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  • zukunftskind

    Wie umweltfreundlich ist der Prozess des Recyclings von PET auf Kleidungsfaser?

    Ich möchte gern wissen, wie genau der Prozess des Recyclings von PET Flaschen in neue PET Flaschen, aber auch in Kleidungsfasern funktioniert. Es scheint, als ob Kleidung und Taschen aus recyclten PET Flaschen voll im Trend liegt (sehr viele Artikel auch bei Utopia!), aber wie umweltfreundlich ist der Prozess an sich? Werden z.B. Gifte usw dafür benutzt? Was sind die Nebenprodukte und was passiert mit ihnen?

    Gefragt von
    zukunftskind
    am 17.Januar, 19:40 | 2 Antworten

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  • deejay

    Hey Robinson, eine wirklich übersichtliche Zusammenfassung von Informationen. Danke dafür!

    Ich glaube, es ist auch wichtig im Blick zu behalten, dass es ganz unterschiedliche Verfahren der Wiederverwertung gibt. Auch der Reinheitsgrad des PET spielt dabei eine wichtige Rolle. Sprich: Sind die Flaschen gefärbt oder nicht. Meines Kenntnisstandes sind aber in PET Flaschen keinerlei gefährliche Weichmacher oder Bisphenol A enthalten, so wie man das bspw. bei PVC vorfindet.

    Generell haben immer eine ganze Reihe von Faktoren Einfluss auf den Prozess der Abfallbehandlung und des Recyclings.

    Ich finde das man gerade beim PET Recycling gute Wege bestreitet und auch nicht nur eine Weiterverwertung zu Flaschen erfolgt, sondern auch eben Kunstfasern.

    Eine Gesamtreduktion der Umweltbelastung von bis zu 50% (die Zahlen die ich im Kopf hatte sind ähnlich hoch...) ist schon wirklich top.

    Beantwortet von deejay am 18.Januar, 15:25
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  • Robinson

    Die Schweizer haben dazu Studien gemacht:
    http://www.petrecycling.ch/de/oekologie.html

    Aus der Studie von 2008, Schlussfolgerungen Seite 26:
    http://www.petrecycling.ch/sites/petrecycling.ch/files/NL13CO2StudieDeutsch.pdf

    "Das PET-Recylcing in der Schweiz (...) bewirkt eine Reduktion in der Gesamtumweltbelastung (...) bis fast 50%. Dies zeigt sich auch in einer Reduktion der klimawirksamen Emissionen von bis zu 50% und in der Einsparung von nicht erneuerbaren Ressourcen bis zu 60%."

    "Weiter wurde der Frage nachgegangen, ob durch eine weitere Erhöhung der Verwertungsquote und des Rezyklatanteils in den PET-Flaschen eine zusätzliche signifikante Reduktion der Umweltauswirkungen erreicht werden kann. Obwohl schon wesentliche Reduktionen erreicht werden konnten, können mit einer Erhöhung der Sammel- und Verwertungsquote die Umweltauswirkungen um weitere 20-30% gegenüber dem heutigen System gesenkt werden."

    Viele Fragen, etwa ob ökologisch sinnvoller PET-Abfälle stofflich oder energetisch zu nutzen, werden in der Studie abgehandelt.

    M.E. kann dieses Ergebnis derzeit von der Bekleidungsindustrie noch nicht erreicht werden, Angaben von Patagonia könnte man darauf hin deuten (siehe Recyling Nylon), dass es an hinreichend Material fehlt.
    http://www.patagonia.com/eu/deDE/patagonia.go?assetid=35903

    The North Face will - als Ziel - weiter in Richtung Bluesign gehen, nach diesem Standard wird das Thema Chemie-/Giftstoffe aufgegriffen:
    http://eu.thenorthface.com/tnf-eu-en/sustainability/
    http://www.bluesign.com/index.php?id=91
    http://www.greenpeace.org/international/en/publications/reports/Dirty-Laundry/
    http://www.bluesign.com/fileadmin/downloads/Documents/Dirty_Laundry_info.pdf

    Beantwortet von Robinson am 18.Januar, 13:45
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