Weltweite 10:10 Kampagne

Zehn Prozent weniger CO2


Von Daniel Hires

Viel scheint nicht mehr übrig von der Aufbruchsstimmung des Umweltgipfels in Rio de Janeiro 1992. Die Mauer war gefallen, es schien als ob es nicht mehr lange dauern könnte, bis die schlimmsten Umwelt- und Entwicklungsprobleme der Welt beseitigt sind. Knapp 20 Jahre später beschleicht einen jedoch eine gewisse Frustration, vor allem bei der Betrachtung der letzten UN Klimakonferenzen von Bali über Posen bis Kopenhagen. Es scheint als ob alle entscheidenden Politiker sich davor drücken, die ersten Schritte nach vorne zu gehen und stattdessen lieber andere dafür verantwortlich machen.

 

Franny Armstrong und Lizzie Gillet, die Macherinnen des Films “The Age of Stupid”, waren ebenfalls frustriert vom „internationalen Klimapatt“ und den Diskussionen über Emissionsziele bis 2020 oder 2050. „Wann fangen wir eigentlich damit an?“ fragten sie sich. Ihre Idee dazu ist recht einfach: „Wir versuchen gemeinsam, die eigenen Emissionen um 10 Prozent in einem Jahr zu senken, und zwar sofort, in 2010. Mit möglichst vielen Unterstützern senden wir ein Signal an zögernde Politiker, dass wir bereit sind zu handeln und auch von Ihnen Ergebnisse sehen möchten.“ So wurde die 10:10-Kampagne geboren.

Jeder kann bei 10:10 mitmachen!

Einzelpersonen und Familien, Schulen und Universitäten, kleine Läden und globale Firmen, Stars und Politiker. Dabei ist eine Reduktion um zehn Prozent für den Einzelnen meist recht einfach ist, jedoch gemeinsam unternommen ist’s ein bedeutender Schritt in die richtige Richtung. In Großbritannien fiel der Startschuss am 1. September 2009 im Londoner Tate Modern Museum. Seitdem haben sich in 40 Ländern lokale Kampagnen gebildet.

Auch in Deutschland gibt es die 10:10 seit diesem Jahr, geleitet wird sie von der Marketing Expertin Katie Griggs und einer Gruppe engagierter Freiwilliger. Inzwischen sind weltweit schon mehr als 90.000 Personen, 3.000 Unternehmen, 1.800 Schulen und 1.900 Organisationen aus 128 Ländern mit dabei. Prominentester Erfolg bisher ist die 10:10 Zusage der britischen Regierung drei Tage nach ihrem Amtsantritt.

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    Uwe-Sievers
    schrieb am 24.11.2010 um 13:00
    Die checkliste ist sehr gut geeignet nachhaltigkeitsferne MITmenschen leichter dazu zu bringen den ersten Schritt zu machen. Zum Thema Eidgenoss: er bekommt Geld dafür ? er nimmt seine Medikamente nicht? hat seine Behandlung abgebrochen ? oder ähnliches. Einfach nicht weiter beachten...
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    poinck
    schrieb am 18.11.2010 um 11:40
    Ein Problem beheben indem man ein neues schafft, ist keine Lösung. Es gibt keine sicheren Atomkraftwerke und keine sichere Entlagerung. Im Bereich der erneuerbaren Energien werden mehr und sicherere technologische Fortschritte gemacht, was auch viel wirtschaftlicher ist als die Atomenergie. Und...
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