Gute Fragen
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Was wollen wir Utopisten ? Uns, Andere - die Welt verändern ?
Wollen wir uns mit den Nicht-Utopisten um die Faktenlage streiten ?
Gefragt von
Wollen wir klären wer wir sind, wer dazu gehört ?
Wollen wir Utopien denken oder Realisten bleiben ? Ist das ein Widerspruch ?
http://www.utopia.de/gutefragen/fragen/warum-sind-bei-der-aktuellen-frage-die
Ökologie und Zeit-Ökonomie - passt das zusammen ?
Muss ich auf jede abwegige Frage eine nachhaltige Antwort geben ? Abwegig = nicht zielführend.
Liegt das Ziel von Utopia abseits des zielführenden Weges ?
Müssen wir uns einigen, wer mit darf, bevor wir uns auf den Weg machen ?
Ich bin die Diskussion um Fakten leid. Stellen hinter dem Komma interessieren mich nicht. Anderenorts werden unwiederbringlich Urwälder vernichtet. Giftmüll verseucht kostbares Land. Menschen sterben an Hunger, Korruption und Naturkatastrophen, flüchten bald in Massen vor den Auswirkungen des Klimawandels.
Und hier diskutieren wir ob Gentechnik wirklich ein Problem ist. Ob Fleisch weltweit ein Problem ist. Ob die Grundlagen des Rechtes von Freiheit zur Entscheidung von Wahlmöglichkeiten der Alternativen erfüllen. In Gänze oder nur in Teilen. Zeitlich befristet oder mittel- und langfristig. Aufgrund wissenschaftlich intersubjektiv global wie national zukunftsfähigen nebenwirkungsfreien nachvollziehbaren und demokratisch kritisch hinterfragten bis dato unwiderlegten Tatsachen.
Schaffen wir es nicht, weil Ökologie zu komplex ist ? Ist unser Gehirn das Problem, unsere Kommunikation oder unsere Entscheidungsfindung ? Setzen wir eben Computer ein. Die benötigen Vorgaben an Prioritäten ? Bilden wir einen Expertenkreis. Die Personen haben einschränkende Prägungen und benötigen neue Forschungsergebnisse ? Wir werden kontinuierlich auf uns selbst, Teil der Gesellschaft, Verbraucher an Ressourcen, Teil des Problems zurückgeworfen.
Wann weiß ich als Einzelner, auf dem richtigen Weg zu sein: besser als der Durchschnitt ? Abgehakte Schritte nach Utopia ? Innovativer als die mutigsten Visionäre ? Oder einfacher nur tollwütiger als die blindesten Reaktionäre ?
Friedliches Zusammenleben unter dem Dogma des status quo mit gnädig gewährten Updates zur Ruhigstellung der Randgruppen durch Vereinnahmung ihrer Zeitökonomie jedenfalls sehe ich als Irrweg einer utopischen Diskussion.Robinson
am 05.März 2012, 20:17 | 4 Antworten
Antworten (4)
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Sehr schön gesagt, Lukita. Dem kann ich voll und ganz zustimmen!! Nur bei Deinem letzten Satz gibt es bei mir eine andere Situation. Ich bin umweltpolitisch sehr aktiv, das gibt mir Kraft , Mut und Zuversicht und baut mich auf, wenn die Verzweiflung angesichts des Wahnsinns, sich mal wieder meldet.
Beantwortet von Bada am 09.März 2012, 14:13 Alle Kommentare(3)
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Das sind sehr viele Fragen, die du da stellst, ohne dass ich jedoch eine Idee habe was der Gesamthintergrund deiner Frage sein könnte. Darum werde ich die einzelnen Fragen aufgreifen und aus meiner Sicht beantworten.
Beantwortet von Richard-Burgenlandler am 05.März 2012, 21:47
Die erste Frage "Was wollen wir Utopisten" stellt mich vor das erste Problem. Wer sind "Wir Utopisten“? Ich sehe mich als Mitwirker an einer Plattform, die für mich dazu dient Meinungen, Gedanken, Sichtweisen in den unterschiedlichsten Ausprägungen auszutauschen und zu erörtern. Um den Streit über Faktenlage geht es mir nicht, den Streit würde letztendlich das Gewinnen wollen beinhalten und was kann ich dabei gewinnen, wenn ich das letzte Wort habe? Ich denke und darum schreibe ich auch hier, dass es viele gibt, die das Gefühl haben, dass sich etwas verändern muss, ob bei einem selbst oder im Allgemeinen. Wie diese Veränderung auszusehen hat kann mE nicht entschieden werden, da der Input verschiedener Menschen von verschiedensten Ausgangslagen eingebracht wird. Du schreibst, dass wir kontinuierlich auf uns selbst, Teil der Gesellschaft, Verbraucher an Ressourcen, Teil des Problems zurückgeworfen werden. Ich nehme an, das du damit meinst, dass viele Diskussionen sich immer wieder im Kreis drehen, Themen immer wieder aufs Neue eingebracht werden, längst bekannte Argumente zum 1000 mal genannt werden, ohne das sich sichtbar etwas bewegt. Das ist ermüdend, gebe ich zu. Ich sehe das so. In meiner Zeit als Lehrer habe ich auch Tag für Tag,Jahr für Jahr dieselben Wünsche gegenüber den Schülern formuliert, ohne sichtlichen Erfolg. Heute mit einiger Zeit Abstand meine ich einige Früchte meiner Arbeit erkennen zu können.
