Gute Fragen
-
Wird Wasserstoff damit tankbar?
Wissenschaftler vom Rutherford Appleton Laboratory, dem University College London und der Oxford University haben einen Weg gefunden, Wasserstoff dicht in kleine Perlen zu packen. Diese könnten dann wie normale Flüssigkeiten getankt werden. Der Wasserstoff würde in "nanoskaligen Polymerfasern" eingebunden, damit "sind die Hybride sicherer, haben eine längere Lebensdauer und der Wasserstoff wird fast augenblicklich beim Erhitzen freigesetzt."
Gefragt von
Weiters wird berichtet:
"Bei dem neuen Verfahren könne Wasserstoff ohne Druck bei normaler Umgebungstemperatur gespeichert werden. Die derzeitige Speicherung von Wasserstoff hingegen erfordert entweder Hochdruckzylinder auf bis zu 700 mal Atmosphärendruck oder Super-Kühlung zu einer Flüssigkeit bei -253 °C.
-> http://www.produktion.de/forschung-entwicklung/wasserstoffantrieb-im-auto-kurz-vor-dem-durchbruch/
Kann das funktionieren? Ist Wasserstoff damit nicht mehr so flüchtig?werner stickler
am 23.August 2011, 11:08 | 2 Antworten
Antworten (2)
Frage abonnieren
-
Wasserstoff-basierte Antriebe sind (v.a. wg der Herstellung des Wasserstoffs, z.B. mit Ökostrom durch Elektrolyse aus Wasser) derzeit zwar meines Wissens noch weniger effizient, als z.B. Elektro-Antriebe,
Beantwortet von berniewa am 23.August 2011, 13:07
aber sie haben z.T. auch einige Vorteile, z.B. evtl. einfacheres Recycling, als z.B. bei Lithium-Akkus
Ein anderer Vorteil ist die längere Reichweite, als bei (derzeitigen) Akkus
Schon seit mehr als 20 Jahren lässt sich Wasserstoff ja kombiniert mit anderen Elementen für Verbrennungsmotoren nutzen, und zwar ohne dass das explosiver ist, als ungefähr z.B. Benzin
Ein Problem ist da v.a. das Gewicht (das Granulat etc ist oft relativ schwer) und der Energieaufwand, wie schon gesagt, es überhaupt herzustellen
Diese neuen Forschungen klingen interessant. Scheint eine deutliche Verbesserung zu sein.
Nicht nur für Schiffe / Fahrzeuge / Flugzeuge,
sondern auch für die . E n e r g i e s p e i c h e r u n g . z.B. überschüssiger Solar- und Windenergie
, wäre das eine zusätzliche Möglichkeit (neben Pumpspeicherkraftwerken, die bisher immer noch am effizientesten dafür sind (daher z.B. auch das NorGer Projekt gar nicht schlecht))
Danke für den Hinweis, bzw. Antwort: Das kann offenbar tatsächlich funktionieren ;`)
Antwort kommentieren
-
Das scheint ein gut funktionierendes Konzept zu sein um Wasserstoff direkt zu speichern.
Beantwortet von Eloy am 23.August 2011, 14:24
Aber wirklich tankbar(er) wird Wasserstoff wegen den angesprochenen Punkten (Gewicht d. Granulats) wohl nicht.
Wasserstoff ist in Fahrzeugen mit Brennstoffzellen bzw. Wasserstoff-Verbrennungsmotoren bereits tankbar, muss jedoch zeitnah verbraucht werden um die Verluste gering zu halten.
Daher halte ich die Speicherung von Wasserstoff durch Methansynthese für den sinnvolleren und realistischeren Weg. Das so erzeugte Methan kann ganz einfach wie in Gasautos getankt werden.
Siehe dazu:
http://www.iwes.fraunhofer.de/de/publikationen0/publikationen_veroeffentlichungengesamt/2010/perspektiven_desenergietraegersmethanmethanaussolar-undwindenerg/_jcr_content/pressrelease/linklistPar/download/file.res/Perspektiven%20des%20Energietr%C3%A4gers%20Methan%20%20Methan%20aus%20Solar-%20und%20Windenergie.pdf
http://www.eurosolar.de/de/images/stories/pdf/SZA%201_2010_Sterner_farbig.pdf
Antwort kommentieren
Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!
Bitte neu registrieren oder
anmelden um eine Antwort zu schreiben.
Neu: auch über
[?]
