich eine geringere Belastung mit Pestiziden auf"
    Sehe ich auch so, daß damit viel gewonnen ist.
    Vor allem, weil daraus auch resultiert, daß unsere Umwelt weniger mit Pestiziden belastet wird, Trinkwasser, Boden ect.

    Und dann ist da noch das Thema Gentechnik...Es bleiben also genug Gründe, Bio zu konsumieren.
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    schrieb am 05.09.2012 um 19:51
    1. Maria, Bioreben werden auch gespritzt. Gerade in diesem Jahr der Falsche Mehltau heftig zugeschlagen. und 2. wo hast Du denn diese Info her????

    Ungespritzte rote Trauben entwickeln wesentlich mehr von dem roten Farbstoff.
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    schrieb am 05.09.2012 um 17:53
    Hallo Martin,
    Dein einleitender Satz „Montag Abend – mal wieder Zeit auf Bio einzuhauen.“ hat mich verwundert. Denn diesen Satz kann ich nicht unterschreiben, obwohl ich gar nicht so weit von Deiner Meinung entfernt bin. Ich glaube, dass es diese drastischen Bilder braucht, um die Leute überhaupt erst einmal zum Nachdenken zu bewegen. Je harmloser – je gleichgültiger. Natürlich darf es nicht dazu führen, zukünftig BIO zu meiden. Es wird Zeit, dass der Verbraucher lernt sein Gehirn einzuschalten und mitzudenken. Das kam sehr gut am Beispiel der Kartoffel rüber. Meine persönliche Schlussfolgerung ist: Ich werde noch stärker auf Regionalität in Kombination mit BIO achten, aber jeder muss selbst seinen Weg finden.
    Gruß, Sascha
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    schrieb am 06.09.2012 um 12:09
    Ich finde schon, daß Bio absichtlich von der Sendung schlecht gemacht wurde. Immer wenn Passanten angesprochen wurden und schockierende Bilder gezeigt wurden, haben die Reporter pauschal gesagt "Das ist Bio". Ich glaube am Ende bleibt auch genau die Nachricht hängen. Ich muss viel Geld für Bio-Produzenten wie Hermannsdorfer ausgeben, aber wenn ich im Supermarkt Bio kaufe, werde ich verarscht, das kann ich sein lassen und wie zu den normalen billig Produkten greifen.
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    schrieb am 05.09.2012 um 17:56
    REWE - großes Lob! Es geht doch!
    Hier eine Antwort von Rewe auf die Beschwerde einer Bekannten:


    Sehr geehrte ---,

    wir verstehen Ihre Verärgerung über die Bilder der ARD-Reportage „Wie billig kann BIO sein?". Tierschutz hat auch für REWE einen hohen Stellenwert und Verstöße dagegen werden nicht toleriert.

    Die Agrar GmbH Pampow gehört nicht zu den Lieferanten von REWE. Unser REWE Bio Fleisch (Schwein und Rind) ist erst seit wenigen Monaten in unsere Märkte eingeführt worden. Es stammt ausschließlich von Erzeugerbetrieben unter dem Dach des Ökoverbands Naturland, mit dem REWE seit 2009 eng kooperiert. Als einer der größten Ökoverbände weltweit gewährleistet Naturland hohe Standards: Alle im Verband zusammengeschlossenen Betriebe werden individuell betreut und sowohl im Ackerbau als auch in der Tierhaltung zu 100 Prozent biologisch bewirtschaftet. Die nachhaltige Landwirtschaft steht im Fokus.

    Von Naturland-Landwirten aus Deutschland stammen auch die REWE Bio-Kartoffeln. Die von der Erzeugergemeinschaft im September und Oktober geernteten Kartoffeln sind unter besonderen Einlagerungsbedingungen, die den natürlichen Alterungs- und Veratmungsprozess hemmen, bis April/Mai gut vermarktungsfähig. Strategie der REWE ist es, diese alterntigen Kartoffeln auch so lange wie möglich anzubieten. Im Spätfrühjahr ist die Nachfrage der Kunden nach Bio-Speisefrühkartoffeln aber so groß, dass wir gezwungen sind, ergänzend und vorübergehend Frühkartoffeln aus dem Ausland als Alternative anzubieten, bis in Deutschland wieder genug Ware verfügbar ist.

    Aufgrund der großen Nachfrage bezieht REWE die Bio-Eier von mehreren Lieferanten, zu denen auch die Erzeugergemeinschaft Fürstenhof gehört. Wir gehen selbstverständlich den im Film vorgetragenen Kritikpunkten nach. Sollten Gesetzesverstöße festgestellt werden, kann dies Konsequenzen bis hin zur Auslistung haben.



    Ihr REWE QS-Kundenservice

    Mit freundlichen Grüßen

    Silke Audehm

    REWE GROUP
    Bereich Qualitätssicherung
    Kundenservice

    REWE-Zentral AG
    Domstraße 20 · 50668 Köln

    Büro: Stolberger Straße 76-78, 50933 Köln

    Vorstand: Alain Caparros (Vorsitzender), Manfred Esser, Jan Kunath, Lionel Souque, Frank Wiemer
    Aufsichtsratsvorsitzender: Heinz-Bert Zander
    Registergericht: Amtsgericht Köln (HRB 5281), Sitz der Gesellschaft: Köln
    WEEE-Reg.-Nr. DE28215808

    Telefon: +49 221 149-5255
    Telefax: +49 221 149-975255
    E-Mail: Qualitaetssicherung@rewe-group.com
    Internet: http://www.rewe-group.com/
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:23
    Zitat: "Im Spätfrühjahr ist die Nachfrage der Kunden nach Bio-Speisefrühkartoffeln aber so groß, dass wir gezwungen sind, ergänzend und vorübergehend Frühkartoffeln aus dem Ausland als Alternative anzubieten, bis in Deutschland wieder genug Ware verfügbar ist."

    Warum kann man den Kunden nicht klar machen, daß diese Waren noch keine Saison haben?!
    Die Leute müssen lernen, daß man bestimmte Dinge auch nur zu bestimmten Zeiten bekommen kann. So gibt es im Hochsommer weder Weihnachts-, noch Ostergebäck!
    Und das akzeptiert der Kunde doch auch!

    Und für bestimmte Früchte und Gemüsearten gilt ähnliches!
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:28
    Die Leute müssen es WIEDER lernen - das war doch z. B. vor 100 oder auch noch vor 50 Jahren ganz natürlich. Und irgendwann ist das mit fossilen Treibstoffen befeuerte globalisierte Transportsystem sowieso am Ende.
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    schrieb am 05.09.2012 um 19:09
    Mehr ist dazu nicht zu sagen:
    Zitat:
    "In erster Linier wollen wohl Discounter weder das Beste für die Natur noch für die Verbraucher, sondern deren Geld. Und Verbraucher, die im Discounter einkaufen, wollen möglichst viel Bio für möglichst wenig Geld."

    Jeder ist selbst verantwortlich dafür, was er in den Einkaufswagen packt und wo er seine Einkäufe tätigt.
    Es ist auch erstrebenswert sich selbst zu informieren und den Gehirnkasten einzuschalten.
    Der böse, böse Handel ist schuld? Ja, zum Teil schon, aber: Gäbe es die Nachfrage nicht nach diesen Billigheimern, diese Schnäppchenmentalität, diese Gier nach billig, ja dann........
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    schrieb am 05.09.2012 um 19:40
    Jawohllll, das sehe ich auch so. Seitdem 2007?? auf der Biofach vermehrt und nicht wie zuvor nur vereinzelt Supermarktketteneinkäufer zu den Besuchern zählten, war klar wohin der Weg geht - Bio für die Masse. Heute haben wir den Salat! Wir sind das Volk! Wir sind die Käufer. Wir entscheiden letztlich über das Angebot.
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    schrieb am 05.09.2012 um 19:57
    Vor zwei Jahren hat jemand auf der Biofach zu uns gesagt:
    "Unsere Feinde sind nicht da draußen Aldi und Lidl, unsere Feinde sind da auf der anderen Seite vom Gang".
    Wer das gesagt hat und wer gemeint war, brauche ich ja nicht näher zu erwähnen.

    Jedenfalls verstehe ich den Satz inzwischen.
    Bio frisst sich selbst.

    Dieses Jahr war ich zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht auf der Biofach, weil ich dieses verkappte Massen-Bio nicht mehr ertrage.
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    schrieb am 06.09.2012 um 10:52
    Dagmara schreibt: "klar wohin der Weg geht - Bio für die Masse."

    Sollte nicht jeder die Möglichkeit haben, sich bio zu ernähren?
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    schrieb am 06.09.2012 um 12:14
    "Sollte nicht jeder die Möglichkeit haben, sich bio zu ernähren?"
    Wenn ich über Massen-Bio schimpfe, dann meine ich, daß die Fehler mit großen Monokulturen und Massentierhaltung leider von konventionellen Betrieben übernommen werden.

    Wenn sich die Masse Bio ernähren soll, dann muß auch irgendwie der Masse klar gemacht werden, daß für Lebensmittel prozentual mehr Geld ausgegeben werden muß und daß dafür andere Themen wie Elektronik, Auto, urlaub ect. zurückstecken müssen.

    Gerade bei uns in Deutschland sind Lebensmittel besonders billig.
    Und Bio-.Billig ist nun mal kein Ausweg...das funktioniert einfach nicht.
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    schrieb am 13.09.2012 um 15:06
    ich bin für Bio für die Masse - aber echtes Bio.
    Der Gedanke, dass die Masse Nicht-Bio auf den Tisch bekommt bzw. kauft ist doch furchtbar. Dass Nicht-Bio normal halte ich schon für bedenklich.
    Und dann ist die Frage, wie das dann auch die Masse bezahlen kann, denn es ist ja immer wieder das Argument, dass sich das Geringverdiener, Arbeitslose, Hartz-4 Empfänger nicht leisten können.
    Es gab ja mal das Buch von Rosa Wolf "Arm aber Bio". Das kann man in dem Zusammenhang dann wahrscheinlich auch vergessern, oder?
    http://www.arm-aber-bio.de/das-buch/
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:34
    Zitat von sabsi4a-better-world:
    "Es gab ja mal das Buch von Rosa Wolf "Arm aber Bio". Das kann man in dem Zusammenhang dann wahrscheinlich auch vergessern, oder?"

