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Alles zum Thema: Pflanzen- & Tierwelt
  • muab-renielk

    Wie viele km² Biolandbau sind nötig, um 1 erwachsenen Menschen (mit genügend Proteinen, Vitaminen etc.) zu ernähren, 1. bei aktuellen Gewohnheiten im dt. Durchschnitt, 2. vegan?

    Habt Ihr dazu ungefähre Zahlen?

    Gefragt von
    muab-renielk
    am 18.April 2010, 01:00 | 7 Antworten

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  • inaktiver User 65239

    vegan -> weniger Flächenbedarf, soviel ist sicher, aber leider habe ich keine genauen Zahlen. Diese hängen sicher auch ab von der Qualität des Bodens und des Klimas u.s.w. Vermutlich meinst du die Frage bzgl durchschnittlich deutscher Anbau-Regionen, oder?

    Beantwortet von inaktiver User 65239 am 18.April 2010, 02:02
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  • gerfi

    Die Frage kann ich nicht beantworten, habe aber, da mich das Thema interessiert, dazu zwei interessante Links gefunden.

    http://www.biovegan.org/cms/artikel_20.html

    http://www.tierschutz.cc/dachverband/docs/aussendungen/aus193.html

    Beantwortet von gerfi am 18.April 2010, 17:59
    • Maria_L

      Das stimmt nicht, es gibt genug Ansätze, wie Landwirtschaft auch ohne Tierhaltung funktioniert....mehr

      Maria_L am 19.April 2010, 17:27
    • bhellweg

      Wenn biologisch gewirtschaftet wird fehlen irgendwann Pflanzennährstoffe (Mineralien) Diese landen...mehr

      bhellweg am 19.April 2010, 16:59
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  • Boris1984

    Integrierte Permakultur- und Agroforstsysteme mit Nutztieren (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur respektive http://de.wikipedia.org/wiki/Agroforstwirtschaft ) können eine viel höhere menschenverwertbare Biomasseproduktion pro m2 haben, vor allem wenn man Aquakultur ( http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur#Aquakultur ) in das System einbezieht. Außerdem tragen z.B. auch in konventionellen Betrieben Tomatenkulturen, wo gezüchtete Hummeln eingesetzt werden, viel mehr durch deren Bestäubungsleistung.

    Ich glaube was vor allem zählt ist sich angesichts Energieverknappung (neben ethischen Aspekten) von dem abartig hohen Fleischverzehr zu verabschieden. Wer vegan leben möchte, soll es gerne tun. Er hat meinen Respekt. Aber ich kann auch Menschen verstehen, die nicht auf Milchprodukte und Fleisch verzichten möchten.

    Beantwortet von Boris1984 am 18.April 2010, 16:46
    • wuerzsilie

      Ich sehe das ähnlich wie du Boris, dass weniger hochwertiges Ackerland noch für anderes taugt, als...mehr

      wuerzsilie am 12.November 2011, 21:30
    • Andreas Pfrenger

      Hi, ich habe gerade nochmal in die altbekannten Handbücher von John Seymour reingeschaut - er...mehr

      Andreas Pfrenger am 19.April 2010, 23:58
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  • Andreas Pfrenger

    Die "Felder" können bsp. auch gedüngt werden mit Gründünger - mit den Wurzelknöllchen stickstoffbindende Pflanzen, die anschließend eingearbeitet werden. Und wenn man noch eine Regenwurmkiste in der Wohnung und eine Komposttoilette hat.... ;-)

    Wenn man allerdings die Ernährung eines einzelnen Menschen betrachtet ist ohnehin der kleinräumige, hausnahe Permakulturanbau per Selbstversorgung die nachhaltigste Variante. Das ist zumindest teilweise für JEDEN Menschen möglich - selbst in Kästen am Fenster oder einem noch so kleinen Hinterhof auf Beton in Reifen kann zumindest teilweise Nahrung erzeugt werden (oder man tut sich mit Jemandem zusammen, wie z.B. bei den City-Gärten in New York!).

    Bei einem kleinräumigen Anbau kann viel sparsamer gewirtschaftet (z.B. mit Wasser) und vor allem die 3.Dimension (Höhe) gegenüber großen Feldern genutzt werden. Der Boden erodiert viel weniger als bei großen Feldern. Damit ist deutlich (!) weniger als 1km² pro Mensch nötig. Ich glaube, bei John Seymour hab ich mal ein paar konkrete Zahlen gelesen. Auch Sepp Holzer etc. bieten hierfür reichlich Anregungen, siehe auch Bücher über "Waldgärten".

    Beantwortet von Andreas Pfrenger am 18.April 2010, 10:58
    • muab-renielk

      Von Sepp Holzer hab ich auch schon gehört und Waldgarten-Konzept kenne ich, aber hast du selber...mehr

      muab-renielk am 19.April 2010, 14:50
    • inaktiver User 59183

      Interessant, aber weniger als 1 km² kommt mir zu wenig vor - zumindest wenn es nicht extrem...mehr

      inaktiver User 59183 am 19.April 2010, 01:30
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  • Maria_L

    Die Frage hat mich an ein Buch erinnert, das ich schon lange im Bücherschrank stehen habe, und das in dem Zusammenhang für jeden interessant zu lesen ist, der sich mit dem Thema beschäftigt, was auf welchen Flächen mit welcher Wirtschaftsform zu erwirtschaften ist.
    Das Buch heißt:
    "4000 Jahre Landbau in China, Korea und Japan" von F. H. King.

