Montag Abend – mal wieder Zeit auf Bio einzuhauen. Die ARD hat ihr zur Gewohnheit werdendes Bio-Bashing mit der Sendung „Wie billig kann Bio sein?“ fortgesetzt. Menschen, die im Supermarkt guten Gewissens lieber Bio kaufen, stehen nach der Sendung verunsichert und vor allem für dumm verkauft da. Bilder von leidenden Tieren, mit Bakterien infiziertes Gemüse, irrsinnige Kartoffelimporte aus Afrika – das alles gibt es jetzt anscheinend auch in Bio. Und genau das alles wollte man doch mit dem Kauf von Bio-Lebensmitteln nicht mehr unterstützen. Auf der Utopia Facebook-Seite hört sich die Verunsicherung einer Verbraucherin so an: „Ich habs gesehen und bin schockiert, kaufe bald gar nix mehr ... es ist zum kotzen“.
Schockierende Bilder: Jedes leidende Tier ist eines zu viel
Die meiste Verunsicherung haben Bilder gestiftet, mit denen üblicherweise Tierschutzorganisationen auf die Missstände in konventionellen Massentierhaltungsbetrieben aufmerksam machen wollen: Schweine in dunklen, winzigen Verschlägen, viele fast leblos, einige mit offensichtlichen Verletzungen. Genauso federlose Hühner, die eng zusammengepfercht nur einem Zweck dienen: so viele Eier legen wie möglich. Die Bilder selbst können und wollen wir nicht entkräften. Auch wenn sie von einzelnen Bio-Höfen stammen, sind es schon zu viele leidende Tiere.
Bio-Siegel steht für bessere Haltungsbedingungen, nicht für eine heile Welt
Die Zustände in den gezeigten Ställen entsprechen allerdings nicht den Haltungsbedingungen, die für das Bio-Siegel vorschrieben sind. Für Legehennen gehört zum Beispiel eine zusätzliche Außenfläche von vier Quadratmetern zu den Mindestanforderungen. Das klingt besser als die Szenen der ARD-Reportage – hat aber auch wenig mit den Bildern zu tun, die gerne in den Köpfen der Verbraucher eingepflanzt werden: Hühner, die den ganzen Tag frei auf einem idyllischen Bauernhof spazieren, Kühe, die auf einer sonnigen Bergwiese weiden. Das Bio-Image scheint, man traut es sich als Befürworter kaum zu sagen, in mancher Hinsicht zu gut, nahezu irreal zu sein. Vor allem wenn es um die überstrapazierte Idee der glücklichen Tiere geht. Das soll wie gesagt keinenfalls die Bilder leidender Tiere rechtfertigen, die scharf zu kritisieren sind. Aber: das Bio-Siegel steht nicht für eine heile Welt, in der Hühner ein Grinsen im Gesicht haben, weil Sie Bio-Eier legen dürfen. Die EU Öko-Verordnung soll artgerechte Tierhaltung gewährleisten – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die grundlegende Idee der ARD, auf den schwierigen Spagat von Bio und billig hinzuweisen, ist auch nicht verkehrt. In erster Linie wollen wohl Discounter weder das Beste für die Natur noch für die Verbraucher, sondern deren Geld. Und Verbraucher, die im Discounter einkaufen, wollen möglichst viel Bio für möglichst wenig Geld. Diese Konstellation passt nicht so recht zum Ziel einer heilen Tier-Welt, aber zu einer besseren! Lesen Sie weiter auf Seite 2


Kommentare (120)
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Die Differenzierung zwischen EU-zertifiziert und seriösen Bioverbänden ist gut und richtig, aber schützt unsere Schlachttiere nicht vor Leid. Denn, da sollte man sich nichts vormachen - Hausschlachtungen sind sehr selten geworden. Fast alle bis vielleicht zum Tor des Schlachthofes noch mehr oder weniger artgerecht gehaltene Tiere erleben spätestens im Schlachthof grosses Leid. Davor schützt keine Zertifizierung.
Oder man hat einen Biogärtner in der Nähe, so daß man in seiem Hofladen einkaufen kann.
Man muß sich nur erkundigen!
Und genau schauen, was er selber angebaut hat.
Denn es gibt dort auch Ost und Gemüse, was gerade keine Saison hat und daher aus dem Süden importiert wird - ganz einfach deswegen, weil die Kunden es gewohnt sind, das ganze Jahr über alles kaufen zu können. Nur die wenigsten sind bereit, beim Einkauf auf die jeweilige Saison Rücksicht zu nehmen.
Dann dürfte man nämlich Tomaten nur von Ende Juli bis November kaufen! Zu anderen Zeiten sind das Import- oder Treibhausfrüchte!
Und wem regionale Biowaren nicht wichtig sind, der kann ja weiter wie bislang einkaufen.
Das Argument "Bio-Lebensmittel sind auch nicht gesünder nervt mich", hier wird getan, als würden Menschen die "bio" kaufen damit rechnen, dass Ihr Apfel 20 mal mehr Vitamine hat als ein konventioneller.
Die wichitge Tatsache dass "bio" meist frei von Schadstoffen ist, wird beiläufig erwähnt. Ich freue mich, dass mein Gemüse keine Mehrfachbelastungen an Pestiziden aufweist. Eines meiner persönlichen Hauptargumente für "bio" wird hier nahezu völlig ignoriert. Man konnte Sätze hören wie: "Biogemüse weist lediglich eine geringere Belastung mit Pestiziden auf".
HALLO!? lediglich? Ich finde, dass das gerade im Hinblick auf Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Krebs etc. schon ne Ganze Menge und ein großer Vorteil ist. Also: BIO is(s)t besser! ätsch!
Ungespritzte rote Trauben entwickeln wesentlich mehr von dem roten Farbstoff.
Dieser Farbstoff ist eine natürliche Schädlingsabwehr der Pflanze.
Wenn sie nicht gespritzt wird, ist sie gezwungen, selbst mehr von diesem Stoff zu produzieren, der ja so gesund ist.
Ich vermute, daß sehr viele der sekundären Pflanzenstoffe in Bio-Pflanzen vermehrt vorhanden ist und ich stehe mit der Vermutung nicht alleine.
Es gibt nur leider wenig Studien, die sowas untersuchen.
"Biogemüse weist lediglich eine geringere Belastung mit Pestiziden auf"
Sehe ich auch so, daß damit viel gewonnen ist.
Vor allem, weil daraus auch resultiert, daß unsere Umwelt weniger mit Pestiziden belastet wird, Trinkwasser, Boden ect.
