Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Unternehmens-Dialog

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Moderator: Mal zwischendurch:

kiwi22: Bei all der Fragerei noch ein ganz großes Lob: ich finde es sehr beeindruckend, wie viele Maßnahmen Ikea ergreift und diese auch kommuniziert! Super!

 

Moderator: Als nächstes eine Frage, die von den Utopisten als eine der zehn wichtigsten bewertet wurde.

Anna: Ein ernster gemeinter Beitrag zur Debatte um Nachhaltigkeit muss stets das Konzept des "Immer-Neu-Kaufens"/ der "Wegwerfgesellschaft" kritisch hinterfragen. Ikea scheint aber gerade auf dieses Prinzip zu bauen. Wird sich Ikea dieser Grundsatzfrage stellen und wenn ja, wie?

Petra Hesser: Ikea gibt bei vielen Produkten bis zu 25 Jahre Garantie, denn Qualität ist für unsere Kunden auch ein wichtiger Grund für ihre Kaufentscheidung. Viele unsere Klassiker wie das Regal Billy oder das Sofa Klippan sind schon seit Jahren im Sortiment. Unsere Produkte haben ein zeitloses Design und wir setzen nicht auf einen schnellen Sortimentswechsel. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Produkte mit einer kürzeren Lebensdauer, deshalb arbeitet Ikea schon bei der Produktentwicklung mit einer Methode, die wir den umweltgerechten Produktkreislauf nennen.

 

Werner: Spielt das Thema Nachhaltigkeit in allen Ländern, in denen Ikea präsent ist, die gleiche Rolle?

Petra Hesser: Da unser Sortiment weltweit das gleiche ist, spielt das Thema in allen Ländern die gleiche große Rolle.

 

Moderator: Noch eine kleine Ergänzung einer Utopistin zum Billy:

Sophia: Das stimmt, mein Billy Regal hat schon 4 Umzüge überstanden und ich mag es immer noch sehr!

 

Moderator: Wechseln wir nun zum Bereich Energie

hkempfert: Wann wird Ikea das enorme Potential seiner Dächer für Solar nutzen, um elektrische Kunden- und Lieferfahrzeuge mit Ladestrom zu versorgen?

Petra Hesser: Wir haben bereits an neun deutschen Standorten und einem Ikea Fachmarktzentrum Photovoltaikanlagen auf den Dächern installiert. Vor unserem neuen Einrichtungshaus in Berlin-Lichtenberg haben wir zwei Elektrotankstellen installiert. Der Gedanke soll auch an anderen Standorten umgesetzt werden.

 

Moderator: Wir haben die Hälfte der Zeit hinter uns - liebe Utopisten, jetzt können noch Fragen gestellt werden. Zu vorhergehenden Frage passend auch die folgende:

hkempfert: Wäre Ikea bereit, seine "Einkaufsmacht" zu nutzen, um Solarprojekte auch für private Haushalte erschwinglicher zu machen, z.B. mit einem Solarpanel "Bjoerk"?

Petra Hesser: Unser Kerngeschäft sind und bleiben Möbel, trotzdem hat Ikea 2008 Greentech gegründet. Aufgabe dieser Tochterfirma ist es, in Firmen zu investieren, die innovative und günstige Produkte im Bereich Umwelttechnik entwickeln. Dazu gehören auch Solarzellen.

neopren: Der Produktionsstandort ist mir persönlich wichtig und mir fällt auf, dass immer mehr Artikel Richtung Osten produziert werden. Nachhaltigkeit bedeutet aber auch, kurze Transportwege. Wie wird Ikea in Zukunft auf dieses Thema eingehen auch im Hinblick auf Peak Oil und die absehbare Verteuerung der Transportkosten? 

Petra Hesser: Wir versuchen die Transportwege immer so kurz wie möglich zu halten. Wir haben in über 40 Ländern Einrichtungshäusern und produzieren deshalb weltweit, was uns hilft Transportwege zu optimieren.

 

Moderator: Nun zum Energieverbrauch bei Geräten:

Energiecheck: Wann nehmen sie Kühlschränke der neuen Effizienzklasse A+++ in Ihr Sortiment auf? Effizienzklasse A ist teuer, veraltet und mindestens 45 Prozent weniger sparsam!

Petra Hesser: Zum 1. Februar 2011 haben wir unser komplettes Kühlsortiment auf A+ umgestellt und erwarten im Sommer die ersten Geräte mit A++. Wir arbeiten an A+++ Geräten, eine Kategorie, die die EU Kommission erst im Mai 2010 eingeführt hat. Gerade bei Kühlschränken hängt der größte Teil des Stromverbrauchs vom Verhalten ab, auch ein A+++ Gerät wird eine Menge Strom verbrauchen, wenn die Tür minutenlang offen steht.

 

mücke: Warum der Umweg über A+, wenn es doch schon jetzt besser geht?

Petra Hesser: Die Intention ist, die höhere Energieeffizienzklasse anzubieten, aber es braucht eine gewisse Entwicklungszeit.

 

Moderator: Kommen wir nun zu Fragen aus dem Bereich Soziales:

hkempfert: Wird Ikea neben nachhaltiger Materialverwendung auch anfangen, Mindestlöhne in Ländern zu zahlen, in denen Ikea produzieren lässt?

Petra Hesser: Das tun wir bereits. Mindestlöhne sind schon lange Teil unseres Verhaltenskodex. Unsere niedrigen Preise dürfen nie auf Kosten von Menschen oder der Umwelt gehen.

