Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Das neue Hybrid-Auto sucht seine Anhänger

Ampera: Wird Deutschland zur Opel-Gang?


Manni, sein Manta und Opels Image

Die Worte stammen aus den fahr-lässigen Anfangszeiten der Toten Hosen. Etwas später in der 80ern kamen dann Manta-Witze in Mode. Manni, mit Vokuhila, Oliba und Cowboystiefeln, hatte die Ostfriesen als schalkhafte Protagonisten mündlicher Kurz-Komödien abgelöst. Irgendwann war Manni schließlich wieder vergessen und mit ihm sein Manta. Und wer fährt heute eigentlich Opel? Ein klischeehafter Idealtyp kommt einem nicht wirklich in den Sinn. Fährt überhaupt jemand Opel? Doch, doch: Corsa, Astra, Meriva und andere meist griechische Buchstaben-Autos bekommt man auf unseren Straßen immer wieder zu Gesicht. Aber um Opels Ansehen scheint es dennoch nicht gut bestellt: Die Wirtschaftswoche hat den Rüsselsheimern neulich das schlechteste Image aller deutschen Autobauer nachgesagt.

Opel schiebt mit dem Ampera in Richtung Umweltfreundlichkeit

Dabei hat Opel nun VW, Audi, BMW und Mercedes etwas voraus, das der gesamten Autoindustrie gut zu Gesicht stehen würde. Eine straßentaugliche Innovation, die den ÖL fressenden und CO2 verschleudernden Fortbewegungsmitteln aus dem letzten Jahrhundert einen Schub in Richtung Umweltfreundlichkeit gibt: Der Opel Ampera ist das erste Auto mit sogenanntem Range-Extender. Das heißt, dass der Wagen 40 bis 80 Kilometer ausschließlich mit seinem Elektromotor zurücklegt und der Verbrennungsmotor erst angeht, wenn kein Strom mehr im Akku ist. Anders als die bisher bekannten Hybrid-Autos, lebt der Ampera also nicht vom ständigen Wechselspiel beider Antriebsarten – und dennoch bremst er die Angst vorm Stehenbleiben aus, die häufig als Argument gegen reine Elektroautos hervorgebracht wird.

Der Ampera lässt motorliebende Männer-Herzen höher schlagen

Natürlich und Gott sei Dank ist der Ampera keine stilistische ReinCARnation des Mantas. Aber er zeigt sich in einem Licht, das den meisten der bisher relevanten Elektro- und Hybridwagen fehlt. Milde gesagt, kommt er sportlich daher. Motorliebende Männer-Herzen dürfte er zum Höherschlagen bringen. Darin liegt vermutlich das große Potential des Amperas. Für die große Masse ist er mit einem Preis ab 40.000 Euro aufwärts wohl zu kostspielig. Aber vielleicht schafft er es, Leute mit einem Faible für exzentrische Autos und dem nötigen Kleingeld um sich zu scharen und wird deren elektrisierender Kult.

Was meinen Sie, bekommt Deutschland bald eine neue Opel-Gang?
Wir freuen uns über Kommentare und Ihre Meinung zum Ampera.


Video: Opel Ampera Testfahrt

Wilfried (think sunny) und Martin (Marshavan) aus der Utopia-Community wurden für die Utopia-Testfahrt ausgewählt und haben den Opel Ampera im Stadtgebiet München und über Land auf Herz und Nieren geprüft. Energy TV24 hat sie dabei beleitet – sehen Sie jetzt das Fazit der Utopisten im Video.

Blogs zum Opel Ampera

Utopia hat den Opel Ampera testgefahren – lesen Sie die Erfahrungsberichte unserer Testfahrer in ihren Blogs.

Kerstin aus dem Utopia-Team sieht im Ampera ein gelungenes Auto für Stadtmenschen, warnt aber vor seiner absoluten Stille.

Wilfried (think sunny) hält den Ampera für alltagstauglich und wittert vor allem die große Chance der Elektromobilität.

Martin (Marshavan) wurde nach dem reinen Elektroantrieb des Ampera fast süchtig, der Benzinmotor hat ihm dagegen nicht ganz so gut gefallen.

Stand: 25.04.2012 von

Kommentare (71)   abonnieren

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    schrieb am 25.04.2012 um 20:10
    Der Ampera ist schon Klasse aber Recycling ist klüger als Neukauf !!!

    Ein neues Auto kaufen wenn das alte nicht mehr Umweltfreundlich ist?
    Nachhaltig handeln bedeutet für mich schon immer die Dinge so lange zu nutzen wie es geht. Da werden Socken gestopft und nicht weg geworfen, Spielsachen repariert und nicht gleich neue gekauft und auch das Auto wird instandgesetzt anstatt es zu verschrotten und ein neues zu kaufen.
    Ich habe vor kurzem mit Hilfe von der E-CAR-TECH GmbH meinen alten Smart Baujahr 1999 mit 200000 Km Laufleistung zu einem sauberen Elektroauto umgerüstet .(Höchstgeschwindigkeit 120Km/h und 130 Km Reichweite). Mein Smart fährt jetzt nochmal mindestens 100000 Km - abgasfrei.
    E-CAR-TECH berät kompetent bei allen Fragen zum Thema Elektromobilität und initiiert Umrüstprojekte die technisch ausgereift,erprobt und sicher sind. Hier findet man alles was man für ein solches Projekt braucht. Mit Bastelei hat das aber nichts mehr zu tun.
    Ganz billig ist die Sache zwar nicht (Umrüstsätze ab 16000Euro/mit Lithium Batterie), aber dafür macht das Autofahren jetzt richtig Spaß :-) und meine Tankstelle ist jetzt zu Hause :-))
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    schrieb am 26.04.2012 um 09:11
    Wer fährt schon einen Opel? - Wir, weil wir zum Beispiel vom Zafira total begeistert sind.

    Das Auto passt in jede Parklücke rein, man kann sechs Mitfahrer transportieren oder zwei Mitfahrer und ein Fahrrad oder einen Mitfahrer und ein Ecksofa (auseinandergebaut) oder ...

    Und wir haben unseren Benziner schon mit unter 7 Litern pro 100 km gefahren, was für einen 12 Jahre alten Benziner-Van nicht viel ist. Auch liebe ich den Mangel an elektronischem Schnickschnack an unserem Auto. Ich hoffe, er schafft noch deutlich mehr als die 215.000 km, die er jetzt auf dem Tacho hat, denn die neueren Zafiras haben mehr Schnickschnack und werden breiter und länger.

    Vom Ampera bin ich als Gebrauchsfahrzeugfahrerin nicht so begeistert. Das Aussehen finde ich zu prollig und transportieren kann man wahrscheinlich auch nicht üppig viel. Aber wenn er Männerherzen höher schlagen lässt, und die kaufen ja immer noch am meisten Autos, dann trägt er sicher zur Akzeptanz von Elektroautos bei.
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    schrieb am 26.04.2012 um 09:20
    Der Ampera ist natürlich nicht mit einem (Mini-) Van vergleichbar. Auch ist der Kofferraum recht begrenzt, da scheinen doch die Batterien noch zu viel Platz zu benötigen. Der Ampera will ja aber auch gar kein Lastenesel sein, sondern ein alltagstauglicher Stromer, der gut aussieht und alles bietet, was man heutzutage von einem Auto gewohnt ist.

    Wer es puristischer mag, für den bietet der Markt schon länger passende Fahrzeuge an, auch wenn die bisher nicht aus ihrer Nische heraus kamen.
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    schrieb am 26.04.2012 um 11:17
    Natürlich ist es irgendwie witzig, wenn heute fast in jedem neuen Auto das "Armaturenbrett" immer mehr als "Cockpit" daherkommt .. und von den einschlägigen 'Wumm-Brumm-Magazinen' auch so genannt wird. Auch im Ampera könnte man da sicher im Display auf manches 'Mäusekino' verzichten und etwas weniger empfindliche Schalter im "Touchscreen" anbringen.
    Aber das sind zwar für mich sehr entbehrliche Teile im Auto ... aber wenn's die genannten "Männerherzen" so taktet, dass der Verstand mitkommt und das nächste Auto inkl. Solartankstelle berechnet wird, dann sei's drum.
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    schrieb am 26.04.2012 um 12:38
    Stand heute sind wir 30 Ampera-Fahrer im Forum:

    http://www.opel-ampera-forum.de

    am 4.5. / 5.5. veranstalten wir das 1. Europäische Ampera Treffen - in Wörrstadt (4.5.) bei juwi und Bingen (5.5.) auf dem Franz-Neff-Platz. Es werden mindestens 12 Amperas erwartet:

