Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Was ist faul an der Apfelsorte "Pink Lady" ?

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Eloy fragte am 17.04.2011 um 12:39

Ich versuche seit kurzem einer guten Freundin diesen Apfel auszureden. Sieht immer makellos aus, scheckt immer gut und verdirbt extrem langsam.
Da kann was nicht stimmen! Aber außer dass diese Sorte eine von vielen ist, durch die genetische Verarmung ensteht, vom anderen Ende der Welt kommt und dank geschicker Marketinstrategie zu Wucherpreisen verkauft werden kann, hab ich leider nichts belastendes gefunden...
Weiß da jemand mehr?

  • antwortete am 19.04.2011 um 11:36
    Ich hab da letztes Jahr in Obstbau was drüber gehört.
    Pink Lady ist eine amerikainsche Züchtung und an den amerikanischen Markt angepasst. Der amerikanische Verbraucher neigt dazu, nur tadellose, fast künstlich aussehende Lebensmittel zu kaufen, die sehr lange haltbar sind.
    Die erhöhte Süße, die barbara angesprochen hat, passt ebenfalls sehr gut in das Essverhalten. Der bei uns so beliebte Elstar wäre in der breiten Masse in Amerika völlig unverkäuflich. Zu inhomogen im Aussehen und viel zu sauer.

    Es gibt nach meinen Wissen keinen Grund vom Nährwert her, warum die Züchtung schlechter sein soll. Man sollte nur bedenken: Man kann durch Züchtung sehr wohl die Lebensdauer des Produktes steigern, aber der Abbau von Vitaminen und Antioxidantien geht trotzdem im gleichen Tempo vonstatten. Ein Apfel lebt ja in der Obstschale weiter. Nur weil der Apfel nach einem Monat noch top aussieht, heißt es nicht, dass er noch die gleichen Nährwerte hat wie vorher.
    Lagert man sie kühl und ohne Licht (nicht im Kühlschrank!) kommen da unsere Äpfel aber auch locker ran. ;)

    Man ist auch nicht mehr essentielle Nährstoffe, wenn ich einen großen Apfel ist. Die Nährstoffe sind in kleinen nur höher konzentriert. Dadurch kann der Geschmack natürlich sehr viel komplexer ausfallen als nur "süß". Darüber hinaus sind solche hochgezüchteten Sorten auf künstlichen Dünger und Pestizide angewiesen, man kann sie gar nicht mehr über die natürlichen Wege ausreichend versorgen. Muss man wisse, ob man das in Kauf nehmen will...

    Ich finde, die Argumente, die du angebracht hast, schon völlig ausreichend. Äpfel vom Bioobstbauern aus der Region sind nicht nur für uns sonder auch für die Gemeinschaft viel besser. :)

    Einen wichtigen habe ich noch, etwas, das für alle importierten Früchte und Gemüsearten gilt:
    In Deutschland fallen geerntete Früchte unter das Lebensmittelschutzgesetz und dürfen nicht nachbehandelt werden (z.B. mit fungiziden Tauchbädern oder Wachsschichten zur Reduktion der Transpiration - wir haben einige Chemikaliemischungen auf Orangen gesehen, nicht schön! :-/).
    Diese Regelung ist weltweit einzigartig!
    D.h. vor allem frische Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft, bei denen die Schale mitgegessen wird, sollten meiner Meinung nach sehr sehr vorsichtig genossen werden.
    Meist sind die Kontrollen in anderen Ländern auch lange nicht so akribisch wie hier...

    Beste Grüße!