    Nein, auch Bio von Anbauverbänden kann man sich als Hartz IV-ler etc. leisten -

    - wenn man saisonal einkauft. Oder zusätzlich erst gegen Ende der Marktzeit zum Wochenmarkt geht und die übrig gebliebenen Lebensmittel günstiger bekommt. Dafür muß man aber flexibel sein und schon etwas kochen können.
    - Und wenn man es sich abgewöhnt, zuviel einzukaufen oder die Reste nicht zu verwerten oder einzufrieren. Denn zum Wegwerffen ist Bio zu teuer und zu schade!

    - Und man muß bereit sein, wenig Fleisch zu essen (was ja gesund ist, denn es wird ja viel zuviel Fleisch gegessen!), weil Fleisch in Bio-Qualitä deutlich teurer ist als konventionelles.

    Unter den Bedingungen ist gutes Bio nicht teurer als konventionell.
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    schrieb am 13.09.2012 um 17:46
    nachtigallfan, haste völlig recht.
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    schrieb am 13.09.2012 um 17:53
    @nachtigallfan: danke für die Infos - gute Hinweise :-)

    und auf den eigenen Verstand und Geschmack und das Auge verlassen, wenn Mindesthaltbarkeitsdaten abgelaufen sind. Ich esse auch Gemüse, wenn's schon etwas älter ist, man kann entsprechende Stellen ja auch einfach wegschneiden und den Rest noch benutzen.

    In dem Zusammenhang war ja auch der Film "Taste the Waste" gut.
    Wenn das, was nicht der Norm entspricht, auch verkauft würde und etwas älteres Bio-Gemüse/Obst etc z.B. von den Geschäften billiger verkauft würde statt auf dem Müll zu landen, könnten die Preise im Allgemeinen auch anders aussehen und wir würden gleichzeitig nicht soviel Lebensmittel verschwenden.
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    schrieb am 06.09.2012 um 23:48
    Dem kann ich nur zustimmen, jeder ist selbst verantwortlich, und auch wenn Supermärkte und Discounter bequem sind, solange nicht Jeder Verantwortung übernimmt für seine Einkäufe wird es Bilder geben, wie die vom Montag.

    Regional direkt beim Produzenten zu kaufen hilft hier ungemein, da braucht es keine Siegel oder Marken der Kontakt zum Erzeuger ist 100mal mehr Wert.

    UND ganz wichtig!! Das gute Geld kommt an wo es hin soll bei engagierten, mit Herzblut arbeitenden Produzenten, oft Familienbetrieben, mit gesunden Menschenverstand, die nachhaltig uns sozial über Generation wirtschaften.
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    schrieb am 05.09.2012 um 20:35
    Und warum? Weil man a. zugelassen hat konventionelle Produkte einfach in Bio zu kopieren, sehr schlechte Idee und b. das wirkliche Potential unter der Zertifizierungsknute keine Chance hat. Natur lässt sich nicht zähmen, in Raster bringen. Sie ist eben so wie sie ist - in jedem Jahr anders. Wie beim Wein gibt's auch bei Gemüse und Obst jahrsgangsbedingte Unterschiede. Statt konsequent auf regional + bio setzen, stammt das Gros aus Übersee. Welch Unsinn!
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    schrieb am 06.09.2012 um 07:52
    Ja, das ist bei unserem Käse ja auch gleichermaßen Qualitätsmerkmal für di echten Genießer wie auch Problem für die Händler, die immer ein gleiches Produkt haben wollen.
    Bei einem handgemachten Käse ist jeder Laib anders.

    Das Problem ist, daß eigentlich keiner mehr so genau weiß, was unter Bio zu verstehen ist.
    Der kleinste gemeinsame Nenner besteht nun auf Basis EU-Bio darin, Pestizide und Kunstdünger weg zu lassen.
    Die Idee hinter Bio-organischer bzw.bio-dynamischer Denkweise war/ist ja wesentlich weiter gefasst.

    Was Bio-Anbau wirklich ausmacht und dafür sorgt, daß Krankheiten vermieden werden und der Ertrag nicht zu gering ist, das wissen diese "Wir machen Bio weil es der Kunde so will"- Anbauer leider nicht.
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    schrieb am 05.09.2012 um 21:56
    Danke Utopia!
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    schrieb am 06.09.2012 um 09:17
    Ich habe die ARD-Reportage weniger als Bio-Bashing empfunden, sondern vielmehr als Bestätigung dafür, dass Siegel bei den Verbrauchern immer mehr den gleichen Effekt wie auch Werbung erzielen: Durch sie lässt sich quasi alles verkaufen und zwar besonders an jene Verbraucher, die möglichst viel Verantwortung von sich schieben möchten. Da wird jede Aussage zum eigenen Vorteil verstanden. Die Bilder des Tierleids haben mich zwar aufs Neue schockiert, aber dass es Fleisch von glücklichen Tieren nicht gibt, sondern eben nur von toten, ist doch wirklich keine neue Erkenntnis. Und wer mal genauer nachdenkt, dem müsste klar sein, dass die täglich konsumierten und riesigen Mengen von Fleisch, Wurst, Milch, Joghurt, Käse und den Produkten, in denen diese Dinge (auch versteckt) enthalten sind, erst mal "produziert" werden müssen - das können zehn frei lebende Schweine oder Hühner wohl kaum bewerkstelligen.
    Zudem ist eine Reportage auch kein Ratgeber, von daher habe ich mir keine Handlungsanweisungen oder Tipps erwartet. Reportagen decken erst einmmal auf und wen die Bilder zum Nachdenken oder noch besser, zum Handeln angeregt haben, der möge bitte selbst endlich aktiv werden und seine Konsequenzen ziehen, ohne dass die Industrie oder eine Institution eine konkrete Verhaltensanweisung vorgibt.
    Eines hat die Reportage bei mir auf jeden Fall leider auch noch bewirkt: Der Satz "Ich esse nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann bio" macht mich noch aggressiver als es bisher ohnehin schon der Fall war.
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    schrieb am 06.09.2012 um 10:21
    Gita: "Ich esse nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann bio" macht mich noch aggressiver als es bisher ohnehin schon der Fall war."

    Warum Gita?
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    schrieb am 13.09.2012 um 20:35
    Na, weil Bio eben nicht bedeutet, dass Tiere, die für menschlichen Konsum ausgebeutet werden, nicht leiden müssen!
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    schrieb am 06.09.2012 um 11:30
    Hallo WernerStickler, natürlich bio für alle, aber keine geschmacklose Biomassenware mit kaum Unterschiede zur konventionellen Ware und häufig vom anderen Ende der Welt.

    Am liebste wäre mir, wir bräuchten diese Unterscheidung nicht. Alles ist Natur pur, unbelastet und aus der Region. Deswegen mag ich die auch diese urban gardening-Bewegung, ein Modell der Selbstversorgung auf Dächern, in Garagen, still gelegten Fabrikhallen usw.
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:45
    Man kann das "Urban Gardening" auch auf seinem Balkon praktizieren - so mache ich das.
    Auf nur 3,5 qm wachsen bei mir 6 verschiedene Tomatensorten im Kübel, 2 Zucchinipflanzen, 6 Kohlrabi, 5 Radicchio, eine Peperoni, ein Balkonkasten Lauchzwiebeln, ein Balkonkasten Rucola, je ein kleiner Kübel Pfefferminze und Zitronenmelisse, die ich im Wechsel beernte und somit immer frische Teekräuter habe.
    Ferner habe ich dieses Jahr probeweise mal in einen Blumentopf Alblinsen ausgesät. Sie wachsen gut, so daß ich im nächsten Jahr mein Balkongeländer komplett mit solchen Balkonkästen bestücken werde, so daß ich ca. 1 qm Anbaufläche Linsen haben werde. Das deckt dann schon fast meinen Jahresbedarf daran.

    Man kann also selber mit nur einem Balkon schon am Urban Gardening teilnehmen.
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    schrieb am 06.09.2012 um 11:46
    Ehrlich gesagt ist für mich "Bio" wenn meine Bauersfrau alle zwei Wochen mit Kartoffeln vom ihrem Acker, Eier von ihren frei rumrennenden Hühnern (habs selbst gesehen,die rennen überall auf deren Hof rum) und ihrem selbstgezogenen Gemüse kommt. Und es kostet mich a) nicht mehr als im Supermarkt, b) krieg ichs ins Haus gebracht c) ist der Bauernhof keine Tausende Kilometer weg so wie manch im Laden angebotenes "Bioprodukt" was letztlich dann aus Israel etc. kommt und d) schmeckts noch richtig wie früher bei "Omma" - das ist für mich echt BIO. :)
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    schrieb am 06.09.2012 um 12:17
    Ja, das ist super, wenn Du so eine Einkaufsstätte hast.
    Ich kriege zum Glück auch meine Eier von meinem Vermieter, der es genauso handhabt.
    Jedes Huhn lebt, bis es tot umfällt, egal wieviel Eier es noch legt ect.

    Wir werden bei unserem Handel auch oft gefragt, warum wir auf Bio-Käse aus den Bergen bestehen.
    Wo doch auf der Alm eh alles Bio ist.
    Das ist aber leider nicht der Fall.