Und dann ist da noch das Thema Gentechnik...Es bleiben also genug Gründe, Bio zu konsumieren.
Ungespritzte rote Trauben entwickeln wesentlich mehr von dem roten Farbstoff.
Dein einleitender Satz „Montag Abend – mal wieder Zeit auf Bio einzuhauen.“ hat mich verwundert. Denn diesen Satz kann ich nicht unterschreiben, obwohl ich gar nicht so weit von Deiner Meinung entfernt bin. Ich glaube, dass es diese drastischen Bilder braucht, um die Leute überhaupt erst einmal zum Nachdenken zu bewegen. Je harmloser – je gleichgültiger. Natürlich darf es nicht dazu führen, zukünftig BIO zu meiden. Es wird Zeit, dass der Verbraucher lernt sein Gehirn einzuschalten und mitzudenken. Das kam sehr gut am Beispiel der Kartoffel rüber. Meine persönliche Schlussfolgerung ist: Ich werde noch stärker auf Regionalität in Kombination mit BIO achten, aber jeder muss selbst seinen Weg finden.
Gruß, Sascha
Hier eine Antwort von Rewe auf die Beschwerde einer Bekannten:
Sehr geehrte ---,
wir verstehen Ihre Verärgerung über die Bilder der ARD-Reportage „Wie billig kann BIO sein?". Tierschutz hat auch für REWE einen hohen Stellenwert und Verstöße dagegen werden nicht toleriert.
Die Agrar GmbH Pampow gehört nicht zu den Lieferanten von REWE. Unser REWE Bio Fleisch (Schwein und Rind) ist erst seit wenigen Monaten in unsere Märkte eingeführt worden. Es stammt ausschließlich von Erzeugerbetrieben unter dem Dach des Ökoverbands Naturland, mit dem REWE seit 2009 eng kooperiert. Als einer der größten Ökoverbände weltweit gewährleistet Naturland hohe Standards: Alle im Verband zusammengeschlossenen Betriebe werden individuell betreut und sowohl im Ackerbau als auch in der Tierhaltung zu 100 Prozent biologisch bewirtschaftet. Die nachhaltige Landwirtschaft steht im Fokus.
Von Naturland-Landwirten aus Deutschland stammen auch die REWE Bio-Kartoffeln. Die von der Erzeugergemeinschaft im September und Oktober geernteten Kartoffeln sind unter besonderen Einlagerungsbedingungen, die den natürlichen Alterungs- und Veratmungsprozess hemmen, bis April/Mai gut vermarktungsfähig. Strategie der REWE ist es, diese alterntigen Kartoffeln auch so lange wie möglich anzubieten. Im Spätfrühjahr ist die Nachfrage der Kunden nach Bio-Speisefrühkartoffeln aber so groß, dass wir gezwungen sind, ergänzend und vorübergehend Frühkartoffeln aus dem Ausland als Alternative anzubieten, bis in Deutschland wieder genug Ware verfügbar ist.
Aufgrund der großen Nachfrage bezieht REWE die Bio-Eier von mehreren Lieferanten, zu denen auch die Erzeugergemeinschaft Fürstenhof gehört. Wir gehen selbstverständlich den im Film vorgetragenen Kritikpunkten nach. Sollten Gesetzesverstöße festgestellt werden, kann dies Konsequenzen bis hin zur Auslistung haben.
Ihr REWE QS-Kundenservice
Mit freundlichen Grüßen
Silke Audehm
REWE GROUP
Bereich Qualitätssicherung
Kundenservice
REWE-Zentral AG
Domstraße 20 · 50668 Köln
Büro: Stolberger Straße 76-78, 50933 Köln
Vorstand: Alain Caparros (Vorsitzender), Manfred Esser, Jan Kunath, Lionel Souque, Frank Wiemer
Aufsichtsratsvorsitzender: Heinz-Bert Zander
Registergericht: Amtsgericht Köln (HRB 5281), Sitz der Gesellschaft: Köln
WEEE-Reg.-Nr. DE28215808
Telefon: +49 221 149-5255
Telefax: +49 221 149-975255
E-Mail: Qualitaetssicherung@rewe-group.com
Internet: http://www.rewe-group.com/
Warum kann man den Kunden nicht klar machen, daß diese Waren noch keine Saison haben?!
Die Leute müssen lernen, daß man bestimmte Dinge auch nur zu bestimmten Zeiten bekommen kann. So gibt es im Hochsommer weder Weihnachts-, noch Ostergebäck!
Und das akzeptiert der Kunde doch auch!
Und für bestimmte Früchte und Gemüsearten gilt ähnliches!
Zitat:
"In erster Linier wollen wohl Discounter weder das Beste für die Natur noch für die Verbraucher, sondern deren Geld. Und Verbraucher, die im Discounter einkaufen, wollen möglichst viel Bio für möglichst wenig Geld."
Jeder ist selbst verantwortlich dafür, was er in den Einkaufswagen packt und wo er seine Einkäufe tätigt.
Es ist auch erstrebenswert sich selbst zu informieren und den Gehirnkasten einzuschalten.
Der böse, böse Handel ist schuld? Ja, zum Teil schon, aber: Gäbe es die Nachfrage nicht nach diesen Billigheimern, diese Schnäppchenmentalität, diese Gier nach billig, ja dann........
"Unsere Feinde sind nicht da draußen Aldi und Lidl, unsere Feinde sind da auf der anderen Seite vom Gang".
Wer das gesagt hat und wer gemeint war, brauche ich ja nicht näher zu erwähnen.
Jedenfalls verstehe ich den Satz inzwischen.
Bio frisst sich selbst.
Dieses Jahr war ich zum ersten Mal seit vielen Jahren nicht auf der Biofach, weil ich dieses verkappte Massen-Bio nicht mehr ertrage.
Sollte nicht jeder die Möglichkeit haben, sich bio zu ernähren?
Wenn ich über Massen-Bio schimpfe, dann meine ich, daß die Fehler mit großen Monokulturen und Massentierhaltung leider von konventionellen Betrieben übernommen werden.
Wenn sich die Masse Bio ernähren soll, dann muß auch irgendwie der Masse klar gemacht werden, daß für Lebensmittel prozentual mehr Geld ausgegeben werden muß und daß dafür andere Themen wie Elektronik, Auto, urlaub ect. zurückstecken müssen.
Gerade bei uns in Deutschland sind Lebensmittel besonders billig.
Und Bio-.Billig ist nun mal kein Ausweg...das funktioniert einfach nicht.
