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berniewa

Anders als Tritz meint, glaube ich nicht, dass zu viele Leute zu "faul" würden. Dazu hat schon in den 1960ern Erich Fromm einen guten psychologischen Essay geschrieben, denn die Idee eines Grundeinkommens ist schon mindestens 100 Jahre alt und wurde unter anderem in den 1960ern z.B. in der New Left in den USA diskutiert. ----- Ich glaube, die größeren Probleme liegen anderswo: Es könnte nämlich zu einem Preisanstieg gerade auch von Nahrungsmitteln und Wohnung etc kommen, aufgrund dessen das Grundeinkommen dann weniger wert wird, als die heutigen (schon sehr niedrigen) ALG II Sätze. ----- Auch haben Ökonomen schon berechnet, dass es nur funktioniert, wenn ausreichend viele Leute davon unabhängig ausreichendes Einkommen haben. ----- Also die klassischen Probleme wie Arbeitsplätze zu schaffen bleiben dadurch erstmal ungelöst, bzw. müssen zusätzlich/trotzdem gelöst werden, z. B. bei tendenziell fortschreitender "Rationalisierung" der Produktion durch durchschnittliche Verkürzung der Arbeitszeit, gerade weil ein dauerndes Wachstum fraglich ist. Eigtl. ganz logisch, denn wenn dasselbe in kürzerer Zeit herstellbar ist (inkl. Dienstleistungen) gibt es weniger Arbeitszeit zu verteilen.
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Dazu sehr gut übrigens: Gero Jenner: Die arbeitslose Gesellschaft (Fischer Taschenbuch) - evtl. das beste Buch das dieser Soziologe bisher geschrieben hat und auch eines der besten zum Thema das ich überhaupt kenne - neben Klassikern von J K Galbraith et al. außer, dass sie alle speziell einen GREEN NEW DEAL als Chance ein bisschen zu sehr vernachlässigen
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Die Sache ist langfristig natürlich nur global lösbar, denn Lohndumping etc zieht viele Standorte bekanntlich in "Billiglohnländer". Meines Erachtens ist neben einem human ausreichend hohen ALG Satz ein ausreichend hoher Mindestlohn + Verhinderung von Scheinselbständigkeit (die Mindestlöhne unterlaufen würde) erfolgversprechender, finanzierbar über viel höhere Steuern sehr großer Einkommen und Vermögen (wer hat das Recht in einer Welt in der Menschen verhungern mehr als 100 Mio Euro Vermögenswerte zu haben? Die Spitzen liegen bekanntlich weltweit bei Dutzenden Milliarden US Dollar), vgl. auch meinen BLOG Beitrag zur Halbierung der weltweiten Armut bis 2020
----- Soviel von mir ganz spontan dazu. mit utopischen Grüßen Be.

Antwort von berniewa am 02.Juli 2009, 16:26 Auf die Frage „Wie würde sich denn ein bedingungsloses Grundeinkommen auf...“ von danhuxley am 02.Juli 2009, 11:05

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