    Es tut im Auge weh, wenn man so eine konventionelle Alpe sieht, wo im schönsten Natur-Gebiet der Ampfer tot gespritzt wurde.
    Das sind zwar kleine Betriebe mit freilaufenden Kühen und alles ganz natürlich, aber bio sind sie eben nicht.
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    schrieb am 06.09.2012 um 12:35
    Ja, das ist ein sehr guter Aspekt: "Gerade bei uns in Deutschland sind Lebensmittel besonders billig.
    Und Bio-.Billig ist nun mal kein Ausweg...das funktioniert einfach nicht. "


    Was mir noch auffällt: große Biohandelsketten "kopieren" die Produkte der konventionellen. Von einem Insider von Alnatura hörte ich, dass dies gewollt ist, d.h. das man alles auch in Bio kaufen kann, nur eben mit Preisaufschlag. Klar, dass dann so mancher Bio dann nur als teurere Marke versteht. Die Botschaft kommt so nicht rüber.
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:53
    Eben, die Leute wollen am besten alles, was sie gewohnt sind, auch in Bio-Qualität.

    Das gilt nicht nur für Obst und Gemüse zu allen Jahreszeiten - also auch außerhalb der Saison und dann auch gern vom anderen Ende der Welt, sondern auch für Fertigprodukte.
    Diese enthalten dann zwar deutlich weniger Zusatzstoffe als das konventionelle Pendant, aber mir sind auch diese Zusatzstoffe noch zuviel.

    Man müßte die Leute noch viel mehr informieren, was WIRKLICH hinter der Bio-Idee steckt!

    Aber wer will da seine Zeit und Nerven investieren, wenn die Leute doch auch so die Produkte kaufen - wenn auch unter anderen Vorstellungen?!
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    schrieb am 06.09.2012 um 13:28
    Ich rate, sich von diesem verzerrenden Magazinbeitrag nicht verunsichern zu lassen, sondern empfehle sich ein eigenes Urteil zu bilden und vor allem den Bericht selbst anzusehen (s.u.) und das Buch von Clemens Arvay (www.arvay.info ): „Der große Bioschmäh – Wie uns die Lebensmittelkonzerne an der Nase herumführen“ mal zu lesen.

    Es geht keineswegs darum Bio schlecht zu reden, sondern die Verbraucher_innentäuschung des Konzern-Bio zu enttarnen und die Probleme der „Konventionalisierung im Biobereich“, die von Agrarwissenschaftlern nicht erst seit gestern kritisiert wird, aufzuzeigen und die Potentiale des Öko-Nischenmarktes aufzuzeigen, für den es mündige Verbraucher_innen braucht, die sich nicht so leicht an der Nase herumführen lassen.

    Wenn über 90% der Ausgaben für Biolebensmittel an Lebensmittelkonzerne fließen, die Bio neben konventionellen Waren vermarkten, weil es "in" ist und den Umsatz steigert, welche die gesetzlichen Vorgaben aus der EU-Öko-Verordnung bis aufs letzte Richtung konventioneller/m Haltung und Anbau ausreizen und ihre Vertragszulieferer unter Druck setzen, dann hat das mit den Idealen der Ökobewegungen aber auch gar nichts mehr gemeinsam.
    Diese Ideale begegnen uns aber zuhauf in der Werbung dieser Massenproduzenten / Marken, wie Clemens Arvay in seinem Buch an zahlreichen Beispielen aufzeigt.
    Da werden z.B. zeitlich begrenzt in geringem Umfang alte Tomatensorten im Handel angeboten, um das EU-Biogemüse werbewirksam aufbauschen zu können, in der großen Masse aber werden F1-Hybride und sogar Monsanto-Saatgut eingesetzt, denn auch das ist rechtlich zulässig, wenn bestimmte gewünschte Sorten nicht zu haben sind.
    Die Botschaft „Wir 'vertreiben' alte Sorten“ ist dann auch richtig zu verstehen: Die Sortenvielfalt verschwindet unter Discounter- und Supermarkt-Bio und hinterläßt wenige geschmacklose Einheitssorten, die an die Maschinen angepasst sind, genau wie bei den Tieren, wobei ich Tiere essen eh geschmacklos finde.

    Link zum nachsehen und meine persönliche Kritik an der Reportage: http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/tv-tipp-wie-billig-kann-bio-sein-mo-03-09-12-21-45-uhr-202521
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:12
    "Die Sortenvielfalt verschwindet unter Discounter- und Supermarkt-Bio"
    Leider nicht nur unter denen.
    Die Qualität der Bio-Äpfel hat in den letzten Jahren auch immer mehr zu wünschen übrig gelassen.
    Die Sorten werden genauso nur auf Schönheit gezüchtet und werden genauso unreif geerntet, damit sie länger Lagerfähig sind.
    Und das passiert leider auch bei den Äpfeln, die in meiner Ökokiste sind.
    Es g i b t schlichtweg nur noch ein paar Sorten.
    Die bekommen mir in der Form nicht und ich esse fast nur noch Äpfel aus der Umgebung in der kurzen Zeit, wo sie reif sind. Lagermöglichkeiten haben ich keien guten.
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:24
    Bei uns in HH gibt's bald wieder die Apfeltage, siehe http://www.apfeltage.info. Ihr könnte Euch vorstellen, wie herrlich es dort duftet. Man kommt dort hin und kann viele verschiedene Sorten von Streuobstwiesen probieren und auch seine eigenen Äpfel von Pomologen bestimmen lassen.
    Oder wie ist's mit selbstpflücken? http://www.mundraub.org
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    schrieb am 06.09.2012 um 13:41
    Ich empfehle mal das Buch "der große Bioschmäh". Sehr erhellend.
    Gleich vorweg in solchen Mengen und zu diesen Preisen, wie sie derzeit als "bio" auf dem Markt landen und ich gehe jetzt mal von Österreich aus, kann das einfach nicht mehr "bio" sein. Das sollte einem wohl schon der gesunde Menschenverstand sagen, daß das einfach nicht funktionieren kann. Große Lebensmittelketten sind ganz wunderbar auf die Bio-Schiene aufgesprungen, vermarkten das jetzt gut und der Konsument, welche in gutem Glauben kauft ist wieder der Betrogene.
    Fazit: Lieber persönlich etwas einschränken beim Fleisch- und Eierkonsum und wenn doch dann lieber direkt vom Bauern oder vom kleinen Bio-Geschäft des Vertrauens.
    lg Sabine
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:05
    @Sabinethummer
    Fazit: Lieber persönlich etwas einschränken beim Fleisch- und Eierkonsum und wenn doch dann lieber direkt vom Bauern oder vom kleinen Bio-Geschäft des Vertrauens.

    Genau so - oder aus dem eigenen Garten, wenn vorhanden.

    Einen Initiative möchte ich noch beisteuern, die mich beeindruckt, ob dort biologisch angebaut wird, weiss ich nicht, aber jeden ist es nachhaltig! http://www.sein.de/gesellschaft/nachhaltigkeit/2012/todmorden-die-unglaublich-essbare-stadt.html
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:08
    Es war ja klar, dass es irgendwann mal passiert, dass schwarze Schafe (ohne den armen Tieren unrecht tun zu wollen) in der Branche ausfindig gemacht werden und dass dann aufgeplustert wird.

    Und es ist eigentlich auch klar, dass wer für 10 Bioeier nur knapp 3,-€ zahlt sich darüber klar sein muss, dass da was nicht stimmen kann...

    Was mich in der Reportage jedoch verwunderte: Der „Arme Bauer aus dem Wendland“ MUSSTE seine tollen Biokartoffeln an seine Kühe verfüttern oder an die Biogasanlage verschenken?
    Wieso dass denn bitte?
    Selbst wenn Aldi, Lidl & Co diese nicht abnehmen (vermutlich waren die aus Ägypten billiger) gibt es doch bessere Möglichkeiten diese zu verwenden?
    Und wenn nicht an Einzelhändler dann doch evtl. an Unternehmen die Lebensmittel produzieren? Und selbst wenn er sie anstelle von Bioware zum Preis von konventioneller Ware angeboten hätte; der Verlust wäre doch wesentlich geringer gewesen...
    Ich denke, da sollte etwas dramatischerter dargestellt werden, als es wirklich ist.
    Na klar ist es Quatsch Kartoffeln über hunderte oder tausende Kilometer zu transportieren um ein paar Cent zu sparen, das gleiche gilt auch für „Bio-Tomaten“ aus Spanien, oder Bio-Erdbeeren aus Chile, Alles Regionen die eh zu wenig Wasser haben...
    Aber der Verbraucher entscheidet doch letztlich:
    Regional und Saisonal Einkaufen, das schont die Umwelt (und auch den Geldbeutel!!)
    Und somit sind wir alle Entscheidungsträger!
    Jeder muss es mit sich verantworten, wenn er meint er müsse 5x die Woche Fleisch essen oder zu Weihnachten Erdbeeren...
    Es gibt überall und immer wieder Menschen, die verbrecherisch handeln um Gewinne zu machen; Ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur. Auch im Bereich der Bio-Industrie.
    Wir sollten nur nicht den Fehler machen, das zu verallgemeinern!
    Und lieber esse ich „Bio“ mit dem Risiko das ich evtl. einen Artikel habe, der nicht ganz „astrein“ ist, als konventionell, wo ich mir sicher sein kann, dass da was faul bei ist...
    Mahlzeit!
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:47
    "Es war ja klar, dass es irgendwann mal passiert, dass schwarze Schafe (ohne den armen Tieren unrecht tun zu wollen) in der Branche ausfindig gemacht werden und dass dann aufgeplustert wird."

