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Alles zum Thema: Energie & Klimaschutz
  • Stephan Rieping

    Wer bezahlt bei Abregelung von Erneuerbaren Energienanlagen aufgrund von fehlender Netzkapazität?

    Insbesondere Windmüller im Norden haben bis zu einem Drittel ihrer Erzeugungskapazität nicht ins Netz einspeisen können, weil er aufgrund fehlender Leitungen nicht den Stromverbrauchern zugeführt werden kann.
    Nach EEG hat jedoch die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen Vorrang und muss vom Netzbetreiber abgenommen werden.
    Wer bezahlt für die Ausfälle? Zahlen wir mit unserer Stromrechnung auch für nicht abgenommenen Ökostrom?

    Gefragt von
    Stephan Rieping
    am 08.April 2012, 15:42 | 1 Antworten

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  • Hannilein

    Eindeutige Antwort: "kommt drauf an!"

    Zunächst ist das EEG und seine neuen vielfältigen Fallen noch nicht endgültig verabschiedet, bzw. wird doch hoffentlich beim wenigstens "kleinen" Regierungswechsel 2013 wieder korrigiert.

    Bisher lautet es grundsätzlich so, dass alle Kosten, die mit den neuen Regeln entstehen (Nachrüstung Abschalt-Einrichtungen, 50,2 Hz, u.s.w.) der Anlagenbetreiber trägt.

    Nur bei nachweisbaren Verlusten über 1% der Jahres-Energie, durch nicht Abnahme vom Netz, kann ein Ausgleich eingefordert werden.

    Wenn aber nicht eingespeist wird, läuft auch der geeichte offizielle Zähler nicht - somit ist der Nachweis nur schwer zu erbringen.

    Da der Vorrang eingeschränkt wurde, könnte es einerseits zu höheren Verlusten kommen, anderseits läuft ja die zukünftige Version auf mehr Selbstverbrauch, was der Windmüller, genauso wie der Solarpark, nur schwer umsetzen kann... Investiert der Betreiber in (unrentable) Speicher kostet es auch wieder nur ihn. Von diesen Kosten bekommt der normale Verbraucher nichts mit.

    Sind die Energieversorger dagegen die Errichter und Betreiber der Wind- und Solarparks, können sie natürlich alle Kosten schön aufaddieren und als Argument für die nächste Strom-Preiserhöhung angeben.

    Beantwortet von Hannilein am 09.April 2012, 11:43
    • Stephan Rieping

      Ja z.B. "Stromgiganten" wie die niederländische Tennet, deren Eigenkapital hinten und vorne nicht...mehr

      Stephan Rieping am 09.April 2012, 13:12
    • Marshavan

      Wer soll es denn sonst Zahlen, wenn nicht der Kunde? Dass das Netz ausgebaut werden muss, ist...mehr

      Marshavan am 09.April 2012, 13:00
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