Der Gedanke, dass die Masse Nicht-Bio auf den Tisch bekommt bzw. kauft ist doch furchtbar. Dass Nicht-Bio normal halte ich schon für bedenklich.
Und dann ist die Frage, wie das dann auch die Masse bezahlen kann, denn es ist ja immer wieder das Argument, dass sich das Geringverdiener, Arbeitslose, Hartz-4 Empfänger nicht leisten können.
Es gab ja mal das Buch von Rosa Wolf "Arm aber Bio". Das kann man in dem Zusammenhang dann wahrscheinlich auch vergessern, oder?
http://www.arm-aber-bio.de/das-buch/
"Es gab ja mal das Buch von Rosa Wolf "Arm aber Bio". Das kann man in dem Zusammenhang dann wahrscheinlich auch vergessern, oder?"
Nein, auch Bio von Anbauverbänden kann man sich als Hartz IV-ler etc. leisten -
- wenn man saisonal einkauft. Oder zusätzlich erst gegen Ende der Marktzeit zum Wochenmarkt geht und die übrig gebliebenen Lebensmittel günstiger bekommt. Dafür muß man aber flexibel sein und schon etwas kochen können.
- Und wenn man es sich abgewöhnt, zuviel einzukaufen oder die Reste nicht zu verwerten oder einzufrieren. Denn zum Wegwerffen ist Bio zu teuer und zu schade!
- Und man muß bereit sein, wenig Fleisch zu essen (was ja gesund ist, denn es wird ja viel zuviel Fleisch gegessen!), weil Fleisch in Bio-Qualitä deutlich teurer ist als konventionelles.
Unter den Bedingungen ist gutes Bio nicht teurer als konventionell.
und auf den eigenen Verstand und Geschmack und das Auge verlassen, wenn Mindesthaltbarkeitsdaten abgelaufen sind. Ich esse auch Gemüse, wenn's schon etwas älter ist, man kann entsprechende Stellen ja auch einfach wegschneiden und den Rest noch benutzen.
In dem Zusammenhang war ja auch der Film "Taste the Waste" gut.
Wenn das, was nicht der Norm entspricht, auch verkauft würde und etwas älteres Bio-Gemüse/Obst etc z.B. von den Geschäften billiger verkauft würde statt auf dem Müll zu landen, könnten die Preise im Allgemeinen auch anders aussehen und wir würden gleichzeitig nicht soviel Lebensmittel verschwenden.
Regional direkt beim Produzenten zu kaufen hilft hier ungemein, da braucht es keine Siegel oder Marken der Kontakt zum Erzeuger ist 100mal mehr Wert.
UND ganz wichtig!! Das gute Geld kommt an wo es hin soll bei engagierten, mit Herzblut arbeitenden Produzenten, oft Familienbetrieben, mit gesunden Menschenverstand, die nachhaltig uns sozial über Generation wirtschaften.
Bei einem handgemachten Käse ist jeder Laib anders.
Das Problem ist, daß eigentlich keiner mehr so genau weiß, was unter Bio zu verstehen ist.
Der kleinste gemeinsame Nenner besteht nun auf Basis EU-Bio darin, Pestizide und Kunstdünger weg zu lassen.
Die Idee hinter Bio-organischer bzw.bio-dynamischer Denkweise war/ist ja wesentlich weiter gefasst.
Was Bio-Anbau wirklich ausmacht und dafür sorgt, daß Krankheiten vermieden werden und der Ertrag nicht zu gering ist, das wissen diese "Wir machen Bio weil es der Kunde so will"- Anbauer leider nicht.
Zudem ist eine Reportage auch kein Ratgeber, von daher habe ich mir keine Handlungsanweisungen oder Tipps erwartet. Reportagen decken erst einmmal auf und wen die Bilder zum Nachdenken oder noch besser, zum Handeln angeregt haben, der möge bitte selbst endlich aktiv werden und seine Konsequenzen ziehen, ohne dass die Industrie oder eine Institution eine konkrete Verhaltensanweisung vorgibt.
Eines hat die Reportage bei mir auf jeden Fall leider auch noch bewirkt: Der Satz "Ich esse nur ganz wenig Fleisch und wenn, dann bio" macht mich noch aggressiver als es bisher ohnehin schon der Fall war.
Warum Gita?
Am liebste wäre mir, wir bräuchten diese Unterscheidung nicht. Alles ist Natur pur, unbelastet und aus der Region. Deswegen mag ich die auch diese urban gardening-Bewegung, ein Modell der Selbstversorgung auf Dächern, in Garagen, still gelegten Fabrikhallen usw.
Auf nur 3,5 qm wachsen bei mir 6 verschiedene Tomatensorten im Kübel, 2 Zucchinipflanzen, 6 Kohlrabi, 5 Radicchio, eine Peperoni, ein Balkonkasten Lauchzwiebeln, ein Balkonkasten Rucola, je ein kleiner Kübel Pfefferminze und Zitronenmelisse, die ich im Wechsel beernte und somit immer frische Teekräuter habe.
Ferner habe ich dieses Jahr probeweise mal in einen Blumentopf Alblinsen ausgesät. Sie wachsen gut, so daß ich im nächsten Jahr mein Balkongeländer komplett mit solchen Balkonkästen bestücken werde, so daß ich ca. 1 qm Anbaufläche Linsen haben werde. Das deckt dann schon fast meinen Jahresbedarf daran.
Man kann also selber mit nur einem Balkon schon am Urban Gardening teilnehmen.
Ich kriege zum Glück auch meine Eier von meinem Vermieter, der es genauso handhabt.
Jedes Huhn lebt, bis es tot umfällt, egal wieviel Eier es noch legt ect.
Wir werden bei unserem Handel auch oft gefragt, warum wir auf Bio-Käse aus den Bergen bestehen.
Wo doch auf der Alm eh alles Bio ist.
Das ist aber leider nicht der Fall.
Es tut im Auge weh, wenn man so eine konventionelle Alpe sieht, wo im schönsten Natur-Gebiet der Ampfer tot gespritzt wurde.
Das sind zwar kleine Betriebe mit freilaufenden Kühen und alles ganz natürlich, aber bio sind sie eben nicht.
Und Bio-.Billig ist nun mal kein Ausweg...das funktioniert einfach nicht. "
Was mir noch auffällt: große Biohandelsketten "kopieren" die Produkte der konventionellen. Von einem Insider von Alnatura hörte ich, dass dies gewollt ist, d.h. das man alles auch in Bio kaufen kann, nur eben mit Preisaufschlag. Klar, dass dann so mancher Bio dann nur als teurere Marke versteht. Die Botschaft kommt so nicht rüber.