    Wie ich gerade sehe, wurde das Buch 2005 wieder aufgelegt, meine Ausgabe ist aus den 80'er Jahren:
    http://www.amazon.de/Jahre-Landbau-China-Korea-Japan/dp/3922201059

    King beschreibt seine Reise um ca. 1910.
    Immer wieder vergleicht er die Landbaumethoden der genannten Länder mit denen in den USA, wo es damals bereits Probleme mit Bodenauslaugung und Erosion gab.

    In dem Buch werden zahlreiche Zahlen genannte, es ist aber völlig unmöglich, daraus Zahlen abzuleiten, die o.g. Fragen beantworten.
    Auch weil einfach die Lebensbedingungen zu unterschiedlich sind, und von uns vermutlich kaum jemand bereit wäre, so zu wirtschaften.

    Trotzdem nenne ich zwei Zahlen aus der Provinz Schantung in China:
    Eine Familie mit 12 Personen bewirtschaftet 1 ha Land. Das ernährt die Familie, ein Gespann bestehend aus einer Kuh und einem Esel und zwei Schweine.
    Eine andere Familie mit 10 Personen hat 0,6 Hektar und ernährt zusätzlich einen Esel und ein Schwein.
    Dabei erwirtschaften die Familien genug Nahrungsmittel, um noch auf dem Markt zu verkaufen.
    Nebenbei bleibt Zeit für Heimarbeiten verschiedener Art.
    Es hört sich nicht so an, als wären diese Familien besonders arm im damaligen Sinne.

    Zu bedenken ist dabei, daß Schandung ein warmgemäßigtes Klima hat.
    Schandung = Schandong (Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Shandong)

    Aber auch für Japan, das ja sehr unterschiedliche Klimazonen hat mit z.T. deutlich kühlerem Klima als bei uns, nennt King einen Durchschnittsbedarf von 1 Hektar pro Familie.

    Bio-Anbau war damals natürlich noch kein Thema, da aber mineralische Dünger gerade erst aufkamen und synthethischer Pflanzenschutz sicher noch nicht verbreitet, können die Methoden als biologisch durchgehen.

    Mag auch das Buch und die darin beschriebenen Lebensformen veraltet anmuten, so sind die Bewirtschaftungsmethoden doch sehr interessant, und wir könnten uns mehr als eine Scheibe davon abschneiden:
    - sehr intensive Kompostierung (z.B. Erdkompost, wo Pflanzenstoffe mit Schlamm vermischt aufgesetzt werden)
    - Gründüngung mit Bohnen, Klee ect. zur Stickstoffgewinnung
    - weitgehend vegetarische Lebensweise in Kombination mit (Klein-)Tierhaltung
    - ausgereifte Bewässerungsmethoden, wo nötig
    - Flüssigdüngung mit menschlichem Dung
    - Mulch mit Stroh und allen anderen zur Verfügung stehenden Stoffen
    - Mischkulturen
    - Terrassen-Felder um Erosion zu vermeiden
    - Aufbringen von Flusschlamm (entspricht Gesteinsmehl und bringt Nährstoffe)

    Ich vermute, wenn wir heute Probleme haben, die wachsende Zahl an Menschen zu ernähren, dann liegt das weniger an Fleischkonsum und d.g.l, als an der mangelnden Bereitschaft zur Handarbeit und von dem zu leben, was der eigene Kulturkreis hervorbringt.
    Die intensive Maschinen-Landwirtschaft hat -alleine um die Maschinen zu finanzieren- einen wesentlich größeren Flächenbedarf.
    Hier müßte also erst genau definiert werden, wessen "aktuelle Gewohnheiten" wir als Maßstab verwenden wollen?

    Unsere westlichen Städter?
    Halb-Selbtversorger wie mich?
    Nebenlandwirte in Italien? (manche Wirtschaftsformen, die ich dort gesehen habe, erinnern mich stark an die in diesem Buch beschriebenen)
    Kleinlandwirte in Brasilien oder Afrika?

    Beantwortet von Maria_L am 25.April 2010, 11:28
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  • Werner Witschi

    so ein km2 ist ja nicht wenig, sind 100 ha.

    Die Schweiz hat 41'000 km2 und kann darauf ca. 50% selber ernähren, 50% sind fast 4 Millionen Menschen, egal ob nun Vegetarier, Vegan oder was auch immer. Die landwirtschaftliche Nutzfläche dabei beträgt ca. 1 Mio ha.

    Ich bin mir sicher, dass wir unsere Familie mit einer ha ernähren könnten und noch immer genug hätten um abzugeben und das noch gesund.

    Beantwortet von Werner Witschi am 19.April 2010, 06:29
    • inaktiver User 59183

      naja, z.B. Deutschland hat meines Wissens mehr als 230 EW je km². Und für Wohnhäuser, Straßen,...mehr

      inaktiver User 59183 am 23.April 2010, 20:29
    • Bubensteyn

      "Der Grenzwert, um eine ausreichende Nahrungsversorgung sicher zu stellen, liegt bei 0,07 Hektar...mehr

      Bubensteyn am 22.April 2010, 07:09
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  • bhellweg

    Vegan und Bio geht sehr schwer bis überhaupt nicht. Womit soll man die Felder düngen? Wenn keine Tiere gehalten werden.
    Bio-Landwirtschaft geht nur un Verbindung mit Tierhaltung

    Beantwortet von bhellweg am 18.April 2010, 10:20
    • berniewa

      Guter Link, Gerfi, Danke. Ich hab davon auch schon gehört und glaube, diese Erde wird unter anderem...mehr

      berniewa am 20.April 2010, 19:09
    • gerfi

      Zum Thema vegane Landwirtschaft/Düngung: habe da einen interessanten Bericht über die sogenannte...mehr

      gerfi am 20.April 2010, 19:03
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