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Worauf warten eigentlich alle?
Es ist doch so, wenn ich mich durch die Stadt bewege, dann faehrt ja doch noch viel zu viel mit solchen uebermotorisierten Vehikeln herum, kauft viel zu viel voellig sinnfrei in den Laeden ein, hastet viel zu viel Produkten hinterher, die ja doch bestenfalls links liegen gelassen werden sollten.
Gefragt von
Alles wartet entweder darauf, dass Hersteller von selbst pro natura (nachhaltig) zu produzieren beginnen oder dass die Politik eben die notwendigen Weichen dazu stellt.
DOCH WER DARAUF WARTET, DER/ DIE WIRD LANGE WARTEN KOENNEN (UND MUESSEN), ABER EBEN EINZIG UND ALLEIN BIS ZUM GROSSEN NATURGAU.
ALSO IMMER ERST BEI SICH SELBST BEGINNEN UND DAS ABSOLUT MOEGLICHSTE SELBST TUN, DANN ERST AUF ANDERE BAUEN ODER WARTEN.Utophantastbiotop
am 13.Juni 2012, 09:43 | 5 Antworten
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Warten auf Godot - ist das nicht, was alle tun? Ernsthafter: Die Plädoyers fürs "bei sich selbst anfangen" wiederholen sich - auch bei Utopia - ja immer wieder (hab das gerade mal sogar per Ecosia recherchiert), daher wiederhole ich einfach mal auch eine Antwort von mir dazu:
Beantwortet von berniewa am 14.Juni 2012, 03:02
Das Bei-sich-selbst-anfangen halte ich ... nicht für einen Wiederspruch dazu, als versuchsweise mündiger Bürger .a.k.t.i.v. an demokratischen, öffentlichen Prozessen teilzunehmen, und dazu gehört auch sich zu informieren und offen Kritik zu üben und vieles mehr an politischer Tätgikeit, und dies mit einem .w.e.l.t.bürgerlichen Horizont - soweit es zeitlich überhaupt möglich ist. Auch in dieser Hinsicht müssten wir (je nachdem wie sehr wir das jeweils bisher vernachlässigen, der eine sicher weniger, als der andere) bei uns selbst anfangen, bzw weitermachen: Politisch kompetenter und aktiver werden.
Soweit das Zitat. Darüber hinaus: Die Beteiligung an Abstimmungen (z.b. Volksentscheid) oder Wahlen (von kommunal bis hin zur EU-Parlaments-Ebene) ist überhaupt nicht gleichzusetzen mit einem "Warten" bis "die Politik" etwas tut, sondern .i.s.t. bereits ein Tun, ein politischer Akt. Ebenso eine Beteiligung an Aufrufen / Petitionen / Protestaktionen etc.
Vieles lässt sich zudem gar nicht einfach nur zuerst privat persönlich individuell ändern Beispiel: Abschaffung von bleihaltigem Benzin (das es tatsächlich früher gegeben hat) Mein Vater (der mit dem Pkw 12 km zur Arbeit fahren musste, auch Nachtschicht und sehr anstrengend, so dass er nicht so einfach mit dem Rad hätte fahren können) konnte z.B. nicht einfach sagen "Ich fange bei mir an und fahre ab morgen bleifrei". Bleihaltiges Benzin wurde per politischen Beschluss verboten (nachdem viele Menschen auf viele Weise es kritisiert hatten - als Privatperson, als Wissenschaftler u.s.w.)
Anders Beispiel für die Grenzen dieses Grundsatzes Erdgasabfackelung: Ich kann da nicht bei mir anfangen, denn ich tue das nicht. Ich kaufe auch selber kein Erdgas, nutze allerdings indirekt auf viele Weise Produkte der Erdölindustrie, z.B. meine Tastatur ist außen aus Plastik, Fahrradwege oft geteert u.s.w u.s.w. aber "bei mir anfangen" macht da nicht viel Sinn. Ich protestiere daher öffentlich (z.B. über Parteien, NGOs u.s.w.) dagegen und fordere die Unternehmen, die das tun, dazu auf, es endlich zu unterlassen.