Das gilt nicht nur für Obst und Gemüse zu allen Jahreszeiten - also auch außerhalb der Saison und dann auch gern vom anderen Ende der Welt, sondern auch für Fertigprodukte.
Diese enthalten dann zwar deutlich weniger Zusatzstoffe als das konventionelle Pendant, aber mir sind auch diese Zusatzstoffe noch zuviel.
Man müßte die Leute noch viel mehr informieren, was WIRKLICH hinter der Bio-Idee steckt!
Aber wer will da seine Zeit und Nerven investieren, wenn die Leute doch auch so die Produkte kaufen - wenn auch unter anderen Vorstellungen?!
Es geht keineswegs darum Bio schlecht zu reden, sondern die Verbraucher_innentäuschung des Konzern-Bio zu enttarnen und die Probleme der „Konventionalisierung im Biobereich“, die von Agrarwissenschaftlern nicht erst seit gestern kritisiert wird, aufzuzeigen und die Potentiale des Öko-Nischenmarktes aufzuzeigen, für den es mündige Verbraucher_innen braucht, die sich nicht so leicht an der Nase herumführen lassen.
Wenn über 90% der Ausgaben für Biolebensmittel an Lebensmittelkonzerne fließen, die Bio neben konventionellen Waren vermarkten, weil es "in" ist und den Umsatz steigert, welche die gesetzlichen Vorgaben aus der EU-Öko-Verordnung bis aufs letzte Richtung konventioneller/m Haltung und Anbau ausreizen und ihre Vertragszulieferer unter Druck setzen, dann hat das mit den Idealen der Ökobewegungen aber auch gar nichts mehr gemeinsam.
Diese Ideale begegnen uns aber zuhauf in der Werbung dieser Massenproduzenten / Marken, wie Clemens Arvay in seinem Buch an zahlreichen Beispielen aufzeigt.
Da werden z.B. zeitlich begrenzt in geringem Umfang alte Tomatensorten im Handel angeboten, um das EU-Biogemüse werbewirksam aufbauschen zu können, in der großen Masse aber werden F1-Hybride und sogar Monsanto-Saatgut eingesetzt, denn auch das ist rechtlich zulässig, wenn bestimmte gewünschte Sorten nicht zu haben sind.
Die Botschaft „Wir 'vertreiben' alte Sorten“ ist dann auch richtig zu verstehen: Die Sortenvielfalt verschwindet unter Discounter- und Supermarkt-Bio und hinterläßt wenige geschmacklose Einheitssorten, die an die Maschinen angepasst sind, genau wie bei den Tieren, wobei ich Tiere essen eh geschmacklos finde.
Link zum nachsehen und meine persönliche Kritik an der Reportage: http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/diskussion/tv-tipp-wie-billig-kann-bio-sein-mo-03-09-12-21-45-uhr-202521
Leider nicht nur unter denen.
Die Qualität der Bio-Äpfel hat in den letzten Jahren auch immer mehr zu wünschen übrig gelassen.
Die Sorten werden genauso nur auf Schönheit gezüchtet und werden genauso unreif geerntet, damit sie länger Lagerfähig sind.
Und das passiert leider auch bei den Äpfeln, die in meiner Ökokiste sind.
Es g i b t schlichtweg nur noch ein paar Sorten.
Die bekommen mir in der Form nicht und ich esse fast nur noch Äpfel aus der Umgebung in der kurzen Zeit, wo sie reif sind. Lagermöglichkeiten haben ich keien guten.
Oder wie ist's mit selbstpflücken? http://www.mundraub.org
Gleich vorweg in solchen Mengen und zu diesen Preisen, wie sie derzeit als "bio" auf dem Markt landen und ich gehe jetzt mal von Österreich aus, kann das einfach nicht mehr "bio" sein. Das sollte einem wohl schon der gesunde Menschenverstand sagen, daß das einfach nicht funktionieren kann. Große Lebensmittelketten sind ganz wunderbar auf die Bio-Schiene aufgesprungen, vermarkten das jetzt gut und der Konsument, welche in gutem Glauben kauft ist wieder der Betrogene.
Fazit: Lieber persönlich etwas einschränken beim Fleisch- und Eierkonsum und wenn doch dann lieber direkt vom Bauern oder vom kleinen Bio-Geschäft des Vertrauens.
lg Sabine
Fazit: Lieber persönlich etwas einschränken beim Fleisch- und Eierkonsum und wenn doch dann lieber direkt vom Bauern oder vom kleinen Bio-Geschäft des Vertrauens.
Genau so - oder aus dem eigenen Garten, wenn vorhanden.
Einen Initiative möchte ich noch beisteuern, die mich beeindruckt, ob dort biologisch angebaut wird, weiss ich nicht, aber jeden ist es nachhaltig! http://www.sein.de/gesellschaft/nachhaltigkeit/2012/todmorden-die-unglaublich-essbare-stadt.html
Und es ist eigentlich auch klar, dass wer für 10 Bioeier nur knapp 3,-€ zahlt sich darüber klar sein muss, dass da was nicht stimmen kann...
Was mich in der Reportage jedoch verwunderte: Der „Arme Bauer aus dem Wendland“ MUSSTE seine tollen Biokartoffeln an seine Kühe verfüttern oder an die Biogasanlage verschenken?
Wieso dass denn bitte?
Selbst wenn Aldi, Lidl & Co diese nicht abnehmen (vermutlich waren die aus Ägypten billiger) gibt es doch bessere Möglichkeiten diese zu verwenden?
Und wenn nicht an Einzelhändler dann doch evtl. an Unternehmen die Lebensmittel produzieren? Und selbst wenn er sie anstelle von Bioware zum Preis von konventioneller Ware angeboten hätte; der Verlust wäre doch wesentlich geringer gewesen...
Ich denke, da sollte etwas dramatischerter dargestellt werden, als es wirklich ist.
Na klar ist es Quatsch Kartoffeln über hunderte oder tausende Kilometer zu transportieren um ein paar Cent zu sparen, das gleiche gilt auch für „Bio-Tomaten“ aus Spanien, oder Bio-Erdbeeren aus Chile, Alles Regionen die eh zu wenig Wasser haben...
Aber der Verbraucher entscheidet doch letztlich:
Regional und Saisonal Einkaufen, das schont die Umwelt (und auch den Geldbeutel!!)
Und somit sind wir alle Entscheidungsträger!
Jeder muss es mit sich verantworten, wenn er meint er müsse 5x die Woche Fleisch essen oder zu Weihnachten Erdbeeren...