 

Sophia: Sehr geehrte Frau Hesser, wie werden werdende Mütter und Väter, die Ikea MitarbeiterInnen sind, unterstützt? Gibt es so etwas wie eine Ikea Krippe?

Petra Hesser: Ja, wir sind sehr daran interessiert, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Betreuungsplätze für ihre Kinder anzubieten. Deshalb kooperieren wir mit Kindergärten und Kitas in unmittelbarer Nähe der Einrichtungshäuser und investieren hier erhebliche Summen in Betreuungsplätze. Aktuell an neun Standorten, vier weitere sind in der konkreten Planung.

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Stand: 21.02.2011 von

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    schrieb am 05.03.2011 um 00:57
    Eine "Vielzahl" an vegetarischen Gerichten wäre mir neu. Jene konnte man bei IKEA zwischen Fleischklößen, Lachs und Hot Dogs schon immer mit der Lupe suchen. Wenn ich an die Besuche der letzten Jahre zurückdenke gab es mal regulär zumindest Nudeln mit Tomatensoße und in jüngerer Zeit das Couscous. mehr weniger
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    schrieb am 23.02.2011 um 16:11
    Hallo Mela,

    das ist in der Tat missverständlich. Grundsätzlich gilt, dass IKEA kein Holz aus intakten Naturwäldern verwendet. In FSC zertifizierten und bewirtschafteten Wäldern ist es aber unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Holz zu entnehmen. Darauf bezieht sich der Satz, den Du aus der unendlichen Liste zitierst. Vorausstezung hierfür ist aber, dass das Schlagen der Bäume die Intaktheit des Waldes als Ganzes und seinen Erhaltungswert nicht beeinträchtigt.
    Ich hoffe, das trägt zur Klärung bei.

    Viele Grüße
    IKEA/Sabine Nold mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 16:49
    Hallo mela,
    um Missverständnissen vorzubeugen, führe ich hier nochmal unsere Anforderungen für den Holzeinkauf auf.

    IKEA Anforderungen für Holz (Massiv-, Furnier-, Sperr- und schichtverleimtes Holz), das in IKEA Produkten verwendet wird

    Der IKEA Forststandard ist eine branchenspezifische Ergänzung des IKEA Verhaltendskodex, dem IWAY. Er enthält die Grundanforderungen für alle Lieferanten, die Massiv-, Furnier-, Sperr- und schichtverleimtes Holz für IKEA Produkte verwenden. Aktualisierte Anforderungen traten im April 2009 in Kraft. Holz, das in IKEA Produkten verwendet wird, muss folgenden Mindestanforderungen entsprechen: Es darf nicht

    • von illegal gefällten Bäumen,
    • aus Forstwirtschaft, in denen Holz einen gesellschaftlichen
    Konflikt bedeutet,
    • aus unzertifizierten und intakten natürlichen Waldbeständen
    bzw. geschützten Wäldern,
    • aus natürlichen tropischen oder subtropischen Wäldern,
    die als Plantagen deklariert werden,
    • aus als genetisch veränderten Holzplantagen (Genetically
    Modified, GM) stammen.

    Lieferanten müssen Prozesse vorweisen, die dies in ihrer gesamten Lieferkette sicherstellen. Sie müssen die Herkunft ihres Holzes kennen und Kontrollen in jeder Schnittstelle der Kette akzeptieren. Sie berichten regelmäßig mittels des IKEA Waldzurückverfolgungssystems über die Herkunft des Holzes, das Volumen und die Baumsorte, die in IKEA Produkten verwendet wird.

    Viele Grüße
    IKEA/Sabine Nold mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 14:21
    Warum gibt es bei Ikea keine Teelichter ohne Metall und Kerzen aus Biomasse, so wie sie diverse Ökoversandhäuser führen? Diese haben auch eine längere Brenndauer als die Üblichen Teelichter.

    Mit Teelichtern habe ich mich erst einmal bei Waschbär eingedeckt, die haben auch sonst viele praktische und wirklich ökologische Ware:

    http://www.waschbaer.de/Oeko-Teelichter-300-Stueck--886d1a248362.html?query=teelichter

    http://www.waschbaer.de/ mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 08:09
    Klar, jetzt packt Ikea das grüne Mäntelchen aus:
    1) Das FSC- Siegel ist nicht nachhaltig! Viele Umweltorganisationen distanzieren sich bereits von dieser WWF- Industrie Strategie. Auf vielen Plantagen gibt es Landkonflikte, Menschenrechtsverletzungen und wenig Nachhaltigkeit. Wer Lust hat kann sich die Situation in z.B. Brazilien, Indonesien oder auch Schweden ja mal genauer anschauen.
    Das Siegel suggeriert nur ökologische Verträglichkeit und es ist besorgniserregend wie weit es inzwischen verbreitet ist und wie unkritisch es überall angenommen wird!
    2) das gleiche gilt für Kerzen aus Palmöl! Trotz RSPO Siegel werden wertvolle Regenwaldflächen für neue Plantagen abgeholzt. Trotz Lobbygesprächen mit z.B Rettet den Regenwald und Watch Indonesia! hält Ikea
    an seinen Palmölkerzen fest und zerstört somit wertvolle Biodiversität damit der Kunde Kerzen für ein paar Cents kaufen kann.

    Palmöl ist auch im "Bio"diesel, viele NGOs haben seit 2005 Kampagnen dagegen.

    Klar wollen Großkonzerne ihre Nachhaltigkeitsstrategie fahren aber lasst euch nicht für dumm verkaufen! mehr weniger
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