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  • Dude

    Woher weiß man, ob den richtigen Partner gefunden hat?

    Zwischenmenschliche Beziehungen können ganz schon schwierig sein, besonders wenn man seinen Gegeüber noch nicht so richtig kennt.
    Aber wann kenne ich einen Menschen gut genug? Woher weiß ich, ob es der/die Richtige ist?

    Gefragt von
    Dude
    am 20.Mai 2010, 18:40 | 8 Antworten

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  • berniewa

    nie endgültig

    zumal sich Menschen auch verändern.

    - und davon abgesehen: Wer weiß, ob es (nur) einen einzigen "richtigen" Partner gibt ...

    Beantwortet von berniewa am 21.Mai 2010, 19:38
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  • Pirat-der-Freiheit

    Vieles, was ich antworten würde, wurde schon gesagt, z.B. dass Menschen sich auch verändern und das quasi parallel, aber eben auch auseinander geschehen kann (und das nie vorher sicher ist), z.B. dass es wichtig ist, bei Meinungsverschiedenheiten einen gemeinsamen Stil der Auseinandersetzung zu finden oder schon zu haben (vgl. Maria bzgl Kommunikation), denn Verschiedenheit ist ja gerade spannend, nur gewisse Gemeinsamkeiten in grundlegenden Wertvorstellungen, Kommunikationsformen etc sind auch wichtig (Beispiel auch ein ungefähr gleicher Humor ! der ist eigtl ein gutes Indiz, finde ich)

    Beantwortet von Pirat-der-Freiheit am 21.Mai 2010, 22:35
    • inaktiver User 45469

      @Pirat-der-Freiheit: Diego, den haben wir alle total vergessen, vor lauter streiten und versöhnen,...mehr

      inaktiver User 45469 am 21.Mai 2010, 22:44
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  • Robinson

    Wissen = verstandesmäßige Erfassung und ggf. Rekombination von Fakten. Kann man so den richtigen Partner finden ? Ja, wenn die Fakten entscheidend für "richtig" sind: Einkommen, gute Figur, etwas Bildungshintergrund, ein paar relevante Charakterzüge wie Beziehungs- oder Kritikfähigkeit ... fertig ist der Baukastenpartner.

    Kommen Gefühle ins Spiel, wird´s kompliziert, da blenden gestandene Manns- wie Weibsbilder den Verstand aus, übertünchen da, verklären dort .. und basteln sich eine Märchenfigur.

    Kennen tut man m.E. eine Person, sobald man alle nur denkbaren Situationen mit ihr ausgestanden hat, die Bettgeschichten sind i.d.R. schnell durch, gemeinsame Reisen wie die Haushaltsführung gehören zum Pflichtprogramm, Kulturprogramm, gemeinsame Hobbies und Hobbytoleranz (je nach dem) zur Kür. Hat man sich "ausgekannt" wird´s manchen langweilig und brechen auf zu neuen, unbekannten Ufern. Steht im Anforderungsprofil, dass es nie langweilig = bestens bekannt werden soll, muss so ein Partner eben gefunden werden. Verkannt wird dabei gern, dass jedes Lebensalter den Menschen auf eigene Weise fordert und ihn neue Seiten an sich entdecken, umgekehrt den Partner offenbaren läßt.

    Muss der "richtige" Partner alles dies leisten, an allen meine Lebensfacetten partizipieren und obendrauf Verständnis und Anteilnahme zeigen ? Das wird schwierig. Auf dem Weg zur Entdeckung des Gegenüber gibt es viele Fallstricke, Fettnäpfchen, Wissenslücken ... die nicht über Ratio zu bewältigen sind. Dann wäre die Partnerschaft ein intellektuelles Spiel auf hohem Niveau, für das man sich systematisch vorbereitet und seine Schachzüge taktisch klug ausspielt.