Es gibt überall und immer wieder Menschen, die verbrecherisch handeln um Gewinne zu machen; Ohne Rücksicht auf Umwelt und Natur. Auch im Bereich der Bio-Industrie.
Wir sollten nur nicht den Fehler machen, das zu verallgemeinern!
Und lieber esse ich „Bio“ mit dem Risiko das ich evtl. einen Artikel habe, der nicht ganz „astrein“ ist, als konventionell, wo ich mir sicher sein kann, dass da was faul bei ist...
Mahlzeit!
Woher willst du wissen, dass es sich um schwarze Schafe handelt? Hast du dir die anderen Betriebe angesehen? Ich denke es gibt genug Aussagen auch von Insidern, die das Gegenteil nahelegen, nämlich dass es sich um die Regel handelt. Wie kann es in solchen "Ställen", die ja nunmal zahlreich betrieben werden auch anders laufen?
Ich sags ja: Es liegt auch am Verbraucher sich zu informieren...
diese Sorte höfe kenne ich auch und bin sicher, daß sie überwiegen.
Es wäre wirklich sehr ungerecht , alle über einen Kamm zu scheren.
Da gibt es viele Familiengeführten Bio-Höfe, wo sich alle Beteiligten -z.T. seit Jahrzehnten - abrackern, um die Vorgaben seitens Bio-Siegel bzw. Verband zum Teil noch bei weitem zu übertreffen.
In Österreich erwirtschaften über 91% unserer Bio-Ausgaben/Einkäufe die Lebensmittelkonzerne (nachzulesen bei C. Arvay: Der große Bioschmäh).
Du solltest deine kleine Welt nicht auf die Allgemeinheit projizieren.
In Österreich erwirtschaften über 91% unserer Bio-Ausgaben/Einkäufe die Lebensmittelkonzerne (nachzulesen bei C. Arvay: Der große Bioschmäh).
Du solltest deine kleine Welt nicht auf die Allgemeinheit projizieren. )
Der Einwand ist unberechtigt!
Ich plädiere die ganze Zeit dafür, dass der VERBRAUCHER die Macht hat! Und wenn ich auf "meinem Biohof" einkaufe, dann nicht weil ich "in meiner eigenen kleinen Welt lebe", sondern weil ich mich bewusst dafür entschieden habe, eine andere Landwirtschaft zu unterstützen!
Und nur rum nörgeln hilft gar nichts! Es liegt an jedem selbst etwas zu verändern. Wenn genug mitmachen werden die Produzenten schon mitmachen MÜSSEN um zu überleben.
EINER allein kann mehr ausrichten als viele denken!
Und selbst der Städter kann heutzutage bewusst bei kleinen Biobauern auf dem Wochenmarkt einkaufen....
Du würdest doch sicherlich auch nicht aufhören vegan zu leben, nur weil knapp 90% immer noch Fleisch essen? Sondern darauf vertrauen, dass ein Anfang gemacht ist "und es die Anderen schon noch irgendwann lernen? Projezirst Du dann auch deine kleine heile Welt auf die Allgemeinheit? Eher nicht! Du versucht mit Deiner Entscheidung einen ersten Schritt zu machen...
War es nicht so, dass ca. 15-20 % wegen Größe und Form aussortiert werden, weil wir Verbraucher es möglichst einheitlich haben wollen.
Mir ist aber auch so klar, das der Niedrigsten Biostandart, das Bio-EU Siegel ist.
Wer Bioqualität haben will, der soll dann auf die Produkte der Agraverberbände (Bioland, Demter, Naturland) zurück greifen. Natürlich sind die Produkte teuere, alleine durch die zerfizierung und Überprüfung-System.
Leider haben wir in Deutschlan eine Mentalität momentan die sich irgendwie widerspricht.
Die meisten Menschen wollen Gutes Artikel zu vernünftige Preise -> Niedrige bezahlbare Preise und sehen in den Bioprodukte oft, nur als eine teuere Variante von den Konventionelle Produkte.
Aber manche Leute können sich bzw. wollen sich auch bei uns bei Lebensmittel sparen.Diese Beschwerden sie dann schon mal über die Preise. Man soll im Kopfbehalten, das in Deutschland einer der Länder ist wo die Lebensmittelpreise am niedrigsten sind. Irgendwie widerspricht sich das oder ?
@ Perregrino,
ich wohne im Saarland und arbeite in einem kleinem Supermark.
Unser Chefin hatte mir mal erzählt, das Obst Produkte aus dem Saarland einfach nicht gut sind, es fehlt die Sonne. Deshalb sind die meisten produkte aus Baden Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz.
Klar der Kunde ist Entscheidungsträger, solange er alle bezahlen kann.
Deine Chefin ist lustig.
Klar, in der Pfalz reifen sogar Feigen. Das Tolle an Pflanzen ist ihre Vielfalt. Je nach Anbaubedingungen passen sie sich an. Dieser Prozess hört nie auf. Natürlich gibt's Jahrgangsunterschiede. Aber umso besser an die Bedingungen angepasst, umso konstanter in Qualität und Quantität. Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass diese Vielfalt bestehen bleibt und auf den Äckern + Feldern nicht einige wenige (meist geschmacklose Massenträger) angebaut werden. Sorten aus der Hybridzüchtung, wie leider inzwischen üblich, sich zur Wiederaussaat nicht eignen.
Das ist es logischerweise aber nicht, wird es auch nie sein, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht mehr und nicht weniger.
Auch ploppen bei mir so einige Fragezeichen auf, wenn ich bei dem Artikel rechts stehen sehe "gesponsert durch die REWE Group". Hmm, Utopia. Wo genau macht ihr denn eigentlich Lobby-Arbeit bei der Rewe Group? (einfach rein interessehalber mal)
Ich kenne es selber nur zu gut (>Bio-Mode), dass viele Unternehmen am Beginn oder im Zwischenschritt zur Nachhaltigkeit stehen. Wir schmeißen deshalb immer mal wieder Unternehmen raus, die stehen geblieben sind und nehmen neue rein, die bereits weiter sind. Wie ist das bei Utopia?
http://www.utopia.de/profile/REWE+Group
Auf den Profilen können die Unternehmen zum einen selber berichten, jeder User kann dort aber auch Fragen stellen oder auf die Pinnwand schreiben. Die Unternehmsprofile sind eine Einladung zum (kritischen) Dialog.