Ich hoffe, meine Punkte sind klar geworden (es gäbe noch eine vielzahl von Beispielen), plädiere daher für einen mehrdimensionalen / multidimensionalen Ansatz, der ganz persönliches Bei-sich-selbst-anfangen in verschiedenen Bereichen (Energiesparen (Heizmaterial, Elektrizität, Treibstoff (auch bzgl Reisen) etc), möglichst nicht unsinnig viel einkaufen, auf fairtrade und bio Siegel achten u.s.w.) miteinschließt
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Leider ist der Mensch ein Egoist!
Beantwortet von Friedrich-Reigl am 27.Oktober 2012, 15:45
Das ist auch ein stückweit sinnvoll um das eigene überleben zu sichern.
Deshalb macht sich niemand Gedanken über mögliche Konsequenzen seines Tuns.
Autos sind in Deutschland immer noch ein Statussymbol. Hat der Nachbar ein XL-Auto, muß ich ein XXL Auto haben usw.
Auch spielt die Politik eine wesentliche Rolle. Bis vor wenigen Jahren wurde ein solches
„PS-Monster“ einem LKW gleichgestellt und mußte daher weniger Kfz-Steuern zahlen, wie z.B. ein Mittelklassewagen.
Die meisten dieser Fahrzeuge werden als „Firmenwagen“ geführt und somit alle Kosten steuerlich
„abgesetzt“.
Die Steuergesetze müssen endlich geändert werden. Keine steuerlich geförderten Anschaffungen mehr!
Diesen „frommen“ Wunsch werden aber die Lobbyisten zu verhindern wissen. Und so werden weiterhin riesige Fahrzeuge (die niemand braucht) gebaut, Maschinen angeschafft (die Unmengen an Arbeitsplätze kosten) angeschafft, Büromöbel durch neue ersetzt, aber für die Mitarbeiter um jeden Cent bei Lohnverhandlungen gerungen usw. usw.
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Hallo Richard: ich musste lachen bei deinen hochinteressanten Gedankengängen bezüglich dieser Fragestellung!
Beantwortet von gruenebine am 24.Oktober 2012, 23:10
Mit dem ungehemmten Konsumrausch bis zum Erbrechen kollabiert vielleicht nicht nur das System, sondern du selbst auch? Deine Endfrage finde ich sehr intelligent! Vor allem, wenn man mal die Utopien, wie es sein sollte, weglässt und die schnöden Istzustände analysiert. Dann nämlich sieht das recht dürftig aus mit der Hoffnung, wir Menschileine halten zusammen und setzen uns gemeinschaftlich auf den Umweltschmusehintern und packen die Schäden an.
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Ist ja lustig :-) erst heute dacht ich dasselbe als ich beim notwendigen Einkauf eine Dame mit ihrem nagelneuen Pkw, 4WD versteht sich neben mir einparken sah. Geländewagen auf Asphalt, wers braucht!
Beantwortet von Richard-Burgenlandler am 23.Juni 2012, 21:22
Gleichzeitig hörte ich im Radio ein Interview von Gerhard Roth, der meinte eine Änderung des kapitalistischen Systems wäre nur durch dessen Zusammenbruch möglich.
Diese eigenartige Situation löste bei mir folgenden Gedankengang aus.
Vieleicht sind es diejenigen die sich gegen das System stemmen, die es dadurch ermöglichen es noch länger am Leben zu halten. Würden sich alle dem ungehemmten Konsumrausch hingeben, dann wäre rein mathematisch das System bald zum Kollabieren gezwungen.
Die Frage die dabei bleibt ist " Ist es überhaupt möglich eine Veränderung ohne Kollaps durch das eigene Handeln herbeizuführen oder ist der Kollaps unabdingbar“?
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Ich denke, es ist vielen Menschen heute noch nicht bewußt, was unser Verhalten für zukünftige Generationen bedeuten wird.
Beantwortet von smartynie am 23.Juni 2012, 20:49
Wir fühlen uns ungerecht behandelt, belogen und betrogen: sowohl von unseren gewählten Politikern als auch von unseren Arbeitgebern.
Aber warum lassen wir uns wie "die Lemminge" in den Abgrund treiben?
Ich bin diese "Jammerei" leid: wir Menschen verfügen über ein Gehirn, welches uns dazu befähigt, frei und selbstständig denken zu könnnen.
Die Evolution hat uns hervorgebracht: und kann uns ganz schnell wieder von der Erde tilgen.
Manchmal sollte man sich das bewußt machen.
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