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Wer kennt sich mit Hornissen im Garten aus?
Ganz sicher bin ich nicht, aber nach den Bildern, die ich gesehen habe müßten es tatsächlich Hornissen sein.allerdings sind es(bis jetzt) nur 4 Tiere.Eigentlich leben die doch in Schwärmen oder?
Gefragt von
Eigentlich freue ich mich darüber, daß sich eine geschützte Tierart bei mir niederlassen möchte.Der Haken an der Sache ist nur, daß (außer mein Sohn) meine Familie Angst vor Ihnen hat.Wenn ich nun hier genug Informationen bekömmen kann, damit sie bleiben können,wäre ich froh.Sie halten sich nicht an einem von uns vielgenutzten Ort auf.So wie ich gelesen habe ist es ohnehin nur für eine Saison.solange könnten wir darauf verzichten, diesen Ort zu nutzen.
Ich freue mich auf Eure Antworten...:-)FrauWulff
am 24.Mai 2012, 20:50 | 5 Antworten
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Der Hornissenstaat befindet sich noch im Aufbau - bedenke, daß die Königin im Frühjahr ganz alleine anfängt und einen Platz sucht, die ersten Waben anlegt und dann die erste Brut auch eigenhändig aufzieht.
Beantwortet von Felida am 24.Mai 2012, 21:38 Alle Kommentare(3)
Das ist der Grund, warum Du momentan noch nicht so viele siehst..
Im Laufe des Sommers werden es immer mehr werden, zum Winter sterben alle Arbeiterinnen ab, nur die Königinnen überleben in irgendeinem Höhlchen.....
Ich lebe seit Jahren mit Hornissen zusammen - sie sind wesentlich friedlicher als Wespen !!!
Der alte Irrglaube von wegen 10Stiche töten ein Pferd ist Unfug - ein Hornissenstich ist nicht giftiger als ein Wespenstich, tut aber mehr weh da der Hornissenstachel größer ist.
Allerdings hat mich noch nie eine gestochen, sie sind sich ihrer Stärke schon irgendwie bewusst und haben es einfach nicht nötig, so hysterisch wie Wespen zu reagieren.
Hornissen ernähern sich in erster Linie von Insektetn, dabei stehen Fliegen und Wespen ziemlich weit oben auf ihrer Hitliste...........sie sind also auch nützlich.
Ich finde es total faszinierend, wenn neben mir auf einer morschen Bank eine Hornisse sitzt und das Holz rauslöst und zerkaut, um damit im Heimatstock bauliche Maßnahmen durchzuführen. Man kann richtig hören, wie sie das Holz annagt und durch die Größe ist es auch sehr gut zu beobachten.
Es gab mal einen total gut gemachten und interessanten Film über Hornissen, ihre Lebensweise und ihre Friedfertigkeit - leider weiß ich den Titel nicht mehr.
Mir ist es letztes Jahr passiert, als die Hornissen bei mir in einem großen Vogelhaus genistet haben, daß dieses bei einem Sturm umfiel - ich wusste da noch nichts von der Hornissensiedlung. Also bin ich hin und wollte das Vogelhaus wieder aufrichten - auf einmal tauchten wie in einem Science-fiction 5 Hornissen-Wächterinnen vor mir auf - gerade mal 50cm Abstand zu mir und "scannten" mich laut brummend von oben bis unten ab indem sie langsam auf und ab schwirrten. Ich habe gaaaanz langsam den Rückzug angetreten - es ist nichts passiert. Und das, obwohl das Hornissenvolk kurz vorher den Schock des umkippenden Häuschens mitgemacht hatte.
Wie Du sicher aus meinen Zeilen lesen kannst: ich bin von diesen Tieren begeistert !! Sie haben etwas pompöses und urtümliches - und sich einfahc friedlich !!!
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Ein paar Auszüge aus dem informativen Hornissenratgeber des NABU:
Beantwortet von Fredegar am 25.Mai 2012, 12:13
http://www.nabu.de/ratgeber/hornissen.pdf
"Ein großes Hornissenvolk kann an einem Tag bis zu einem halben Kilo für den Menschen oft lästige Insekten an seine Brut verfüttern. Das entspricht dem Tagesbedarf von fünf bis sechs Meisenfamilien!"
"Hornissen fallen nicht wie die manchmal lästig werdenden Wespen im Hochsommer auf der Terrasse über den Kuchen her, sie interessieren sich auch nicht für das Speiseeis der Kinder. Es besteht also keine Gefahr, von einer Hornisse im Mund -/Rachenbereich gestochen zu werden!"