    http://opel-ampera.com/wp/2012/04/25/europaeisches-ampera-treffen-in-bingen/

    @Utopia: Falls ihr davon berichten wollt, seid ihr herzlich eingeladen.
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    schrieb am 26.04.2012 um 14:13
    Cooles Auto, bloß der Preis ..... 45900,- Euro .... stöhn ...
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    schrieb am 26.04.2012 um 14:23
    Amüsanter Text, aber was ist "Oliba"?
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    schrieb am 26.04.2012 um 14:25
    OBerLIppenBArt ;)
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    schrieb am 26.04.2012 um 17:16
    Elektroautos sind ein kläglicher, zum Scheitern verurteilter Versuch, diese unsere unsägliche Automobilität mit ihren Umweltbelastungen, ihrer Ineffizienz, ihren Toten und Verlezten, ihren Staus, ihrem ganzen Irrsinn eben, irgendwie aufrecht zu erhalten und das wieder mit dem selben Irrsinn. Das wird so nicht kommen. Irgendwann wird es auch der Dümmste kapiert haben. Die Automobilität (u.a.), so wie wir sie seit Jahrzehnten kennen, ist nur möglich durch einen einzigen Energieträger, der auch noch zugleich Energiequelle und Rohstoff für unzählige Waren und Produkte ist, dem Erdöl, das bis vor wenigen Jahren noch billig und scheinbar unbegrenzt zur Verfügung stand. Heute kann jeder sehen, dass das nicht mehr zutrifft. Es wird knapper und teurer, Jahr für Jahr. Ich sag' immer: die Autos von heute sind eigentlich schon der Schnee von gestern. Das gilt übrigens auch für die unzähligen Waren und Produkte. Hier und da wird man das Erdöl ersetzen können, aber es wird nur ein jämmerlicher Bruchteil sein...
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    schrieb am 26.04.2012 um 17:52
    ob das wirklich umweltfreundlicher ist bezweifle ich. Erstens braucht das Auto Energie damit es läuft. Und diese kommt aus Atom oder Kohlekraftwerken. Selbst Ökostrom ist da nicht 100% nachhaltig. Schliesslich sind auch gewisse Materialien der Photovoltaik- und Windenergieanlagen umstritten. Umstritten ist auch das Biogas durch welches in vielen Ländern Regenwald abgeholzt wird und Monokulturen entstehen welche die Lebensgrundlagen der Einheimischen schwer "beeinträchtigen", den Boden unfruchtbar machen und für große Wasserverschmutzung verantwortlich sind. Das sind nur einige der Folgen.
    Zweitens wird für die Batterie dieser Autos bestimmt irgendwelche Metalle benötigt, welche durch Bergbau aus dem kongo, Bolivien oder sonst einem Drittweltland ausgebeutet wird.

    Wir haben schon genügend Beispiele für (neue) Innovationen, die auf der anderen Seite der Erde für Krieg, Armut und Elend verantwortlich sind.

    Warum hinterfragen wir nicht mehr unser eigenes Konsumverhalten und deren Auswirkung auf den gesamten Planeten. Schön wenn das Auto hier weniger CO2 ausstösst. Aber welche Folgen tragen die anderen Länder davon wenn wir diese dafür restlos für unseren Wohlstand ausbeuten?

    Auf jedenfall ist diese Innovation keine Antowrt auf die globale Ungerechtigkeit und die Umweltfolgen.

    Vielmehr ermöglicht es uns, mit gutem gewissen weiter zu konsumieren. Da unser Auto ja jetzt umweltfreundlich ist, können wir uns ja alle gleich eines besorgen und damit überall hinfahren. Wir können jetzt ein gutes Gewissen haben und Tun sogar etwas für die Nachhaltigkeit damit.

    Ich muss gestehen, ich bin eine Laie sowohl im technischen Bereich als auch zum Thema Umweltschutz. Aber ich frage mich echt, ob wir den hier nur für dumm verkauft werden wollen und ob wir nicht selber mehr Verantwortung für unseren Lebenesstil übernehmen wollen!
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    schrieb am 26.04.2012 um 22:56
    Wo immer dieses Totschlagargument "ja, der Strom kommt doch sowieso aus Atom- und Kohlekraftwerken" immer her kommt. Es nervt.

    Komisch, ich lade den Ampera mit eigenem Solarstrom. GEHT DOCH!

    Und was die Batterietechnik angeht, ist das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Es warten noch Technologien auf uns, die weitaus effizienter und ressourcenschonender sind als die heutzutage, obwohl auch jetzt schon viel recycelt wird.

    Welche Materialien für Windenergieanlagen denn? Die nicht vorhandenen Seltenen Erden etwa, die Enercon beispielsweise gerade NICHT in ihren Anlagen verbaut?
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    schrieb am 26.04.2012 um 18:29
    Der Ampera soll eine Reiselimousine sein, aber wenn vier Erwachsene eingestiegen sind, darf von der geringen Zuladung aus, kaum noch etwas in den Kofferraum.
    Das sieht insgesamt beim Prius besser aus, der ja in Kürze als 'PlugIn' kommt. Der kann dann zwar nicht ganz so viele km elektrisch fahren, wie der Ampera; erschient mir aber in toto praktischer - und auch günstiger.

    Ansonsten ist mein Öko-Favorit immer noch der Audi 1,2 TDI, den man immer noch mit 3,0 bis 3,5 l/100km fahren und ordentlich beladen kann. Man kann sogar die Sitze leicht entfernen und z. B. zwei Fahrräder o. ä. hineinladen...
    Noch kann man gute Exemplare gebraucht erwerben.
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    schrieb am 26.04.2012 um 19:39
    Ich frage mich ob das sinnvoll sein kann. Ein E-Automobil mit einem Gewicht von 1.732kg inkl. Fahrer ( Quelle: http://www.opel.de/fahrzeuge/modelle/personenwagen/ampera/spezifikationen/technische-daten.html )
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    schrieb am 26.04.2012 um 21:09
    Ich frage mal andersrum: Gäbe es heute Handys im Format von zwei Streichholzschachteln, wenn man nicht vor Jahren mit Handys im Brikett-Format angefangen hätte?
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    schrieb am 26.04.2012 um 22:58
    Dem kann ich nur beipflichten.

    Wenn Bertha Benz nicht von Mannheim nach Pforzheim gefahren wäre, wo wäre wohl die Innovation geblieben? Vielleicht wäre dann das Auto in USA erfunden worden.

    Wenn wir es nicht machen, wer dann!?
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    schrieb am 27.04.2012 um 00:27
    Was wohl nur wenige wissen. Der Ampera wurde in Amerika entwickelt und wird dort unter dem Namen Volt vertrieben. Ich finde es interessant ein solches Fahrzeug als ökologisch sinnvoll zu bezeichnen. Woher
    stammt derzeit der Strom um das Fahrzeug aufzuladen? Erst wenn wir in der Lage sind Strom einzigartig aus Solar, Windkraft etc. zu erzeugen kann man bei einem Fahrzeug wie dem Opel Ampera von ökoilogisch
    sinnvoll sprechen. Weitere Nachteile bei diesem Fahrzeug sind das Fehlen und nicht Nachrüstbarkeit einer
    Anhängevorrichtung sowie keine Montagemöglichkeit eines Dachgepäckträgers.
    Wohin also mit Fahrrädern oder größeren Gepäckstücken. Weshalb diese Dinge fehlen liegt an der Entwicklung durch GM in Amerika. GM glaubte einen Technologievorsprung gegenüber den deutschen Herstellern mit diesem Fahrzeug zu haben. Dabei wurden wichtige Bedingungen für den europäischen Markt
    einfach nicht berücksichtigt. Weder Audi, BMW oder Mercedes brauchen sich hinter dem Ampera zu verstecken. Hätte Opel das Fahrzeug alleine entwickeln können wäre mit Sicherheit etwas Besseres herausgekommen. Die Verarbeitungsqualität entspricht bei Weitem nicht dem Standard in der 42.000 Euro-Klasse
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    schrieb am 27.04.2012 um 08:53
    "Erst wenn wir in der Lage sind Strom einzigartig aus Solar, Windkraft etc. zu erzeugen kann man bei einem Fahrzeug wie dem Opel Ampera von ökoilogisch sinnvoll sprechen."
    Und wer ist dazu prinzipiell nicht in der Lage? Jetzt. Hier und Heute!?
    Wer ist gehindert, sich eine PV-Anlage aufs Dach oder Carport/Garage zu bauen? Oder wenn er kein eigenes Dach hat das sich sinnvoll zur Solarstromerzeugung eignet, seinen Nachbarn fragen kann, ob der ihm sein 'sonnigeres Dach' verpachtet ...oder sich an einer BürgerSolarAnlage beteiligt und seinen Strom von einem 100%igen Öko-Stromer bezieht ...und..und...

    Dass der 'Ampera' mit dem 'Volt' ein amerikanisches Schwestermodell hat, finde ich keinen Grund der Beeinträchtigung. Wer ein Elektroauto in den Markt bringt, dürfte wohl insgesamt gut beraten sein, gleich eine internationale Vertriebsschiene mit all seinen nationalen Marken aufzubauen.
    Zur bemäkelten "Verarbeitungsqualität" darf ich mich als Laie, dem nur sein Augenschein und Gefühl gegeben ist, des in Autokreisen nicht ganz unbekannten Statements beziehen: "Da rappelt nix".
    Ansonsten gibt es natürlich immer Dinge, die man noch besser machen oder ergänzen kann....aber für den ersten Sprung in den Markt, ist das Auto voll geeignet!
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    schrieb am 27.04.2012 um 20:51
    ...genauso sieht´s aus.
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    schrieb am 27.04.2012 um 22:47
    "Der Ampera wurde in Amerika entwickelt"

    Völlig falsch.

    Der Voltec-Antrieb wurde in Rüsselsheim entwickelt, ist also eine deutsche Erfindung.

    und schon wieder die Frage "woher stammt der Strom... ".... Es wird langsam langweilig.

