Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.
Rückblick

Das grüne Jahrzehnt + 2

Erst mal genug gemotzt. Zum Jahresende wollen wir positiv denken und geben deshalb einen Rückblick auf die besten ökologischen Erfolge, Innovationen und Produkte der letzten 10 + 2 Jahre.


Es ist noch lange nicht genug getan in Sachen Nachhaltigkeit, strategischer Konsum und ökologischem Denken. Doch wir sind auf dem richtigen Weg. In den vergangenen Jahren hat sich einiges bewegt - Öko hat sich ein neues, frisches, massentaugliches Image zugelegt, mehr Aufmerksamkeit bekommen und ist in vielen Bereichen zur Chefsache geworden. Zum Jahresende wollen wir optimistisch sein, kurz durchatmen und uns an den größten grünen Erfolgen, Innovationen und Produkten der vergangenen Jahre erfreuen.

Erfolge im Jahr 2011

  • Auch wenn es nicht schön ist, der Satz ist wahr: Jede Katastrophe hat etwas Gutes. Die Tragödie von Fukushima brachte uns zunächst das dreimonatige Meiler-Moratorium, am 6. Juni 2011 beschließt die Bunderegierung dann den endgültigen Atomausstieg bis zum Jahr 2022.

  • Im Herbst bietet Greenpeace Energy mit proWindgas als erster Energieversorger einen Gastarif an, der die innovative Windgas-Technologie fördert und den Umbau der Energielandschaft hin zu 100% erneuerbaren Energien vorantreibt.

  • Die Finanzkrise lässt Verunsicherung der Verbraucher in konventionelle Banken wachsen, grüne Alternativ-Banken erfahren einen rasanten Zulauf. Offizieller Höhepunkt ist der Bankwechsel-Tag, den die protestierende Occupy-Bewegung für den 5. November ausruft.

Erfolge im Jahr 2010

  • Deutschland geht wieder auf die Straße: Gegen die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken oder gegen das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 mobilisieren sich hunderttausende Menschen zu Bürgerprotesten.
  • Produkt des Jahres: Ökostrom – zwar definitiv nicht neu, aber durch die Laufzeitvelängerung von Atomkraftwerken bekommt der alternative Strom eine vollkommen neue Qualität!

Erfolge im Jahr 2009

  • Mit dem Nissan Leaf wird im August das erste Elektroauto der Welt vorgestellt, das in Massenproduktion hergestellt wird.
  • Im Oktober gründen zwölf Unternehmen und die Desertec Foundation die Desertec Industrie Initiative. Ziel dieser Initiative ist die Analyse und Entwicklung von technischen, ökonomischen, politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen zur CO2-freien Energieerzeugung in den Wüsten Nordafrikas.
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Stand: 29.12.2010 von

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    schrieb am 02.01.2012 um 13:39
    Wenn ich mir meinen Freundes- Verwandtenkreis so anschaue ist da noch niemand aufgewacht. Da wird man sogar eher noch belächelt. Diese Ignoranz treibt mich manchmal zur Verzweiflung. Da ist es nicht immer einfach gegen die Windmühlen zu kämpfen. So mußte jetzt mal ein bißchen Frust ablassen...
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    schrieb am 06.01.2011 um 09:48
    Der Erfolg aus dem Jahr 2000 "die Rot-Grüne Regierung verabschiedet den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie" zeigt erst jetzt seine wahren Konsequenzen. Der damalige "Einstieg in den Ausstieg" war in Wirklichkeit eine Garantie allzu langer Restlaufzeiten mit eingebauter automatischer weiterer Verlängerung. Grüne Politik eben. Genauso haben sie Hamburg zur Umwelthauptstadt gemacht, diesmal mit der CDU: Moorburg und Elbvertiefung. Warum tauchen diese "Erfolge" nicht auch hier auf? mehr weniger
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    schrieb am 03.01.2011 um 16:21
    Ich denke, der Anteil von Bio- und Ökoprodukten war 2010 (zumindest in Deutschland) noch nie so groß, wie je zuvor.
    Und er wird/muss 2011 weiter steigen!
    Oder?
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    schrieb am 30.12.2010 um 17:37
    Speziell in Sachen " Energierevolution " auch hier ein kleiner Rückblick: http://www.utopia.de/gruppen/erneuerbare-energien-203/diskussion/rueckblick-auf-ein-jahrzehnt-in-sachen-192227
    .
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    schrieb am 29.12.2010 um 19:55
    "wir aufgewacht" Wer immer dieses Wir ist, freue ich mich für Euch und für die Welt, dass auch Ihr aufgewacht seid. Ich hatte im Jahrzehnt zuvor schon fast die Hoffnung aufgegeben ... Freilich, aufzuwachen ist in solchen Fällen etwas, das nicht von 0 auf 100 geschieht - und bei 0 ist sicher niemand, aber bei 100 auch nicht (wird genau genommen auch nie jemand sein, was aber auch genau genommen nicht schlimm ist Ein gewisser Abstand vom Nullpunkt ist schon mal sehr viel und diesen gewissen Abstand wünsche ich 'uns' allen) mehr weniger
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