Dass REWE als Bereichssponsor in der rechten Sidebar erscheint ist (so weit ich weiß) Teil der vertraglichen Vereinbarung. Einen ausführlichen Beitrag zum Thema "Unternehmenskooperationen auf Utopia" findest du hier:
http://www.utopia.de/blog/lohas-plattform-portal-forum-fur-strategischen-konsum-nachhaltigkeit-oekologische/kleine-und-grosse-unternehmen-auf
Gruß
Christoph / Utopia-Team
Alnatura ist ja auch betroffen.
Begründung:
Im Mai 2011 ging es schon bei "Markt" um "Gemüse: Resistente Bakterien" - leider ist der Beitrag nicht mehr nachzusehen. Aber darüber zu lesen ist hier: http://konsumpf.de/?p=11893
Für Menschen, die logisch kombinieren können reicht schon die Aussage des dort genannten Bio-Bauern (oder ein Blick in die EU-Bioverordnung):
"Nach der EU-Bioverordnung darf Kamphausen Gülle oder Mist aus konventioneller Tierhaltung auf seine Felder bringen." (Quelle: http://konsumpf.de/?p=11893)
Alles klar?
lg Sabine
So und nur so kann ich mir vorstellen wir solche Unternehmen denken.
Der Verbraucher der noch nicht so sicher war, lasst sich sofort wieder fangen von den Machthabern, und die Chance aufzuwachen ist noch kleiner geworden.
Sollte diese Vorstellung doch unreal sein, sollte man Argumente bringen, die nicht informieren ueber was Bio ist, sondern was genau die Machthabern der dumme Verbraucher zum fuettern gibt, da um kritiken zu machen geht sehr schnell, nur, warum ist die Nicht-Bio-Branche so wenig Trasparent?
Wenn die Erde eine bestimte Leistung bringt, das ist was uns zu steht. Wer noch mehr haben will, ist von gier besessen. MEHR verdienen auf die Kosten aller andere. Das ist genau das Bild unsere heutige Gesellschaft.
Um Aufzuwachen sollte man nicht wie Bio besser ist zeigen, sondern zeigen wie schlecht die irrefuehrende "konventionelle" Landwirtschaft ist. Ich wuensche mir dass jemanden auf die Idee kommt die Luege der Konventionelle Landwirtschaft zu zeigen, damit alle auf die Wahrheit kommen koennen, danach verstehen was besser ist, wird eben viel einfacher sein.
ABER, Warum kriegen wir eben solche Info anstatt die Richtige? wer verdient aus dieser Information? Gibt es sonst Medien ausser Internet die bereit sind transparenz in dieser Lebensmittelmarkt zu zeigen? GIBT ES DIE???
ICh kenne die nicht, falls ihr welche kennt, bitte bescheid sagen, ansonsten waere genieal wenn sich jemanden fuer diese Realizierung engagieren wuerde.
Ja die Leute wollen das doch nicht sehen. Ich bin für Pflichtführungen durch die Massentiehaltungsbetriebe der konventionellen Fleischproduzenten, am besten mit Abstecher ins Schlachthaus.
Wir haben übrigens unseren Eier-Konsum, seit wir das Buch "der große Bioschmäh" gelesen haben rigoros eingeschränkt. Auch wenn wir Eier direkt vom Bauern ergattert haben. Da das aber nicht immer der Fall ist, weil Hühner im Winter auch nicht soviel legen, haben wir uns jetzt eigene Hühner zugelegt.
Meine Kinder waren kürzlich komplett schockiert, als ich ihnen erzählte, daß nicht alle Hühner soviel Freihheit hätten wie unsere. Ein Ei ist mittlerweile bei uns etwas sehr wertvolles und geschätztes geworden.
Es sollte vielmehr an der Bewußtseinsbildung schon bei Kindern gearbeitet werden und sowieso bei Erwachsenen.
lg Sabine
Ich kann die Argumente von Veganern verstehen, aber ich finde, dass vegane Ernährung in Zeiten des Überkonsums von Fleisch und Milch kein angemessenes Ziel darstellt um "die breite Masse" an eine nachhaltigere Ernährung heranzuführen.
Es wäre doch schon ein Fortschritt wenn viele Menschen aufhören würden jeden Tag Fleisch und Milch zu konsumieren. Denn wir wissen ja, dass bei einer vollwertigen und vielfältigen Ernährung tierische Produkte gar nicht nötig sind.*
Wahre Geschichte: Bis vor wenigen Jahren: immer wenn ich eine Woche bei meiner Großmutter war, habe ich danach erst mal drei Monate kein Fleisch angerührt. Jeden Tag Fleisch in Massen war einfach zu viel. Irgendwann haben wir mal über Ernährung geredet und das hat dann erstaunlicherweise dazu geführt, dass sie nun nur noch ein Mal die Woche Fleisch kauft. Gemüse isst Sie schon aus Tradition so wie so gerne. Sie ist seit dem auf Normalgewicht runter und sieht auch viel gesünder aus. Ausserdem spart Sie eine Menge Geld. Das ist neben Ihrer Gesundheit in der Tat ihr zweites Hauptargument. Denn Fleisch ist im Gegensatz zum Gemüse (wenn man es beim Fleischer kauft und es Kassler heißt (oder so) viel teurer.
Persönlich: Ich glaube nicht, dass ich ab und zu (1-2 x im Monat) auf Fleisch verzichten möchte, vor Allem, da ich schon keine Milch trinken kann, weil es mir dann schlecht geht, was ich bei Fleisch nicht behaupten kann. (Ausser es ist konventionell, dann geht es mir schlecht, weil ich weiß, dass die Tiere leiden mussten). Aber da ich bsonders Fleisch als Genussgut oder Luxusgut meines Konsums ansehe kaufe ich Fleisch nur noch regional und mit entsprechendem Siegel eines Anbauverbandes, am liebsten Demeter. Mehr Menschen sollten das tun. Dann wäre die Welt schon wesentlich besser. Genauso sieht es mit der Milch aus. Da ist dann aber wohl gesellschaftlich gesehen noch einige Überzeugungsarbeit zu leisten...
*Es gibt Menschen die können zweiwertiges Eisen (aus den Pflanzen) schlecht in dreiwertiges Eisen (in Fleischprodukten) umwandeln. Ich bin medizinisch nicht so bewandert und frage mich, ob man sich das "umwandeln" antrainieren kann? Oder müssen solche Menschen immer auf Fleisch zurück greifen? Bei Milchprodukten ist es einfacher. Kalzium aus Salat ist mindestens genauso effektiv!
Von Soja als Ersatz ist übrigens ebenfalls ab zu raten. Viele Menschen sind gegen Soja allergisch und wissen es nicht!