    Wie oft soll ich es noch sagen: Bei mir stammt der Strom für den Ampera vorwiegend von der eigenen Solaranlage! ... oder von einem der vier unabhängigen Ökostromanbieter, wenn es gerade mal nicht klappt. Wichtig ist immer, wer das Geld für den Strom bekommt und wer damit wirtschaftet, nicht, wie der Strom physikalisch fließt.
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    schrieb am 28.04.2012 um 14:16
    Wer sich so ein Fahrzeug aus Überzeugung zulegt, hat ganz sicher bald die entsprechende Solarstromanlage und wenigstens ab sofort einen "echten" Ökostrom-Liefervertrag.

    Mein City-El lief schon vor 13 (!) Jahren nur auf Solarstrom!

    Wer Anhänger, Dachgepäck, u.s.w. benötigt, ist für solche Fahrzeuge vorerst nicht der Richtige. Millionen kommen heute noch ohne aus. Das wird auch nie der Fall sein. LKW`s werden wohl in 50 Jahren noch einen Treibstoff verbrennen. Wenn die Menge stimmt, ist das auch kein Problem.

    "Wissen" sollte man immer nur verarbeiten, wenn man es auch wirklich weiß - sonst einfach mal den Dieter Nuhr machen.
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    schrieb am 27.04.2012 um 08:49
    @macke: Aktuell werden ca. 20% des Stroms aus Erneuerbaren gewonnen (http://www.unendlich-viel-energie.de/de/wasserkraft/detailansicht/article/10/der-strommix-in-deutschland-im-jahr-2011.html)

    Außerdem ist der Wirkungsgrad eines Elektromotors ist wesentlich höher als der eines herkömmlichen Verbrennungsmotors.

    Entsprechend könnte es doch auch heute schon besser fürs Klima sein, elektrich unterwegs zu sein.

    Und bis sich eine größere Masse an Nutzern dafür entscheidet, ist der Anteil Erneuerbarer vielleicht schon 40%, wer weiss.

    Ich finde das jedenfalls interessanter, als immer nur Autos mit mehr PS zu entwicklen ...
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    schrieb am 27.04.2012 um 10:09
    Ich finde ein Elektroauto welches mit Atomstrom fährt ist natürlich nicht optimal,
    aber meiner Meinung nach immer noch wesentlich besser als mit Erdöl zu fahren.
    Können wir uns darauf einigen (-:
    Am besten wäre es natürlich es würden einfach weniger Autos fahren,
    die Probleme der Mobilität besteht ja nicht nur aus Erdölverbrauch.
    Die Städte sind vollgestopft mit Autos, die Straßen überfüllt .....

    Unsere Mobilität ist Segen und Fluch zugleich. Wir alle könnten nicht so leben, ob mehr oder weniger ökologisch, ohne Erdöl zu verbrennen.
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    schrieb am 27.04.2012 um 10:52
    Warum immer wieder..und immer noch die Verbindung von "Elektroauto" und "Atomstrom"?
    Kein Mensch kommt darauf, dass eine Ernährung nur mit Pommes zu haben ist.
    Genauso wenig ist ein Elektroauto mit Atomstrom verbunden.
    Denn wie jeder sich in der Ernährung seine Angebote aussuchen kann, kann er es im Strommarkt auch. Und wenn er noch einen eigenen Garten hat, kann er in die 'Selbstversorgung' einsteigen.
    Das ist prinzipiell auch beim Elektroauto der Fall: Das Elektroauto macht eine 'Selbstversorgung' mit Solarstrom 'Tanken vom Dach' noch mal besonders attraktiv!
    Daher möchte ich anregen, das Gespenst von "Elektroauto und Atomstrom" endlich in die Kiste zu packen ... und zu vergessen.
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    schrieb am 27.04.2012 um 22:49
    Würde ich auch sagen.

    Mit einem Elektroauto hat man endlich mal die Gelegenheit, selbst die Energiequelle auszuwählen, mit der man fährt. und bei mir ist die nun mal ausnahmslos regenerativ.
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    schrieb am 28.04.2012 um 00:42
    da die ganzen Konsumgüter aber immer "innovativer und effizienter" werden, so brauchen wir uns ja nicht mehr so einen Kopf zu machen von wegen Energie sparen. Den die Waschmaschine, die Glühbirne etc., sie alle verbrauchen nur noch minimal Strom. Da wir ja jetzt sogar dadurch Strom "sparen" , können wir uns ja gleich noch ne neue Kaffeemaschine, einen neuen, energiesparenden Staubsauger, Kühlschrank etc. und dazu gleich noch eine Brotbackmaschine kaufen..schliesslich sparen wir ja bei alledem Strom.

    Aber wenn wir genau hinschauen; besitzen wir nicht immer mehr Geräte, welche zwar energiesparend sind, jedoch auch nicht ohne Energie funktionieren. Für viele Dinge die wir früher noch Handwerklich gearbeitet haben gibt es jetzt ein Gerät dafür. Das beginnt schon bei der Babynahrung...ein aufwärm Gerät für die Milch, ein automatisches Gerät, welches das Gemüse für die perfekte weiche kocht und dann dazu noch püriert, ein Sterilisiergerät für die Flaschen der Babys und und und.....wie wollen wir bei alledem den Energie sparen? zudem zählt ja nicht nur der Energieverbrauch den wir damit erzeugen, aber auch vom Ressourcenabbau bis hin zur Produktion und Transport, jeder einzelne der vielen Stationen bis hin zum Endprodukt ist aufwendig an Energie...Genauso müssen wir bedenken, was mit allen alten Geräten passiert, welche durch neue energiesparende ersetz werden. In jedem Vorgang steckt Energie und manchmal glaube ich, dass wir als Konsumer nur an die Energie denken die wir direkt verbrauchen.
    Der Konsum steigt, wir sind immer mehr Menschen und ich glaube, die erneuerbaren Energien "hinken" der gesamten, auf Energie basierender Entwicklung hinterher.
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    schrieb am 28.04.2012 um 14:11
    Ich finde es gut, dass Du Dir solche Gedanken machst. Teilweise laufen sie aber nicht ganz in die richtige Richtung.

    Wenn früher jemand eine Babyflasche sterilisiert hat, schmiss er den Herd an und kochte Wasser. Dafür wird sehr viel mehr Energie aufgewendet, als wenn so ein Teil ein paar Minuten Dampf macht!

    Und es gibt noch viel mehr Beispiele. Es kommt also drauf an. Ein Gerät zu besitzen bedeutet noch nicht unbedingt, dass man damit viel Energie verbraucht - außer bei der Herstellung. Ist es ein Qualitätsprodukt (wie z.B. meine Bohrmaschine), hält es u.U. wirklich ein Leben lang...

    Mein heutiges E-Schlagzeug wird im lebenslangen Verbrauch wahrscheinlich ökologisch erheblich besser ausfallen, als die heute so gerne gekauften Natur-Drums aus Bubinga...

    Und wenn alle totalen Verzicht üben, würde es sehr Vielen bald ganz schön schlecht gehen...
    es muss etwas "dazwischen" sein...
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    schrieb am 28.04.2012 um 14:17
    AKW-Strom braucht kein Mensch - erst recht kein Auto.
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    schrieb am 28.04.2012 um 14:39
    "Unsere Mobilität ist Segen und Fluch zugleich. Wir alle könnten nicht so leben, ob mehr oder weniger ökologisch, ohne Erdöl zu verbrennen."

    Jetzt nicht und nicht in allen Teilen der Welt. Deswegen braucht es doch Utopien, wie wir wegkommen vom Öl.

    Atomstrom ist m.E. ein NOGO, Erdöl hingegen können wir nicht per Schalter abstellen, Autos auf Erd- und Biogas umrüsten problemlos bzw. für Teilbereiche.

    Mir ist das Auto mit Erdöl immer noch lieber als eines mit Atomstrom. Wer E-Auto fährt MUSS meiner Meinung nach den Strom ökologisch kaufen oder selber produzieren. Sonst wird es absurd. So wie die Verbreitung von E-Autos (nach der Bundesregierung bis 2020/2030) ohne Ökostrom-Ausgleich absurd wäre.
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    schrieb am 27.04.2012 um 10:59
    .. das war jetzt etwas zugespitzt da viele Beiträge darauf hingewiesen haben.
    Wenn sich (hoffentlich) Elektromobilität durchsetzt, wird es natürlich kein Atomstrom mehr geben, bei uns jedenfalls ...
    Wenn natürlich jemand fliegende Untertassen, die mit Luft betrieben werden, erfindet: Her damit ....(-:
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    schrieb am 28.04.2012 um 14:01
    Ich hatte früher auch Opel - sogar einen A - Manta!

    Danach gab es später noch mal einen Kadett.

    Heute könnte ich mir, trotz oder evtl. vielleicht gerade wegen des Ampera, einen Opel kaum noch vorstellen.

    Wir fahren jetzt, nach Verkauf des City-El, erstmal lange unsere Mini-Kisten (Picanto und Pixo) und iiiirgendwann dann vielleicht ein richtiges E-Mobil. Die Chancen stehen hoch, dass dies dann eher aus Japan kommen wird...
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    schrieb am 28.04.2012 um 17:08
    Ich glaube nicht dass Emobilität die Zukunft sein wird. Typisch Mensch, denkt man tauscht ein Teil also nur die Antriebsart und denkt das wäre der Forschritt überhaupt.
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    schrieb am 28.04.2012 um 18:13
    E Cars
    Hallo ist ja wunderbar aber die E Motoren sind leider sehr schwer,da muss noch mehr
    von den Ing. getan werden. Auch gibt es noch ein Problem mit E. Tankstellen.

