Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Wie lege ich ein Hochbeet an?

Frage abonnieren
Frage beantworten
Stephan Rieping fragte am 15.02.2013 um 07:53

Klar noch ist Winter, aber die Tage werden länger und der grüne Daumen juckt. Das Projekt Hochbeet hat mich als Kompost- und Selbstversorgerfan eigentlich schon immer gereizt und Platz im Garten ist genug. Also wie gehe ichs an? Freue mich auf Eure Erfahrungen und Tipps aus erster Hand!

Sonnige Grüße
Stephan

  • antwortete am 15.02.2013 um 09:22
    Die Frage ist vor allem, warum Du eines anlegen willst?

    Über Transition Town bin ich an eine Aktion gekommen, wo auf einem ehemaligen Gewerbegrundstück mit Kiesfläche ein Garten für die Mitarbeiter eines Sozialkaufhauses entsteht.
    Da das Grundstück eine ungeklärte Vergangenheit hat, möchte man nicht direkt in die Fläche pflanzen.

    Ein weiterer Grund kann eine Behinderung sein.
    Hochbeete können Rollstuhlgerecht angelegt werden.

    Sinn machen sie evt. auch dann, wenn man einen winzigen Garten hat und einen ganz kleinen Teil sauber abtrennen möchte, z.B. von einer Sitzgelegenheit.

    Hier mal kurz die Nachteile, die ich sehe (auch aus eigener Erfahrung):
    - Die Anlage macht wahnsinnig viel Arbeit
    - Das Material zum Umfassen muß entweder aus Stein, Plastik oder behandeltem Holz sein.
    Unbehandeltes Holz ist innerhalb kurzer Zeit kaputt.
    - Es braucht u.U. zusätzliche Materialien wie Folie, Maschendraht
    - Das Material für das Hochbeet muß mühsam heran geschafft werden
    - Es entstehen Hohlräume, die die Schnecken sehr lieben
    - es läßt sich schlecht bearbeiten (Mulch und Kompolst auftragen, Wasser muß man hochheben)
    - es trocknet schneller aus

    Wenn Du einen pflegleichten Selbstversorgergarten haben möchtest und genug Fläche, dann ist meine Dauermulchmethode, die ich mal ausführlich beschrieben habe, wesentlich besser geeignet.

    Wenn Du trotzdem ein Hochbeet willst, dann guck mal hier:
    http://www.bio-gaertner.de/Gartengestaltung/Hochbeete-Wabenbeete-Kraterbeete
    Da gibts auch noch mehr Alternative Beetformen beschrieben.
    • kommentieren
      kommentierte am 15.02.2013 um 10:32
      Danke Regina! Warum will ich ein Hochbeet anlegen? Eigentlich weil ich bei einem Freund ein wunderbar funktionierendes gesehen habe (der hatte wirklich unglaubliche Erträge und es sah auch noch toll aus!) und ich noch Restmaterialien von Teichbau habe (Holzbohlen, Teichfolie etc. ) die noch sinnvoll einsetzen möchte.

      Wie ist eigentlich der Jahreszyklus von einem Hochbeet?
    • kommentieren
      kommentierte am 15.02.2013 um 11:03
      Wie meinst Du das mit dem Jahreszyklus?
      Wie lange das Hochbeet hält? Kommt sehr auf das Holz an.
      Wenn Du Eichen- oder Lerchenholz hast, dann sieht die Bilanz natürlich besser aus, als bei Weichholz.

      Wenn Du gutes Restholz hast, dann ist das natürlich ein Argument.
      Wenn ich da Bedenken habe, dann weil es mal eine Zeitlang Mode war, sich ausgemusterte Bahn-Schwellen zu besorgen.
      Da hat man dann aber festgestellt, daß die exterm mit Holzschutzmitteln belastet sind.
      Das will man nicht im Gemüse haben.

