Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Gute Fragen

  • Isabelle Hoyer

    Was wünscht Ihr Euch von Unternehmen?

    Seit vier Monaten gehöre ich zum Utopia Team und kümmere mich um die Projekte der Utopia Stiftung. Unter anderem gehören Möglichkeiten zum Austausch für die Changemaker-Unternehmen ( http://www.utopia.de/changemaker ) zu unseren Aktivitäten. Am kommenden Dienstag beschäftigen wir uns gemeinsam mit Changemaker-Unternehmen (OTTO, Bionade, entega, SpaceNet, Telekom) im Rahmen eines Workshops mit dem Thema "Social Media und CSR-Kommunikation".

    Ich hätte gern ein paar "Wünsche" an die Unternehmen im Gepäck:

    Wie kann das "Gespräch" mit Verbrauchern im Social Web gelingen? Was können wir alle noch besser machen, damit Informationen und Feedback konstruktiv sind und beide Seiten voran bringen?

    Ich freue mich auf viele Wünsche und halte Euch gern über alles, was bei Changemaker passiert, auf dem Laufenden!

    Gefragt von
    Isabelle Hoyer
    am 02.Mai 2012, 16:12 | 6 Antworten

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  • Maria_L

    Hallo Isabelle,
    Hier gibt es einen langen Thread, wo das Thema diskutiert wurde:
    http://www.utopia.de/gruppen/ich-bin-utopia-547/diskussion/utopia-und-der-globale-turnaround-199267
    Auf Seite 5 von dem Thread habe ich etwas geschrieben speziell zur Kommunikation mit OBI bei der Produkt-Test-Aktion.
    Ich denke, einiges davon läßt sich übertragen.

    Grundsätzlich finde ich es sehr wichtig, daß die Unternehmen ihre PR-Abteilung außen vor lassen.
    Wenn (kritische) Fragen mit allgemeinen PR-Phrasen beantwortet werden, die in ähnlichem Wortlaut auch auf der Webseite stehen, dann kommt das sehr schlecht.

    Überzeugend ist für mich Social-Media dann, wenn nicht nur eine Person die Fragen beantwortet, sondern ersichtlich ist, daß mehrere Mitarbeiter bzw. Abteilungen in den Prozess eingebunden sind.

    Es darf ruhig ersichtlich sein, daß in einem Unternehmen mehrere Menschen mit unterschiedlichen Meinungen arbeiten, die an unterschiedlichen Prozessen arbeiten.

    Nur dann wirkt die Kommunikation authentisch.

    Authentische Kommunikation versus Glattgebügeltes PR ist für mich als Vertreterin der Verbraucher-Seite sehr wichtig.
    Nur dann habe ich ein Gefühl dafür, daß auf der anderen Seite auch Menschen stehen und nicht nur ein anonymes Unternehmen und ich passe meine Kommunikation entsprechend an und habe Verständnis dafür, daß nicht alles sofort umgesetzt werden kann, was wünschenswert wäre.

    Damit die Kommunikation authentisch wirkt, dürfen auch ruhig Lücken aufgedeckt werden.
    "Das können / wissen / machen wir noch nicht" klingt wesentlich überzeugender und sympathischer, als wenn nur von Dingen gesprochen wird, die schon 100% umgesetzt sind.
    ...u.s.w....

    Ich habe jetzt nicht mehr Zeit, aber evt. fällt mir noch mehr ein.

    Beantwortet von Maria_L am 02.Mai 2012, 18:24
    • Maria_L

      Ich habe es so verstanden, daß Du speziell gefragt hast, was wir uns auf die Kommunikation bezogen...mehr

      Maria_L am 03.Mai 2012, 07:31
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  • corifee

    Oftmals ist das Engagement der Firmen zeitlich begrenzt. z.B. werden Ideen Social-Media Aktionen generiert und um Feeback gebeten, die Nachverfolgung der Resultate ist aber oftmals immens schwer bzw. die "Projekte" werden in den Firmen dann wieder verworfen. ich würde darum bitten, dass die Aktionen, auch viele Monate später noch transaprent sind und bleiben.
    Ich kann ebenso wie meine Vorredner auf Marketing und PR-Floskeln verzichten. Konkrete Umsetzungen interessieren mich viel mehr als eine Agenda.

