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Was sollte ein Utopist in seinem Leben getan haben?
Hallo zusammen!
Gefragt von
Wir überlegen, eine neue Serie zu starten mit dem Arbeitstitel "Dinge, die ein Utopist in seinem Leben getan haben sollte". Es geht uns nicht um Veränderungen, die das ganze Leben andauern und den Alltag beeinflussen, dafür gibt es die "Schritte nach Utopia" ( http://www.utopia.de/community/schritte ) Wir suchen eher nach einem Erlebnis, einem Abenteuer oder einer Tat, die einen aus seiner Komfort-Zone heraus bringen, die den eigenen Charakter heraus fordern. Sachen, auf die man einmal zurück schauen kann und froh sein kann, dass man sie ausprobiert hat.
Ich bin mir sicher, dass ihr dazu einige Ideen habt und freue mich auf eure Vorschläge!
Liebe Grüße,
SimonSimon Reichel
am 20.Juli 2012, 15:25 | 23 Antworten
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Nicht nur reden oder schreiben, sondern auch wirklich was tun - egal ob im Großen oder Kleinen!
Beantwortet von Hannilein am 23.Juli 2012, 14:20
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Ich sehe unterschiedliche Empfehlungen für
Beantwortet von Robinson am 21.Juli 2012, 08:11
- Umweltschützer
- Umweltakktivisten
- strategische Konsumenten
- Utopisten
- Menschen in modernen, "zivilisierten" Zeiten
Liegt der Fokus auf Utopist als Teilnehmer von Utopia würde ich kurz und bündig raten, den Versuch gewagt haben, die eigenen Utopien zu leben.
Weil das die Utopien sind, bei denen man mitdiskutiert und beitragen möchte. Als Utopist auf einer ökologisch orientierten Plattform schadet es nicht, sich mit Ökologie auseinander zu setzen, den Grundsätzen und Mechanismen, wie die Natur "denkt" und funktioniert.
Allein der Widerspruch unseres menschlichen Lebens zu natürlichen Prozessen ist heute so groß, dass das Thema genug sein kann für den Rest des Lebens. Alles was hilft, unser menschliches Denken und Handeln im Gegensatz und (vor allem) im Hinblick auf Vereinbarkeit mit der Natur zu verstehen, in umsetzbare Handlungsweisen zu formulieren, wäre m.E. der Weg des Utopisten.
Jeder Mensch hat Träume und Wunschvorstellungen, über seine und unsere gemeinsame Zukunft. Die "Lebbarkeit" solcher Vorstellungen reichen von abstrakt-fiktiv bis erstrebenswert-umsetzbar, im theoretischen Raum zu diskutieren, bringt Utopisten nicht weiter, auch wenn die Schlüssigkeit der Theorie wichtig ist, ein guter Plan lebt davon, alle Folgewirkungen mit bedacht zu haben, insbesondere bei der Komplexität von ökologischen Wirkungszusammenhängen.
Doch der Mensch hat in der Vergangenheit seine Unfähigkeit zu oft bewiesen, komplex zu denken. Wir rücken dem mit Hilfe von Technik, Analysen und Szenarien zu Leibe. JEGLICHE Anreicherung von trockener Utopie mit funktionierenden Mechanismen, die die menschliche Natur einbeziehen, sollte daher den notwendigen Praxistest in vielen Bereichen abdecken.
Evtl. muss zuerst die Biologie und Psychologie des Menschen geklärt werden, ich beobachte das oftmals in Fragen der Ernährung oder der Umsetzbarkeit bei Marktmechanismen. Never ending story.
Utopisches Denken fern der Realitäten menschlicher Gewohnheiten sind radikale Entwürfe einer fernen Zukunft. Mir liegt die nahe Zukunft mehr am Herzen, Verbesserungen in kleinen Schritten, Ratschläge, die heute und morgen angegangen werden können. Die Welt ist hinsichtlich Natur und menschlicher Entwicklung (stark) im Ungleichgewicht, kleine Schritte können große Veränderungen einleiten, ohne ökologische Zerrbilder, wie wir aus der Historie kennen.