    Henning
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      kommentierte am 04.05.2013 um 19:43
      Sehr tolle und richtige Antwort. Danke.
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      kommentierte am 04.06.2013 um 14:05
      Sehr guter Text! Dankeschön!
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      kommentierte am 22.07.2013 um 20:03
      Ja, ja - dieser Apfel schmeckt schon wirklich lecker, das gebe ich auch zu - wäre wohl sonst ein echter Spießer. Die Äpfel aus meinem Garten sind nicht so groß, haben auch nicht diese Farbe und sogar ab und zu einen Wurm !- Das soll mal die Lady nachmachen-
      Mein Apfelkuchen ist berühmt, Apfelmus sofort aufgegessen und ich freue mich - das topt die Lady nie....
      Aber wenn eben alles alle ist, beiße ich schon mal in eine Lady - siehe ersten Satz !!!
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      kommentierte am 07.09.2013 um 21:27
      Super Argumente, super verpackt. Umd mir aus der Seele gesprochen. Dieser Apfel kam bisher und kommt auch zukünftig NICHT in meinen Warenkorb. Einheimisch und regional ist angesagt, besser noch aus eigenem Garten.
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      kommentierte am 24.10.2013 um 14:02
      hm hochgezüchtete sorten sollten resistenzen haben und sollten daher weniger spritzmittel brauchen, darum die züchting - soll unter anderem auch die "produktion" wirschaftlicher machen.
      über den geschmack der neuen resistenten sorten kann man allerdings streiten... mein fall sind sie auch nicht...
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      kommentierte am 18.01.2014 um 02:23
      Wirtschaflicher ??

      Wen man sie aus Amerika vom Labor nach Östereich imbortiert. Bedenklich
  • antwortete am 28.02.2012 um 16:10
    Ich habe im Hamburger Hafen (Studentenjob) unter anderem Pink Ladies nach Klassen sortiert (im Kühlhaus, brr). Wir MUSSTEN ALLE Plastik-Handschuhe und Mundschutz tragen, weil die Schicht aussen am Apfel (Pestizide vermutlich) so giftig ist und das Krebs- und Allergie auslösend sein kann!!! Ausserdem wenn ich mir ankucke, was bei den weiten Transporten alles weggeschmissen wird. Wenn eine Kiste auf einer Palette nicht in Ordnung war: gleich die ganze Pallette in den Müll. Soviele Äpfel isst einer im ganze Jahr nicht! Und das, obwohl die anderen Äpfel tadellos waren. Uns Mitarbeitern wurde dann noch nicht mal erlaubt ein bisschen von dem "Müllgemüse" mit nach Hause zu nehmen: strenge Sicherheitskontrollen am Hafen.
    Dann nehme ich doch lieber den leckeren Boskop aus dem Garten oder vom Biostand auf dem Wochenmarkt.
    (Wohlgemerkt: die Äpfel aus dem "Alten Land" aus konventionellem Anbau werden auch fast totgespritzt: mindestes 12 mal im Jahr! Deshalb sind dort die Gewässer sehr sehr pestizidbelasted).
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      kommentierte am 16.02.2013 um 17:44
      man trägt handschuhe das die Keime die der Mensch an sich hat ( gaz nebenbei Extrem viele von Natur aus) nicht an das LM kommt.
      Da er sonst genau das bekommt was wir nict wollen, braune flecken, matschige Haut etc ,, ;-)
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      kommentierte am 09.05.2013 um 12:46
      Wir essen nur Äpfel direkt aus dem Nachbarort! Früher habe ich den Pink Lady auch gerne gegessen, aber bei uns gibt es den nicht mehr! Ich frage mich immer nur, wie man die Äpfel solange lagern kann, dass sie nicht speckig werden?
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      kommentierte am 01.02.2014 um 16:00
      Diese Wegwerferei ist echt ätzend =/
  • antwortete am 21.02.2012 um 22:15
    Hallo zusammen!
    Ich bin ein bißchen amüsiert über die Diskussion - hier wird eine Apfelsorte zum Feindbild :-)
    Nicht, dass ich die Argumente die gegen den Konsum spreche nicht überzeugend finde; ich teile vor allem die Ablehnung weiter Transportwege, unökologischer Anbausysteme und der negativen Auswirkungen auf die Biodiversität.
    Aber was hier über den PinkLadyApfel geschrieben wird, gilt doch für die meisten Sorten, die man im konventionellen Supermarkt erhält. Ja, der PinkLadyApfel sieht so richtig "schön" künstlich aus - für Utopisten die Wert auf die Natürlichkeit der Nahrung und ihren Anbau legen, liegt es nahe, sich auf diesen Apfel zu stürzen um ihn nicht zu essen sondern akribisch alle Argumente gegen den Verzehr zu sammeln.
    Ich finde, die hier gesammelten Argumente sollten nicht auf die Sorte bezogen werden, sondern allgemein für alle Äpfel die auf so vielfältige Weise nicht nachhaltig angebaut werden stehen.
    Sich auf dieses plakative Feindbild zu stürzen birgt meiner Meinung nach die Gefahr, sich von Äußerlichkeiten im Guten wie im Schlechten beeinflussen zu lassen - nicht alles was zu gut aussieht muss schlecht sein, und nicht alles was vorgibt natürlich zu sein muss gut sein :-)
  • antwortete am 29.02.2012 um 14:01
    Noch nebenbei ein Hinweis zu den langen Transportwegen vs. regionale Äpfel:
    ich arbeite am Marktstand eines Biobauern und im späten Frühling und Sommer haben auch wir Äpfel aus Neuseeland die per Schiff kommen. Und zwar aus ökologischen Gründen!