      Ich persönlich habe auch ein Problem mit Folie im Garten.
      Ich wollte auch keinen Teich haben.
      Das ist aber alles Geschmacksache und wenn Du die Folie über hast, warum nicht?

      Gute bis sehr gute Erträge habe ich auch. Dafür braucht man das Hochbeet nicht.
      Aber wenn Du Freude dran hast, dann ist das Argument genug ;-)
    • kommentieren
      kommentierte am 15.02.2013 um 11:52
      Nee ich meine, was muss ich mit Hochbeet machen, wenn es abgeerntet ist. Das fällt doch durch die Kompostkompression zusammen und muss wieder aufgefüllt werden, oder?
      Kann man es eigentlich auch als Frühbeet nutzen?

      Und der Teich, na ja, die Regentonne hat mich auf die Dauer nicht glücklich gemacht. ;-)

      Klar, es wird ein Experiment und auch daran habe ich Spaß!
    • kommentieren
      kommentierte am 15.02.2013 um 14:13
      Meine Tochter hat ein Hochbeeet angelegt, da sie "Rücken" hat. Es funktioniert seit Jahren sehr gut, keine Mäuse, keine Schnecken, sehr gute Ernte.
      Sie pflanzt nach dem Abernten immer mal wieder eine Gründüngung an, die sie dann unterarbeitet.
      http://www.lwg.bayern.de/gartenakademie/infoschriften/garten_allgemein/13110/

      und auch auf einem Hochbeet ist das Mulchen enorm wichtig, spart Wasser und hält den Boden schön feucht.
      Viel Erfolg!
    • kommentieren
      kommentierte am 15.02.2013 um 14:24
      Hi Bada,
      ich stelle mir das so mühevoll vor, den Kompost bzw. die Gieskanne so hoch zu heben.
      Deswegen bin noch noch nicht auf die Idee gekommen, daß mein Rücken unterm Strich profitieren könnte.

      Wie hoch ist das Hochbeet von Deiner Tochter?

      Mein Rücken ist jedenfalls sehr dankbar, daß ich dank Mulch nie mehr umgraben oder jäten muß ;-)
  • antwortete am 15.02.2013 um 11:00
    Hi,
    ich muss mich den bereits aufgezählen Nachteilen anschließen.
    Unser Hochbeet wurde außer von den Schnecken auch noch von kleinen, langschwänzigen Nagern bevorzugt.
    Außerdem nutzten die Katzen aus der Nachbarschaft es als Toilette.
    Wir haben es wieder abgebaut. Unser Kompost kommt jetzt in die normalen Beete und ins Gewächshaus. Letzteres kann ich sehr empfehlen. Unsere Tomaten und Gurkenernte war super und so lecker!
    Als Fazit für uns hat sich im nachhinein herausgestellt, daß es nicht viele Vorteile gibt. Normale Beete tun es auch.

    Falls Du es trotzdem versuchen willst, viel Spaß und einen Tip hätte ich doch noch: mach es nicht zu hoch. Du musst ja alles auffüllen und auch immer wieder nachfüllen, weil die Erde lange nachverdichtet.

