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zurück zur Frage „Wo ist für mich der größte Hebel als Verbraucher, um etwas...“

Maria_L

Gestern habe ich zufällig eine Wanderausstellung über CO2-Belastung gesehen.
Daß Flugreisen sehr viel CO2 verursachen, war mir schon klar.
Dennoch war ich erstaunt, daß zwei Flugreisen im Jahr nach Fernost 3x so viel verursachen, als eine fleischlastige Ernährung.

Hier steht "Ein zweiwöchiger Mallorcaurlaub verursacht pro Person mehr als eine Tonne CO2 und schädigt das Klima ebenso sehr wie ein Jahr Autofahren"
http://klima-media.de/2009/08/13/co2-fussabdruck-des-deutschen-tourismus-zwei-wochen-mallorca-fuer-eine-tonne-co2/

Wenn man jetzt noch davon ausgeht, daß Aufwändige Reisen ja auch wirklich Luxus sind, dann kann man da wohl schon gut einen Hebel ansetzen.

Auf der anderen Seite würde ich Lebensmittelkauf nicht als Nebensächlichkeit sehen und Bio-Einkauf ist sehr wohl ein großer Hebel.

Ich fände es nicht richtig, Reisen gegen Lebensmittel aufzurechnen, nach dem Motto, ich mache keine Reisen, also brauche ich beim Essen auf nichts zu achten.

Freundlicherweise sind ja beim Essen die umweltfreundlichen Aspekte auch die gesünderen und nicht umbedingt immer die teureren (wenn ich meinen Schwerpunkt auf regionale saisonelle Bio-Grundnahrungsmittel lege).

Deswegen verstehe ich nicht so ganz, was Du mit beschränkten Ressourcen meinst?
Zeit, sich damit zu beschäftigen? Geld? Lust zum Einschränken?

Auch Kleinvieh macht Mist, deswegen gibts eigentlich keine Nebensächlichkeiten.
Jeder wie und wo er kann, ohne sich selbst komplett zu kasteien.

Antwort von Maria_L am 13.Juni 2012, 14:45 Auf die Frage „Wo ist für mich der größte Hebel als Verbraucher, um etwas...“ von dietmar am 13.Juni 2012, 11:25

Kommentare zu dieser Antwort (4)   Antwort abonnieren

  • Maria_L

    sorry, bin aus Versehen auf den Lesenswert-Daumen gekommen, wo ich noch was editieren wollte.
    Sooo wichtig finde ich das dann wieder auf nicht. ;-)

    Kommentiert von Maria_L am 13.Juni 2012, 14:53
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  • berniewa

    mit dem "Aufrechnen" sprichst du einen wichtigen Punkt an, finde ich. Zu viele Leute spielen das eine gegen das andere aus bzw beruhigen sich oder 'rechtfertigen' sich - oft leider als bequeme Ausrede - damit, dass sie sagen, doch im Bereich X "schon etwas für die Umwelt zu tun" ("und das reicht dann doch auch ..." schwingt dabei mit), und das, obwohl sie mitnichten irgendwie überfordert wären, wenn sich auch anderswo noch ein paar Hebelchen ansetzen würden

    Kommentiert von berniewa am 14.Juni 2012, 01:14
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  • dietmar

    ...andererseits ist aufrechnen auch, wenn man sagt: ein Obi muss sich ändern, die Agrar-Industrie muss sich ändern,....
    damit delegiert man die Verantwortung und entzieht sich damit der Situation , selber etwas zu tun........

    Kommentiert von dietmar am 14.Juni 2012, 08:21
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  • Maria_L

    Du fragst aber selbst an der Wirksamkeit der Hebel.
    Und wenn man in Relation setzt, was die konventionelle Agrar-Industrie oder die Industrie an (Umwelt-)Problemem verursacht, dann ist das private Engagement wirklich ein Witz dagegen.
    z.B. Thema Wasserverschwendung, Nahrungsmittel-Verschwendung.

    Ganz klar will ich mit der Aussage nicht die Verantwortung des Einzelnen schmälern.
    Im Gegenteil: Der Verbraucher wird ja ständig angeführt als Grund, warum die Industrie und die konventionelle LW angeblich nicht anders können.
    "Der Verbraucher will das so" ist ja das Totschlagargument schlecht hin...

    Deswegen ist das Engagement des Einzelnen strategisch ungemein wichtig als klares Signal für die ganz großen Hebel: Erst wenn der VErbraucher das eben nicht mehr so will, wird sich was ändern.

    Kommentiert von Maria_L am 14.Juni 2012, 09:28
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