    Ich fahre einen Erdgas Mercedes B Klasse mit 16 Kilo Erdgas damit komme ich
    320 Kilometer. 1. KIlo Erdgas ist gleich 1,5 Liter Benzin Preis pro Kilo zur Zeit
    1,03 EURO.
    Die B Klasse hat auch noch zusätzlich 54 Liter Bezin ( Tank)
    In Deutschland gibt es 1100 Erdgastankstellen !!
    Erdgas ist bis 2018 von der KFZ Steuer befreit. Auch tut man etwas für die Umwelt.
    Über die derzeitigen Benzinpreise kann ich nur schmunzeln.!
    Die meisten Erdgas Tankstellen sind meisten ca 3 Kilometer nach der AB
    Ausfahrt, bei GIbgas gibt es ein Erdgas Atlas somit kann man seine Fahrt gut planen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Vili
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    schrieb am 29.04.2012 um 10:44
    Morgen zusammen,

    mal so am Rande, auch andere "Mütter haben hübsche Töchter", auch wenn sie noch etwas zur Serienreife brauchen ( http://www.volkswagen.de/de/Volkswagen/nachhaltigkeit/technologien/forschung_und_projekte/1-liter-auto.html ).
    Gut ich muß ehrlich sagen, ist natürlich noch etwas überzogen der VW XL1, zumal man annehmen darf, das ein Vollkohlefaserautomobil einen entsprechenden Preis hat.
    Aber, in dem Zusammenhang, finde ich wiederum interessant, daß VW vom TDI Agregat einen Zweizylinder entwicklet hat, der im Zusammenspiel mit einem entsprechenden E-Motor funktioniert. Damit könnte und sollte man meiner Meinung nach, den auf dem Link noch oben studienmäßig abgebildeten UP ausrüsten.

    Den UP konnte ich im Rahmen einer Firmenwagenwechsels mal Probefahren. Ansich ein geniales Auto, wenn, ja wenn da nicht dieses nicht ganz unbedenkiliche Markel wär: der Antrieb mit dem Verbrauch. Denn bisher bietet VW diesen Wagen ausschließlich nur mit zwei Benziner an und die haben einen nicht ganz unerheblichen Verbrauch.
    Im Vergleich zu einem deutlich größeren Fahrzeug, kam ich mit allen Tricks kaum unter die 4,5l/100 Marke, was meiner Meinung nach für ein Automobil dieser Kleinwagengrößenklasse alles andere als angemessen ist.

    Soviel also dazu, schönen Sonntag noch. ;-)
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    schrieb am 29.04.2012 um 12:09
    Bin dem Link gefolgt und kann nur sagen: Schnellstens auf die Strasse damit!
    Ein E-Motor in Verbindung mit einem TDI und einer ausschließlich elektrischen Reichweite von 35km und Gesamtreichweite von 550km, sollte schleunigst den Weg von der Versuchsreihe in den Alltagsverkehr finden.
    Auch von BMW werden mit einer eigens für Elektrofahrzeuge entwickelten Konzern-Marke (BMW-i) ganz neue Leichtbaukonstruktionen in Carbon anvisiert, die erhebliche Gewichtsreduzierungen und dadurch optimierte Verbrauchswerte versprechen.

    So gesehen, wird da von verschiedenster Seite in den nächsten Jahren der Markt ( hoffentlich ) kräftig 'bewegt'. Sei es als reines Elektroauto oder mit "Range-Extender" .... und angesichts der Preise an den Zapfsäulen wahrscheinlich schneller in die 'Marktakzeptanz' kommen als von vielen Skeptikern prognostiziert!
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    schrieb am 29.04.2012 um 20:24
    ...ja ja so habe ich auch gedacht. hat nur zwei Schönheitsfehler. Fakt eins: nur zwei Personen, Fakt zwei Carbontechnik wird so oder so den Preis recht hoch treiben. Deshalb den Antriebstrang in ein kleines alltagstaugliches leichtes Fahrzeug einbauen.
  • gelöscht am 06.06.2012 um 16:51 von inaktiver User 95305
    Dieser Kommentar wurde gelöscht..
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    schrieb am 29.04.2012 um 20:57
    Wer soll sich denn aus den hier bisher gemachten Aussagen "verarscht" fühlen??
    Wir sind mit dem Ampera auch 'nur' 53km elektrisch gefahren!!
    Nichts anderes ist hier je behauptet worden.
    Ich -und etliche andere-gehen aber davon aus, dass eine solche Reichweite für viele Nutzer als täglich zu fahrende Distanz vollig ausreicht. Und solange kein Mensch hierzulande eine Ölquelle in seinem Keller, aber jeder die Sonne auf dem Dach hat, ist auch die Sache in Richtung "umweltfreundlicher" und "billiger" m.E. prinzipiell entschieden!
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    schrieb am 29.04.2012 um 23:25
    Seit wann schreibt die BILD-Zeitung mal was gescheites?

    Ich fahre den Ampera jeden Tag momentan mit 70 km Reichweite, da sind aber auch Schnellstraßenabschnitte mit 110 km/h dabei!

    Außerdem fährt man die 70 km mit nur 10 kWh Kapazität, das reicht auch völlig für die tägliche Pendelstrecke.

    Und eben, mein Ampera fährt mit meinem eigenen Solarstrom (ich wiederhole mich).

    Tankstellen? Waren das nicht die Geschäfte, die bis in die Nacht noch aufhaben ? ;-)
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    schrieb am 30.04.2012 um 11:49
    Hallo zusammen,

    als Innenstadtbewohner und Vater einer zweijährigen Tochter sehe ich Automobilität, insbesondere in unseren Städten, sehr kritisch. Wertvoller öffentlicher Raum wird durch Fahrzeuge zugeparkt, auf dem andernfalls evtl. Kinder spielen oder andere Aktivitäten stattfinden könnten, und die Geschwindigkeiten, die die aktuelle Gesetzeslage dem motorisierten Individualverkehr zugesteht, sind in der Tat mörderisch. Letztes Jahr war ich Zeuge, wie ein abbiegender Pkw einem Taxi die Vorfahrt nahm und durch dem Zusammenstoß auf den Gehweg geschleudert wurde. Das alles ging rasend schnell und der Wagen des Unfallverursachers kam ganz knapp vor einen kleinen Mädchen zum Stehen. 50 cm mehr und es wäre tot gewesen. So konnte es - zwar unter Schock, aber dennoch - wegrennen. Dieses Erlebnis hatte ich auch letzte Woche wieder vor Augen, als mir meine Frau erzählte, dass unsere Tochter fast auf die Straße gerannt wäre und sie die Kleine gerade so noch halten konnte. Das Elektromobilität hier keine Vorteile bringt, sondern eher noch größere Gefahren, weil man die entsprechenden Fahrzeuge akustisch schlechter wahrnehmen kann, ist offensichtlich.

    Und dennoch glaube ich, es wäre besser, als Mobilität weiter wie bisher zu praktizieren. Jeden Morgen wenn ich die Wohnung lüften will und mir die Abgasschwaden in die Bude ziehen, dann wünschte ich, das, was da draußen vorbeifährt, wären Elektroautos und es wäre mir vollkommen egal, wie der Strom, der die Fahrzeuge antreibt, hergestellt wird. Hauptsache frische Luft in der Stadt.

    Welche Schlussfolgerungen habe ich für mich gezogen: Automobilität gehört zu unserer Kultur, ist eine wesentliche Säule unserer Wirtschaftskraft, ist Sinnbild für Unabhängigkeit und Emanzipation und lässt sich schlichtweg nicht wegdiskutieren. Aber so wie sie heute praktiziert wird, wird sie zunehmend zur Last, und das muss geändert werden.

    Mein Vorschlag: Geschwindigkeitsbegrenzung in allen Städten und Gemeinden auf menschengerechtere 25 km/h. Dadurch verbessern sich die Reaktionszeiten, wodurch Unfälle reduziert werden können, und kommt es doch zum Unfall, dann ist die Überlebenschance größer und das Verletzungsrisiko geringer. Verkehrsteilnehmer können besser Kontakt zu einander herstellen (berührungsfrei!). Zudem werden dadurch Fahrräder oder auch Pedelecs (die aktuellen Elektroräder) konkurrenzfähiger gegenüber Pkw, da sich die Geschwindigkeiten angleichen und damit ein entscheidender Vorteil der Pkw ausgehebelt wird. Als nächsten Schritt würde ich dazu übergehen, die Einfahrt von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in die Städte schrittweise aber konsequent zu unterbinden (Stichworte: Umweltzonen oder Citymaut). Und wenn sich dann abzeichnet, dass tatsächlich immer weniger Menschen in Städten selbst Autos besitzen, dann würde ich dazu übergehen sukzessive aber ebenfalls konsequent, Stellplätze für Pkw zu reduzieren.