    Liebe Grüße
    Dotti
  • antwortete am 15.02.2013 um 16:06
    ich hatte haufenweise Grünschnitt und Äste und ziemlich viele Ziegelsteine in meinem neuen Garten.
    Also hab ich erstmal ein großes Loch gegraben, Hasendraht rein gelegt,ein paar Steine rundrum gelegt, Äste rein und Grünschnitt drauf, Die Steinmauer höher gezogen, den Aushub drauf geworfen und die "Mauer" denentsprechend angepasst. Das ganze ist ungefähr 2x1 Meter, sieht recht gut aus, obwohl sich am Anfang alle an die Stirn getippt haben.
    Dann hatte ich noch 3 kaputt gefrohrene grüne Regenfässer. Ich habe den Boden abgesägt und ein nettes Blumenmuster reingebohrt. Dann habe ich das Teil halb im Boden versenkt, Hasendraht rein, kleine Zweige, Grünschnitt, Aushub, fertig. Perfekt für Kürbise oder Zucchini.
    Ich mag das beim ernten einfach mal Platz zu nehmen, ohne allzu tief in die Knie zu gehen :o) und der Hund kann nicht dran schiffen.
    Für solche schnell gemachten Hochbeete, wo einfach nur alles rein geworfen wird eigenen sich natürlich keine Karotten oder Karoffeln. Aber Tomaten und ähnliches. Man muss nur aufpassen, dass nicht zu viel Freiraum bleibt, also immer schön drauf rum springen.
    Achtung - jeder richtige Gärtner meinte, dass wird nicht funktionieren - bei mir klappt es aber seit 5 Jahren.
    Nur immer schön engmaschiges Hasendraht unten rein legen.
    Mit der Ernte bin ich teilweiße bis zu einem Monat früher dran als meine Gartennachbarn.
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 08:02
      Ja, Tanja, so ähnlich stelle ich mir das vor. Ich guck mal, was ich bei mir so finde und bastel mir daraus auch so eine Wanne und dann los. Und wenns dann nur ein Hügelbeet wird, ist auch nicht schlimm. Hauptsache es grünt und wuchert! :-)

      Sonnige Grüße
      Stephan
  • antwortete am 17.02.2013 um 15:42
    Die Hauptvorteile eines Hochbeets sind wohl,
    daß
    1.) durch die Kompostierungsvorgänge (bzw. bei einer ungünstigen Struktur des Beet-Bodens: durch die Gärvorgänge) in seinem Inneren zusätzliche Wärme, Feuchtigkeit und CO2 erzeugt wird, was zu einem früheren und schnelleren Pflanzenwachstum führt
    2.) Nährstoffe über einen Zeitraum von mehreren Jahren verfügbar gemacht werden
    3.) aufgrund der erhöhten Lage und des luftigen Untermaterials die Gefahr von Staunässe reduziert ist (wenn sich der unterste Teil des Beets inmitten eines wasserdichten Untergrunds befindet, also eine Art Wanne ohne Ablauf bildet, muss natürlich für eine Ablaufmöglichkeit des Wassers gesorgt werden, sonst kann das Hochbeet zu einem kleinen Biogasreaktor mutieren)
    4.) auch in normalerweise dafür ungeeigneten Umgebungen ein naturnahes Gärtnern ermöglicht wird
    5.) das anstrengende Knien oder Bücken bei der Gartenarbeit entfällt und nun die Möglichkeit besteht, Rückenprobleme auszukurieren, die man/frau sich zuvor durch das Anlegen des Hochbeets zugezogen hat :)
    6.) bei fachgerechter Konstruktion ein Schutz gegen Wühlmäuse und Schnecken erreicht werden kann

