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  • wildfang

    Wie sinnvoll sind Mitfahrgelegenheiten?

    Ich hab mir gestern was überlegt:
    Oft höre ich von Bekannten, wenn sie irgendwohin fahren, daß sie nicht mit dem Zug, sondern mit dem Auto dorthin fahren, weil sie so noch zwei bis drei Mitfahrer mitnehmen können und dann quasi nichts zahlen müssen oder sogar Gewinn bei der Fahrt herausschlagen. Wenn es die Möglichkeit des Mitfahrens nicht gäbe, wären vielleicht alle, sowohl Fahrer_In als auch Mitfahrende mit der Bahn gefahren und somit ein Auto weniger unterwegs auf deutschen Straßen.

    Ergibt das irgendwie Sinn oder habe ich hier einen Denkfehler?
    Ich fing an, darüber nachzudenken, weil Mitfahrgelegenheit ja oft als sehr nachhaltige Art zu reisen dargestellt wird, ich aber nur Leute kenne, die, wenn MFG nicht klappt, mit der Bahn fahren und niemals stattdessen allein mit dem eigenen Auto fahren würden und ich mich daher begann zu fragen ob unter diesem Aspekt bei MFGs überhaupt CO2 vermieden wird.

    Bin gespannt auf eure Antworten.

    Gefragt von
    wildfang
    am 07.Dezember 2012, 10:53 | 8 Antworten

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  • gruenistdiehoffnung

    Für Verbindungen, die die Bahn nicht bedienen kann, auf jeden Fall die beste Wahl - wenn man nicht gerade mit einem Mercedes-Testfahrer mit 200 von Stuttgart nach Berlin rast.

    Wenn die Bahn aber parallel auch die Strecke fährt, spricht alles für die grosse Fahrgemeinschaft auf der Schiene.

    Fahrgemeinschaften kann man übrigens auch bei der Bahn (Länderticket, Wochenendticket oder Gruppenticket) und bei Fernbussen bilden. Auch da muss es nicht immer das Auto sein.

    http://www.bahn.de/p/view/angebot/gruppen/gruppe_spar.shtml
    http://www.deinbus.de/

    Beantwortet von gruenistdiehoffnung am 13.Dezember 2012, 17:24
    • gruenebine

      Der wird ne Menge Blitze gefangen haben, da fast überall ständig Geschwindigkeitsbegrenzungen...mehr

      gruenebine am 14.Dezember 2012, 02:09
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  • Aenn

    Die Argumente einiger meiner Vorredner kann ich nur bestätigen. Ich bin selber schon mitgefahren und biete wenn selber Fahrer die freien Plätze im Auto bei der Mitfahrgelegenheit an. Was ich am Mitfahren (und der Organisation per Internet und Mobiltelefon) so schätze ist, dass ich sehr kurzfristig noch eine Transportmöglichkeit finde, ohne mehr zahlen zu müssen. So gern ich mit der Bahn fahre, sie eigentlich dem Auto vorziehe - leider kann ich mir das Vielfache der 5 Euro / 100 km der Mitfahrgelegenheit, das die Bahn für relativ kurzfristig gekaufte Tickets nimmt, fast nie leisten. Die billigen Quer-durchs-Land- und Wochenend-Tickets gelten ja nur in Regionalzügen, und bei 10 Stunden Weg pro Richtung für eine normale Wochenendreise lohnt sich das Losfahren erst gar nicht. Da bleibt nur noch die Mitfahrgelegenheit übrig. Und im bisher immer vollbesetzten Wagen liegen ich und meine Mitfahrenden vom Energieverbrauch für die Wegstrecke dann besser als die Bahn. Derzeit scheint mir also die Mitfahrgelegenheit die kosten-, energie- und dabei zeitgünstigste Option.

    Beantwortet von Aenn am 03.Januar 2013, 22:26
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  • Sunnytatia

    Also da freitags und sonntags in meine Heimatstadt nur ein (!!!) Bus fährt, fahre ich bei der Mitfahrgelegenheit mit so oft ich kann (man hat ja noch Gepäck dabei). Sollte das mal nicht möglich sein, fahre ich mit der Bahn und laufe dann den restlichen Weg...........

    Beantwortet von Sunnytatia am 31.Dezember 2012, 17:35
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  • schraegergruss

    Die Bahn muss die Preise und Auslastung einfach so genial gestalten, dass keiner mehr mit dem Auto fahren will! Denn Bahnfahren ist einfach gemütlicher, ökologischer und erholsamer. Das muss jeder zugeben! Und wenn ich für 25€ mit der Bahn von München nach Berlin fahren kann, ohne Vorbuchung und genauer Planung, dann ist das nicht zu toppen! Leider hat die Bahn eine Preispolitik die echt schwer verdaulich ist!

