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Wie kann man die Bauindustrie in Berlin nachhaltig machen?

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Andreas Brepohl fragte am 13.12.2011 um 22:20

Ich habe €250k Eigenkapital, einen Bachelor in Business und Zeit - und ich suche nach Ideen wie man die Wohnungsbauindustrie in Berlin nachhaltig gestalten / transformieren kann.......hast du eine Idee?

  • antwortete am 14.12.2011 um 10:10
    Vielleicht kannst du alternative Wohnprojekte (Mehrgenerationenhäuser u.ä.) unterstützen, indem du in ihre Projekte investierst. Es gibt sicher viele Seiten im Internet auf denen du dich dazu umsehen kannst.
    http://www.wohnprojekte-portal.de/informationen/bundeslaender/berlin.html

    Wir haben hier bei Utopia auch eine Gruppe, die sich mit alternativen Wohnprojekten beschäftigt: http://www.utopia.de/gruppen/lebensgemeinschaften-205

    Zum Thema Bauen gibt es auch einige Gruppen:
    http://www.utopia.de/gruppen/bauen-renovieren-53
    http://www.utopia.de/gruppen/gesund-bauen-anders-wohnen-besser-255
    http://www.utopia.de/gruppen/nachhaltig-bauen-gesund-wohnen-857

    Ich hoffe, du findest einige Ideen und Anregungen, die dir zusagen.
  • antwortete am 13.12.2011 um 22:51
    Was bedeutet das "k" hinter €250 denn? Eine Abkürzung für "Kontomilliarden"? Dann würde ich vorschlagen, kauf die anderen Firmen auf und versuch sie umzugestalten.

    Manche Aufträge würden sich freilich trotz gutem Willen nur schwer nachhaltig ausführen lassen (zumindest außerhalb des Wohnungsbaus, z.B. wenn ein Flughafenausbau ausgeschrieben wäre, inkl. neuer Landebahn(en))

    Ein weniger individuell machbarer Ansatz wäre: (Mindestens) 66,7% der Wahlberechtigten Berlins wählen nächstes Mal Parteien und Personen mit einem anspruchsvollen ökologischen Programm, inklusive sinngemäß dem Programmpukt "Wohnungsbauindustrie ökologisch & sozial umgestalten" ;`)
    Denkbar wäre evtl. konkret auch eine Verteilung dieser 66,7% auf Grüne und Linke, wobei Grüne mindestens 1% mehr Stimmen erhalten sollten, als die Linkspartei (besser noch mehr). - Die Wahlbeteiligung sollte dabei (schon allein zwecks allemeiner Loyalität gegenüber neuen Gesetzen etc ...) mindestens bei 75% liegen, besser noch deutlich höher.
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      kommentierte am 13.12.2011 um 23:56
      k = kilo = tausend
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      kommentierte am 15.12.2011 um 16:19
      k = 1.000

      Richtig. Zum Thema Parteien: Wirklich nicht einfach umsetzbar. Aber ich könnte mal schauen, wer im Senat eine interessante Person für ein Gespräch wäre. Danke für den Hinweis.
  • antwortete am 14.12.2011 um 01:11
    Mit Euro 250 kilo :) kannst Du doch anfangen, das schöne hier zu bauen:
    http://www.utopia.de/magazin/das-erste-tatsaechlich-energieautarke-haus-europas-deutscher-solarpreis-2011?all=
    als Nachhaltigkeitsinsel in Berlin. Auf das dann viele Inseln entstehen. Bei "Kontomilliarden" wäre die Inselvermehrung natürlich leichter.
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      kommentierte am 15.12.2011 um 16:10
      Danke für den Link, ich schau mir das Haus mal an. VG
  • antwortete am 14.12.2011 um 10:33
    Wie es gehen kann, wurde ja schon an verschiedenen Stellen beschrieben.
    Dass vieles auch mit einfachen Massnahmen gemacht werden kann und auch den Bauunternehmen Geld sparen kann, hat sich noch nicht so optimal herumgesprochen und das "haben wir immer schon so gemacht" ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

    Ein konkretes Projekt als Beispiel zu unterstützen ist eine Möglichkeit, das kann auch eine Zeitlang als Leuchtturm wirken.