    Äpfel werden nur eine gewisse Zeit im Jahr geerntet (Herbst, für die Stadtkinder ;-) und müssen danach gelagert werden. Diese Lagerung findet in Kühlhäusern statt, welche ebenfalls Energie verbrauchen. Und je länger die Ernte her ist, desto mehr kippt das Verhältniss der Energieeffizienz in Richtung Importäpfel. Es hängt also von der Jahreszeit ab ob es sinnvoller ist deutsche oder übersee Äpfel zu kaufen, genau wie fast alles Obst und Gemüse.

    Mein Tipp:
    Äpfelsorte saisonal wechseln (aktuell empfehle ich Topas, süß-sauer und jetzt erst lecker weil er als Lagerapfel liegen muss), und im Frühling und Sommer mal zum Beerenobst oder anderem wechseln.
    Saisonal einkaufen ist zwar mit etwas Forschungsaufwand verbunden, aber zumindest bei uns am Stand ist "mein" Biobauer immer bereit ausführlich zu erklären was gerade geht ud was eher nicht.
  • antwortete am 20.04.2011 um 14:03
    Erst mal Danke für die guten Antworten!
    Das mit dem Ökotest war ein guter Tipp! Für alle die es interessiert fasse ich mal die Ergebnisse zusammen:

    1. Durch die Züchtung hin zu Perfektion beim Aussehen und Geschmack entsteht eine genetische Verarmung (gilt nicht nur für Pink Lady), wodurch die Äpfel kranheitsanfälliger werden und erhöhter Pestizideinsatz notwendig wird. Auch wird durch diese Züchtung der Apfel nicht gesünder.
    http://www.pomologen-verein.de/Verbaende/Vb_GartenbauvSaarl-Pfalz/Hessen/Sachsen_Anhalt/Westfalen/GenetischeVerarmungbeimObst_Bannier2004.pdf

    2. Der oft auch beworbene erhöhte Fruchtzuckeranteil ist schlecht für die Zähne (Hinweis von Barbara und Bada)

    3. Im Ökotest bekam der Apfel zwar ein Gesamturteil von "sehr gut", aber dass muss noch nichts heißen. Interessant ist, dass bei Pink Lady gleich 3 verschiedene Pestizide nachgewiesen wurden, von denen 2 nicht in Deutschland zugelassen sind!
    http://emedien.oekotest.de/cgi/index.cgi?action=prod;artnr=30559;bernr=04;co=;suche=Pink%20Lady (Der Test selbst kann kostenlos heruntergeldan werden)

    4. Pink Lady hat hohe Bedürfnisse in der Pflege und den klimatischen Bedingungen. Deshalb kann der Apfel nicht in Deutschland angebaut werden. Er muss aus der Südschweiz, Italien Südfrankreich, Spanien, Portugal, Bulgarien sowie besonders in der kälteren Jahreszeit aus Neuseeland, Australien
    Neuseeland, Südafrika, Chile, Brasilien oder Argentinien importiert werden und kommt somit im schlimmsten Fall tatsächlich vom anderen Ende der Welt. Da sind heimische Sorten von lokalen Anbaugebieten deutlich ökologischer und vermutlich auch gesünder.
    http://www.pinklady.ch/Anbaugebiete.aspx

