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  • aroniabeere

    Wer hat Erfahrung mit Pelletkaminöfen?

    Sollen wir umstellen von einem normalen Kaminholzofen auf ein Pelletkaminofen, bei dem auch die Wartung und Verbräuche günstiger sind. Stören diese leichten "Brumm-Summ-geräusche" nicht auf Dauer?

    Gefragt von
    aroniabeere
    am 23.Februar 2012, 23:11 | 2 Antworten

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  • inaktiver User 7264

    Ich halte die (0) Betriebskosten für Pellet-Öfen für höher als beim Scheitholz-Ofen. Dem steht mehr (1) Komfort bei der Bedienung und Reinigung, (2) Programmierbarkeit (elektronische Startuhr) und (3) die einfachere Lagerung der Pellet gegenüber. Geht man von einer höheren Effizienz und gezielteren Verbrennung steigt beim Pellet-Ofen der (4) Nutzwert trotz (5) höherer Materialkosten. Je nach Wohnort kommt die (6) Abhängigkeit von begrenzen Anbietern hinzu, relativiert sich, wenn man zuvor Scheitholz fertig eingekauft hat.

    Pellets kann man nicht selber machen, Scheitholz schon, Pellets kann man theoretisch im Wohnzimmer lagern, Scheitholz nur begrenzt, ein Kachel-/Kaminofen ist m.M. robuster, weil einfachere Technik, aber mit (pauschal) schlechterem Schadstoffaustoss.

    Das Heizen von Hand hat den Nachteil des geringeren Wirkungsgrades und der - tendentiell - höheren Feinstaubbelastung. Man sollte sich erkundigen, in welcher Schadstoffklasse sich der bereits verwendet Ofen befindet, das geht i.d.R. nach Typenschild bzw. Anlagentyp, in unserem Fall hat der Ofenbauer diese Info liefern können, wir benötigen auch in Zukunft keinen extra Feinstaubfilter.

    Siehe FAQ der Bundesimmissionsschutzverordnung, Fristen zur Nachrüstung Abschnitt 16:
    http://www.bmu.de/luftreinhaltung/doc/40075.php

    Ein NEUER Ofen ist wahrscheinlich "besser" als ein (sehr) alter, egal in welcher Holzform verbrannt wird, unser Ofeneinsatz ist bereits ca. 12 Jahre alt und genügt trotzdem den (diesen Bautyp entsprechend) höchsten Anforderungen. Es gilt ergo genau hinzuschauen bzw. nach FAQ Abschnitt 21 vorzugehen.

    Es existiert eine Datenbank zur Suche nach vorhandenen Öfen:
    http://zert.hki-online.de/de-DE/suche

    Beispiel Anbieter von Feinstaubfilter:
    http://www.ruff-kat.de

    Ich gehe davon aus, dass bei den ersten (gesetzlich erzwungenen) Nachrüstungen bei konventionellen Scheitholz-Öfen - rein aus Kostengründen - die Nachfrage nach Alternativen (neue Öfen) steigt, wozu ich Pellet-Öfen rechne, das kann einen Preisnachlaß bzw. neue Einstiegsmodelle ergeben. Wer heute Holz maximal unweltfreundlich verbrennen will, kommt kaum an Feinstaub-Filtern vorbei oder greift zum Pellet. Damit ist zwar Ruhe im Sinne von den gesetzlichen Auflagen erfüllt, aber noch nicht das technisch Machbare geleistet. Das sollte man mit bedenken bei der Neuanschaffung, erinnert an die Zeiten, als es den Kat für´s Auto gab, er aber noch keine Pflicht war.

    In der Verwandschaft gibt es seit Wohnungsrenovierung statt Kaminofen seit ca. 6 Jahren einen Pellet-Ofen, sie berichten nur Positives, nutzen die Programmierbarkeit zwar nicht, lagern bequem die Pellet-Säcke in der Garage ohne nennenswerten Lageraufwand, kaufen nach Marktpreis das ganze Jahr über nach, Klagen über "Geräusche" sind mir unbekannt, habe leider Hersteller nicht mehr im Kopf, weiß nur, das Dingens war teuer.

    Wir kennen viele Hausbesitzer mit Kaminöfen, aber keinen mit Feinstaubfilter. Im Grunde ist es pervers, den Kaminöfen zu entzünden, wenn die installierte Heizungsanlage weitaus sauberer Öl/Gas verbrennt. Wie in der Lebensmittelfrage, der Mensch will genießen... es soll knistern, jedoch nicht brummen ... tja, der Mensch ist wählerisch. Die Klimabilanz von Kaminfeuer-DVDs dürfte angesichts der Problematik besser abschneiden.

    Beantwortet von inaktiver User 7264 am 24.Februar 2012, 09:09
    • aroniabeere

      Danke, das mit dem Knistern des Holsfeuers ist eben saugemütlich, aber ein Kaminofen herkömmlicher...mehr

      aroniabeere am 24.Februar 2012, 10:07
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  • Hannilein

    Ein bisschen wenig Information für eine seriöse Aussage.

    Zunächst wird ein normaler Kaminofen eigentlich überhaupt nicht gewartet, sondern gelegentlich entascht und evtl. die Scheibe gesäubert - das wars. In der Regel ist normales Holz am günstigsten zu beziehen Gute Öfen beginnen bei ca. 1.000 Euro, können aber auch ein Vielfaches kosten.


    Ein Pellets-Ofen dagegen muss, je nach Typ und Betrieb, alle paar Tage entascht und vor allem die Brennertasse gereinigt werden. Inbetriebnahme, u.s.w. müssen durch einen Werks-Kundendienst vorgenommen werden.
    Dafür starten und regeln diese Öfen automatisch und sind somit komfortabler und meist auch besser im Wirkungsgrad und sauberer in der Verbrennung. Von Pelletsöfen knapp über 1.000 Euro sollte man aber besser die Finger lassen.
    Im Gegensatz zum Holzofen macht der Pelletsofen u.U. Geräusch (Förderschnecke, Klicken der fallenden Pellets, Ventilator). Je billiger, desto lauter. Bei Radio und TV ganz sicher kein Problem, beim Buch lesen schon eher...

    Geht es also nur um das gelegentliche Kaminfeuer ist der typische Schwedenofen sicherlich auch weiterhin zu bevorzugen. Dient der Ofen aber der regelmäßigen Beheizung liegen die Vorteile eindeutig bei den Pellets.

    Soll der Ofen die Wärme für das ganze Haus liefern, verfügt er über eine Wassertasche, die einen Pufferspeicher belädt, aus dem der Heizkreis seine Wärme, auch über Nacht oder am nächsten Tag, bezieht.
    Das geht mit dem Pelletsofen natürlich viel bequemer. Doch wenn ein Haus nur einen geringen Wärmebedarf hat, geht das auch mit dem manuellen Ofen, der nur abends befeuert wird. Vernünftiges beginnt dann so ab ca. 4.000 Euro.

    Sinnvollerweise wird dies mit Solaranlage kombiniert, damit man nicht im Sommerhalbjahr heizen muss, um warmes Wasser zu haben...

    Ich habe bereits 2000 den ersten Pelletsofen (SMART) betrieben

    Mehr dazu unter http://www.oeko-energie.de/produkte/oeko-heiztechnik/index.php

    Beantwortet von Hannilein am 24.Februar 2012, 08:16
    • aroniabeere

      Danke, das war sehr informativ und hat mir auch weitergeholfen....mehr

      aroniabeere am 24.Februar 2012, 10:00
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