    Beantwortet von corifee am 09.Mai 2012, 17:16
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  • Uwe-Sievers

    Ich erwarte von Unternehmen z.B. das das Unternehmen zu 100 % Ökostrom bezieht, bzw. es selber produziert. Flächen auf Hallendächern etc. gibt es meistens genug.

    Darüber hinaus sollte ein Unternehmen alle seine Mitarbeiter_innen als Partner ansehen und dem entsprechend handeln (siehe Semco-system).

    Die Produkte sollten langlebig, innovativ und nachhaltig sein.

    Das sind meine Wünsche Isabelle.

    In vielen Gesprächen mit Freunden habe ich festgestellt, das immer mehr Menschen Wert auf die oben genannten Dinge legen und Ihr Einkaufsverhalten danach wirklich ausrichten!

    Beantwortet von Uwe-Sievers am 03.Mai 2012, 08:24
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  • velotopist

    Ich wünsche mir, dass Unternehmen nach außen (in Richtung Markt und Kunden) ebenso wie nach innen (in Richtung Belegschaft) gleichermaßen nachhaltig agieren und nicht nur mit punktuellen Nachhaltigkeitsaktionen Werbevorteile erschließen wollen.

    Indikatoren für eine ehrlich nachhaltige Unternehmenspolitik sind für mich zum Beispiel die folgenden Aktivitäten:

    1) Betriebliches Mobilitätsmanagement für die Belegschaft
    Darunter sind Informations-, Kommunikations-, Organisations- und Koordinations-Angebote des Arbeitsgebers zu verstehen, um in seiner Belegschaft eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche (nachhaltige) Mobilität anzuregen und zu fördern - für den täglichen Arbeitsweg ebenso wie für Kundenbesuche und Dienstreisen. Betriebliches Mobilitätsmanagement verlangt im Allgemeinen eine intensive Kooperation des Betriebes mit der jeweiligen Kommune und mit Verkehrsdienstleistern. Weitere Informationen sind beispielsweise zu finden unter:
    http://www.effizient-mobil.de/index.php?id=174 ,
    http://www.baumev.de/default.asp?Menue=176&ShowNews=281

    2) Ökologisch wertvolle Bepflanzung der Grünflächen auf den Betriebsgeländen
    Eine nähere Erläuterung findet sich u.a. in der Utopia-Gruppe "Wir machen Arbeitgeber zu Biotopisten"
    ( http://www.utopia.de/gruppen/wir-machen-arbeitgeber-zu-947 )

    Beide Aktivitäten lassen sich mit einem vernachlässigbar kleinen finanziellen Aufwand bzw. sogar kostenneutral in die Realiät umsetzen. Wenn Betriebe sich auch nach innen mit solchen Themen engagieren, wird das nicht nur von der Belegschaft anerkennend wahrgenommen, sondern es setzt sich auch über die Belegschaft hinaus ein Schneeballeffekt in Gang.

    Beantwortet von velotopist am 02.Mai 2012, 23:42
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  • Isabelle Hoyer

    Vielen Dank schon einmal, Maria und Robinson. Da kann ich schon mal einiges mitnehmen, auch aus dem Thread. Falls andere noch weitere Fragen und Wünsche haben - sehr gern!

    Beantwortet von Isabelle Hoyer am 02.Mai 2012, 21:53
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  • Robinson

    Erstens dass die Erkenntnisse aus der neuesten Studie
    http://www.pwc.de/de/corporate-governance/social-media-jeweils-eine-plattform-fuehrend.jhtml
    diskutiert werden, ob und inwieweit sich daraus notwendige Veränderungen für Utopia ergeben.

    Zweitens zu klären welche Erwartungen an Utopia von Seiten der Unternehmen bestehen.

    Drittens würde ich mir wünschen, dass Entega vielleicht ihr Engagement etwas ernster nehmen würde, siehe leeres Profil und die Bereitschaft auf Fragen von Utopisten zu antworten:
    http://www.utopia.de/profile/ENTEGA

    P.S. Als (neuer) Telekom-Kunde hätte ich ein paar extra Wünsche, diese werde ich ggf. direkt auf deren Präsentation hier auf Utopia äußern.

    Beantwortet von Robinson am 02.Mai 2012, 17:35
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