    Anmerkungen:
    zu 2.)
    da die Nährstoffzufuhr aus dem Boden im Lauf der Zeit nachlässt, sollten während der 5-7 jährigen "Lebensdauer" des Hochbeets sukzessive Starkzehrer - Mittelzehrer - Schwachzehrer angepflanzt werden, gegen Ende vielleicht auch Leguminosen (wie z.B. Erbsen oder, noch besser: Süßlupinen ;)
    zu 6.)
    Gegen Mäuse und dergleichen muss der Untergrund mit einem engmaschigen Drahtgitter ausgelegt werden.
    Gegen Schnecken ist es vorteilhaft, die Außenfläche möglichst dicht und glatt zu gestalten, z.B. durch die Verwendung glattgehobelter und eng aneinanderliegender Bretter. Da müssen sich die kleinen Monster erst einmal hochschleimen... Zusätzlich kann an der Oberseite z.B. ein nach außen abgewinkeltes Blech angebracht werden, das auf der Unterseite mitsamt dem oberen Wandbereich der Beetumrandung mit (unparfümierter) Schmierseife eingerieben wird - für Schnecken ein kaum zu überwindendes Hindernis. Das Blech dient als Regenschutz, einmal für die Schmierseife und zweitens für das Holz, womit es dessen Lebensdauer verlängert.
    Die verwendeten Holzbretter dürfen natürlich keinesfalls chemisch imprägniert sein, nicht nur wegen der möglichen Kontamination der angebauten Pflanzen (zumindest sofern diese als Nahrungsmittel gedacht sind), sondern auch, weil es kaum möglich ist, ein solches Holz - das durch die Behandlung zum Sondermüll wird - irgendwann später noch sinnvoll weiterzuverwenden, z.B. zerkleinert als Grundlage für ein neues Hochbeet, kleingehäckselt als Kompostzuschlagstoff oder auch als Brennholz.
    Bretter aus Lärche oder Eiche halten übrigens auch unbehandelt ca. 15 Jahre lang. Bei billigem Fichtenholz sollte schon bei der Konstruktion darauf geachtet werden, daß die Bretter leicht zu demontieren sind. Mit einer wasserdichten Innenlage (z.B. aus PP) versehen, werden aber auch Fichtenbretter mindestens fünf Jahre halten (nach meiner Schätzung).

    Noch ein Hinweis, als Ergänzung zu den bisherigen guten Beschreibungen zum Aufbau der Schichten: bitte keinen Torf oder torfhaltige Erdgemische verwenden! Heutzutage ist schon fast an jeder Straßenecke eine reichhaltige Auswahl an torffreien Substraten erhältlich.
    Auf Torf zu verzichten ist aktiver Natur- und Klimaschutz !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • antwortete am 19.02.2013 um 10:42
    Liebe Alle!

    Ich danke Euch herzlich für ausführlichen Antworten und die engagierte Diskussion.
    Ich werds jetzt einfach in Peter-Lustig-Manier angehen und wenns nicht total in Hose geht, dürft Ihr auch eine kleine Utopia-Doku in meinem Blog darüber erwarten.

    Jetzt muss es nur noch ein klein wenig Frühling werden und dann gehts los . . . :-)

    Sonnige Grüße
    Stephan
  • antwortete am 28.02.2013 um 14:26
    Da es noch Winter ist:
    Für das neue Hochbeet für die unterste Einfüllung JETZT noch den Grünschnitt machen, Hecken und Weiden max. bis 1. März wegen der Vögel.
    Gutes Gelingen!
  • antwortete am 16.02.2013 um 19:54
    Ich weis ja dass man eine Frage nicht mit einer Gegenfrage beantwortet dennoch stelle ich eine Frage.
    Hier lese ich von Hochbeeten mit Einfassung und wenn man im IN sucht findet man auch nur diese Systeme. Jetzt habe ich ein kleines Büchlein aus den 70er, da wird ein Hochbeet beschrieben, dass ohne jede Einfassung auskommt. In einer etwa 20 cm tiefen Grube (Aushub) werden Zweige eingelegt und dann folgen verschiedene Schichten mit entsprechenden Funktionen, alles sehr schön beschrieben.
    Was mir dabei allerdings noch nicht aufgegangen ist, ist der Vorteil gegenüber einer ganz normalen Bodenbearbeitung.
    Also meine Frage "Wo liegt der Vorteil eines Hochbeetes"?
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 08:12
      Ich weiß es nicht genau @Richard-Burgenlandler, aber ich vermute, dass das eigentliche Geheimnis eines Hochbeetes der wärmespendende Kompostreaktor im Innern ist. Das wird sich sicherlich auf viele wärmeliebende Pflanzen positiv auswirken und Frostschäden vorbeugen!
      Außerdem glaube ich, dass dieser Effekt ein ganz besonderes Bodenklima erzeugt, das sicherlich nicht für alle Sorten gut ist, aber für einige ganz besonders.
      Ich bin einfach sehr gespannt, was passiert!

