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Unternehmens-Dialog

Nachlesen: Ikea Live-Chat


Moderator: Hallo und herzlich willkommen zum heutigen Utopia-Chat mit Ikea Deutschland Chefin Petra Hesser. Wir haben bereits viele spannende Fragen vorab zugeschickt bekommen und freuen uns auf weitere interessante Fragen und Anregungen. Es handelt sich wie immer um einen moderierten Chat, das heißt: Alle Fragen werden von einem Moderatoren-Team verwaltet und an die Chat-Hauptperson nach und nach weitergeleitet. Um 17:00 Uhr geht es los. Sie können jetzt schon Ihre Fragen stellen. Es ist 17:00 Uhr, der Chat beginnt.Wie immer die Startfrage: Liebe Frau Hesser, sind Sie bereit?

Petra Hesser: Ja, es kann losgehen.

Moderator: Wir starten mit dem Themengebiet Materialien und Ressourcen und kommen gleich zur ersten Frage aus der Community:

mela: Ich habe gelesen, Sie verwenden Holz aus intakten Naturwäldern, wenn es aus "nachweislich verantwortungsvoller Wirtschaft stammt". Wie sind die Kriterien für den letzteren Begriff und wie wird der Erhalt der betroffenen intakten Naturwälder sichergestellt?

Petra Hesser: Das stimmt so nicht. Wir akzeptieren kein Holz, das illegal gefällt oder aus bedrohten bzw. geschützten Naturwäldern stammt. Langfristiges Ziel ist es, dass das Holz aller Holzprodukte im Sortiment aus nachweißlich verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammt.

 

Moderator: Hierzu auch noch eine Frage zum bekanntesten Ikea Produkt:

Simba: Wann wird es ein Fairtrade Billy-Regal aus biologischem Anbau geben?

Petra Hesser: Zum einen arbeiten wir ressourcensparend. Das schont die Umwelt und garantiert niedrige Preise. Weiterhin gilt eine Nulltoleranz für Kinder- oder Zwangsarbeit. Wir setzen auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen und die Einhaltung von lokalen Gesetzen. Wir sind auch selbst vor Ort, um die Lieferanten darin zu unterstützen, das sicherzustellen. Die Kennzeichnung mit dem Ikea-Logo steht für sicher und verantwortungsvoll hergestellte Produkte.

 

kiwi22: Wie viel Prozent stammen derzeit aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern?

Petra Hesser: Wir können die Herkunft des von Ikea verarbeiteten Holzes heute zu 98 Prozent nachvollziehen und 24 Prozent unserer Holzprodukte erfüllen die gesamten FSC Anforderungen.

 

gustav: Können alte Ikea-Schränke zurückgebracht werden zum Recycling?

Petra Hesser: Alte Ikea Schränke können zurückgebracht werden. Beim Kauf eines neuen Schranks kann der alte Schrank zurückgegeben werden und wird dann dem Ikea Wertstoffkreislauf zugeführt.

 

Moderator: Noch ergänzend eine Nachfrage:

Wie sehen die Pläne konkret aus, wann kann ich als Käufer davon ausgehen, dass nur noch FSC-Holz verwendet wird?

Petra Hesser: Gemeinsam mit dem WWF unterstützen wir zahlreiche Projekte, die den Anteil an FSC fördern. Speziell in China und Russland, also in Ländern, in denen FSC-Holz noch wenig erhältlich ist. Wir beschäftigen eigene Forstexperten, die unsere Zulieferer bei der Einhaltung unserer Vorgaben unterstützen und kontrollieren.

MAUSI: Wird Ikea in Zukunft auf Teelichter aus Palmöl verzichten?

Petra Hesser: Wir setzen Palmöl ein, weil erdölbasierte Fette für uns kein nachhaltiger Rohstoff sind. Derzeit werden zirka 0,1 Prozent der weltweiten Palmölproduktion für die Produktion unserer Kerzen verwendet. Wir arbeiten jedoch kontinuierlich mit verschiedenen Partnern daran, positiven Einfluss auf den Anbau, die Ernte und Verarbeitung des Rohstoffs auszuüben bis es eine bessere Alternative gibt.

 

immortal: Sie bieten auch Lederprodukte an. Für mich ist es wichtig, wenn Leder nicht aus Massentierhaltung, sondern aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammt! Wie sieht es zu diesem Thema bei Ihnen aus?

Petra Hesser: Ikea akzeptiert keine Tierquälerei und unterstützt eine Landwirtschaft, bei der auf Tiere Rücksicht genommen wird. Von der Aufzucht bis zur Schlachtung. Um die Herkunftslanddaten abzusichern, hat Ikea begonnen, die gesamte Lieferkette für Leder aufzuzeichnen.

 

Moderator: Als nächste Frage nun ein Wunsch von Utopist gustav. Frau Hesser, was halten Sie hiervon?

gustav: Ich wünsche mir für jedes Produkt die nachvollziehbare Darstellung des ökologischen Rucksacks (welche Rohstoffe aus welcher Herkunft, Energieverbrauch, CO2, ...). Details online, Ampel am Produktetikett.

Petra Hesser: Grundsätzlich möchte Ikea die CO2 Emissionen in allen Geschäftsbereichen reduzieren. Daher arbeiten wir aktiv daran, die Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette zu ermitteln und zu verringern. Es gibt noch keine einheitliche und allgemein anerkannte Methode zur Erhebung des CO2-Fußabdrucks und deshalb kommunizieren wir ihn auch noch nicht an einzelnen Produkten.