    5. "Pink Lady" ist eine sogenannte Mode- oder Clubsorte und hat mit einem natürlichen Produkt nicht mehr viel zu tun. Die Sorte ist Lizenzsiert und kann nicht von jedem angebaut werden. Die Bauern müssen Lizenvereinbarungen treffen, nach denen sie bestimmte Rechte und Pflichten haben. Das erinnert stark an Knebelverträge á la Monsanto sowie Patent auf Leben.
    http://www.obstbau.rlp.de/Internet/global/themen.nsf/0/F9E48F98352636E7C1256F56004111BB?OpenDocument

    Ein bekannter, leider verstorbener, ambitionierter Biobauer und Apfelzüchter würde sich wohl im Grabe umdrehen wenn er nur das Wort "Pink Lady" höhren würde.

    Danke nochmal und umweltfreundliche Grüße
    Eloy
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      kommentierte am 08.08.2012 um 21:03
      Mein Kommentar kommt ein bisschen spät......

      <<<<<Pink Lady hat hohe Bedürfnisse in der Pflege und den klimatischen Bedingungen. Deshalb kann der Apfel nicht in Deutschland angebaut werden. Er muss aus der Südschweiz,............

      Die Südschweiz ist überhaupt kein Anbaugebiet für Äpfel - ich habe zwar einige Bäume in meinem Garten aber sie werden hier nicht grossflächig angebaut - vermutlich zu trocken dafür. In Italien kaufe ich NIE Äpfel, sie schmecken mir einfach nicht. Aber bei Coop Schweiz findet man auch Sorten der Pro Spezie Rara - die sind super.
  • antwortete am 17.04.2011 um 17:23
    hallo, eloy
    ich kann mich vage erinnern, daß dieser apfel im jahr 2001 (damals habe ich ihn mal gekostet)
    schnell den ruf hatte (öko test??)eine viel zu süße züchtung zu sein und schlecht für die zähne zu sein,
    eben wg. zu viel zucker. das war damals der erste und letzte...
    vielleicht kann man in den ökotest archiven nachschauen, bin nicht sicher..
    grüße, barbara
  • antwortete am 27.04.2011 um 10:40
    Ich bin selber der Meinung, dass Pink Lady extrem lecker ist. Aber als Utopist nicht vertretbar (Fußabdruck> Transportweg, Anbau etc.), leider. Ich empfehle Jonagold oder andere besonders kleine Äpfel, die dann auch meistens süß sind. Gibt's auch beim Bauern nebenan.
  • antwortete am 19.04.2011 um 14:18
    Hallo Eloy,