    Ich bin mir natürlich dessen bewusst, dass weder die Mehrheit der Gesellschaft, noch die Mehrheit der politisch Verantwortlichen derartigen Szenarien positiv gegenübersteht. Ich denke aber, es ist schon längst überfällig, eine andere Mobilitätskultur zu etablieren und eine Änderung des allgemeinen Verkehrsverhaltens herzustellen. Elektromobilität kann dabei helfen, sie ist aber sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Und ein Wandel des Mobilitätssystems ist auch ohne sie möglich, wenn man es denn will oder irgendwann einmal vielleicht sogar muss, weil Erdöl, Lithium, seltene Erden, Stahl, Eisen, Aluminium ... aufgrund des weltweiten Bevölkerungswachstums kaum mehr finanzierbar sind.

    Mehr Mut! Traut Euch, was zu bewegen! Jeder Einzelne kann heute schon mal anfangen!
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    schrieb am 30.04.2012 um 11:53
    "Als Innenstadtbewohner...."

    ich bin kein Innenstadtbewohner, sondern lebe auf dem Land. Denkt auch mal an andere Lebensentwürfe. Klassischen ÖPNV gibt es hier nicht und lohnt sich aufgrund der Verteilung in die Fläche nicht.

    Wenn die zentralistische Energieversorgung zusammenbrechen würde, wären die Städte als erstes tot. Die ländlichen Gemeinden bauen derzeit als erste dezentrale Energieversorgungsstrukturen auf und werden damit autark.
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    schrieb am 30.04.2012 um 12:41
    Wow, das ging aber schnell. Natürlich müssen auch ländliche Räume in die Überlegungen einbezogen werden. Das schließe ich mit meinem Beitrag ja auch nicht aus. Und ich finde es auch völlig in Ordnung, wenn sich Menschen für ein Leben auf dem Land entscheiden. Die Städte würden eine plötzlich einsetzende Landflucht wohl auch gar nicht verkraften können.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das derzeitige Mobilitätssystem insbesondere in den Städten Probleme verursacht. Und wenn Sie, Tachy, mit Ihrem sonnenbetanktem Opel mit einer Geschwindigkeit von 25 km/h elektrisch in der Stadt fahren, dann sind Sie für mich natürlich eher Teil einer Lösung, denn ein Teil des Problems. Das geht so auch aus meinem Beitrag hervor.

    Was die von Ihnen angesprochene Energiefrage betrifft, stimme ich Ihnen zu und sage, dass die Städte hier noch viel zu tun haben. Im Übrigen halte ich es für den besonderen Vorteil des ländlichen Lebens, seinen Stromer unter dem eigenen Solarcarport mit RICHTIGEM Ökostrom laden zu können. Allerdings liegt hier auch ein Problem für Innenstadtbewohner in genossenschaftlichen oder gründerzeitlichen Mehrfamilienhäusern. Die haben nämlich nicht die Möglichkeit, sich ein Solarcarport hinzustellen. Hier ist das betanken von Elektrofahrzeugen wesentlich schwieriger.

    Und zum Thema ÖPNV im ländlichen Raum: Natürlich gibt es hier Gegenden, die schlechter angeschlossen sind, als andere. Allerdings sind die Verhältnisse in Deutschland sicherlich andere als in, sagen wir: vielen Entwicklungsländern. Während es dort nie ÖPNV gab, wurde er bei uns in den letzten Jahrzehnen gerade im ländlichen Raum ausgedünnt. Hier muss ein Umdenken stattfinden. Investitionen müssen unter dem Gesichtspunkt der Daseinsvorsorge hierhin umgelenkt werden. Auch wenn das U.u. bedeutet, dass weniger Geld in den Neu- und Ausbau von Straßen fließt. Pauschal zu sagen, dass das nicht finanzierbar ist, halte ich für voreilig und schlage Kostenrechnungen für jeweilige Einzelfälle vor.

    Es gibt also viel zu tun. Packen wir es an!
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    schrieb am 01.05.2012 um 15:52
    Ich fürchte, es spielt keine große Rolle, Ob Du etwas gelten lässt oder nicht...

    Fakt ist, dass der ÖPNV auf dem Land durch die sprichwörtliche, "einzelne Oma, die mit einem 50 Liter/100 km schluckenden Überlandbus fährt" gekennzeichnet ist.
    Nein, das wird nichts, da bin ich sicher.
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    schrieb am 01.05.2012 um 19:21
    Ja, ist leider ist das ein Teufelskreis mit dem ÖPNV auf dem Land.
    Weil sich die Fahrt mit der einzelnen Omi nicht rentiert, werden immer mehr Lininien außerhalb der Kernzeiten gestrichen.
    Von den Bekannten die mit mir Bus gefahren sind zu Zeiten, wo ich noch öffentlich zum Jobben gefahren bin, sind inzwischen viele auf's Auto umgestiegen.
    Bei den heutigen Überstunden kann niemand mehr mit einem Busfahrplan leben, wo abends ab 19 Uhr nichts mehr geht.
    Und wer dann alle paar Tage für die letzten paar Kilometer ein Taxi nehmen muß, der zahlt nicht mehr lange die Monatskarte.
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    schrieb am 01.05.2012 um 16:06
    Der klassische ÖPNV wird auf dem Land schon organisatorisch nicht funktionieren. Das wurde schon Jahrzehnte versucht, aber eigentlich ist das Scheitern ganz logisch begründet: Personen müssen zu bestimmten Zeiten an viele weit auseinanderliegende Orte, das ist mit Busverkehr und Fahrplänen nicht zu lösen.

    Auf dem Land heisst die Lösung: Echtzeitvernetzung per flinc mit solarbetriebenen Elektroautos.
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    schrieb am 01.05.2012 um 19:18
    Hallo Hans-Werner Neumann und Tachy,

    ich denke, dass es für den ÖPNV keine Pauschallösung gibt, weswegen ich Kostenrechnungen für Einzelfälle vorgeschlagen habe. Dazu gehört n.m.E. natürlich auch, dass man unterschiedliche Verkehrsträger betrachtet. Ich würde jedenfalls auch keine Ortschaften in denen 5 Leute wohnen im Linienbetrieb durch Überlandbusse bedienen lassen (es sei denn, dass die Ortschaften ohnhin an Linien liegen). Neue Konzepte und Organisationsmodelle sind gefragt und werden auch schon erprobt. Flinc und andere Mitfahrzentralen können da sicherlich einen Beitrag leisten. Es gibt aber bestimmt noch mehr, was man da multimodal inklusive MIV veranstalten kann. Kommunales oder nachbarschaftliches Carsharing, genossenschaftlich organisierte Fahrradleihsysteme. Da könnte man den Gedanken zusammen mit den Ansässigen in den entsprechenden Orten sicherlich Lauf lassen.

    Außerdem weiß ich, dass es auch innerhalb kleiner Ortschaften gesunde Menschen gibt, die 500 m zum Bäcker mit dem Auto fahren. Nicht, dass ich es ihnen verbieten möchte. Ich will damit nur sagen, dass man auch im ländlichen Raum nicht bloß weite Strecken in die nächste Stadt fährt. Ich finde aber, dass man da dann schon mal einen Diskurs anregen kann, um vielleicht die Leute zu erreichen, die für Alternativen prinzipiell offen sind, aber einfach noch nicht darüber nachgedacht haben, weil sich das ganze soziale Umfeld so sehr am Auto orientiert, dass Laufen oder Radfahren schon fast als asozial angesehen wird. Hier braucht es auch im ländlichen Raum eine andere Kultur.

    Da kann man noch viel drüber philosophieren ...
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    schrieb am 01.05.2012 um 20:36
    mmh, langsam werden die beiträge interessant, weiter so!
    hier ein schöner link:
    http://www.sueddeutsche.de/geld/abhaengigkeit-von-fossilen-rohstoffen-zehn-vorschlaege-zum-oelsparen-1.1345258
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    schrieb am 01.05.2012 um 22:14
    "Die Abhängigkeit vom fossilen Brennstoff Öl lässt sich nur durch einen sparsameren Umgang mit der Ressource abbauen. Deshalb muss die Politik Anreize schaffen, die helfen, den Energieverbrauch zu senken und alternative Energiequellen fördern. Für den Straßenverkehr sind völlig neue Konzepte notwendig, die ohne den fossilen Brennstoff auskommen. Mit dem Ende des Ölzeitalters werden sich aber auch die Siedlungsstrukturen in Städten und im ländlichen Raum verändern."
    So heißt es gleich auf der ersten Seite des Artikels in der "Süddeutschen".