    Woher willst du wissen, dass es sich um schwarze Schafe handelt? Hast du dir die anderen Betriebe angesehen? Ich denke es gibt genug Aussagen auch von Insidern, die das Gegenteil nahelegen, nämlich dass es sich um die Regel handelt. Wie kann es in solchen "Ställen", die ja nunmal zahlreich betrieben werden auch anders laufen?
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    schrieb am 06.09.2012 um 16:28
    In der Tat: Wir kaufen unser Fleisch hauptsächlich im Hofladen des Lindenhof hier bei uns im Ort. Und ja, den Hof habe ich mir genau und oft angesehen. Genau wie den Pappelhof, etwa 10 km weiter, der auch Einen Hofladen hat und bei dem es sich ebenfalls um eine Bio-Dynamischen Hof handelt, bei dem man „Gemüsekisten“ abonieren kann: Der Hof liefert jede Woche eine Kiste mit verschiedensten Gemüse aus eigenem Anbau. Und für „Anfänger“ legt er auch immer gleich Rezepte für „unbekanntere Gemüse“ bei...
    Ich sags ja: Es liegt auch am Verbraucher sich zu informieren...
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    schrieb am 06.09.2012 um 18:31
    @perregrino ,
    diese Sorte höfe kenne ich auch und bin sicher, daß sie überwiegen.

    Es wäre wirklich sehr ungerecht , alle über einen Kamm zu scheren.
    Da gibt es viele Familiengeführten Bio-Höfe, wo sich alle Beteiligten -z.T. seit Jahrzehnten - abrackern, um die Vorgaben seitens Bio-Siegel bzw. Verband zum Teil noch bei weitem zu übertreffen.
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    schrieb am 07.09.2012 um 10:44
    Läden wie dein Hofladen sind aber die Minderheit. Der Großteil der Bio-Tierhalter_innen hält Tiere so, wie in dem Beitrag gezeigt - deshalb finde ich es unmöglich diese als "schwarze Schafe" zu bezeichnen.
    In Österreich erwirtschaften über 91% unserer Bio-Ausgaben/Einkäufe die Lebensmittelkonzerne (nachzulesen bei C. Arvay: Der große Bioschmäh).

    Du solltest deine kleine Welt nicht auf die Allgemeinheit projizieren.
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    schrieb am 06.09.2012 um 19:10
    Der "arme Bauer aus dem Wendland" könnte sich in Richtung http://www.solidarische-landwirtschaft.org orientieren, dann hätte er diese Art von Problemen sicher nicht.
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    schrieb am 07.09.2012 um 11:38
    @Wuerzsilie (Zitat: Läden wie dein Hofladen sind aber die Minderheit. Der Großteil der Bio-Tierhalter_innen hält Tiere so, wie in dem Beitrag gezeigt - deshalb finde ich es unmöglich diese als "schwarze Schafe" zu bezeichnen.
    In Österreich erwirtschaften über 91% unserer Bio-Ausgaben/Einkäufe die Lebensmittelkonzerne (nachzulesen bei C. Arvay: Der große Bioschmäh).

    Du solltest deine kleine Welt nicht auf die Allgemeinheit projizieren. )

    Der Einwand ist unberechtigt!
    Ich plädiere die ganze Zeit dafür, dass der VERBRAUCHER die Macht hat! Und wenn ich auf "meinem Biohof" einkaufe, dann nicht weil ich "in meiner eigenen kleinen Welt lebe", sondern weil ich mich bewusst dafür entschieden habe, eine andere Landwirtschaft zu unterstützen!
    Und nur rum nörgeln hilft gar nichts! Es liegt an jedem selbst etwas zu verändern. Wenn genug mitmachen werden die Produzenten schon mitmachen MÜSSEN um zu überleben.
    EINER allein kann mehr ausrichten als viele denken!
    Und selbst der Städter kann heutzutage bewusst bei kleinen Biobauern auf dem Wochenmarkt einkaufen....
    Du würdest doch sicherlich auch nicht aufhören vegan zu leben, nur weil knapp 90% immer noch Fleisch essen? Sondern darauf vertrauen, dass ein Anfang gemacht ist "und es die Anderen schon noch irgendwann lernen? Projezirst Du dann auch deine kleine heile Welt auf die Allgemeinheit? Eher nicht! Du versucht mit Deiner Entscheidung einen ersten Schritt zu machen...
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:18
    @perregino: Der „Arme Bauer aus dem Wendland“ MUSSTE seine tollen Biokartoffeln an seine Kühe verfüttern oder an die Biogasanlage verschenken? Wieso dass denn bitte?

    War es nicht so, dass ca. 15-20 % wegen Größe und Form aussortiert werden, weil wir Verbraucher es möglichst einheitlich haben wollen.
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:21
    @dagmar: Nein, der Discounter hat einfach nur ausgelistet... habe gerade noch mal nachgesehen: http://www.youtube.com/watch?v=Nx1f5pq6Ddk ab Minute 10 ff..
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:31
    Ich habe den Beitrag, leider nicht gesehen.
    Mir ist aber auch so klar, das der Niedrigsten Biostandart, das Bio-EU Siegel ist.
    Wer Bioqualität haben will, der soll dann auf die Produkte der Agraverberbände (Bioland, Demter, Naturland) zurück greifen. Natürlich sind die Produkte teuere, alleine durch die zerfizierung und Überprüfung-System.
    Leider haben wir in Deutschlan eine Mentalität momentan die sich irgendwie widerspricht.
    Die meisten Menschen wollen Gutes Artikel zu vernünftige Preise -> Niedrige bezahlbare Preise und sehen in den Bioprodukte oft, nur als eine teuere Variante von den Konventionelle Produkte.
    Aber manche Leute können sich bzw. wollen sich auch bei uns bei Lebensmittel sparen.Diese Beschwerden sie dann schon mal über die Preise. Man soll im Kopfbehalten, das in Deutschland einer der Länder ist wo die Lebensmittelpreise am niedrigsten sind. Irgendwie widerspricht sich das oder ?

    @ Perregrino,
    ich wohne im Saarland und arbeite in einem kleinem Supermark.
    Unser Chefin hatte mir mal erzählt, das Obst Produkte aus dem Saarland einfach nicht gut sind, es fehlt die Sonne. Deshalb sind die meisten produkte aus Baden Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz.
    Klar der Kunde ist Entscheidungsträger, solange er alle bezahlen kann.
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    schrieb am 06.09.2012 um 16:31
    MIt Regional meine ich ja nicht unbedingt, dass Ihr keine "Pälzer Grumbeere" zu Eurer Lyoner essen sollt, sondern dass es keinen Sinn macht Kartoffeln aus Ägypten zu kaufen, wenn die aus der Pfalz oder von mir aus auch aus Hamburg oder MC Pomm auch ganzjährig verfügbar sind...
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:47
    @fokuna: Unser Chefin hatte mir mal erzählt, das Obst Produkte aus dem Saarland einfach nicht gut sind, es fehlt die Sonne. Deshalb sind die meisten produkte aus Baden Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz.

    Deine Chefin ist lustig.
    Klar, in der Pfalz reifen sogar Feigen. Das Tolle an Pflanzen ist ihre Vielfalt. Je nach Anbaubedingungen passen sie sich an. Dieser Prozess hört nie auf. Natürlich gibt's Jahrgangsunterschiede. Aber umso besser an die Bedingungen angepasst, umso konstanter in Qualität und Quantität. Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass diese Vielfalt bestehen bleibt und auf den Äckern + Feldern nicht einige wenige (meist geschmacklose Massenträger) angebaut werden. Sorten aus der Hybridzüchtung, wie leider inzwischen üblich, sich zur Wiederaussaat nicht eignen.
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    schrieb am 06.09.2012 um 14:50
    @fokuna: der Link zu dem Beitrag: http://www.youtube.com/watch?v=Nx1f5pq6Ddk
  • gelöscht am 06.09.2012 um 15:08 von Froschkönigin
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:04
    Danke für die Richtigstellung zu den Darmbakterien. Nach der Ard Sendung war ich diesbzgl. tatsächlich extrem verunsichert. Es müsste ja jedes zweite Biogemüse mit Antibiotikabakterien verseucht sein, wenn die Studie des Ernährungsexperten erst zu nehmen ist. In dem Gespräch, das ihr mit ihm geführt habt, klingt das eher nach Ballflach halten und nicht nach Panik. Extrem interessant finde ich auch die Info, dass die Bakterien am Ende wahrscheinlich doch wieder von der konventionellen Landwirtschaft stammen. Kein Wunder, das die Ard nicht erklärt hat wo sie herkommen.
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:26
    Danke für das Lob. Die Art und Weise wie die ARD die Studie von Prof. Titgemeyer präsentiert hat, ist übrigens auch ein Grund dafür, warum ich die ganze Reportage guten Gewissens als Bio-Bashing bezeichne – in Kommentaren weiter oben wurde ich dafür kritisiert. Das Fazit „14 von 30 Bio-Gemüsen sind mit multiresistenten Darmbakterien belastet“ in den Raum zu stellen, ohne auf die mögliche Herkunft der Erreger hinzuweisen oder den Vergleich mit konventionellen Lebensmitteln zu ziehen, ist nicht tragbar und provoziert bei den Zuschauern eine unnötige Verunsicherung.
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:12
    Die ganze Dummheit der öffentlichen Debatten um Bio liegt doch darin, dass man Bio als vollkommen betrachtet.
    Das ist es logischerweise aber nicht, wird es auch nie sein, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht mehr und nicht weniger.
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:54
    Ich stimme auf jeden Fall zu, dass die logische Schlussfolgerung am ehesten Demeter & Co sind. Trotzdem stellt sich die Frage, wie es denn mit Massen-Bio weitergehen soll. Sind Bio-Produkte auch für die gehobenen Rewe- & Edeka-Kunden Utopie, weil es einfach nicht in dieser Masse geht?
    Auch ploppen bei mir so einige Fragezeichen auf, wenn ich bei dem Artikel rechts stehen sehe "gesponsert durch die REWE Group". Hmm, Utopia. Wo genau macht ihr denn eigentlich Lobby-Arbeit bei der Rewe Group? (einfach rein interessehalber mal)
    Ich kenne es selber nur zu gut (>Bio-Mode), dass viele Unternehmen am Beginn oder im Zwischenschritt zur Nachhaltigkeit stehen. Wir schmeißen deshalb immer mal wieder Unternehmen raus, die stehen geblieben sind und nehmen neue rein, die bereits weiter sind. Wie ist das bei Utopia?
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    schrieb am 06.09.2012 um 16:08
    @bakerandcollins: Also zunächst einmal machen wir keine Lobby-Arbeit. Utopia hat von Anfang an darauf gesetzt, Unternehmen und Verbraucher in Dialog zu bringen. Und eben nicht nur die kleinen Pionier-Unternehmen (die wir toll finden), sondern auch große Unternehmen, die große Verantwortung tragen und Einflussmöglichkeiten haben. REWE ist eins von den Unternehmen, das auf Utopia mit einem Profil vertreten ist:

    http://www.utopia.de/profile/REWE+Group

    Auf den Profilen können die Unternehmen zum einen selber berichten, jeder User kann dort aber auch Fragen stellen oder auf die Pinnwand schreiben. Die Unternehmsprofile sind eine Einladung zum (kritischen) Dialog.