      Sonnige Grüße aus dem kalten Westfalen
      Stephan
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 12:31
      Hier sind die Vor- und Nachteile sehr gut zusammen gefasst:
      http://permakultur-blog.de/praxis/hugelbeet-theorie-und-praxis

      Die dort genannten Erfahrungen mit dem Hügelbeet möchte ich noch um Folgende ergänzen:
      Auch wenn man das Hügelbeet in Nord-Südrichtung ausrichtet, gibt es immer Stellen, die kaum Sonne bekommen bzw. von darüber gepflanzten Pflanzen beschattet werden.

      Auch wenn man gut Mulcht, hat das Beet die Tendenz sehr schnell der Schwerkraft nach zu geben.
      D.h. der Mutterboden von oben wird vom Regen nach unten geschwemmt.

      Für feinere Kulturen wie z.B. Saaten ist das ein echtes Problem.

      Wenn man aber keine Saaten dazwischen tut, wird es schwer, eine vernünftige Fruchtfolge einzuhalten.

      Mit Wühlmäusen hatte ich keine Probleme.
      Aber mit Schnecken, die sich bevorzugt in den Hohlräumen des noch lockeren Beetes angesiedelt hatten.
      In den Hohlräumen können sie schön die trockenen Tageszeiten oder längere Trockenperioden überleben.
      Hierhin legen sie auch gerne ihre Eier.

      Was aber mir den größten Aber hervor ruft, ist die Durchmischung der Bodenschichten und die ERzeugung von Fäulnisstoffen durch das eingelagerte Material, das langsam verrottet.
      Ich bin da sehr geprägt durch dieses Buch:
      http://www.olv-verlag.de/index.php?option=com_virtuemart&page=shop.product_details&flypage=flypage.tpl&product_id=29&Itemid=72

      Das wurde inzwischen wieder neu aufgelegt und ist ein Klassiker des Bioanbaus.
      Mein Opa hat mir das geschenkt, als ich nach dem Abi in die Bio-Gärnerlehre gegangen bin.

      Da wird durch aufwändige Versuchsreihen gezeigt, welche Auswirkungen es hat, wenn unverrottetes Material (Mist oder Pflanzenstoffe) an die feinen Würzelchen von jungen Pflanzen gelangt.
      Bzw. man zählt einfach die Keimfähigkeit bestimmter Saaten unter bestimmten Umständen aus.

      Aus diesen Versuchen von Rusch und Müller beruht die Empfehlung, nur sehr gut ausgereiften Kompost einzuarbeiten, aber keinerlei unverrottetes Material.

      Auch ist in diesem Buch genau dargelegt, daß jede Bodenschicht ihre eigenen Organismen enthält, die auf das jeweilige Verhältnis optimal angepasst sind.

      So ein Hügelbeet verstößt in mehrfacher Hinsicht gegen diese Regeln des Bioanbaus.
      Nun habe ich ja kein grundsätzliches Problem damit, Regeln über den Haufen zu werfen, ganz im Gegenteil.

      Aber eben nur, wenn die Vorteile so gravierend sind, daß es auch Sinn macht.

      Der einzige Vorteil, der mir einleuchtet, ist die Wärme, die durch Verrottung entsteht.
      Da würde ich allerdings jederzeit vorziehen, ein Frühbeet einzurichten, wo auf eine Holzumfassung alte Fenster gelegt werden.
      Die kann man dann im Laufe der Saison nach und nach entfernen.

      Für diesen Zweck habe ich mein Foliengewächshaus, wo ich vor der Tomatensaison z.B. Radieschen und Rettiche säe.