    Das ist im Prinzip absolut richtig und als generelle Forderung nur zu unterstreichen!
    Doch wie werden hierzulande gerade "alternative Energiequellen gefördert"?
    Wie werden "völlig neue Konzepte für den Straßenverkehr" und "veränderte Siedlungsstrukturen" vorangetrieben?
    Statt einer umgehend machbaren Gesetzgebung dahingehend, dass Siedlungen in Deutschland nur noch mit solarintegrativer Mobilitätsversorgung genehmigungsfähig sind, wird ein SolarBashing und Förderpolitikdesaster ohnegleichen angezettelt!
    Statt in der Vernetzung von Architektur, Siedlungsbau und Mobilität wirklich alles zu unternehmen was bereits 'auf dem Absatz' möglich ist und schon ziemlich schnell zu einer wesentlichen Entspannung an den Ölmärkten führen kann, wird dem 'Organisierten Verschlafen' in diversen Chefetagen, Parteizirkeln, Verbänden und Behörden Vorschub geleistet.
    Offensichtlich sollen von mehrer 'interessierten Seiten' die Potentiale der Erneuerbaren kleingeredet und ausgebremst werden, bis sie so 'zurechtgeklopft' werden können, dass sie in die alten zentralistischen Versorgerstrukturen passen.
    Es ist da nur ein aber ein beschämend bezeichnendes Beispiel, dass es im Zeichen der "Wirtschaftspolitik" zwar eine "Abwrackprämie" gab, mit der tausende funktionsfähige Autos gen Schredder gelenkt wurden... aber zu einer Förderprämie für Elektroautos man sich nicht durchringen will!
    Kurzum: Ein Gesamtkonzept im Signum von 'Weg vom Öl", sucht man derzeit vergeblich.

    Da ich seit Jahren mit Vorschlägen und Angeboten zum Thema 'Weg vom Öl' unterwegs bin, gibt es auch eine entsprechende Webseite: Ölscheich ade... DachScheich.com!
    www.dachscheich.com
    ( das nur noch zur praktischen Ergänzung )
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    schrieb am 03.05.2012 um 10:06
    Opel=schlechtes Image, schwache Qualität
    Ampera=für ein Experimentierfahrzeug sehr teuer, nur 4 Sitze, weniger Platz als in anderen Kompakten, eigentlich auch nur ein Hybrid, Energielevel sehr hoch (Benzin- und Stromverbrauch)

    Wird wohl nix werden...
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    schrieb am 03.05.2012 um 11:22
    Ja, Du musst es ja wissen.
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    schrieb am 03.05.2012 um 13:52
    Sogar hier gibt's wenig Utopisten und jede Menge Träumer. Es ist erschütternd. Einen Dank an axelb für den SZ-Link. Dort findet man zumindest einige gute und richtige Ansätze.
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    schrieb am 03.05.2012 um 16:00
    Hier auf Utopia oder in diesem Diskussionsfaden ?

    Erschütternd finde ich deine Aussage "jede Menge Träumer". Das von jemandem, der seit drei Jahren angemeldet ist und drei Beiträge geschrieben hat, zwei davon hier.

    Die Ansätze im SZ-Artikel wurden hier auf Utopia eingehend diskutiert, mit etwas mehr an Inhalt als Irrsinn-Feststellungen.

    "Ich sag' immer: die Autos von heute sind eigentlich schon der Schnee von gestern. Das gilt übrigens auch für die unzähligen Waren und Produkte."

    Alternativen ? Ich kann nicht erkennen, (a) welche Mobilität du dir vorstellst für die Masse von Menschen in dieser Gesellschaft, in diesen Strukturen, (b) welche Mobilität du selber pflegst und welche sinnreichen Vorschläge du machen kannst.

    DEINE Utopie interessiert mich. Zu behaupten, hier gäb´s zu wenig Utopien ... fange doch mal mit deinen Beiträgen an. Dort wo wir Anderen/Träumer zu kurz greifen.

    Das Feststellen von Mißständen reicht dazu nicht.
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    schrieb am 03.05.2012 um 20:37
    hier ein netter artikel zum thema:
    http://www.heise.de/tp/artikel/36/36671/1.html
    ... reduziert man mit freiem öffentlichem nahverkehr den autoverkehr wirklich?
    oder sehe ich das zu pesimistisch?
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    schrieb am 03.05.2012 um 20:50
    Man wird den Individualverkehr niemals abschaffen können. Also sollte man für einen umweltfreundlichen Individualverkehr sorgen. Alles andere ist Träumerei.
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    schrieb am 03.05.2012 um 21:29
    Na, wenn man auf utopia.de nicht mal mehr träumen darf, dann bleibt wohl nur noch das eigene Bett, oder? Vielleicht habe ich das Konzept der Seite aber auch missverstanden.

    Wie dem auch sei, solange Menschen in peripheren Gegenden leben möchten, wird man wohl am MIV nicht vorbeikommen. Eine Frage ist dabei, wie ein verträgliches Maß gefunden werden kann, eine andere Frage ist, wie lange die Gesellschaft bereit und im Stande ist Zersiedlung zu befürworten und über Steuern finanziell zu unterstützen (Eigenheimzulage, Pendlerpauschale, standardmäßige öffentliche Erschließung usw.)

    In urbanen Gebieten mit kompakter Besiedlungsstruktur kann man aber sicherlich auch mal über ÖPNV-Flatrates oder "kostenlosen" ÖV nachdenken. Funfact: ich habe eine Bahncard 100. Damit fahre ich in fast allen Fern- und Nahverkehrszügen der DB (incl. S-Bahnen) und in vielen privaten Bahnunternehmen Deutschlands und in zahlreichen Städten mit dem ÖPNV ohne mich um irgendwelche Provinztarife auch nur einen Dreck zu scheren. Wenn ich mal beruflich oder privat aufs Land muss nehme ich wahlweise mein Fahrrad oder Pedelec mit oder leihe mir ein Call a bike oder ein anderes Leihfahrrad für die letzten Kilometer bis zum Zielort. Bisher hat das prima funktioniert. Klar, man brauch vielleicht etwas mehr Zeit, dafür sieht man aber auch mehr, trifft Menschen und, und, und. Und wenn ich mal unbedingt ein Auto brauche, dann habe ich Flincster, StadtMobil, Car2Go, oder, oder oder zur Auswahl. Nicht zu vergessen: Europecar, Sixt, Starcar.

    Ich habe mal auf dem Land gewohnt und bin, bis ich meinen Führerschein hatte, ganz gut mit den Öffentlichen und meinem Rad klargekommen. 12 km morgens in die Schule - mit dem Rad und Bahn kein Problem.
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    schrieb am 03.05.2012 um 21:24
    .. nein, natürlich nicht abschaffen, ich möchte auch hin und wieder Autofahren (carsharing).
    Aber reduzieren, die Menge an Autos erstickt die Stadt. Ich denke das vieles davon aus Bequemlichkeit passiert, man steigt auch für kurze Strecken ins Auto.

    Die große Frage ist, die auch mich umtreibt, wie können wir es schaffen dass diese Menschen das Große und Ganze sehen, und daraus ein Bewusstsein entwickeln verantwortungsvoller mit Energie und vor allem mit Erdöl umzugehen. Es ist sehr schmerzlich zu sehen mit welcher Selbstverständlichkeit auch für kürzeste Wege ins Auto gestiegen wird, auch direkt hier in meinem Umfeld, wo man eigentlich die große Auswahl hat.
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    schrieb am 04.05.2012 um 12:17
    Ein wesentliches Merkmal der Utopie ist, dass sie sich signifikant von dem unterscheidet, was heute ist.
    In Bezug auf Mobilität bedeutet das für mich: Autofreie Innenstädte, deutlich weniger Autos insgesamt, effizientere Nutzung der Fahrzeuge durch teilen (car-sharing), auf's Fahrrad steigen, wann immer sich die Möglichkeit bietet, ein gut ausgebauter ÖPNV und natürlich auch die Brötchen rugig mal zu Fuß holen. Ich bin übrigens seit 7 Jahren autofrei. Ich kann's jedem empfehlen. Die Spritpreise und all die anderen Kosten, die ein PKW nach sich zieht, gehen mir am Allerwertesten vorbei. Was mir allerdings nicht daran vorbei geht, ist, dass weltweit alle 90 Sekunden ein Todesopfer, Lärm- und Feinstaubbelastung, Klimaschädigung und eine unvergleichliche Ineffizienz und Inanspruchnahme öffentlichen Raums zu beklagen sind. Träumer sind die, die glauben, man könne den einen Quatsch durch einen neuen ersetzen. Utopisten sind die, die sich die Welt anders, besser, sinnvoller vorstellen. An dieser Vorstellungskraft scheint es vielen zu mangeln, obwohl sie bitter nötig ist.
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    schrieb am 05.05.2012 um 11:30
    In der Analyse sind wir uns einig.

    Auf´s Auto dort verzichten, wo es möglich ist, auf ÖPNV umsteigen, wo es möglich ist, Radfahren und zu Fuß gehen, wo es möglich ist. Das trifft auf Innenstädte zu, dort ist die Belastung durch Individualverkehr mit Verbrennungstechnologie seit Zeiten der Verdichtung DER Faktor für wahrgenommene Verschlechterung der Lebensqualität. Das trifft auch auf die besagten 3-6 Kilometer jeglicher Autonutzung zu, die unabhängig von Stadt/Land einen Großteil der Fahrleistung ausmacht.

    In der Zukunft sind alle ausgestiegen aus dem Auto und haben es abgeschafft. Dieser Trend wird durch neueste Zahlen ... widerlegt. So ein Pech. Überall nimmt der Bestand zu, absolut betrachtet erleben die höchsten Zuwachsraten Gas- und Hybrid-Autos.
    http://www.kba.de/cln_033/nn_269000/DE/Statistik/Fahrzeuge/Bestand/EmissionenKraftstoffe/2012__b__emi__eckdaten__prozent.html

    Die Wohlstandsmenschen in der Breite der Bevölkerung wollen gar nicht aussteigen. Haben wir dafür Utopien ? Weil es besser machen, diesen Bedürfnissen alternative Technologien zur Verfügung zu stellen, ist nach deinen Aussagen Träumerei. Da träume ich gerne weiter vom MIA. Einfach alle PRIVATEN Autos in Städten verbieten und kostenlos Mia-to-Go in begrenzter Zahl einsetzen, mit jährlich sinkender Zahl und umgekehrt jährlich ausgebauter Kapazität für den ÖPNV.
    http://www.mia-electric.com/

    In der Übergangsfrist bis wir eine "perfekte Mobilität" haben, machen wir also beide Augen zu und diskutieren Utopien ? Bis dahin bitte nicht Technologien verbessern, an der Effizienz arbeiten, sparsamere Autos entwickeln ?