    Wäre da die Liebe nicht, ohne das Feuer der gefühlten Zuneigung, dem Bodensatz gemeinsamer Erlebnisse, dem Versprechen von Vertrauen und Geborgenheit, wie anders hätten "gelungene" Paarbeziehungen funktionieren sollen ? Man frage die Paare an ihrem Lebensende, worin ihr Geheimnis lag. Wie heißt es ? Überflüssig sie zu beantworten, wer in der Beziehung bereits Probleme hatte, weiß die Antwort.

    Mein karger Rat: streiten. Richtig streiten mit dem Partner offenbart die eigenen Qualifikationen zur festen Beziehung wie die des Auserwählten. Zur Dauerhaftigkeit einer Partnerschaft gehört zudem die Bereitschaft dieser Perspektive, die ist bei weitem nicht automatisch gegeben. Männer machen es sich in jungen Jahren besonders leicht, ein Überbleibsel aus dem Repertoire der Fortpflanzungsbiologie. In der Kinderfrage kann sich ein Paar schnell einig sein und Dauerhaftigkeit begründen, oder deren Biologie kommt ihnen mit dem Ticken der Uhr dazwischen.

    Ist die Uhr abgelaufen droht neues Ungemach: Midlife crisis, ach wie bleibt das Leben spannend. Und in all dieser Dynamik sucht hier jemand den richtigen Partner ? Wünsche ein ungetrübtes Auge, ein warmes Herz und Glück. Viel davon.

    Beantwortet von Robinson am 20.Mai 2010, 21:18
    • Maria_L

      "Kennen tut man m.E. eine Person, sobald man alle nur denkbaren Situationen mit ihr ausgestanden...mehr

      Maria_L am 21.Mai 2010, 06:49
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  • Maria_L

    Wenn die Partnerschaft in einer dicken fetten Krise kurz vor der Auflösung begriffen ist.
    Aber Du und Deine Partnerin / Dein Partner...ihr stellt fest, daß Euch unterm Strich so vieles verbindet, Ihr so viele schöne Augenblicke zusammene erlebt, daß es einfach Blödsinn wäre, die Partnerschaft in die Tonne zu kippen.
    Dann fängst Du an zu ahnen, daß es vielleicht mehr ist, als nur eine Lebensabschnitts-Anti-Langeweile-Aktion.
    So ist es mir und meinem Partner in der langen Zeit der Partnerschaft jedenfalls schon manchmal gegangen.

    Gut genug kennen?
    Darum geht es nicht. Es geht ehr um gut genug kommunizieren und die Bereitschaft, sich immer wieder neu kennen zu lernen.
    Wenn Du rausfinden willst, wie das geht, dann empfehle ich Dir das Buch "Die Wahrheit beginnt zu Zweit"
    http://www.amazon.de/Die-Wahrheit-beginnt-zweit-Gespräch/dp/3499603799
    Da findest Du schon einige Antworten nur beim alleine Lesen.
    Die restlichen Antworten im Zwiegespräch mit Deinem Partner/Deiner Partnerin.

    Und wenn die /der keine Lust hat, sich darauf einzulassen, dann hast Du Deine Antwort auch ;-)

    Beantwortet von Maria_L am 20.Mai 2010, 19:23
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  • Dagmar Kropp

    Die lettische Schriftstellerin Zenta Maurina hat einmal gesagt, dass man sich, ehe man sich an einen Menschen binde, fragen solle, ob man seine 'Fehler' ertragen werde.

    Beantwortet von Dagmar Kropp am 22.Mai 2010, 08:28
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  • ThomasR

    "Wenn ich weiß,
    dass ich die Liebe bin
    und auch der Schmerz,
    dass ich das Verstehen bin,
    ebenso wie das Leiden,
    dann werde ich sorgsam damit umgehen.

    Ich werde mein Leiden nicht unterdrücken,
    weiß ich weiß, dass ich es in eine Blume verwandeln kann.

    Die Blume existiert, weil es das Leiden gibt."