    Dass REWE als Bereichssponsor in der rechten Sidebar erscheint ist (so weit ich weiß) Teil der vertraglichen Vereinbarung. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema "Unternehmenskooperationen auf Utopia" findest du hier:

    http://www.utopia.de/blog/lohas-plattform-portal-forum-fur-strategischen-konsum-nachhaltigkeit-oekologische/kleine-und-grosse-unternehmen-auf

    Gruß
    Christoph / Utopia-Team
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    schrieb am 06.09.2012 um 20:21
    Ich frage mich eher welche Lobby hinter den öffentlich rechlichen steckt, die so einseitig gegen die Diskounter schießen.
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    schrieb am 07.09.2012 um 07:30
    Warum einseitig gegen Discpunter schießen?
    Alnatura ist ja auch betroffen.
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    schrieb am 07.09.2012 um 09:29
    Dann eben nicht Diskounter, sondern gegen Läden die BIo zu billigen Preisen anbieten. Soweit sind die Preise von ALnatura ja auch nicht von den normalen Disountern weg.
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    schrieb am 07.09.2012 um 10:49
    Ich glaube, dass Sie sich irren. Am gleichen Tag hat der DLF seine Zweifel an der besagten Studie geäußert. Und der DLF ist ebenfalls öffentlich rechtlich!
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    schrieb am 06.09.2012 um 15:58
    Ich finde es nachvollziehbar, dass auch auf Biogemüse multiresistente und z.T. gefährliche Darmbakterien gefunden werden, die der Produktionsweise der Vertrags-Bio-Landwirte zu verdanken und nicht von irgendwelchen Nachbarfeldern herübergeweht sind.

    Begründung:

    Im Mai 2011 ging es schon bei "Markt" um "Gemüse: Resistente Bakterien" - leider ist der Beitrag nicht mehr nachzusehen. Aber darüber zu lesen ist hier: http://konsumpf.de/?p=11893

    Für Menschen, die logisch kombinieren können reicht schon die Aussage des dort genannten Bio-Bauern (oder ein Blick in die EU-Bioverordnung):

    "Nach der EU-Bioverordnung darf Kamphausen Gülle oder Mist aus konventioneller Tierhaltung auf seine Felder bringen." (Quelle: http://konsumpf.de/?p=11893)

    Alles klar?
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    schrieb am 07.09.2012 um 09:38
    War doch klar, dass die konventionelle Landwirtschaft schuld ist...
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    schrieb am 06.09.2012 um 16:17
    Tatsache ist doch, dass in Bio Lebensmitteln weitaus weniger - wenn überhaupt - Schadstoffe jedweder Art enthalten sind! Ergo sind sie per se gesünder. Jedenfalls ist doch unumstößlich bekannt, dass wir Vitamine, Spurenelemente brauchen. Dass wir auch Pestiziden zum Leben brauchen, habe ich noch nie gehört. Jedenfalls wurde auch bekannt, dass bei der besagten Studie die Studienlage zu Bio so gering war, dass keine verbindlichen Aussagen gemacht werden konnten. Somit stellt sich die Frage, wem sollte die Studie dienen? Und da fallen mir einige Antworten ein. Sie sind aber nicht sehr schmeichelhaft.
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    schrieb am 06.09.2012 um 20:10
    Also ich kann mir nicht helfen - wie kann denn die Reaktion auf die Sendung der ARD vom Montag Abend ein Abwenden von Bio Produkten sein?!?!?! Ich habe mich auch schlecht gefühlt nach diesen erschreckenden Bildern. Aber mein erster Gedanke dazu war: "Keine tierischen Produkte ohne eins der Siegel wie Demeter, Bioland oder Naturland mehr!" Ich hoffe doch sehr, dass es den meisten Zuschauern dieser Sendung auch eher so erging ...
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    schrieb am 06.09.2012 um 21:36
    @lismajer: das war vielleicht dein erster Gedanke. Die breite Masse hat vermutlich gedacht, ach kann kaufe ich doch lieber die konventionelle Ware und schone meinen Geldbeutel, weil es ist ja eh alles wurscht.
    lg Sabine
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    schrieb am 06.09.2012 um 21:40
    Ich glaube schon, dass es viele Leute gibt die so denken. Gerade, die eh eh inocht so viel Mit Bio am Hut haben. Die freuen sich doch jetzt, dass die Möchtegern Ökos auf das Bio aus dem Supermarkt reingefallen sind und sie wussten es eh schon immer....
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    schrieb am 06.09.2012 um 21:36
    Stellen wir uns mal vor, wir sind das Nestlé Unternehmen, und wir wollen versuchen, wie es in der kapitalistische Logik ist, jedes Jahr mehr Gewinn zu machen. So, natuerlich haben sich einige Kunden bei uns entfernt, da vielleicht hat jemanden die Augen aufgemacht, nur die Sicherheit dass es besseres gibt, ist nicht fest. Was koennen wir denn machen? Lass uns mal Angst erzeugen! Ja genau, die Verbraucher verschwenden ihrem Geld in genante bessere Produkte die doch nicht besser sind. Bio ist nicht besser, es wird der neue Slogan sein!
    So und nur so kann ich mir vorstellen wir solche Unternehmen denken.
    Der Verbraucher der noch nicht so sicher war, lasst sich sofort wieder fangen von den Machthabern, und die Chance aufzuwachen ist noch kleiner geworden.
    Sollte diese Vorstellung doch unreal sein, sollte man Argumente bringen, die nicht informieren ueber was Bio ist, sondern was genau die Machthabern der dumme Verbraucher zum fuettern gibt, da um kritiken zu machen geht sehr schnell, nur, warum ist die Nicht-Bio-Branche so wenig Trasparent?
    Wenn die Erde eine bestimte Leistung bringt, das ist was uns zu steht. Wer noch mehr haben will, ist von gier besessen. MEHR verdienen auf die Kosten aller andere. Das ist genau das Bild unsere heutige Gesellschaft.
    Um Aufzuwachen sollte man nicht wie Bio besser ist zeigen, sondern zeigen wie schlecht die irrefuehrende "konventionelle" Landwirtschaft ist. Ich wuensche mir dass jemanden auf die Idee kommt die Luege der Konventionelle Landwirtschaft zu zeigen, damit alle auf die Wahrheit kommen koennen, danach verstehen was besser ist, wird eben viel einfacher sein.
    ABER, Warum kriegen wir eben solche Info anstatt die Richtige? wer verdient aus dieser Information? Gibt es sonst Medien ausser Internet die bereit sind transparenz in dieser Lebensmittelmarkt zu zeigen? GIBT ES DIE???
    ICh kenne die nicht, falls ihr welche kennt, bitte bescheid sagen, ansonsten waere genieal wenn sich jemanden fuer diese Realizierung engagieren wuerde.
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    schrieb am 06.09.2012 um 21:45
    " Um Aufzuwachen sollte man nicht wie Bio besser ist zeigen, sondern zeigen wie schlecht die irrefuehrende "konventionelle" Landwirtschaft ist. Ich wuensche mir dass jemanden auf die Idee kommt die Luege der Konventionelle Landwirtschaft zu zeigen, damit alle auf die Wahrheit kommen koennen, danach verstehen was besser ist, wird eben viel einfacher sein."

    Ja die Leute wollen das doch nicht sehen. Ich bin für Pflichtführungen durch die Massentiehaltungsbetriebe der konventionellen Fleischproduzenten, am besten mit Abstecher ins Schlachthaus.
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    schrieb am 06.09.2012 um 22:27
    @madt: Ach ja statt McDonalds-Werbung im Turnsaal aufzuhängen und Kinder schon in Schulen und Kindergärten auf Produkte zu fixieren, wäre das doch mal eine Idee mit dem Schlachthof. ;)