Ähnlich ist es sicherlich mit den Kasomorphinen, dem Suchtstoff aus Milchprodukten, welche es reduktionsgewillten Omnivoren und Lakto-Vegetarier_innen schwermachen, es bei Ausnahmen bleiben zu lassen (über die Suchtwirkung der Kasomorphine u.a.: http://www.symptome.ch/vbboard/gluten-intoleranz-zoeliakie/2569-entzugssymptome.html )
Auch das ist also ein Grund - von vielen, sich konsequent für den Verzicht auf Nutztierhaltung in der Landwirtschaft bzw. für den bio-veganen Landbau einzusetzen.
"Es gibt Menschen die können zweiwertiges Eisen (aus den Pflanzen) schlecht in dreiwertiges Eisen (in Fleischprodukten) umwandeln. "
Dazu ein Zitat von vegan.at
"Die meisten VegetarierInnen und VeganerInnen haben eine relativ hohe Eisenaufnahme aus Lebensmitteln wie Vollgetreide, Blattgemüse und angereicherten Nahrungsmitteln. Hierdurch wird die schlechtere Verfügbarkeit des aus Pflanzen stammenden ionischen Eisens teilweise kompensiert. Dies gilt insbesondere dann, wenn gleichzeitig viel Vitamin C (Ascorbinsäure) aufgenommen wird, das die Eisenresorption fördert. Allerdings sollten Vitamin C-hältige Nahrungsmittel aufgrund der Hitzeinstabilität des Vitamins nicht erwärmt werden.
Auch andere organische Säuren wie Zitronensäure, Maleinsäure (in Kürbis, Pflaume und Apfel), schwefelhältige Aminosäuren (Cystein und Methionin) und möglicherweise Fructose (Fruchtzucker) erhöhen die Eisenaufnahme. In Getreide kann durch Fermentation oder langes Einweichen (Keimen) das Enzym Phytase aktiviert und damit die Eisenverfügbarkeit verbessert werden." (Quelle: http://www.vegan.at/warumvegan/gesundheit/eisen.html )
"Von Soja als Ersatz ist übrigens ebenfalls ab zu raten. Viele Menschen sind gegen Soja allergisch und wissen es nicht!"
> Nicht alle sind gegen Soja allergisch, deshalb muss auch nicht komplett davon abgeraten werden. Notwendig ist es eh nicht. Fleischalternativen gibt es zudem auch aus Lupinen oder Weizeneiweiß.
http://www.pickapig.de/index.php/de/
Immer dran denken, jeder trägt selbst die Verantwortung für seinen Konsum.
Mann kann Produzenten, Konzerne, Discounter und Importeure verteufeln und beschimpfen, aber die befriedigen Nachfrage!!!
Es ist halt die moderne Variante, für Leute die nicht zum Nachbarn in den Stall gehen und dort Ihr Schwein aussuchen, können.
Für Leute die noch Manns genug sind sich bewusst zu sein dass, das was Sie verspeisen mal Lebendig war, mit viel Lebensfreude und großer Neugier!
Es wurde klar differenziert zwischen EU-Biosiegel und echten Biosiegeln, wie Demeter, Bioland und Naturland.
Klar differenziert würde ich das nicht nennen. Das war eine Schwarz-Weiß-Zeichnerei. Bilder wie Hermannsdorfer Sauen glücklich miteinander herumtollen gegen die leiden Tiere, so wie es sie in den Ställen der Billig-Bio Produzenten gibt.
Wo der Preis, als Kaufargument die oberste Priorität hat, bleibt die Qualität auf der Strecke.
Bedauerlich ist, dass die bessere Bio-Qualität sich immer mit den billigen Bio-Preisen messen muss.
Wie bei den konventionellen Lebensmitteln sollte einem doch bewust sein, dass dort, wo ich bereit bin mehr zu zahlen auch die besseren Lebensbedingungen für Mensch, Tier und Umwelt möglich sind und unterstützt werden.
Und für die Zweifler: Stellt Euch vor, wie es erst in den konventionellen Ställen aussehen mag, wenn schon bei der Bio-Massenproduktion solche bedauernswerten Zustände leider auch mal vorkommen.
Ziel sollte es sein, dies zu vermeiden, hier wie da. Und dabei hat die Bio-Bewegung viel bewirkt. Denn insgesamt wird endlich auch in Deutschland mehr Wert auf die Qualität des Essens gelegt. Und auch die konventionelle Lebensmittel-Industrie ist gezwungen inzwischen "sauberer" zu arbeiten.
Weiter so!!!
wir haben bei uns in der nähe einen Biohof mit Hühnern, diese Tiere können zwar raus in ein Gehege mit meterhohen Brennesseln aber sie sehen aus wie gerupft, haben kaum Federn am Körper. Ich denk dann zurück an meine Kindheit wo der Bauer nebenan einige Hühner hielt und die sahen gesünder aus als diese Bio Hühner, obwohl da nie was stand von "bio"
Meiner Meinung nach ist alles eine Lüge. Aber is auch logo woher soll das ganze auch kommen wenn alle nur Bio haben wollen, das einzige was das Leid der Tiere lindern kann ist sich zu entscheiden Vegan zu leben.
Das mit dem Veggie Resataurant verstehe ich nicht. Willst du nicht einfach den Namen nennen? Mich interessiert das.
Dann waren die Hühner vermutlich in der Mauser.
http://www.huehner-haltung.de/gesundheit/mauser.html
Das machen die Hühner von meinem Vermieter auch.
Und der hält sie genau wie Dein Bauer von früher.
der hof mit dem lokal heist nepumuk und ist in königsbrunn.
das mit der mauser weis ich aber ich wusst jetz nicht das es besondere hühner gibt welche das ganze jahr in der mauser sind.
da die immer so aussehn egal ob ich im frühjahr sommer oder herbst vorbeikomm.
Ja, der Hof kommt mir auch komisch vor.
Die verkaufen entschieden mehr Hühner und Eier, als man in dem Freigehege sieht.
Aber wie kommst Du auf die Idee, daß die Bio sind?
Die haben keine Zertifizierung oder sie kann erst wenige Wochen alt sein.
Dieser hier, oder?
http://www.frischhof.de
Da steht auch auf der Webseite nichts von Bio.
Als ich auf dem Markt in Bobingen am Stand mal näher nachgefragt habe nach Haltungsbedingungen und was von ihnen produziert bzw. zugekauft wird, wurde die Verkäuferin auch gleich recht patzig.
Mir ging es nicht um Eier, sondern ich hätte mal ein Hähnchen gekauft, wenn es wirklich freilaufend wäre. Glaube ich aber nicht.