    Von 100 auf 0 würde ich diese Strategie bezeichnen, mir ist das sympathisch und halte es gleichzeitig für unrealistisch für die NAHE Zukunft. Aussteigen bei vorhandenen ÖPNV-Alternativen zur Bewältigung der Pendel-Wegstrecke ist keine Utopie, sondern ökologische Pflichtübung. Wieviele Menschen absolut betrachtet betrifft diese Strategie ? Sehr viele m.E., weil in den Städten bereits (1) sehr gute ÖPNV-Angebote aufgebaut wurden und (2) die dort wohnenden & arbeitenden Menschen hinreichend informiert und motiviert sind.

    Deshalb sehe ich den Schwerpunkt in jenen Gebieten, die das alles nicht haben. Was sollen die Menschen OHNE HEUTE VORHANDENE Alternativen zum Auto machen, die abseits wohnen oder fern von Nah- wie Fernverkehr zur Arbeit müssen ? Haus, Wohnung, Auto verkaufen, Familie in den Umzugswagen packen und näher heran ziehen ? Tolle Utopie. Damit würde sich schlagartig alles verbessern. Das kann man schließlich im Einzelfall umsetzen. In der Masse in kurzer Zeit auch ?

    Der Trend geht in Richtung 1-2 Personenhaushalte, deutlich stärker in den Stadtstaaten. Hinsichtlich Mobilität kann das positive oder negative Entwicklungen bedeuten, positiv: ein Auto lohnt sich noch weniger in der Anschaffung, flexible Alternativen werden stärker nachgefragt. Negativ: die alten Bedürfnisse nach motorisiertem Individualverkehr bleiben, die notwendigen Fahrleistungen mit diesen Fahrzeugen steigen sogar aufgrund der Zunahme von (getrennten) Privathaushalten, man wird weniger zusammen, die berufliche Mobilität steigt weiter an, der Bedarf an Mobilität erhöht sich insgesamt.

    Beiden Szenarien könnte begegnet werden, im Sinne einer Förderung der positiven und Minderung der negativen Aspekte.

    Utopie ist m.M. nach nicht abgehoben jeglicher Realitäten zu diskutieren. Wünschenswertes trotz oder entgegen der Bedüfnisse von Menschen, die in dieser Zukunft leben sollen, bleibt Träumerei. Ich kann mir ein Leben Aller in Fußnähe zu Einkauf, Kultur und Beruf sehr gut vorstellen. Und die Wege dahin, welche strukturellen Maßnahmen, Entwicklungspläne und Finanzierungswege nötig sind. Deswegen mein Credo, das privat ausgegebene Geld in solche Strukturen stecken, ob Konsum oder Bildung oder Mobilität. Würden die Kosten für die derzeitig dominanten Strukturen für den Einzelnen sichbarer, in Geldwert, und könnten wir utopische Szenarien demgegenüber als Alternative wählen (praktisch durch mehr Bürgerbeteiligung und langfristige politische Konzepte), würden viele Menschen dafür Interesse zeigen und ihre Lebens- und Familienplanung anpassen.

    Doch daran fehlt es. Wir kennen nur 4-Jahrespläne von Bundesregierungen, deren Wahlversprechen kaum eingehalten werden. Eine Partei "Die Utopisten" gibt es nicht dem Namen nach, sie wäre in der aktuellen Situation evtl. wenig nachgefragt, erstmal warten die Bürger ab, wie sich die Piraten in den nächsten Jahren schlagen. Doch darin sehe ich in großes Potential, mittelfristig über Transparenz und "mehr Demokratie" auch ökologische Themen bis hin zu Lebensentwürfen auf´s Parkett von Bundespolitik zu bringen. Mehr Beteiligung hat Folgeeffekte.
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    schrieb am 05.05.2012 um 14:45
    Gut formuliert, geht runter wie Öl (kein Erdöl!), kann mich 100% anschließen!
    Doch für die große Masse brauchen wir die Ökodiktatur!
    Siehe Hagen Reuter:
    http://www.youtube.com/watch?v=bB8KrVEHnxo

    (-:
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    schrieb am 07.05.2012 um 17:46
    Was meint ihr was wohl in der Autoindustrie los wäre, wenn die Politik heute beschließen würde dass bis zum Jahr 1220 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr in Innenstädten fahren dürfen. Und bis zum Jahr 2030 in ganz Deutschland die Autos mit Verbrennungsmotor ganz verboten wären. Wir hätten einen nie dagewesenen Inovationsschub, wir hätten binnen kurzer Zeit alternative und bezahlbare Lösungen.
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    schrieb am 07.05.2012 um 20:49
    Wir hätten* jahrelange Demonstrationen der dort arbeitenden Mitarbeiter, Widerstände und Blockadepolitik der Autoindustrie, die sich SOFORT mit Bekanntgabe dieser Pläne auf die Aktienkurse der Deutschland AG (zuerst die einschlägigen Unternehmen, die Zulieferer, dann übertragen auf die gesamte Wirtschaft in Deutschland) niederschlagen würde.

    Die Rating-Agenturen würden Deutschland noch schneller abwerten als uns lieb ist.

    Die deutschen Autohersteller würden noch schneller raus aus Deutschland gehen, China ist DER neue Absatzmarkt. Ein Verbot in Deutschland würde den Innovationschub exportieren. Wir importieren dann E-Technologie aus dem Ausland.

    *Das alles könnte sein. Zur Innovation muss m.E. der Markt und der Verbraucher drängen, Verbote durch die Politik sind sehr heikel. Mit ein Grund warum dieses politische Abwägen und Geplänkel so lange dauert, ein Vorstoß erst kommt, wenn EU-weit beschlossen oder nicht mehr länger aufzuschieben oder die veranwortlichen Politiker wolen endlich die Sache von ihren Schreibtischen haben.

    Die Technik ist m.E. bereits serienreif. Aber die Widerstände sind zu groß, die Gewinnmargen noch mit alter Technik zu hoch. Kein Automobilhersteller würde nächsten Monat noch produzieren, wenn kein Markt mehr vorhanden ist. Bricht der Markt in Deutschland weg, wird eben exportiert so lange es geht. Bricht der EU-Markt weg (bei einem entsprechenden Verbot) fallen auch die lästigen Abgasnormen weg.

    Wie sich umgekehrt die deutschen Hersteller auf dem US-Markt positionieren, weil dort z.T. strengere Abgasnormen existieren. Bluetec, AdBlue u.ä. waren m.W. zuerst auf dem US-Markt bevor sie in Deutschland angeboten wurden. Das Können ist vorhanden, ob es sich lohnt eine bestimmte Technologie auf welchen Märkten anzubieten, daran setzen die Rahmenbedingungen an, wie die gesetzlichen. Dazu kommen die unterschiedlichen Messmethoden für Verbrauchswerte weltweit.
    http://www.dieselnet.com/standards/
    http://www.dieselnet.com/standards/cycles/
    http://en.wikipedia.org/wiki/Corporate_Average_Fuel_Economy
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    schrieb am 08.05.2012 um 16:45
    Och, das glaube ich gar nicht mal... Vorgaben können einen ordentlichen Schub verursachen, die Beispiele nennst Du ja selbst.

    Denk mal an die Feinstaubverordnung ;-))) Deren ursprünglicher Sinn ist ja nach wie vor sehr fragwürdig, und trotzdem wurden sofort reichlich Aufrüstsätze gebaut und installiert. Jetzt werden viele fahrtüchtige Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen, weil sie nicht mehr in die Stadt dürfen...

    Der eine Hauptgrund wird die Trägheit der Masse sein: Viele glauben nicht wirklich an die Notwendigkeit und machen die Augen zu. Und der andere ist - wie Du richtig sagst - die hohe Marge bei der Produktion von Verbrennungs-Autos. Die Technologie ist da, sehr ausgereift - da hört man nicht eher auf, als man muss. Und die Politik hält sich zurück, weil viel zu viel daran hängt.

    Aber die ganzen Konjunktive nützen nichts, denn es wird kein Verbot geben. Das einzige, was die Geschichte wirklich voranbringt, sind persönliche, (an-)fassbare Beispiele im Alltag.

    E-Auto kaufen und fahren ;-)))
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    schrieb am 08.05.2012 um 13:10
    Ich will meine Ansichten zusammenfassen und mich dabei auch auf diesen Thread (oder wie man das nennt) beziehen:

    1) Deutschland wird nicht zur Opel-Gang! Es wird zwar Bereiche geben, in denen der Ampera Anwendung finden kann und Kunden, die sich das Fahrzeug kaufen (Land, Landbewohner, Stadtbewohner mit Vorliebe zum Automobil, Firmenfuhrparks, evtl. Anbieter von Carsharing) aber für die breite Masse ist er, so wie viele andere Elektro- oder Hybrid-Autos auch, nicht das ultimative Konzept:

    2) Dazu ist er für einige zu wenig Renn-Reise-Familien-Transport-...-Auto (nur 4 Sitze, zu kleiner Kofferraum) und dafür dann doch zu teuer.