Die größte TAT, die mutigste Handlung, die ein Utopist vollziehen kann, ist sein eigenes Verhalten in Frage zu stellen. Das klingt nach wenig, ist aber radikal, an die Wurzeln gehende, die eigene Existenz, den eigenen Konsum in Frage zu stellen und Antworten wie Alternativen zu suchen, wäre ein umwälzender Faktor in einer Zeit, die so viele Möglichkeiten bietet, umgekehrt so viele Zwänge auf Veränderungsbereitschaft ausübt.
Viele kleine "Taten", Experimente aller Art, mögen beitragen, aber sie machen keinen Utopisten in Ursache-Wirkungszusammenhängen, sonst wäre jeder Fernreisende zurückgekommen mit einem gewandelten Weltbild über Armut und Ressourcenzerstörung. Wir sehen Bilder von Wirklichkeiten in den Medien, die uns bestürzen müssten über unseren eigenen Konsumstil. Leider funktioniert es nicht so einfach, die Triebfeder muss von innen kommen, aus der Fragestellung und von selbst gefundenen Erkenntnis, dass wir heute anfangen können, bewusst aus dem "Tritt zu kommen", der uns festhält in umweltschädigenden Verhaltensweisen.
Die Lösung von oben, durch Regierungen und in Reaktion auf zwingende Umweltkatastrophen, wollen wir nicht wirklich. Hier haben wir die Freiheit, selbst zu handeln und Zukunft neu zu definieren. Andere Menschen in anderen Lebenswirklichkeiten können kaum reagieren, von Mitgestalten keine Rede.
Die Komfort-Zone verlassen sieht bei jedem anders aus. Sie bedeutet nicht zwangsläufig auf Konsum verzichten, sondern kann weisen in Richtung anders konsumieren, anders schlafen, anders essen, anders mobil sein. In der Großstadt auf die Idee kommen, "plötzlich" Rad zu fahren als Kontrapunkt zu PKW/ÖPNV ist Abenteuer pur. Im London der frühen 90ziger Jahre hatte ich mir die dort verfügbaren Staubmasken gekauft, um die Abgase auf dem Rad ertragen zu können. Alle Länder entwicklen Strategien, Produkte, Ge-/Verbote, die einer wünschbaren Zukunft entsprechen, das "best of" aller Kulturen zusammen zu tragen könnte eine gute Methode sein. Dazu bedarf es Austausch.
Utopia selbst ist ein Abenteuer, Menschen virtuell zu begegnen, auf Ideen zu stossen, sich auf Ratschläge einzulassen, Informationen und neue Quellen zu finden, wie Schatzsucher angesichts der Unübersichtlichkeit der Welt zu suchen oder sich inspirieren zu lassen. Der wahre Kick bleibt der Alltag, diesen spannend und im Sinne der eigenen Utopie zu formen.
Evtl. etabliert sich ein Utopie-Urlaub, man nimmt sich zwei Wochen im Jahr (am Stück oder verteilt auf´s Jahr) Zeit um Dinge auszuprobieren. Und berichtet auf Utopia darüber.
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ganz kurz und ganz knapp meine empfehlung die fuer jeden anders ausfallen wird
Beantwortet von bajateufel am 23.Juli 2012, 09:26
SEI NICHT SKLAVE EINER UTOPIE SONDERN DIENER DEINER VISION....
meine visionen waren die welt kennenzulernen auf reisen mit dem rad durch etliche kontinente, da sind 7 jahre dabei rausgekommen...;-)
und dann die konsequenz daraus zu ziehen aus dankbarkeit etwas zu schaffen und dies mach ich seit 5 jahren es ist der www.hortus-insectorum.de ein 7500m2 grosser naturgarten
die dinge schafft man aus seiner motivation mit kreativität und durchhaltevermögen....
herzliche gruesse markus
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Am aller Wichtigsten erscheint mir eine Veränderung des Sprachgebrauchs und zwar durch die Vermeidung der Wortfolge!