    Dauerhafter fände ich Beratung und Aufklärung zu unterstützen - dort können vorhandene Projekte möglichst detailliert vorgestellt werden (zum Nachbauen, um von gemachten Erfahrungen zu profitieren).

    1. Das kann B2B sein: Effizienz- und Effektivitätsverbesserung durch nachhaltigkeit. -> techn. und organisatorische Beratung. Oder einen "Brainpool" für Architekten, Ingenieure schaffen.

    2. Oder B2C -> Bewusstsein bei den Bewohnern/Bauherrren schaffen, Antworten vermitteln zur Frage: "Welche Vorteile habe ich als Bewohner von einer nachaltigen Bauweise?"

    3. Vorhandene Organisationen unterstützen, damit sie bekannter werden, z.B. http://www.haushalten.org/de/waechterhaeuser_modell.asp oder http://www.selbstnutzer.de/selbstnutzer/index.php

    Bitte um Info, was es wird. Das Thema interessiert mich auch.
  • antwortete am 14.12.2011 um 11:59
    Hallo
    du kannst dir ja mal das Geschäftsmodell der Firma Samonig anschauen
    www.immobilien-kapitalanlage.com
  • antwortete am 14.12.2011 um 12:35
    250 k€ - das reicht, um sich selbst ein eigenes Haus zu bauen, bei dem der Nachhaltigkeitsgedanke wirklich gut umgesetzt wird.
    Aber die Berliner Bauindustrie wirst Du damit nicht beeindrucken können. Die gibt jedes Jahr vermutlich das 10-fache davon aus, um ihren Nicht-nachhaltigen und hochgiftigen Industrie-Sondermüll als ökologischen Baustoff unter die Leute zu bringen.

    Wenn Du entsprechende Fachkenntnis und Kontakte hast, dann könntest Du auch versuchen, bei einem Fachhandel für ökologische Baustoffe einzusteigen. Damit wirdst Du dann ein paar Endkunden erreichen. Aber ob das die Bauindustrie beeindruckt?

    Die Bauuindustrie hört nur auf eines: Wenn genügend Kunden nachhaltige Produkte fordern.
    Aber die Breite Bevölkerung dazu zu bekommen, dass die sich in diese Richtung ändern, diese Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben.
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      kommentierte am 15.12.2011 um 16:31
      "Aber die Breite Bevölkerung dazu zu bekommen, dass die sich in diese Richtung ändern, diese Hoffnung habe ich schon lange aufgegeben."

      Genau das ist auch eine der Herausforderungen!
  • antwortete am 20.12.2011 um 08:48
    Es gab mal ne Folge der MDR-Reihe "einfach genial", da wurde eine Grau-Wasser-Nutztung vorgestellt.
    Hab leider auf die Schnelle die Sendung nicht im Archiv gefunden.
    Gezeigt wurde die Konstruktion eines Mannes, der unter seiner Badewanne einen Wassertank montiert hatte. Unter den Fliesen versteckt, sah das Bad ganz normal aus. Das gebrauchte (Grau-) Wasser aus der Badewanne (wahlweise auch Dusche) wurde in diesem Tank gespeichert. Ob er die Wassertemperatur des Badewassers für einen Wärmetauscher verwendet hat, weiß ich nicht mehr.
    Auf jeden Fall, hatte er einen Aktivkohlefilter eingebaut und ein Leitungssystem zum Spülkasten der Toilette. Somit wurde das gebrauchte Badewasser noch einmal für die Klospülung verwendet.
    Damit bei zuviel Badewasser kein Stau in der Badewanne entstannt, wurde ein Überlaufventil installiert. Bei zu wenig Wasser im Tank, wurde der Spülkasten automatisch neu befüllt, diesmal dann aber mit Trinkwasser.
    Ich fand die Idee toll! Es spart nicht nur Geld, sondern auch Resourcen. Und ganz ehrlich, dann hat man auch kein ganz so schlechtes Gewissen, wenn man mal was länger duscht oder ein Vollbad nimmt.
    Eine weitere Idee, von der ich (meine ich) auch durch diese Sendung erfahren habe sind Wasserschalter. Dazu wird ein Gerät vor die Waschamatur geschaltet. Man stellt an der Waschamatur weiterhin den Wasserdruck und die Temperatur ein. Nur mit dem Unterschied, das man den Wasserfluss mit einem Knie- oder Fußschalter betätigt. So kann man das Wasser nur dann laufen lassen, wenn man wirklich Wasser braucht und nicht in der Zeit, in der man sich die Hände einseift.
    Ich hoffe, ich konnte verständlich ausdrücken, was ich meine, kann sowas immer besser zeichnen als beschreiben.
  • antwortete am 12.01.2012 um 09:02
    Hallo,