    Wir haben übrigens unseren Eier-Konsum, seit wir das Buch "der große Bioschmäh" gelesen haben rigoros eingeschränkt. Auch wenn wir Eier direkt vom Bauern ergattert haben. Da das aber nicht immer der Fall ist, weil Hühner im Winter auch nicht soviel legen, haben wir uns jetzt eigene Hühner zugelegt.
    Meine Kinder waren kürzlich komplett schockiert, als ich ihnen erzählte, daß nicht alle Hühner soviel Freihheit hätten wie unsere. Ein Ei ist mittlerweile bei uns etwas sehr wertvolles und geschätztes geworden.
    Es sollte vielmehr an der Bewußtseinsbildung schon bei Kindern gearbeitet werden und sowieso bei Erwachsenen.
    lg Sabine
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    schrieb am 06.09.2012 um 22:29
    Bei den Kindern ansetzen ist genau richtig. SIe sollten erst gar nicht lernen, dass sie Fleischfresser sein müssen und dass Kühe nicht sowieso immer Milch hergeben usw.!
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    schrieb am 06.09.2012 um 22:32
    Das schlimmste an ARD Bericht ist übringens die Tatsache, dass Leute immer noch damit überrascht werden, dass Bio-Kartoffeln nicht unbedingt aus Deutschland kommen. Sprich, dass Bio nicht regional bedeutet....
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    schrieb am 06.09.2012 um 23:00
    Warum kommt eigentlich nicht mal Utopia auf die naheliegendste Schlussfolgerung? Auch Bio gewährleistet keine akzeptable Tierausbeutung. Daher sollte man vegan werden. Eine bio-vegane Landwirtschaft wäre Perfektion pur! Keine Bakterien aus Gülle, keine Grundwasserverseuchung durch Gülle, keine Wasserverschwendung etc.! Natürlich ist Bio besser, aber v.a. beim Gemüse und Obst! Tierausbeutung ist nie zu rechtfertigen, auch nicht bei Bio!
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    schrieb am 06.09.2012 um 23:03
    Ja und die wenigen circa 95% der Leute in Deutschland, die Fleisch essen, würde sofort auf Utopia hören, ich bin mir sicher.
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    schrieb am 07.09.2012 um 08:47
    Hier ist aber richtig Bewegung drin - 95 % sind das schon lange nicht mehr. Schätzungen von 2010 (!): http://www.vebu.de/lifestyle/anzahl-der-vegetarierinnen - und siehe auch http://www.vebu.de/aktuelles/news/293-bald-jeder-dritte-vegetarier-aktuelle-zahlen-und-fakten
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    schrieb am 10.09.2012 um 19:45
    @Steffen Walter: Beeindruckende Zahlen. Danke!
    Ich kann die Argumente von Veganern verstehen, aber ich finde, dass vegane Ernährung in Zeiten des Überkonsums von Fleisch und Milch kein angemessenes Ziel darstellt um "die breite Masse" an eine nachhaltigere Ernährung heranzuführen.
    Es wäre doch schon ein Fortschritt wenn viele Menschen aufhören würden jeden Tag Fleisch und Milch zu konsumieren. Denn wir wissen ja, dass bei einer vollwertigen und vielfältigen Ernährung tierische Produkte gar nicht nötig sind.*

    Wahre Geschichte: Bis vor wenigen Jahren: immer wenn ich eine Woche bei meiner Großmutter war, habe ich danach erst mal drei Monate kein Fleisch angerührt. Jeden Tag Fleisch in Massen war einfach zu viel. Irgendwann haben wir mal über Ernährung geredet und das hat dann erstaunlicherweise dazu geführt, dass sie nun nur noch ein Mal die Woche Fleisch kauft. Gemüse isst Sie schon aus Tradition so wie so gerne. Sie ist seit dem auf Normalgewicht runter und sieht auch viel gesünder aus. Ausserdem spart Sie eine Menge Geld. Das ist neben Ihrer Gesundheit in der Tat ihr zweites Hauptargument. Denn Fleisch ist im Gegensatz zum Gemüse (wenn man es beim Fleischer kauft und es Kassler heißt (oder so) viel teurer.

    Persönlich: Ich glaube nicht, dass ich ab und zu (1-2 x im Monat) auf Fleisch verzichten möchte, vor Allem, da ich schon keine Milch trinken kann, weil es mir dann schlecht geht, was ich bei Fleisch nicht behaupten kann. (Ausser es ist konventionell, dann geht es mir schlecht, weil ich weiß, dass die Tiere leiden mussten). Aber da ich bsonders Fleisch als Genussgut oder Luxusgut meines Konsums ansehe kaufe ich Fleisch nur noch regional und mit entsprechendem Siegel eines Anbauverbandes, am liebsten Demeter. Mehr Menschen sollten das tun. Dann wäre die Welt schon wesentlich besser. Genauso sieht es mit der Milch aus. Da ist dann aber wohl gesellschaftlich gesehen noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten...

    *Es gibt Menschen die können zweiwertiges Eisen (aus den Pflanzen) schlecht in dreiwertiges Eisen (in Fleischprodukten) umwandeln. Ich bin medizinisch nicht so bewandert und frage mich, ob man sich das "umwandeln" antrainieren kann? Oder müssen solche Menschen immer auf Fleisch zurück greifen? Bei Milchprodukten ist es einfacher. Kalzium aus Salat ist mindestens genauso effektiv!
    Von Soja als Ersatz ist übrigens ebenfalls ab zu raten. Viele Menschen sind gegen Soja allergisch und wissen es nicht!
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    schrieb am 11.09.2012 um 13:39
    Es gibt auch aus körperlicher Hinsicht gute Gründe, ganz von Tierprodukten abzulassen, anstatt zu reduzieren: Weil es einfacher ist. Gerade las ich im Buch von Rüdiger Dahlke (Peace Food), dass die Darmbakterien von Fleischessern auf Verwesungsprodukte eingestellt sind und auch danach verlangen. Diese Bakterienart sei nur aus dem Darm zu verbannen durch konsequenten Verzicht. Dann würde sich nach ein paar Monaten zumeist ein Widerwille gegen Fleisch einstellen. Vielleicht erklärt das auch, warum es dir schlecht geht.
    Ähnlich ist es sicherlich mit den Kasomorphinen, dem Suchtstoff aus Milchprodukten, welche es reduktionsgewillten Omnivoren und Lakto-Vegetarier_innen schwermachen, es bei Ausnahmen bleiben zu lassen (über die Suchtwirkung der Kasomorphine u.a.: http://www.symptome.ch/vbboard/gluten-intoleranz-zoeliakie/2569-entzugssymptome.html )

    Auch das ist also ein Grund - von vielen, sich konsequent für den Verzicht auf Nutztierhaltung in der Landwirtschaft bzw. für den bio-veganen Landbau einzusetzen.

    "Es gibt Menschen die können zweiwertiges Eisen (aus den Pflanzen) schlecht in dreiwertiges Eisen (in Fleischprodukten) umwandeln. "

    Dazu ein Zitat von vegan.at

    "Die meisten VegetarierInnen und VeganerInnen haben eine relativ hohe Eisenaufnahme aus Lebensmitteln wie Vollgetreide, Blattgemüse und angereicherten Nahrungsmitteln. Hierdurch wird die schlechtere Verfügbarkeit des aus Pflanzen stammenden ionischen Eisens teilweise kompensiert. Dies gilt insbesondere dann, wenn gleichzeitig viel Vitamin C (Ascorbinsäure) aufgenommen wird, das die Eisenresorption fördert. Allerdings sollten Vitamin C-hältige Nahrungsmittel aufgrund der Hitzeinstabilität des Vitamins nicht erwärmt werden.

    Auch andere organische Säuren wie Zitronensäure, Maleinsäure (in Kürbis, Pflaume und Apfel), schwefelhältige Aminosäuren (Cystein und Methionin) und möglicherweise Fructose (Fruchtzucker) erhöhen die Eisenaufnahme. In Getreide kann durch Fermentation oder langes Einweichen (Keimen) das Enzym Phytase aktiviert und damit die Eisenverfügbarkeit verbessert werden." (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/gesundheit/eisen.html )

    "Von Soja als Ersatz ist übrigens ebenfalls ab zu raten. Viele Menschen sind gegen Soja allergisch und wissen es nicht!"
    > Nicht alle sind gegen Soja allergisch, deshalb muss auch nicht komplett davon abgeraten werden. Notwendig ist es eh nicht. Fleischalternativen gibt es zudem auch aus Lupinen oder Weizeneiweiß.
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    schrieb am 07.09.2012 um 08:33
    Ich bin zutiefst berührt von leidenden Tieren, aber auch die Bio Welt ist kein Streichelzoo
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    schrieb am 07.09.2012 um 09:09
    Wer mal ne Alternative zu dem anonymen Massenkonsum sehen möchte sollte mal uns Besuchen:
    http://www.pickapig.de/index.php/de/

    Immer dran denken, jeder trägt selbst die Verantwortung für seinen Konsum.
    Mann kann Produzenten, Konzerne, Discounter und Importeure verteufeln und beschimpfen, aber die befriedigen Nachfrage!!!
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    schrieb am 13.09.2012 um 19:35
    Kann man sich bei euch etwa ein Schwein durch die Webcam ansehen und dann aussuchen: das will ich essen, schlachtet es für mich! ?
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    schrieb am 13.09.2012 um 20:28
    So könnte man es sagen.
    Es ist halt die moderne Variante, für Leute die nicht zum Nachbarn in den Stall gehen und dort Ihr Schwein aussuchen, können.
    Für Leute die noch Manns genug sind sich bewusst zu sein dass, das was Sie verspeisen mal Lebendig war, mit viel Lebensfreude und großer Neugier!
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    gelöscht am 13.09.2012 um 19:36 von iolo
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 08.09.2012 um 16:57
    Den Beitrag habe ich auch nicht als Bashing verstanden, obwohl die Bio-Gegner natürlich sofort in die "Abzocke" / "Betrug" Bresche gesprungen sind. Denen ist m.E. aber sowieso nicht zu helfen, sie wollen oder können nicht nachdenken.

    Es wurde klar differenziert zwischen EU-Biosiegel und echten Biosiegeln, wie Demeter, Bioland und Naturland.
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    schrieb am 09.09.2012 um 09:35
    "Es wurde klar differenziert zwischen EU-Biosiegel und echten Biosiegeln, wie Demeter, Bioland und Naturland"

    Klar differenziert würde ich das nicht nennen. Das war eine Schwarz-Weiß-Zeichnerei. Bilder wie Hermannsdorfer Sauen glücklich miteinander herumtollen gegen die leiden Tiere, so wie es sie in den Ställen der Billig-Bio Produzenten gibt.
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    schrieb am 10.09.2012 um 09:10
    Der Bericht deutet darauf hin, was einem der gesunde Menschenverstand eigentlich sagen sollte:
    Wo der Preis, als Kaufargument die oberste Priorität hat, bleibt die Qualität auf der Strecke.
    Bedauerlich ist, dass die bessere Bio-Qualität sich immer mit den billigen Bio-Preisen messen muss.
    Wie bei den konventionellen Lebensmitteln sollte einem doch bewust sein, dass dort, wo ich bereit bin mehr zu zahlen auch die besseren Lebensbedingungen für Mensch, Tier und Umwelt möglich sind und unterstützt werden.
    Und für die Zweifler: Stellt Euch vor, wie es erst in den konventionellen Ställen aussehen mag, wenn schon bei der Bio-Massenproduktion solche bedauernswerten Zustände leider auch mal vorkommen.