      Einen Vorteil hat das Hügelbeet allerdings, das gebe ich gerne zu:
      Wo mal das Hügelbeet war, ist heute noch beste Erde, weil inzwischen alles organisches Material verrottet ist.
      Ich habe das nach zwei, drei Jahren einfach gerade gerecht.
      Da ich auf diesem Beet - im Gegensatz zu den anderen Dauergemulchten Beeten - immer Probleme mit Schnecken hatte, habe ich leider entnervt Tobinambur in dieses Beet gelegt, die garantiert Schneckenunempflindlich sind.

      Und wo einmal Tobinambur, da immer Tobinambur. ;-)
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 17:57
      Das mit den Bodenschichten: 8-10 cm aerobe Mikroorganismen(Abbauende Schichte) und darunter erst die anaeroben ME (Aufbauende Schicht) hat mich auch beschäftigt.
      Die Pflanze wurzelt in der aufbauenden Schichte, da sollte aber kein organisches Frischmaterial mehr sein. Beim Aufbau des Hügelbeetes ist das alles durcheinander.
      Letztes Jahr habe ich für das Vortopfen der Tomaten Zuviel unreifen Kompost erwischt, war echt blöd die Hälfte der Pflanzen ist nach dem Pikieren eingegangen.
      Einen Vorteil könnte ich mir Vorstellen und zwar wenn der Boden recht schlecht ist. Anstelle 3-5 Jahre den Boden langsam mit Kompost und Mulch aufzubauen geht das mit dem Hügelbeet möglicherweise etwas schneller.
      Aber gegenüber einem tiefgründig bearbeiteten und belebten Boden kann ich mir die Vorteile nicht vorstellen.
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 18:10
      Ja, die Vorteile bei schlechtem Boden sehe ich auch.
      Allerdings würde ich als alte Pragmatikerin da einfach eine dünne Schicht halbverrotteten Kompost drauf geben 2cm), dazu etwas Gesteinsmehl und etwas Dünger der Wahl (Oscorna oder vegane Alternative) und als Deckel eine diiiiiicke Mulchschicht.
      Und da würde ich bereits im ersten Jahr Kürbis drauf pflanzen oder dgl. was das Ganze schön beschattet.
      Und nächstes Jahr sollte das mit dem schlechten Boden Geschichte sein.

      Auf die Art nehme ich neue Beete ohne Umgraben in Betrieb.
    • kommentieren
      kommentierte am 17.02.2013 um 18:19
      Bei schlechtem Boden habe ich eher an die Baugrube rund ums neue Haus gedacht, die dann mit 5 cm Humus und fertigrasen hübsch gemacht wird. So etwas hatte ich 15 Jahre lang in Graz. Und obwohl wir fleißig kompostiert, gemulcht, neuen Humus angekarrt usw. haben war der Boden nach den 15 Jahren als wir auszogen nicht einmal ein Viertel von dem was ich heute an meinem unbearbeiteten Lehmboden habe. Ganz zu schweigen von der Qualität jetzt nach 4 Jahren. Stellenweise dürfte der sogar als Terra Preta durchgehen.
      Und darum freue ich mich schon so auf die Scholle, die ersten Narzissen spitzen zwischen dem Schnee haben wir schon entdeckt.
  • antwortete am 29.08.2014 um 11:04
    Oh mein Gott, ich finde das alles wahnsinnig hilfreich. Vielen Dank!
  • antwortete am 15.01.2015 um 14:08
    Auch bei 4betterdays.com findet sich in dieser Hinsicht mit großer Sicherheit eine Lösung. Oder zumindest eine Erleichterung.

    http://blog.4betterdays.com/allgemein/hochbeet-holz/
  • antwortete am 14.04.2015 um 10:20
    Hallo Stephan,

    versuch es mal mit dieser Seite: http://www.hochbeetfreunde.de/
    Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles ums Hochbeet!

    VG, Reinhard
    • kommentieren
      kommentierte am 14.04.2015 um 10:31
      Vielen Dank Reinhard, für die wirklich sehr interessante Seite!

      Sonnige Grüße
      Stephan

Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!

(5000/5000)