    Und vielleicht es irgendwie auch so mit dem richtigen Partner. Kenne ich mich selbst, kann ich mich selbst verwandeln, so wird die Erwartung an den anderen geringer oder sich sogar auflösen. So steht vor der Frage, wer der richtige Partner für mich ist, die Frage: Nehme ich mich selbst so an wie ich bin? Bin ich der richtige für mich?

    Beantwortet von ThomasR am 22.Mai 2010, 08:01
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  • topist

    Wissen? Unmöglich, weil zu viele Unbekannte! Dafür müssten ja alle denkbaren Alternativen durchprobiert sein. Und danach würde man wohl nur wissen, dass an der Bestimmung mehrere Personen beteiligt sind deren Meinung immer mal auseinander gehen kann :-).

    Gruß vom Topisten
    PS. Es hilft natürlich, wenn man zumindest weiß, was einem selbst wichtig ist.

    Beantwortet von topist am 21.Mai 2010, 13:20
    • topist

      "Und auch das, was einem wichtig ist, kann sich stündlich, täglich, wöchentlich, jährlich,...mehr

      topist am 21.Mai 2010, 13:38
    • inaktiver User 45469

      schlau geantwortet ;-) das P.S. gefällt mir besonders und das erhält einen Sonderpunkt. Und auch...mehr

      inaktiver User 45469 am 21.Mai 2010, 13:27
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  • inaktiver User 45469

    @Robinson: tolle Antwort!! Echt gelungen. Dem ist ja nichts hinzuzufügen!
    Wenn mir mal nix mehr einfällt...

    Also, ein bissl was, möcht ich aber auch schreiben:
    Die Mischung aus Herz & Verstand machts, also die Mischung aus dem Yin und Yang, was du mal angesprochen hattest. Was nützt einem ein Spiegelbild, und was nützt einem der reine Gegenpart, die Mischung machts. Und man kann sich eine Checkliste mit "gemeinsamem Hobbies, Interessen" zurechtbasteln oder eben die Soll-Vorstellung. Das wird zu nix führen, klar hat jeder seine Vorstellungen, aber das wahre Leben will gelebt, nciht gedacht werden. Und den Bauch, das Bauchgefühl (mit und ohne Schmetterlinge) sollte man dabei nie außer acht lassen, hab zumindest ich (sehr kopfgesteuert) die Erfahrung gemacht.

    ...und wie Robinson und Maria_L schon sagten, das Streiten ist auch ungemein wichtig. Nicht das Zoffen an und für sich, sondern das konstruktive Miteinander, das Lösungen finden. Sich anschreien, sich aus dem Weg gehen, jeder sein Ding machen, "wir haben uns auseinandergelebt" (hör ich oft) das kann jeder.
    Einige können gut alleine leben, wer's nicht kann, sollte auch selbstkritisch sein und sich in Toleranz üben.
    Beide müssen gleich viel empfinden, jeder muss Herz- und Verstandesmäßig das gleiche für den anderen übrig haben. Seit ich verheiratet bin, denke ich oft über den Satz "in guten und in schlechten Zeiten " nach und wenn wir öfter streiten denke ich, irgendwann nach 20 Jahren sage ich auch mal, "ja, es waren auch gute Zeiten dabei". Manchmal hat man auch Phasen, da sieht man "immer nur das schlechte". Im Leben gibts immer Durststrecken. Und im Leben ist aber auch nicht immer alles beschreibbar, manches muss man selbst erleben, da können andere nur bedingt Tips geben.

    (es könnten ja auch Leute sagen "lass die Finger von XY die tut dir nicht gut" und du würdest das aber nicht so empfinden, also wozu nach diesen Leuten gehen - die leben ja nicht dein Leben)

    liee Grüße an Dich und ich drück die Daumen für gute, lebenswerte und dich glücklich machende Entscheidungen im Leben, nicht für "richtige".

    Beantwortet von inaktiver User 45469 am 21.Mai 2010, 12:57
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