    Ziel sollte es sein, dies zu vermeiden, hier wie da. Und dabei hat die Bio-Bewegung viel bewirkt. Denn insgesamt wird endlich auch in Deutschland mehr Wert auf die Qualität des Essens gelegt. Und auch die konventionelle Lebensmittel-Industrie ist gezwungen inzwischen "sauberer" zu arbeiten.

    Weiter so!!!
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    schrieb am 10.09.2012 um 09:17
    Genau dazu passend die am 8. September parallel in der Frankfurter Rundschau und in der Berliner Zeitung veröffentlichte Kolumne von Mely Kiyak: http://www.fr-online.de/politik/kolumne-liebe-biogemuese-studie-,1472596,17199022.html
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    schrieb am 10.09.2012 um 12:14
    Hallo
    wir haben bei uns in der nähe einen Biohof mit Hühnern, diese Tiere können zwar raus in ein Gehege mit meterhohen Brennesseln aber sie sehen aus wie gerupft, haben kaum Federn am Körper. Ich denk dann zurück an meine Kindheit wo der Bauer nebenan einige Hühner hielt und die sahen gesünder aus als diese Bio Hühner, obwohl da nie was stand von "bio"
    Meiner Meinung nach ist alles eine Lüge. Aber is auch logo woher soll das ganze auch kommen wenn alle nur Bio haben wollen, das einzige was das Leid der Tiere lindern kann ist sich zu entscheiden Vegan zu leben.
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    schrieb am 10.09.2012 um 19:38
    Entschuldigung, aber das klingt ein bisschen vage. Was für ein "Biohof" ist das, wieviele Hühner werden denn das gehalten zum Beispiel?
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    schrieb am 13.09.2012 um 16:28
    ist ein zetifizierter Biohof, zumindest werben die damit, er liegt gleich an einer Hauptstraße. ich seh die Hühner nur immer im vorbeifahren. Gezählt hab ich die noch nie, sind aber schon sehr viele. Der Hof hat nen eigenen Laden und auch ein Restaurant dabei welches bei Vebu drinsteht als einziges Vegitarisches Restaurant in der nähe von Augsburg. is schon etwas krotesk das.
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    schrieb am 13.09.2012 um 19:30
    Wenn du die Hüner im vorbei Fahren siehst, heisst dass aber, dass sie in einem Freigehege sind, oder?

    Das mit dem Veggie Resataurant verstehe ich nicht. Willst du nicht einfach den Namen nennen? Mich interessiert das.
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    schrieb am 13.09.2012 um 17:51
    "sie sehen aus wie gerupft"
    Dann waren die Hühner vermutlich in der Mauser.
    http://www.huehner-haltung.de/gesundheit/mauser.html
    Das machen die Hühner von meinem Vermieter auch.
    Und der hält sie genau wie Dein Bauer von früher.
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    schrieb am 16.09.2012 um 19:53
    die sind in nem freigehege, is richtig aber gesund sehn die für mich nich aus.
    der hof mit dem lokal heist nepumuk und ist in königsbrunn.

    das mit der mauser weis ich aber ich wusst jetz nicht das es besondere hühner gibt welche das ganze jahr in der mauser sind.
    da die immer so aussehn egal ob ich im frühjahr sommer oder herbst vorbeikomm.
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    schrieb am 16.09.2012 um 20:50
    Hey, den Nepomuk kenne ich, ich wohne nicht weit weg davon.
    Ja, der Hof kommt mir auch komisch vor.
    Die verkaufen entschieden mehr Hühner und Eier, als man in dem Freigehege sieht.
    Aber wie kommst Du auf die Idee, daß die Bio sind?
    Die haben keine Zertifizierung oder sie kann erst wenige Wochen alt sein.
    Dieser hier, oder?
    http://www.frischhof.de
    Da steht auch auf der Webseite nichts von Bio.
    Als ich auf dem Markt in Bobingen am Stand mal näher nachgefragt habe nach Haltungsbedingungen und was von ihnen produziert bzw. zugekauft wird, wurde die Verkäuferin auch gleich recht patzig.
    Mir ging es nicht um Eier, sondern ich hätte mal ein Hähnchen gekauft, wenn es wirklich freilaufend wäre. Glaube ich aber nicht.
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    schrieb am 11.09.2012 um 00:17
    Habe den Bericht gesehen. Ist für mich ein weiterer Beitrag nach Tim Mälzer, Maischerger und anderen, die sich für eine (von wem finanzierte?) Kampagne gegen Bio einspannen lassen. Als irritierend empfand ich die Quelle der Aufnahmen = Tierfreunde e.V. War mir zumindest bisi dahin unbekannt, wenn man auf deren Homepage geht kommen mir auch Zweifel. Die gezeigten Bilder sind auf jeden Fall kriminell, egal ob Bio oder nicht, un ich ätte mir gewünscht, dass ein Hinweis erfolgt, dass beim gezeigten Betrieb das Vterinäramt einschreitet. Aer vielleicht ging es ja gar nicht daurm.
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    schrieb am 11.09.2012 um 13:51
    Dazu der Kommentar von die Tierfreunde e.V. aus deren Reaktion auf die Reaktionen:

    "Stattdessen ein bäuerlicher Fehlschuss in Richtung ARD und Organisation „die Tierfreunde", von der die Aufnahmen aus den Bioställen stammen. Man müsse prüfen, ob ARD und Tierschützer nicht „Unterlassung begangen haben, weil sie die Tierquälerei nicht meldeten". Ok, das sähe dann so aus: „Hallo, hier ist der Verein die Tierfreunde. Hier ist ein Biostall. Sieht alles Scheiße aus, die Tiere leiden, es ist aber alles legal und im Rahmen von Gesetzen und Verordnungen. Darum erstatten wir Anzeige." Wie verrückt ist das? Der Staatsanwalt hilft da nicht. Auch nicht der Amtsveterinär. Und nein: auch die Polizei nicht. Weil eben alles den rechtlichen Vorgaben entspricht. Und trotzdem Tierquälerei ist."

    (Quelle: http://die-tierfreunde.de/aktivitaeten/504-nachklapp-alles-bio-alles-gut-.html - Danke eMatt (11.09.2012 um 13:03) für den Hinweis auf den lesenswerten Nachklapp).
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    schrieb am 11.09.2012 um 17:34
    "ich hätte mir gewünscht, dass ein Hinweis erfolgt, dass beim gezeigten Betrieb das Vterinäramt einschreitet"

    In irgendeiner Stellungnahme wurde gefragt, warum das Filmteam nicht zeitnah Anzeige erstellt hat.
    Eine Frage, die nicht umberechtigt ist.
    Die Aufnahmen wurden angeblich schon vor zwei Jahren gemacht. Jetzt erst kommt was in's Rollen.
    Wenn das Veterinärmat j e t z t nachschaut, sind die Schweinchen vermutlich gerade auf der Weide.
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    schrieb am 11.09.2012 um 21:31
    Was hat Maischberger getan? Habe geforestlet und nichts gefunden..
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    schrieb am 13.09.2012 um 08:50
    Sandra Maischberger hatte in der Talkrunde Ernährungsexperten und keiner hat den Unterschied zwischen einer normalen und einer bio Paprika geschmeckt.
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    gelöscht am 11.09.2012 um 21:32 von madt
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 11.09.2012 um 13:03
    Die Tierfreunde sind eine renommierte Tierrechtsorganisation. Hier die URL zu ihrem genial Artikel über die aktuell stattfindende, mal wieder typisch absurde Diskussion, wie man Tiere vielleicht etwas weniger quälen könnte statt einfach die einzig logische Konsequenz zu ziehen: http://die-tierfreunde.de/aktivitaeten/504-nachklapp-alles-bio-alles-gut-.html
    Genial auch das Fazit:
    "Seit bald einem halben Jahrhundert können wir zum Mond fliegen. Grade im Moment kurvt ein von uns entsendetes kleines Roboterwägelchen über den Mars, macht hübsche Fotos und schickt sie uns auf die Erde. Aber wir sind zu blöde, ökologisch und ethisch korrekten, ressourcen-, umwelt-, klima- und wildtierfreundlichen bio-veganen regionalen Landbau zu betreiben und uns davon gesund zu ernähren. Wäre ja auch zu einfach."
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    schrieb am 11.09.2012 um 20:33
    "Seit bald einem halben Jahrhundert können wir zum Mond fliegen. Grade im Moment kurvt ein von uns entsendetes kleines Roboterwägelchen über den Mars, macht hübsche Fotos und schickt sie uns auf die Erde. Aber wir sind zu blöde, ökologisch und ethisch korrekten, ressourcen-, umwelt-, klima- und wildtierfreundlichen bio-veganen regionalen Landbau zu betreiben und uns davon gesund zu ernähren. Wäre ja auch zu einfach."


