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Tauschen, Second-Hand & Guter Zweck

Alternativen zu Amazon

Ausgebeutete Leiharbeiter und Sicherheitspersonal mit Verbindungen in die rechte Szene; nach dem Skandal in deutschen Warenlagern suchen viele Kunden nach einer Alternative im Internet zum Mega-Versandhändler Amazon. Doch ein grünes Amazon mit riesiger Auswahl zu Rekordpreisen und kostenlosem Versand gibt es nicht. Für Bücher, Elektronik, CDs, DVDs und Videospiele gibt es aber jeweils gute Alternativen.


Die besten Alternativen zu Amazon für Bücher

Seine dominante Stellung im Internet hat sich Amazon über den Büchermarkt erkämpft. Mittlerweile gibt es zahlreiche Online Alternativen mit ähnlichem Angebot. Gleich zwei Anbieter verfolgen dabei einen sozialen Ansatz. Fairbuch spendet 50 Prozent seines Gewinns (das sind 2 Prozent vom Buchpreis) an die Kindernothilfe; Buch7 fördert mit 75 Prozent soziale und ökologische Projekte; Ecobookstore schützt mit 70 Prozent den Regenwald. Bücherlieferungen sind bei allen drei Anbietern ab ca. 20 Euro frei Haus, darunter kosten sie rund drei Euro. Wer sein Buch nicht nagelneu benötigt, der findet auf der Verkaufsplattform booklooker.de eine große Auswahl an gebrauchten Büchern zu teilweise sehr günstigen Preisen.

Die besten Alternativen zu Amazon für Elektronik

Wenn Sie sich ein neues Elektrogerät kaufen wollen, sollten Sie unbedingt auf die Energieeffizienz achten. Noch nachhaltiger kaufen sie oft gebraucht, denn der Großteil an Energieverbrauch und Treibhausgasen entsteht bei Elektronik in der Produktion und Entsorgung. Auf rebuy.de finden Sie von Experten überprüfte Ware mit einer 18-monatigen Garantie.

Die besten Alternativen zu Amazon für CDs, DVDs & Co.

Schon kurz nach dem Erscheinungsdatum sind CDs, DVDs und Videospiele zu einem Bruchteil des Neupreises aus zweiter Hand erhältlich. So sparen Sie beispielsweise auf ebay.de bare Münze und verhindern Materialverschwendung. Noch ein wenig utopischer ist der bargeldlose Tauschhandel. Dazu haben wir Ihnen die wichtigsten Tauschbörsen im Internet zusammengestellt.

Alternativen zu Amazon für die Zukunft

Momentan befinden sich innovative Ansätze in der Entwicklungs- und Startphase, die auf Dauer eine vollwertige Alternative zu Amazon & Co. bieten könnten. Auf dem Portal fraisr.com wird der Verkaufspreis an ein Projekt nach Wahl des Verkäufers gespendet. Momentan findet sich dort alles von der XBOX-Spielekonsole bis zum Swarovski Tennisarmband. Die jeweilige Organisation, der die Spende zu gute kommt, ist direkt unter dem Angebot zu sehen. Fairnopoly.com dagegen setzt auf einen rundum fairen Tauschhandel zwischen Anbieter und Käufer. Faire Produkte genießen besondere Handelsvorteile. An der Plattform kann sich per Genossenschaft jeder als Kleininvestor beteiligen. Auch auf Utopia wird derzeit in einer Gruppe über die Gründung eines nachhaltigen Versandhandels nachgedacht.

Wir haben uns in diesem Artikel auf Online-Angebote konzentriert. Natürlich empfehlen wir Ihnen auch die naheliegenden Alternativen: der Händler um die Ecke, Bücher aus der Bibliothek oder der Tauschhandel mit dem Nachbarn.

Thema: Unternehmen, Stand: 19.03.2013 von

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    schrieb am 18.05.2014 um 16:14
    www.smartvie.de hat auch einen Bereich wo man Bücher kaufen kann, versteht sich aber mehr als genereller Marktplatz so wie Amazon eben.

    Ich persönliche kaufe die Bücher jedoch am liebsten in SecondHand Shops oder am Flohmarkt
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    schrieb am 23.02.2014 um 23:37
    > Ausgebeutete Leiharbeiter und Sicherheitspersonal mit Verbindungen in die rechte Szene

    nicht zu vergessen der Handel mit Kundendaten, der bei Amazon den größten Umsatzanteil ausmacht und über den Amazon nicht öffentlich informiert (welche Daten).

    Meines Erachtens ist Amazon mit "dem Markt" auch nicht mehr vergleichbar, seit das Unternehmen in seinem Angebot diverse Einzelmärkte mit Händlern zu seinen Konditionen geschaffen und immer neue Barrieren aufgebaut hat. Das beginnt bereits bei dem Zugang, der zwingend eine EAN - Nummer für ein Listing voraussetzt. Die Nummern gibt`s nur im Bundle a`100 Stück mit empfindlich hoher Erstgebühr und jährlichen Folgegebühren.

    Andererseits funktioniert die "Marktaufsicht" über die eigenen Märkte bei Amazon auch nicht. Da sind Händler mit grottenschlechten Bewertungen unterwegs; von Warenrückgaben oder Klärung von Verkaufsvorgängen (Betrug etc.) stellt sich Amazon selbst frei. Ob Beschreibungen zutreffen, wird nicht überprüft.

    Daten: ich bin seit zwei Jahren über Nacht kommentarlos ausgelistet. Auf Nachfrage teilte mir A. mit, "dies läge nicht an mir. Aber in meinem Umfeld" (Nachbarn) seien Rechnungen nicht bezahlt. Die könne ich ja mal ansprechen und dringend zur Zahlung anhalten. Das seien "Herr und Frau abc". Auf die spontane Frage, ob sie noch alle Tassen im Schrank hätten ... warte ich seit zwei Jahren auf Antwort. Das konnte der indische Call-Center offensichtlich nicht übersetzen. Erst dachte ich daran, dagegen vorzugehen. Inzwischen bin ich aber ganz froh. Wer weiss, was "Herr und Frau abc" so alles über mich erfahren. Zum Beispiel bei einer Warenreklamation, die A. nicht passt und sich willkürlich mein "näheres Umfeld" aussucht. mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2014 um 14:19
    Ich habe mir vor kurzem eine CD beim örtlichen Händler gekauft.
    Vorher habe ich bei Amazon die Daten eruiert.
    Der Händler war dann ohne Feilschen auch noch 2€ billiger als Amazon.
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    schrieb am 22.02.2014 um 13:29
    Danke, Amazon, danke, dass Du uns endlich auch Nahrung gibst! :-((

    http://www.derhandel.de/news/technik/pages/E-Commerce-Amazon-greift-im-Lebensmittelhandel-an-10381.html
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    schrieb am 28.01.2014 um 13:29
    Eine gute Alternative sind auch Projekte wie boost
    https://www.boost-project.com/de/howto
    Diese spenden die Provision für einen guten Zweck...
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