    3) Darüber hinaus können Elektroautos vielleicht einige der Probleme des Verkehrs (lokale Lärm- und Abgasemissionen) lösen aber leider nicht alle (Parkplatznot würde nicht verringert werden und könnte sogar noch weiter verstärkt werden, weil Elektroauto für viele nur Zweitwagen sein kann) und neue Probleme könnten hinzukommen (erhöhtes Unfallrisiko mangels fehlenem Motorensound, neue Abhängigkeiten, bspw. seltene Erden, Lithium usw.).

    4) Einige sehen auch die Energiefrage noch lange nicht als geklärt an, auch wenn es Bsp. gibt, die ihren Ampera mit Solarstrom vom eigenen Carport laden.

    5) Wie man auch in diesem Kommentar-Thread sehen kann, gibt es auch andere Mobilitätsentwürfe, die sich verstärkt an Autofreiheit, Ö(PN)V, Umweltverbund usw. orientieren und damit auch gut leben.

    Auch wenn das im Moment vielleicht noch etwas utopisch klingt, so glaube ich doch, dass es gelingen kann zukünftig ein hohes Maß an Mobilität zu gewährleisten, ohne dabei allen negativen Folgen des Verkehrs ausgesetzt sein zu müssen oder in die Steinzeit zurückzufallen.

    Elektroautos (vorzugsweise als Teil eines (öffentlichen) Mobilitätskonzeptes) werden daran einen Anteil haben, aber auch der verbesserte Ausbau des ÖPNV (bis weit hinein in die Verflechtungs- und sogar ländlichen Räume, denn auch hier gibt es Innovationspotenzial wie Leichtbau, verbesserte Antriebssysteme, aktive/passive Lärmschutzmaßnahmen, moderne Fahrzeugkonzepte ...).

    Die Städte werden zukünftig dominiert von Fußgängern und Radfahrern, und das wird sich auch in die ländlichen Räume verstärkt ausbreiten. Die sich entwickelnde kritische Masse wird dafür sorgen, das Geschwindigkeiten menschengerechter werden, Unfälle und Emissionen zurückgehen und die Lebensqualität steigt.

    Die Politiker werden auf diese Trends aufspringen bzw. diese sogar antizipieren und über den adäquaten Ausbau der Infrastrukturen, die Anpassung der Bauleitplanung und Raumordnung und die Unterstützung einer entsprechenden Mobilitätskultur dazu beitragen, dass diese Trends in das Mobilitätssystem der Zukunft überführt werden.

    Das ganze wird ein Prozess sein, der zwar nicht ganz ohne regulatorische Maßnahmen stattfinden wird, der aber auch nicht Deutschlands wirtschaftliche Existenz stärker gefährden wird, als es die Wirtschaft selbst tut (aktuell: Kurzarbeit bei Ford, Verlagerung der Astra-Produktion). Vielmehr werden die Politiker wieder lernen Politik verstärkt für Menschen insgesamt und nicht nur für Konzerne und Banken zu machen, auch wenn Politik in diesen Bereichen weiterhin gefragt sein wird.
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    schrieb am 08.05.2012 um 16:51
    Nein, das alles sind schöne Träume, fürchte ich... Die es im übrigen schon vor Jahrzehnten gab, mit den gleichen Argumenten und Projektionen. Nichts ist draus geworden.

    Es nützt nichts, sich eine ganz andere Welt zu wünschen...

    Man muss von dem jetzigen Stand ausgehen und wirklich durchsetzbare,schrittweise Verbesserungen praktisch angehen - das ist der erfolgversprechendste Weg.
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    schrieb am 08.05.2012 um 18:14
    Nun ja, die einen sollen sich ein Elektroauto kaufen und fahren, die anderen fahren ÖV und Rad oder gehen zu Fuß. Das alles hat seine Berechtigung. Elektroauto als einzige Option scheint mir aber zu wenig und zudem zu einfallslos.

    Außerdem gibt es jetzt schon genügend Beispiele dafür, dass mit etwas Willen und Engagemant einiges gehen kann. Länder wie Holland, Städte wie Münster und Freiburg und in neuerer Zeit auch Frankfurt, Hamburg, Berlin.

    Auch wenn es meine Argumentationen und Projektinen schon seit Jahren gibt - noch nie war der Druck größer und die Voraussetzungen besser einen anderen Weg in Verkehr und Mobilität zu gehen. Und ich würde dahingehend nicht sagen, dass nichts daraus geworden ist, sondern dass die Diskussionen darum schon seit den 70er/80er Jahren unterschiedlich stark geführt werden und sich die Erfolge langsam einstellen. Im Übrigen gibt es die Diskussionen um Elektroautos auch schon seit ewigen Zeiten (mehr als 100 Jahre) und bisher sind die auch nicht aus der Nische rausgekommen. Aber auch dafür ist die derzeitige Situation günstig. Ich halte nichts davon, nur einen Weg gehen zu wollen, in der Form "freie Fahrt für freie Bürger - wenn nicht mir Erdöl, dann eben mit Strom." Das ganze muss integriert gedacht werden, mit unterschiedlichen Optionen für unterschiedliche Bedürfnisse. Ich glaube nämlich nicht an den durchschnittlichen Verkehrsteilnehmer und damit auch nicht an durchschnittliche Verkehrskonzepte.

    Und so lange die Seite Utopia heißt ...
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    schrieb am 08.05.2012 um 18:17
    im übrigen würde auch ich vorschlagen, dabei mit durchsetzbaren und praktischen Verbesserungen schrittweise vorzugehen, aber das habe ich ja auch schon geschrieben
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    schrieb am 08.05.2012 um 19:05
    Und von Wegen "gabe es schon vor Jahrzehnten": Das kann schon sein, aber offenbar ist es noch nicht bei allen angekommen: Wenn ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis solche und ähnliche Argumente vortrage, dann schlägt mir regelmäßig Unmut entgegen, zum Teil auch erstaunen - "habe ich noch nie so gesehen". Es gibt aber auch Erfreuliches. So zieht ein junges befreundetes Pärchen demnächst näher an den Arbeitsort, übrigens von der Großstadt auf das Land, um nicht mehr so viel mit dem Auto fahren zu müssen. Bevor wir uns getroffen haben, haben solche Überlegungen keine Rolle gespielt und jeder Weg wurde mit dem Auto gefahren. Und auch einige Familienmitglieder fahren jetzt öfter Bahn und Rad. Ich gebe aber zu, dass so etwas eher bei Menschen unter vierzig in Erwägung gezogen wird. Die über vierzig Jährigen, stecken meist schon zu fest in einer Mobilitätsart fest und verteidigen diese wider aller guten Argumente. Aber so ist es halt. Ich werde edenfalls weiter auf unterer Ebene versuchen Dinge zu bewegen, und ich selber verhalte mich auch danach. Ich denke, das ist ein Anfang.
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    schrieb am 11.05.2012 um 13:51
    In München fährt übrigens seit April 2012 das deutschlandweit erste Ampera-Taxi. Es ist Teil der Fahrzeugfoltte des TAXI Center Ostbahnhof, das bereits 2010 mit dem GreenFleet ® Award des TÜV Süd ausgezeichnet wurde 2011 den Umweltpreis der Landeshauptstadt München erhielt.

    http://www.umwelt-taxi-muenchen.de/
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    schrieb am 14.05.2012 um 21:18
    Gerade eben in "Markt" auf NDR 2 gesehen: Opel Ampera als Beispiel für "greenwashing".

    Markt: Mikrokredite und Tricksereien auf dem Markt
    Montag, 14. Mai 2012, 20:15 bis 21:00 Uhr [VPS 20:15]
    http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1169198.html

    Zitat:
    "Greenwashing: Die Masche mit der Umweltfreundlichkeit
    Einerseits sind wir ein Volk von Schnäppchenjägern, andererseits legen immer mehr Menschen Wert auf bestimmte Standards, z. B. auf faire Arbeitsbedingungen oder auf Umweltfreundlichkeit bei der Herstellung oder Entsorgung von Waren. Das machen sich einige Unternehmen zunutze und hängen sich oder ihren Produkten ein grünes Mäntelchen um. Schöner grüner Schein – ein lohnendes Geschäft?"
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    schrieb am 01.06.2012 um 16:17
    Es gibt etwas, wovor die Hersteller wie ich vermute Angst haben: E Autos sind leichter herzustellen als klassische Benzinmonster. Auf einmal gibt es z.B. einen kleinen Philippinischen Hersteller von sowas: http://www.michelmotorsport.com/ (nicht ganz mein Stil - und sehr unpraktisch, aber dennoch erstaunlich).
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    schrieb am 14.11.2012 um 13:58
    Nachtrag: Opel wirbt zur Zeit exklusiv im Stadion von Fortuna Düsseldorf, Heimstadt der eng mit dem Club verbandelten Toten Hosen, mit dem Spruch: "Wieder da Die OPEL Gang!" :-)
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