    Es liegt nicht daran, dass wir zu blöde sind meiner Meinung, Viele haben einfach Lust Fleisch zu essen.
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    schrieb am 11.09.2012 um 21:53
    Naja, die Politik könnte ja schon entsprechende Anreize schaffen. Tut sie aber nicht.
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    schrieb am 12.09.2012 um 09:02
    ... und diese angebliche "Lust" beruht auf einer "anerzogenen" Konditionierung, die wir auch ganz schnell wieder ablegen können.
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    schrieb am 12.09.2012 um 11:05
    @ematt: Anreize für weniger Fleischkonsum? Eine Fleischobergrenze pro Bürger pro Jahr? Oder eine Fleischessersteuer?
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    schrieb am 13.09.2012 um 20:36
    Ne hohe Steuer auf tierliche Produkte und Subventionen für bio-veganen Landbau bzw. den Umstieg auf diesen.
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    schrieb am 12.09.2012 um 13:33
    wir sind aus Fleisch und wie die Tiere, unserem Sein reduziert sich nicht nur aus Fleisch. Wen wir alle entdecken werden was dahinter steckt, wir werden keine Regel mehr brauchen weil wir endlich VERSTANDEN haben.
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    schrieb am 13.09.2012 um 09:26
    Da ja auch Alnatura von dem Hof beliefert wurde, der nun in der Kritik war, ist mir wieder eingefallen, daß wir damals eine Diskussion hatten:
    http://www.utopia.de/magazin/bessermacher-alnatura-gruender-goetz-rehn-der-mensch-ist-nicht-konsument-er-ist-schoepfer?all
    Damals wurden die Stimmen kritisiert, die der Meinung waren, Supermarkt-Bio reicht nicht aus.

    Da ja Utopia gute Kontakte hat zum Gründer von Alnatura Götz Rehn, wäre es toll, wenn Ihr dort mal nachhakt, wie man dort den Fall einschätzt.
    Ich wollte im Profil von Alnatura eine Frage auf die Pinwand stellen, die ist aber offensichtlich deaktiviert.
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    schrieb am 13.09.2012 um 11:32
    Ich erwartet mir nicht mehr als eine PR Antwort. Oder schafft Utopia mehr?
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    schrieb am 13.09.2012 um 13:24
    Es geht in erster Linie darum, Alnatura zu zeigen, daß solche Themen wahrgenommen werden und nicht ohne Folgen bleiben.

    Vielleicht schafft Utopia aber auch eine echte Stellungnahme zu kriegen.
    Damals mit dem Interview hat's ja auch geklappt.

    Oder es wird wenigstens der User "Alnatura" auf die Diskussion aufmerkam und stellt seine Pinnwand frei.
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    schrieb am 13.09.2012 um 14:11
    Alnatura ist auch nicht ganz das gelbe vom Ei. Für ihr Fleisch benutzen sie auch Nitratpökelfleisch: http://www.foodwatch.de/kampagnen__themen/biolebensmittel/zusatzstoffe/index_ger.html
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    schrieb am 16.09.2012 um 21:27
    Ich habe vorgestern Eier im Hofladen HH-Eimsbüttel gekauft, die vom Kröter-Hof kommen. Das ist ein Demeterhof im Wendland.
    http://www.kröterhof.de/5zertifikate/index.html
    War zwar noch nicht selbst dort, aber ich vertraue sowohl dem Hofladen als auch dem Demeter-Siegel.
    Vielleicht kennt ja auch jemand den Hof persönlich.
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    schrieb am 16.09.2012 um 22:00
    Eine höhere Steuer auf Fleisch? Ich glaube nicht, dass das was bringen würde ausser: noch schlechtere Haltungsbedingungen bei den sogenannten "Nutztieren", schnellere Mast und noch billigeres Futter, damit ein niedriger Nettopreis erreicht werden kann - der Verbraucher soll ja nicht auf sein gewohnt billiges Fleisch verzichten!!
    Mehr Aufklärung wäre vielleicht eine Lösung. Gute Reportagen sollten möglichst objektiv sein - es gibt eben auch schwarze Schafe bei Bio, vor allem wohl bei Billig Bio.
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    schrieb am 17.09.2012 um 07:37
    Ja, höhere Steuer sehe ich auch nicht als sinnvoll.
    Es müßte extrem verschärfte Haltungsbedingungen für Alle geben mit entsprechenden Kontrollen.
    Dann bleibt dem Produzenten nichts anderes übrig, als höhere Preise zu verlangen.
    Der Verbraucher hat dann die Wahl, entweder diese Preise zu zahlen oder weniger Fleisch zu essen.
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    schrieb am 17.09.2012 um 10:27
    Ich dachte beim Titel der Artikel bezieht sich auf Jauchs gestrike Sendung "Der große Bioschwindel - Wie gut ist Öko wirklich?" DIe Inhalte waren aber fast gleich. Bio wird gerade schlecht gemacht, das ist traurig.
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    schrieb am 22.09.2012 um 22:09
    Sicher gibt es in der Bio-Branche auch "Schwarze Schafe" und das "Discounter-Bio" ist mit Sicherheit nicht das Gelbe vom Ei. Daher wäre es wichtig, die regionale Bio-Landwirtschaft zu fördern und auch die Verbraucher sollten diese Produkte nachfragen und das Angebot annehmen. Weniger Fleisch und weniger tierische Produkte zu essen ist der zweite Schritt. Dadurch kann sich der Verbraucher auch die etwas teureren Produkte vom Bauern um die Ecke eher leisten. Er erhält dort einen Einblick in die Lebensweise und den Zustand der Tiere, unterstützt keine Agrar-Industrie, es werden weite Transportwege vermieden und regional wird die Wirtschaft gestärkt. Alles in allem bedeutet Bio nach meiner Meinung vor allem, dass Lebensmittel endlich wieder als Wert-voll erachtet werden und nicht als schnelle, günstige Sattmacher. Wenn sich der Wert erhöht, den wir Lebensmitteln zugestehen, wird auch unser Umgang mit ihnen sich ändern und die maßlose Verschwendung wird enden. Keiner, der eine Tomate isst wegen des Geschmacks, wird mehr die wenig aromatische Industrietomate kaufen, um dann zehn Stück zu verschlingen, sondern wird lieber nur fünf kaufen, diese dann aber genießen. Keiner, der den Wert von Fleisch bewusst wahrnimmt und dem Tier den Respekt entgegenbringt, sich bewusst ist, dass für das Schnitzel ein Leben beendet wurde, wird mehr das Billig-Schnitzel beim Discounter kaufen. Von daher bin ich der Meinung, dass nur ein Bewusstseinswandel dazu führen wird, dass Bio wirklich "Bio" ist. - Artgerechte Haltung, kurze Transportwege, Förderung der ökologischen Vielfalt und des "Lebensraums Bauernhof" einschließlich in dessen Umfeld, faire Preise und endlich das Ende der Gier, der Verschwendung - hin zum Genuss.
    Dass die ARD hier offenbar Stimmung gegen "Bio" macht, ist mir auch in den Sinn gekommen. Allerdings denke ich, dass man aus der kritischen Diskussion eben auch einen Schluss ziehen kann. "Bio" ist nicht gleich "Bio", Discount-Bio ist nicht das Ideal, zwar immer noch besser als konventionelle Produkte. Doch die Bio-Billigprodukte sind auch ein Risiko für die Verwässerung der eigentlichen Bio-Idee.
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    schrieb am 22.09.2012 um 22:36
    ARD-Nachklapp (zu den Reaktionen der Betreiber) "Massenware mit Bio-Eikett" vom 18.09. auf FAKT:

    Edit (neue Adresse s.u.)
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    schrieb am 23.09.2012 um 11:51
    Hier die vollständige Fassung und der Kommentar der Albert-Schweitzer-Stiftung zur Verteidigungsstrategie der Bio-Tierhalter:
    http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/bio-tierhaltung-verteidigungsstrategie

    "Nach den starken Reaktionen auf die Sendung »Wie billig kann Bio sein?« hat die ARD einen weiteren Beitrag zum Thema gebracht, der vor allem deshalb wertvoll ist, weil er aufdeckt, wie Agrarindustrie und Politik sich aus der Verantwortung stehlen wollen.

    Die Verteidigungsstrategie nach der Veröffentlichung von Undercover-Material ist immer dieselbe: Echtheit und Aktualität der Bilder werden angezweifelt und es wird auf amtliche Kontrollen ohne Beanstandung verwiesen.

    Bezüglich der ersten Behauptung ist anzumerken, dass die großen Fernsehsender zugespieltes Material erstens genau prüfen, bevor sie es veröffentlichen, sowie zweitens bei aktuellen Fällen immer darauf bestehen, zeitnah erstelltes Material zu erhalten. Und bezüglich der amtlichen Kontrollen ist zu sagen, dass ja genau hier das Problem liegt: Die gezeigten Zustände sind legal. Was sollen Amtsveterinäre also bemängeln? Und selbst wenn sie Missstände finden, heißt das noch lange nicht, dass diese geahndet werden."
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    schrieb am 06.10.2012 um 17:12
    Interessant ist, daß alles, worum es in dem Artikel geht, mit "Bio"-TIERHALTUNG zu tun hat. Selbst die angesprochenen Verunreinigungen des Gemüses haben mit Gülle und Antibiotika aus der Tierhaltung zu tun.
    Alles klingt so, als sei dies selbstverständlich und unvermeidbar.
    Aber - wer hätte es gedacht - es gibt eine Lösung: BIO-VEGAN! Einfach mal weiterdenken... vielleicht kommt dann doch auch mal jemand darauf...
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    schrieb am 06.10.2012 um 18:02
    Hallo MattQ,
    wir haben hier sogar ein Forum zum bio-veganen Landbau:
    http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/forum/2635

    UND NOCH BESSER, seit Dienstag - dem Weltnutztiertag - ist BIOVEGAN.ORG - die Seite des Bio-Veganen Netzwerks im deutschsprachigen Raum - wieder online, mit zahlreichen Informationen rund um bio-veganen Land- und Gartenbau, einem Forum zum mitmischen und einem Blog zum abonnieren, in dem auch ab und an Artikel aus den Regenwurm-Zeitschriften für Bio- und Vegan-Interessierte erscheinen ...

    Hinsurfen, ansehen, abonnieren, mitmischen und weitersagen:

    www.biovegan.org ... für alle die "weiterdenken" ...
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