 

Loewe44: Können besonders schadstoffarme Artikel nicht gekennzeichnet werden?

Petra Hesser: Wir haben den Anspruch, dass alle Produkte unseres Sortiments schadstoffarm sind.

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Stand: 21.02.2011 von

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    schrieb am 05.03.2011 um 00:57
    Eine "Vielzahl" an vegetarischen Gerichten wäre mir neu. Jene konnte man bei IKEA zwischen Fleischklößen, Lachs und Hot Dogs schon immer mit der Lupe suchen. Wenn ich an die Besuche der letzten Jahre zurückdenke gab es mal regulär zumindest Nudeln mit Tomatensoße und in jüngerer Zeit das Couscous. mehr weniger
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    schrieb am 23.02.2011 um 16:11
    Hallo Mela,

    das ist in der Tat missverständlich. Grundsätzlich gilt, dass IKEA kein Holz aus intakten Naturwäldern verwendet. In FSC zertifizierten und bewirtschafteten Wäldern ist es aber unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Holz zu entnehmen. Darauf bezieht sich der Satz, den Du aus der unendlichen Liste zitierst. Vorausstezung hierfür ist aber, dass das Schlagen der Bäume die Intaktheit des Waldes als Ganzes und seinen Erhaltungswert nicht beeinträchtigt.
    Ich hoffe, das trägt zur Klärung bei.

    Viele Grüße
    IKEA/Sabine Nold mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 16:49
    Hallo mela,
    um Missverständnissen vorzubeugen, führe ich hier nochmal unsere Anforderungen für den Holzeinkauf auf.

    IKEA Anforderungen für Holz (Massiv-, Furnier-, Sperr- und schichtverleimtes Holz), das in IKEA Produkten verwendet wird

    Der IKEA Forststandard ist eine branchenspezifische Ergänzung des IKEA Verhaltendskodex, dem IWAY. Er enthält die Grundanforderungen für alle Lieferanten, die Massiv-, Furnier-, Sperr- und schichtverleimtes Holz für IKEA Produkte verwenden. Aktualisierte Anforderungen traten im April 2009 in Kraft. Holz, das in IKEA Produkten verwendet wird, muss folgenden Mindestanforderungen entsprechen: Es darf nicht

    • von illegal gefällten Bäumen,
    • aus Forstwirtschaft, in denen Holz einen gesellschaftlichen
    Konflikt bedeutet,
    • aus unzertifizierten und intakten natürlichen Waldbeständen
    bzw. geschützten Wäldern,
    • aus natürlichen tropischen oder subtropischen Wäldern,
    die als Plantagen deklariert werden,
    • aus als genetisch veränderten Holzplantagen (Genetically
    Modified, GM) stammen.

    Lieferanten müssen Prozesse vorweisen, die dies in ihrer gesamten Lieferkette sicherstellen. Sie müssen die Herkunft ihres Holzes kennen und Kontrollen in jeder Schnittstelle der Kette akzeptieren. Sie berichten regelmäßig mittels des IKEA Waldzurückverfolgungssystems über die Herkunft des Holzes, das Volumen und die Baumsorte, die in IKEA Produkten verwendet wird.

    Viele Grüße
    IKEA/Sabine Nold mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 14:21
    Warum gibt es bei Ikea keine Teelichter ohne Metall und Kerzen aus Biomasse, so wie sie diverse Ökoversandhäuser führen? Diese haben auch eine längere Brenndauer als die Üblichen Teelichter.

    Mit Teelichtern habe ich mich erst einmal bei Waschbär eingedeckt, die haben auch sonst viele praktische und wirklich ökologische Ware:

    http://www.waschbaer.de/Oeko-Teelichter-300-Stueck--886d1a248362.html?query=teelichter

    http://www.waschbaer.de/ mehr weniger
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    schrieb am 22.02.2011 um 08:09
    Klar, jetzt packt Ikea das grüne Mäntelchen aus:
    1) Das FSC- Siegel ist nicht nachhaltig! Viele Umweltorganisationen distanzieren sich bereits von dieser WWF- Industrie Strategie. Auf vielen Plantagen gibt es Landkonflikte, Menschenrechtsverletzungen und wenig Nachhaltigkeit. Wer Lust hat kann sich die Situation in z.B. Brazilien, Indonesien oder auch Schweden ja mal genauer anschauen.
    Das Siegel suggeriert nur ökologische Verträglichkeit und es ist besorgniserregend wie weit es inzwischen verbreitet ist und wie unkritisch es überall angenommen wird!
    2) das gleiche gilt für Kerzen aus Palmöl! Trotz RSPO Siegel werden wertvolle Regenwaldflächen für neue Plantagen abgeholzt. Trotz Lobbygesprächen mit z.B Rettet den Regenwald und Watch Indonesia! hält Ikea
    an seinen Palmölkerzen fest und zerstört somit wertvolle Biodiversität damit der Kunde Kerzen für ein paar Cents kaufen kann.

    Palmöl ist auch im "Bio"diesel, viele NGOs haben seit 2005 Kampagnen dagegen.

    Klar wollen Großkonzerne ihre Nachhaltigkeitsstrategie fahren aber lasst euch nicht für dumm verkaufen! mehr weniger
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