    Mir bei der Aussage mit dem 250k€ Eigenkapital noch die Info, ob das investiert werden soll und mit mehr oder weniger grosser Sicherheit auf langer Sicht eine Rendite bei heraus kommen soll oder etwas gefördert werden soll so dass ein Ergebnis da steht, was viele verwenden können.

    Im Falle einer Investition schau doch mal bei http://www.klimagut.ag
    mit dem Eigenkapital und Fremdkapital zusätzlich lässt sich ein Musterprojekt entwickeln.
    Ich mache sowas derzeit in Leipzig, infos darüber werden demnächst mal wieder aktualisiert auf www.kl15.info

    Im Falle einer "Förderung" denke ich, es wäre interessant eine Internet Publikation z.B. über ökologischen Hausbau / Holzbau zu machen und durch PR Massnahmen dafür zu sorgen, dass es viele Lesen.

    Ich glaube, es gibt viele gute Ideen und Realisierungen, aber noch viel mehr Leute, die davon nichts Wissen und bei einem Hausbau / Ronovierung deshalb sehr "konventionell" vorgehen. Das betrifft sowohl Bauherren als auch Planer. Einen Austausch gibt es in der "Fachwelt" derer, die sich sowieso interessieren, schön wäre die zu erreichen, die zunächst einfach nur ein Haus / Wohnung wollen und sich über Kriterien der Nachhaltigkeit nicht so viel Gedanken gemacht haben. Zu Leuten die etwas wissen müssen nun also diejenigen, die das Wissen gut in die Masse bringen können.


    Zur Beitrag oben sei angemerkt, dass
    ein guter Ansprechpartner für Grauwasseranlagen in Berlin ist aus meiner Sicht
    http://www.nolde-partner.de/ ist

    Sonnige Grüße

    Christoph
  • antwortete am 07.07.2012 um 12:16
    Ich habe die ganzen Antworten zwar jetzt nicht durchgelsen nur kuzr überflogen. Aber ich halte es für sinnvoll das die Eigenheime so geplant werden das diese später leicht umgebaucht werden können. Z. B. wenn die Kinder aus dem Hause raus sind. Oder wenn man erst später Kinder plant, das man erst ein 2 Familenhaus baut und dieses später leicht zum 1 Famiienhaus umbauen kann. Ich habe vor kurzem mal so ein Architekenhaus besichtigt. Das war zuerst auch ein 1 Famiienhaus, dann wurde für den Sohn das Dachgeschoss umgebaut. Der jetztige Eigentümer vermietet jetzt die obere Etage und später wenn das 2. Kind da ist, wird das Haus wieder zum 1 Familenhaus umgebaut. Und das alles ohne größeren Aufwand.

    Natürlich nur ein Beispiel von vielen. Aber man sieht das sowas möglich ist...

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