Gute Fragen
-
Wusstet Ihr, dass sich nach deutschem Aktienrecht eine AG strafbar macht, die nicht alle Kosten externalisiert?
Deutsches Aktienrecht ist damit eine Gefahr für die Umwelt. Die Verpflichtung zur Maximierung des Shareholdervalues steht auch dem fairen Wettbewerb mit öffentlichen Institutionen entgegen. Es ist damit klar, dass eine AG immer bessere Ergebnisse erzielen können muss, da sie die internalen Kosten externalisiert und insbesondere Kosten für die Nachhaltigkeit auf die Allgemeinheit abwälzt. Die Privatisierung von öffentlichen Betrieben sei somit ein Hauptgrund für die Forcierung der Spaltung der Gesellschaft in arm und reich. Auch Genossenschaften sind übrigens nicht gemeinwohl- sondern mitgliederorientiert. Ich habe das gestern auf der RNE-Konferenz erfahren, wisst Ihr mehr darüber?
Gefragt vonheartwise_ch
am 25.November 2009, 18:26 | 3 Antworten
Antworten (3)
Frage abonnieren
-
Ob das Aktienrecht der richtige Ort ist, um die Internatisierung sozialer bzw. ökologischer Kosten zu bewirken? Solange noch privateigentümlich gewirtschaftet wird sind Ökosteuer und die (zwischen-) staatliche Verordnung von sozialen bzw. ökologischen Standards wohl besser. Das Problem ist, dass die Externatisierung die Unternehmen furchtbar mächtig macht. Da braucht man nicht mal mehr Regierungen zu bestechen. Arbeitsplätze bzw. Lohnabhängigkeit sind Drohpotenzial genug.
Beantwortet von topist am 25.November 2009, 21:41 Alle Kommentare(2)
Gruß vom Topisten
Antwort kommentieren
-
Vermutlich ist es wie oft bei §§ auch eine Auslegungssache. Aber verbesserungsbedürftig ist die Gesetzeslage, wenn dies so ist, auf alle Fälle. Insofern ein sehr guter Hinweis !
Beantwortet von berniewa am 29.November 2009, 23:32
- - -
n.b.: Einer der Gründe, warum ich bei Greenpeace Energy meinen Strom beziehe, ist, dass dies eine Genossenschaft ist - (die übrigens trotz der im Namen auch ausgerdückten Sympathien unabhängig vom Greenpeace Deutschland e.V. ist)
Antwort kommentieren
-
Stichwort Genossenschaften:
Beantwortet von inaktiver User 45469 am 25.November 2009, 23:03
Sie sind auf jeden Fall mitgliederorientiert, so kann man es gut nennen. Gründe dafür im Genossenschaftsrecht zu sehen und in einer jeden Satzung einer Genossenschaft. Bin im übrigen selbst in einer beruflich tätig, plaudere sozusagen aus dem Nähkästchen.
Also oberste Zielsetzung einer Genossenschaft ist ja nicht wie bei den Kapitalgesellschaften die Gewinnmaximierung zu sehen, sondern eben die bestimmte eigene Aufgabe, Zielsetzung, die hinter den Mitgliedern steht. Hier kurzer Auszug aus unserer Satzung
Thema Rechnungslegung
Es sind gesetzliche Rücklagen in einer bestimmten Höhe zu bilden, welche zur Deckung eines sich aus der Bilanz ergebenden Verlustes bestimmt. Außerdem können noch andere Ergebnisrücklagen gebildet werden, hierüber entscheiden Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft.
Weiter gibt es noch Rückvergütungen
nach Höhe des Umsatz des abgelaufenen Geschäftsjahres, über deren Höhe Vorstand und Aufsichtsrat in getrennter Abstimmung bestimmen.
Gibt es Jahresüberschüsse oder Fehlbeträge, so wird über deren Verwendung die Vertreterversammlung beschließen. Rücklagenbildung oder Rechnungsvortrag oder Verteilung unter die Mitglieder als Gewinnanteil.
--> ich persönlich habe immer nur unter dem Stichwort "Unternehmensethik" oder "Unternehmens Codex" gelesen, wenn es um den Versuch ging, sich am Markt besser zu positionieren. Aus meiner Sicht sind das bisher bloße Marketingstrategien, die verfolgt werden. Immerhin. Aber die Kosten fließen nach meinem Empfinden noch nirgendwo ein.
Antwort kommentieren
Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!
Jetzt mitdiskutieren:
Hier einloggen oder kostenlos registrieren.


Ja natürlich. Was sagen die kritischen Akionäre dazu?...mehr
topist am 25.November 2009, 23:05Ich stimme Deiner Meinung absolut zu. Das Aktienrecht ist auch nicht der richtige Ort zur...mehr
heartwise_ch am 25.November 2009, 21:46