Du schreibst "Wann weiß ich als Einzelner, auf dem richtigen Weg zu sein: besser als der Durchschnitt?" Ist es wichtig besser zu sein als ein anderer oder der Durchschnitt. Reicht es nicht damit zufrieden zu sein endlich seinen eigenen Schweinehund überwunden zu haben auch wenn es keiner bemerkt? Natürlich ist Anerkennung etwas Schönes, aber Dinge zu tun um der Anerkennung willen, da macht man dann Sachen für andere nicht für sich selbst.
Du schreibst "Und hier diskutieren wir ob Gentechnik wirklich ein Problem ist. Ob Fleisch weltweit ein Problem ist... usw. " Ich sehe das für viele (in der realen Welt) diese Thematik noch nicht existent ist, da ist es für mich hilfreich mich mit diesen Dingen auseinander zu setzen die Argumente zu schärfen und die Unterschiedlichkeit mit der Menschen an diese Themen herangehen kennen zu lernen, damit dann auch in einer realen Diskussion der richtige Zugang für eine Sensibilisierung Anderer gefunden werden kann.
Ich weiß zwar nicht ob ich jetzt eine Antwort geliefert habe, aber es war zumindest ein Versuch :-)-
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Erst mal Danke für diese "Zueinandersetzung". "wir erschöpfen uns schnell in der Anerkennung...mehr
werner stickler am 06.März 2012, 11:21
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Hi Robinson,
Beantwortet von Maria_L am 06.März 2012, 07:20
Wirklich beantworten kann ich die Fragen nicht.
Weil da ja wirklich erst geklärt werden müßte, wer ist ein Utopist, wer ist kein Utopist.
Was ist zielführend, was abewegig.
Ich höre eine gewisse Müdigkeit raus aus Deinen Fragen, vielleicht projeziere ich das auch nur.
Du bist ja auch nicht erst seit vorgestern beschäftigt mit dem Thema...und das sehr konsequent.
Es ist in der Tat oft frustrierend, wie wenig sich wirklich bewegt, während sich draußen die Katastrophen häufen.
Computer als Lösung? Ich weiß nicht...
Jedenfalls die Diskussionen auf Plattformen wie hier scheinen mir manchmal auch nicht viel zu bringen.
Der eine oder andere zieht sich was raus, das sicher.
Und man kann gegen reden, wenn es wieder mal heißt es ist B.'s Märchenstunde.
(Die Wissenschaft stellt fest: Bio ist sogar schädlich)
Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann weiß ich, es ist mal wieder Zeit, mehr im realen Leben zu genießen. Gute Gespräche führen mit meinem Partner, mit Gleichgesinnten, mit meinen Katzen spielen, raus gehen in die Natur und einfach nur ihre Schönheit auf mich wirken lassen.
Andernfalls komme ich regelmäßig an den Punkt, wo ich nicht mehr weiß, wozu das Ganze.
"Wann weiß ich als Einzelner, auf dem richtigen Weg zu sein:"
Wenn ich morgens halbwegs gut gelaunt in den Spiegel schauen kann.
Hoffnungen mache ich mir keine großen, daß mein Engagement was bringt.
Aber wer weiß das schon und ich erwarte keine wirklich zufriedenstellende Antwort auf die Frage:
"Was bringt's wirklich?"
"Friedliches Zusammenleben unter dem Dogma des status quo mit gnädig gewährten Updates zur Ruhigstellung der Randgruppen durch Vereinnahmung ihrer Zeitökonomie jedenfalls sehe ich als Irrweg einer utopischen Diskussion."
Nee...diese passige Beschreibung des Status Quo sehe ich auch nicht als erstrebenswert ;-)
Ich danke da spontan an den Wust an Petitionen, die ich tagtäglich unterschreiben kann zum Dampf ablassen...
Das alleine reicht nicht.
Aber wo die Energie wirklich sinnvoll hinfließt, das frage ich mich auch jeden Tag.-
zu "Geteilte Zweifel" Ist es nicht einfach gut zu wissen, dass es noch andere gibt, die ähnlich...mehr
werner stickler am 06.März 2012, 11:03 -
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Ich kann nur sagen, was ich will.
Beantwortet von lukita am 09.März 2012, 13:55
Konsistenz im eigenen Verhalten:
Ich will meinen eigenen ökologischen Fußabdruck nach bestem Wissen und Gewissen so weit verkleinern wie es mir gerade möglich erscheint. Dabei komme ich ständig an meine Grenzen. Ich versuche dann, über diese Grenzen hinaus zu gehen. Immer wieder. Immer weiter.
http://www.utopia.de/blog/beitrag/nachhaltig-leben-im-selbstversuch
Kommunikation mit anderen:
Nach Möglichkeit versuche ich, bei all meinen Schritten eine positive Ausstrahlung zu behalten, so dass auch andere bereit sind, sich auf neue Wege zu trauen und sich mit ihrem eigenen ökologischen Fußabdruck auseinander zu setzen. Auch will ich weiter von anderen lernen. Ich brauche den Austausch für meine persönliche Entwicklung.
Und je mehr sich einzelne entwickeln, desto größer wird meiner Meinung nach auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir Wege zur Nachhaltigkeit finden. Eines Tages ist es dann einfach uncool mit einem stinkenden und lärmenden Ofen (= Auto mit Verbrennungsmotor) durch die Gegend zu fahren...
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Ich hatte es auch nicht als böse verstanden ;-) Ich hatte den Satz gelöscht, bevor ich Deinen...mehr
lukita am 09.März 2012, 14:43@lukita, war auch nicht böse gemeint, vielmehr als Ermutigung. Als Einzelkämpfer/in kommt...mehr
Bada am 09.März 2012, 14:32