Beantwortet von Richard-Burgenlandler am 21.Juli 2012, 21:44
WENN,DANN
Beispiele dazu:
1. Übung
Wenn es Feierabend ist, dann lebe ich
Wenn es Wochenende ist, dann lebe ich
Wenn ich Urlaub habe, dann lebe ich
Wenn ich in Rente gehe, dann lebe ich
Wenn ich tot bin, dann lebe ich nicht mehr....
2. Übung
Wenn Ökostrom billiger wird, dann wechsle ich
Wenn Biofleisch billiger wird, dann kaufe ich welches
Wenn Benzin so teuer ist, dann fahre ich weniger mit dem Auto
Wenn alle anderen etwas machen, dann mach ich es auch
.....
3.Übung
Wenn ich ein Burnout habe, dann wechsle ich den Job, der mir ohnehin nicht gefällt
Wenn die Politik einlenkt, dann bin ich auch bereit etwas zu tun
Wenn mir das Wasser bis zum Halse steht, dann beginne ich langsam zu ertrinken :-)
Und diese Wenn, dann Geschichte kann man unendlich ausbauen.
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Rucksack packen und einfach mal planlos losziehen, ohne wirkliches Hab und Gut Natur und Menschen auf einer ganz anderen Art kennenlernen.
Beantwortet von PatrickB am 20.Juli 2012, 22:27
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Engagement vorleben: ein Ehrenamt übernehmen
Beantwortet von Wuscheline am 21.Juli 2012, 21:13
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Ein paar Wochen mal komplett offline leben. Kein Internet, keine Emails abrufen. Kann da je nach Bedarf auch erweitert werden der Zeitraum :)
Beantwortet von Christoph Burtscher am 20.Juli 2012, 18:02-
Ich hoffe natürlich, dass nicht alle Utopisten gleichzeitig diese Empfehlung beherzigen :...mehr
Christoph Burtscher am 27.Juli 2012, 09:37 -
Das empfiehlst Du allen Utopisten? Kann Utopia dann Sommerpause machen? .-) :-)...mehr
grüneZukunft am 27.Juli 2012, 09:27
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Beim ersten Lesen wolle ich schon wieder protestieren, was das für eine blöde pauschale Frage ist ;-)
Beantwortet von Maria_L am 20.Juli 2012, 17:39
Aber ein paar Dinge fallen mir dann doch ein:
Aus einem goldenen Käfig ausgebrochen sein, z.B. einen Job gekündigt haben, der zwar guten Verdienst bringt, aber sich mit den eigenen Idealen nicht in Einklang bringen läßt...
In einem anderen Land gelebt haben...
Etwas mit eigenen Händen gebaut haben...
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Mein Vorschlag:
Beantwortet von Bada am 23.Juli 2012, 15:07
Gewaltfreie Kommunikation im Alltag ausprobieren, wann immer dies als Erinnerungsfunke im Gedächtnis aufblitzt :-))
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7747755/marshall_b_rosenberg_gewaltfreie_kommunikation.html
macht den anderen glücklich und dich auch.
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Kinder zu haben und sie als Menschen und potentiellen Utopisten zu begleiten. Oft weit raus aus der Komfort-Zone!
Beantwortet von BioBanane am 21.Juli 2012, 09:04
"Mama, ich bin ein Tierfreund" oder ein bedauerndes "Ooch, der schöne Wald" bei Betrachtung eines Bildes mit abgeholztem Regenwald geben Hoffnung und Sinn.-
mein 4jähriger sohn ist immer traurig, wenn eine pflanze umgeknickt ist. dann sagt er: "mama, die...mehr
Anna-Idun-Epona am 24.Juli 2012, 21:04
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Naja, das ist aber sehr allgemein und vor allem für Utopisten doch eigentlich selbstverständlich -...mehr
mela am 27.Juli 2012, 08:09