    Beantwortet von schraegergruss am 10.Dezember 2012, 22:52
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  • mela

    hallo wildfang
    deine Überlegungen finde ich im Prinzip absolut richtig. Bedenke aber noch, dass in den wirklichen Stoßzeiten (Freitag nachmittag, Sonntag abend) die Bahn ziemlich ausgelastet ist. Die Züge sind im Prinzip voll, es werden sogar nostalgische/uralte ICs eingesetzt, um die ICEs zu entlasten.
    Zusätzliche Nachfrage würde also auch hier dazu führen, dass zusätzliche Züge fahren müssten, ja sogar gekauft werden müssten. Genauso, wie eine Nachfrage nach Mitfahrgelegenheiten auch zu zusätzlichen Fahrten führt. Das müsstest du noch berücksichtigen.
    Wenn man es genau nimmt, müsste man die Entscheidung ob mfg oder Bahn abhängig machen vom Fahrtzeitpunkt. Bei voll ausgelasteten Zügen kann man auch die die mfg nehmen, bei leeren Zügen sollte die Bahn erste Wahl sein. Aber so kompliziert will sich's bestimmt auch keiner machen ;-)

    Für mich ist entscheidend: Im Vergleich zur Durchschnittsmobilität ist mfg um Längen besser. Würden alle nur noch mindestens zu zweit fahren, wären wir schon einen riesen Schritt weiter. Auch wenn die Bahn noch einen Tick vorzuziehen ist, finde ich es daher trotzdem voll okay und begrüßenswert, wenn jemand mfg fährt - warum auch immer. Ist für mich eine persönliche Entscheidung, die auch, aber nicht nur vom Geldbeutel abhängt.

    Beantwortet von mela am 10.Dezember 2012, 11:35
    • werner stickler

      " ja sogar gekauft werden müssten" sofern sie auch rechtzeitig geliefert werden ;-) Ein...mehr

      werner stickler am 10.Dezember 2012, 12:04
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  • smartynie

    Ich hatte mich bei meinem letzten Job mit einer Kollegin im Fahren zu unserer Arbeitsstelle (die mit Öffis schwer zu erreichen war) wochenweise abgewechselt.
    Da wir Beide über ein Auto verfügten, hatten wir einen für uns Beide zentralen Treffpunkt in unserer Stadt ausgemacht: dort konnte dann einer sein Auto parken-und für die weitere Strecke zu unserer Arbeitsstelle sind wir dann gemeinsam gefahren.

    Wir saßen also immer zu zweit in einem PKW auf dem Weg zur Arbeit: und auf diesen ca. 20 km Autobahn waren wir eine ziemliche "Rarität": überwiegend haben wir "Solo-Fahrer" in ihren Autos gesehen.

    Diese Art von Mitfahrgelegenheit kann ich nur empfehlen.

    Beantwortet von smartynie am 08.Dezember 2012, 02:35
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  • bier1977

    Mein Vorredner hat schon gute Argumente.

    Ich möchte einen neuen Punkt hinzufügen: auch die Bahn kostet Energie. Man rechnet etwa 3l auf 100km "Spritverbrauch". Wenn du also ein Auto, das 6l braucht, mit mehr als 2 Leuten vollmachst, sollte es sofort ökologisch sinnvoll sein.

    Beantwortet von bier1977 am 07.Dezember 2012, 11:40
    • wildfang

      ,,Ich möchte einen neuen Punkt hinzufügen: auch die Bahn kostet Energie. " Schon, aber der Zug...mehr

      wildfang am 07.Dezember 2012, 22:03
    • werner stickler

      ... sofern die Bahn voll ist, oder gelten die Annahmen auch für leere Züge? Und es gibt ja auch...mehr

      werner stickler am 07.Dezember 2012, 15:42
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  • Marshavan

    Der wesentliche Vorteil der Mitfahrgelegenheiten liegt im Preis und in der relativ individuellen Festlegung von Start und Ziel. Ich habe dies bisher sehr oft genutzt, da man als Mitfahrer so meist deutlich unter die Preise kommt, die die Bahn verlangt, und dabei trotzdem mindestens genau so schnell ans Ziel kommt.
    Als Fahrer lohnt sich natürlich jeder Euro, den man durch die Einnahmen sparen kann. Es soll ja immer noch Gegenden in Deutschland geben, in denen der ÖPNV nur unzureichend ausgebaut ist. Wenn man dann als Wochenendpendler nicht immer das Fahrrad mitführen will oder kann, wird es halt schnell sehr schwierig.

    Beantwortet von Marshavan am 07.Dezember 2012, 11:13
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