"Stattdessen ein bäuerlicher Fehlschuss in Richtung ARD und Organisation „die Tierfreunde", von der die Aufnahmen aus den Bioställen stammen. Man müsse prüfen, ob ARD und Tierschützer nicht „Unterlassung begangen haben, weil sie die Tierquälerei nicht meldeten". Ok, das sähe dann so aus: „Hallo, hier ist der Verein die Tierfreunde. Hier ist ein Biostall. Sieht alles Scheiße aus, die Tiere leiden, es ist aber alles legal und im Rahmen von Gesetzen und Verordnungen. Darum erstatten wir Anzeige." Wie verrückt ist das? Der Staatsanwalt hilft da nicht. Auch nicht der Amtsveterinär. Und nein: auch die Polizei nicht. Weil eben alles den rechtlichen Vorgaben entspricht. Und trotzdem Tierquälerei ist."
(Quelle: http://die-tierfreunde.de/aktivitaeten/504-nachklapp-alles-bio-alles-gut-.html - Danke eMatt (11.09.2012 um 13:03) für den Hinweis auf den lesenswerten Nachklapp).
In irgendeiner Stellungnahme wurde gefragt, warum das Filmteam nicht zeitnah Anzeige erstellt hat.
Eine Frage, die nicht umberechtigt ist.
Die Aufnahmen wurden angeblich schon vor zwei Jahren gemacht. Jetzt erst kommt was in's Rollen.
Wenn das Veterinärmat j e t z t nachschaut, sind die Schweinchen vermutlich gerade auf der Weide.
Genial auch das Fazit:
"Seit bald einem halben Jahrhundert können wir zum Mond fliegen. Grade im Moment kurvt ein von uns entsendetes kleines Roboterwägelchen über den Mars, macht hübsche Fotos und schickt sie uns auf die Erde. Aber wir sind zu blöde, ökologisch und ethisch korrekten, ressourcen-, umwelt-, klima- und wildtierfreundlichen bio-veganen regionalen Landbau zu betreiben und uns davon gesund zu ernähren. Wäre ja auch zu einfach."
Es liegt nicht daran, dass wir zu blöde sind meiner Meinung, Viele haben einfach Lust Fleisch zu essen.
http://www.utopia.de/magazin/bessermacher-alnatura-gruender-goetz-rehn-der-mensch-ist-nicht-konsument-er-ist-schoepfer?all
Damals wurden die Stimmen kritisiert, die der Meinung waren, Supermarkt-Bio reicht nicht aus.
Da ja Utopia gute Kontakte hat zum Gründer von Alnatura Götz Rehn, wäre es toll, wenn Ihr dort mal nachhakt, wie man dort den Fall einschätzt.
Ich wollte im Profil von Alnatura eine Frage auf die Pinwand stellen, die ist aber offensichtlich deaktiviert.
Vielleicht schafft Utopia aber auch eine echte Stellungnahme zu kriegen.
Damals mit dem Interview hat's ja auch geklappt.
Oder es wird wenigstens der User "Alnatura" auf die Diskussion aufmerkam und stellt seine Pinnwand frei.
http://www.kröterhof.de/5zertifikate/index.html
War zwar noch nicht selbst dort, aber ich vertraue sowohl dem Hofladen als auch dem Demeter-Siegel.
Vielleicht kennt ja auch jemand den Hof persönlich.
Mehr Aufklärung wäre vielleicht eine Lösung. Gute Reportagen sollten möglichst objektiv sein - es gibt eben auch schwarze Schafe bei Bio, vor allem wohl bei Billig Bio.
Es müßte extrem verschärfte Haltungsbedingungen für Alle geben mit entsprechenden Kontrollen.
Dann bleibt dem Produzenten nichts anderes übrig, als höhere Preise zu verlangen.
Der Verbraucher hat dann die Wahl, entweder diese Preise zu zahlen oder weniger Fleisch zu essen.
Dass die ARD hier offenbar Stimmung gegen "Bio" macht, ist mir auch in den Sinn gekommen. Allerdings denke ich, dass man aus der kritischen Diskussion eben auch einen Schluss ziehen kann. "Bio" ist nicht gleich "Bio", Discount-Bio ist nicht das Ideal, zwar immer noch besser als konventionelle Produkte. Doch die Bio-Billigprodukte sind auch ein Risiko für die Verwässerung der eigentlichen Bio-Idee.
Edit (neue Adresse s.u.)
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/bio-tierhaltung-verteidigungsstrategie
"Nach den starken Reaktionen auf die Sendung »Wie billig kann Bio sein?« hat die ARD einen weiteren Beitrag zum Thema gebracht, der vor allem deshalb wertvoll ist, weil er aufdeckt, wie Agrarindustrie und Politik sich aus der Verantwortung stehlen wollen.
Die Verteidigungsstrategie nach der Veröffentlichung von Undercover-Material ist immer dieselbe: Echtheit und Aktualität der Bilder werden angezweifelt und es wird auf amtliche Kontrollen ohne Beanstandung verwiesen.
Bezüglich der ersten Behauptung ist anzumerken, dass die großen Fernsehsender zugespieltes Material erstens genau prüfen, bevor sie es veröffentlichen, sowie zweitens bei aktuellen Fällen immer darauf bestehen, zeitnah erstelltes Material zu erhalten. Und bezüglich der amtlichen Kontrollen ist zu sagen, dass ja genau hier das Problem liegt: Die gezeigten Zustände sind legal. Was sollen Amtsveterinäre also bemängeln? Und selbst wenn sie Missstände finden, heißt das noch lange nicht, dass diese geahndet werden."
Alles klingt so, als sei dies selbstverständlich und unvermeidbar.
Aber - wer hätte es gedacht - es gibt eine Lösung: BIO-VEGAN! Einfach mal weiterdenken... vielleicht kommt dann doch auch mal jemand darauf...
wir haben hier sogar ein Forum zum bio-veganen Landbau:
http://www.utopia.de/gruppen/veganer-innen-167/forum/2635
UND NOCH BESSER, seit Dienstag - dem Weltnutztiertag - ist BIOVEGAN.ORG - die Seite des Bio-Veganen Netzwerks im deutschsprachigen Raum - wieder online, mit zahlreichen Informationen rund um bio-veganen Land- und Gartenbau, einem Forum zum mitmischen und einem Blog zum abonnieren, in dem auch ab und an Artikel aus den Regenwurm-Zeitschriften für Bio- und Vegan-Interessierte erscheinen ...
Hinsurfen, ansehen, abonnieren, mitmischen und weitersagen:
www.biovegan.org ... für alle die "weiterdenken" ...