Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

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Alles zum Thema: Gesellschaft & Politik
  • achtsam-in-die-Zukunft

    Wie kann ich meine (noch) nicht nachhaltig lebenden Mitmenschen am schonendsten von der Notwendigkeit nachhaltigen Lebens überzeugen?

    Es geht mir hier vor allem um Kollegen, Nachbarn und entferntere Bekannte/Verwandte..., die
    - genießbares Essen wegschmeißen,
    - viel zu viel und zu gedankenlos mit viel zu großen Autos rumfahren
    - nicht willens oder in der Lage sind, zwischen einem Papiermüll- und einem Restmüll-Mülleimer zu unterscheiden,
    - sich in ihrer Wegwerfmentalität wohlfühlen (Papier, Einweg, Einzelverpacktes...)
    - den Wert der Brennnesseln in meinem Garten nicht anerkennen,
    - sich mit Fast-Food, viel zu viel Fleisch und Convenience-Food ernähren,
    - Gentechnik für die Rettung der Menschheit halten und Atomkraft für (vorübergehend) unverzichtbar,
    - Alufolie in horrenden Mengen verwenden,
    - ihren Garten mit Torf, Kunstdünger und Wasser-Dauerberieselung malträtieren
    und vieles andere mehr, was mir beim wiederholten Zusehen wirklich Schmerzen verursacht...

    Wie gehe ich am diplomatischsten vor, ohne dass das gleich nach erhobenem Zeigefinger aussieht oder gleich zum Dogma wird? Ich will ja nicht bekehren, sondern überzeugen. Allerdings scheint es mir meist unangebracht, gleich Grundsatzdiskussionen vom Zaun zu brechen - da geht bei den meisten eh der Rolladen runter.
    Bislang schien mir das eigene Vorbild noch am geeignetsten zu sein (tu gutes und rede darüber...), aber gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Gefragt von
    achtsam-in-die-Zukunft
    am 12.August 2012, 07:53 | 4 Antworten

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  • velotopist

    Gerade gestern ist ein schöner Artikel zum Thema Nachhaltigkeit am Beispiel Kubas auf Spiegel online erschienen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/energiesparen-auf-kuba-besuch-im-nachhaltigsten-land-der-welt-a-848944.html .

    Dem Artikel kann man schön entnehmen, wie es gehen kann. Man braucht von allem etwas:

    1. äußere Zwänge (durch Preise, Steuern, Gesetze und Verordnungen)
    2. Anreize (Fördermittel etc.)
    3. Information
    4. Marketing und Image

    Bei 1. und 2. ist die Politik gefordert, die wir individuell durch persönliche Einmischung (z. B. Abgeordnete "nerven") oder durch unser Engagement in Bürgerinitiativen, Umweltverbänden etc. durchaus beeinflussen können, nicht zuletzt auch durch unser Kreuz auf dem nächsten Wahlzettel!

    Bei 3. und 4. können wir auch individuell unseren Beitrag als Multiplikatoren leisten.

    Am erfolgreichsten sind wir, wenn wir Neid wecken können. Das hat mir schon vor 25 Jahren mein damaliger Chef vorgemacht: Egal ob bei Regen oder Sonnenschein, er hat sich immer mal wieder ans Bürofenster gestellt und gut hörbar für die Kolleginnen und Kollegen gemurmelt "und noch 'ne Mark..., und noch 'ne Mark..., und noch 'ne Mark!" Er hatte sich eine Regenwassersammelanlage und eine Solaranlage zugelegt und hat mit dieser zurückhaltenden (es ging ihm gar nicht wirklich ums Geld), aber unüberhörbaren Werbung dafür gesorgt, dass sich im Laufe der Jahre schätzungsweise 20 weitere Kollegen solche Anlagen angeschafft haben.

    Was wir immer vermeiden sollten, ist Besserwisserei und Lehrmeisterei. Ein bisschen gut dosierte Provokation kann manchmal aber auch nicht schaden. Damit wir selbst dazulernen und besser argumentieren können, können wir uns auch ruhig mal ein Seminar oder einen Bildungsurlaub zu dem ganzen Themenkomplex gönnen, z. B. http://liw.de/e.v/index.php?open=Seminare&action=details&index=1&value=19533 .

    Was uns ansonsten in Deutschland fehlt, ist ein prominenter Unterstützer, am besten aus der Musikszene wie Osmel Turner auf Kuba.

    Wer hätte gedacht, dass wir von Kuba in Sachen Nachhaltigkeit lernen können?

    Beantwortet von velotopist am 13.August 2012, 22:01
    • smartynie

      Vorsicht: Kubas Regierungsform ist eine Diktatur....mehr

      smartynie am 16.August 2012, 19:47
    • emmaradio

      Während unserer Segeltour durch die Baltische See haben wir in einem Workshop zur Zukunft der...mehr

      emmaradio am 14.August 2012, 10:10
    Alle Kommentare(3) Antwort kommentieren
  • Tanja Selentschik

    ja, da kann man sich den Kopf zerbrechen.

    Guck mal in meinen Blog
    Schweinehundhammer (oderso) auf Seite 3

    Vielleicht macht das ein bißchen Mut.
    Nie aufgeben!

    Gruß
    Tanja

    Beantwortet von Tanja Selentschik am 16.August 2012, 19:17
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  • Pfotentier

    Bei mir gibts demnächst einen Filmabend zumThema, erst "Taste the waste" und dann "Plastic Planet". Das Buffett zum Thema wird aus containertem Essen bestehen und danach werde ich versuchen, die Leute ein bisschen zum diskutieren zu bringen. Ich bin schon gespannt, wie es läuft :) Dazu muss man aber sagen, dass mein Umfeld generell offen für Neues ist und ich dort nicht komplett auf Granit beiße. Den erhobenen Zeigefinger tarne ich geschickt.

    Beantwortet von Pfotentier am 15.August 2012, 21:16
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  • Robinson

    Viele Antworten bei dieser Guten Frage:
    http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/wie-sensibilisiert-ihr-eure-mitmenschen

    Beantwortet von Robinson am 12.August 2012, 19:05
    • achtsam-in-die-Zukunft

      Danke, das hilft mir erstmal weiter. Manchmal habe ich einfach so Anflüge von Resignation, aber das...mehr

      achtsam-in-die-Zukunft am 12.August 2012, 20:32
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