"Hornissen sind friedfertige Tiere, die nicht grundlos angreifen. Sie sind sogar scheuer als Honigbienen und ziehen es immer vor, einem Konflikt durch Flucht aus-zuweichen. Wissenschaftlich ist längst erwiesen, dass Stiche von Hornissen nicht gefährlicher sind als die von Bienen und Wespen."
Hornissen gehören zu den Echten Wespen. Davon gibt es in Mitteleuropa 11 Arten (laut Wikipedia), die für den Laien (bis auf die Hornisse) alle gleich aussehen. Von diesen 11 Arten sind es nur zwei (die Gemeine und die Deutsche Wespe), die im Spätsommer an der Kuchentafel lästig werden und hier auch mal zustechen können; Letzeres ist aber auch bei ihnen nicht die Regel, weshalb ich auch nie auf die Idee kommen würde, ihnen was anzutun.
Mehr: http://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Wespen
Alle anderen Wespen werden dem Menschen nicht lästig, werden aber leider in Sippenhaft genommen. Die Arten, die ihre Nester frei und gut sichtbar anbringen, z.B. an Decken, sind weder lästig noch aggressiv, lösen aber durch ihren Anblick oft Unbehagen aus und sind am Ende die Leidtragenden.
Durch ihre Größe ist die Hornisse von ihren 10 kleineren Verwandten gut zu unterscheiden und wird daher nicht mit ihnen in einen Topf geworfen. Allerdings haben zu den vielen Mythen über ihre angebliche Gefährlichkeit sicher die außergewöhnliche Größe, das bedrohlich wirkende Äußere und der tiefe Brummton beigetragen. All das wirkt sehr respekt- bis angsteinflößend.
Dennoch gehören Hornissen zu den 9 nicht lästigen und nicht aggressiven Wespenarten. Und wie hier und in anderen Kommentaren bereits geschrieben, ist ihr Stich nicht schlimmer als der einer (kleineren) Wespe oder einer Honigbiene.
Für alle staatenbildenden Wespen (ob lästig oder nicht) gilt: Man sollte dem Nestbereich nicht zu nahe kommen und dort auf jeden Fall hektische Bewegungen vermeiden, denn alle staatenbildenden Wespen entwickeln in Nestnähe ein mehr oder weniger ausgeprägtes Verteidigungsverhalten.
Neben den Echten Wespen gibt es bei uns auch andere staatenbildende Wespen, die Feldwespen, die noch unauffälliger und zurückgezogener leben. Man kann sie an warmen Tagen manchmal trinkend am Gartenteich sitzen sehen oder am Holzzaun beobachten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Feldwespen
Ich wünsche deinem Anliegen und dem Hornissenvolk alles Gute und dir und deiner Familie viele interessante Hornissenbeobachtungen!
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Tip: Falls sich mal ein Insekt wie Biene, Wespe, oder Hornisse, an einen Ort nähert, wo sie irgendwie aus Euerer Sicht nicht hinsollten (evtl. weil dort Leute sind, die da leicht Panik bekommen u.s.w.),
Beantwortet von berniewa am 25.Mai 2012, 22:06
das "Wegscheuchen" oder Einfangen
immer in möglichst ruhigen, langsamen, gleichmäßigen Bewegungen
sodass sie sich nicht angegriffen fühlen und folglich auch weniger wahrscheinlich aggressiv werden
- so zumindest meine Eigenen Erfahrungen ...
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Prima!
Beantwortet von FrauWulff am 25.Mai 2012, 16:38
Das Argument mit der Insektenvertilgung zieht glaube ich am besten.:-)
Ich habe auch schon draußen gegessen und getrunken. Es ist tatsächlich keine von Ihnen zu mir gekommen.
Ich freue mich, daß mein Garten für bedrohte Tierarten wohnlich zu sein scheint...Vielleicht finde ich ja noch mehr Tiere, die man sonst nicht mehr so findet...
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Meine Erfahrungen mit Hornissen sind ebenfalls friedlich, wenn auch respekteinflößend. Eine Anmerkung hätte ich noch: Sie sind auch bei Dunkelheit unterwegs und werden von Licht angezogen. Also erst Fenster zu, dann Licht an. Und vor dem Schlafengehen erst Licht aus und dann Fenster auf. Oder gleich Fliegengitter vor's Fenster (trägt auch zu mückenfreiem Schlafen bei :))
Beantwortet von Anke H am 25.Mai 2012, 12:35
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Hallo Felida, das, was Du beschreibst,habe ich auch gelesen.Das ist auch das, was ich sehe, bei...mehr
FrauWulff am 25.Mai 2012, 07:57Hallo Felida, wenn Du auf den Bleistift klickst, kannst Du nochmal in deinen Text und ihn...mehr
gruenebine am 24.Mai 2012, 22:21