    Barbaras Hinweise kann ich bestätigen. das habe ich auch gelesen, finde aber den Link dazu nicht.
    Der zusätzlich angezüchtete Fruchtzucker zerstört die Zahnoberfläche.
  • antwortete am 17.05.2012 um 11:55
    Also ich habe mich mit der Herkunft der Sorte zuerst gar nicht beschäftigt. Denn eigentlich darf ich keinen einzigen Apfel essen (roh zumindest)- ich habe eine wahnsinnig starke Apfelallergie. Wobei nicht ganz klar ist worauf. Ich kann Äpfel nur roh nicht essen, alles andere, von Direktsaft bis Bratapfel geht ohne Probleme. Je leichter ein Apfel dem Fingerdruck nachgibt, desto schlimmer ist der Allergieanfall danach. So kann ich z.B. Golden Delicious gar nicht probieren, Boskop verursacht kein Asthma, wohlaber unangenehmes Zahnfleisch-Jucken. Ob Bio oder nicht spielt keine Rolle. Ob mit Schale oder nicht ebenfalls nicht.
    Vor ein paar Jahren habe ich dann zum ersten Mal Pink Lady probiert- NICHTS! GAR NICHTS! Ich reagiere extrem empfindlich auf behandelte Obstsorten (von den spanischen Erdbeeren im Winter (3 Stk) ist bei mir z.B. die ganze Haut an den Händen binnen 3 Tage abgestorben!).
    Pink Lady kann ich aber problemlos essen?! Warum?
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      kommentierte am 30.11.2012 um 20:13
      Komisch! aus: http://www.bund-lemgo.de/apfelallergie.html
      Eine Schlüsselrolle spielen die so genannten Polyphenole, die in Pflanzen beispielsweise als Farb- oder Geschmacksstoffe vorkommen. Sie sind vor allem in den alten Apfelsorten wie etwa Boskoop enthalten. Die neuen Apfelsorten weisen dagegen nur geringe Mengen von Polyphenolen auf - sie wurden wegen des säuerlichen Geschmacks und der schnelleren Bräunung nach Anschnitt des Apfels weitestgehend herausgezüchtet.
      Welche der alten Apfelsorten für Allergiker aber besonders verträglich sind, ist kaum untersucht. Bei unseren Recherchen sind wir nur auf Altländer Pfannkuchenapfel, Goldrenette Freiherr von Berlepsch, Gravensteiner, Jonathan, Landsberger Renette, Minister von Hammerstein, Roter Berlepsch, Roter Boskoop, Schöner aus Boskoop, Weißer Klarapfel und Wintergoldparmäne gestoßen. Als weniger geeignet werden Cox Orangenrenette und Golden Delicious und von den neueren Sorten Braeburn, Granny Smith und Jonagold genannt.
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      kommentierte am 15.02.2013 um 20:15
      Ich habe im Garten einen Apfel, sieht fast aus wie Pink Lady und schmeckt auch gut. Der Baum ist bald 100 Jahre als und liegt in den letzten Zügen. Wenn jemand einen Reis möchte, wäre ich überglücklich, dass er erhalten wird (bisher konnte keiner der Experten die Sorte einordnen).
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      kommentierte am 13.02.2014 um 15:28
      Hast du ihn (den Reißer) schon mal an Erhalter geschickt? Die machen das für für ein paar Euro.
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      kommentierte am 14.02.2014 um 20:10
      Hallo Reiner,
      wer ist Erhalter und was macht der mit den Reisern. Bis jetzt habe ich die Reiser immer verschenkt. Ich selber brauche keine Apfelbäume mehr, da sind noch zwei andere. Ich werde den alten Baum aber erhalten so lange ich kann.
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      kommentierte am 15.02.2014 um 15:48
      Hallo,
      also zum Thema wer ist Erhalter sei gesagt das ist z.B. Schwertfeger alte Obstsorten. Dieser kann Dir deinen Baum auf eine entsprechende Unterlage pfropfen, also er veredelt alte Bäume.
      http://www.alte-obstsorten-online.de/info/Kundenveredlungen---Auftragsveredlungen.html?XTCsid=t07oo2voa9b1m7jkijrmpcjfs0
      Wenn der alte Baum mal nicht mehr kann sende einfach die Reiser von diesem Jahr dahin (geschnitten mitte Dezember bis Februar) falls du es selbst nicht kannst. Warte aber nicht zu lange damit. Meistens brauchen die alten Sorten bis zu 10 Jahren bevor sie tragen.
      Ich für mein Teil lasse das lieber machen.
  • antwortete am 07.05.2014 um 15:28
    Habe vor Kurzem einen Bericht darüber gesehen. Die Äpfel werden u.a. mit Smartfresh begast und halten dadurch länger. Wenn dann fängt er meist an einer Stelle an zu faulen und fault dann eher von innen heraus weg. Außerdem werden die neuen Sorten so gezüchtet, das sie nach dem Anschnitt nicht so schnell braun werden. Das geht aber auf Kosten der eigentlichen so gesunden Stoffe im Apfel. Weil die sind nämlich dann weniger enthalten. Giftig soll diese Gas angeblich nicht sein. Seit diesem Bericht kaufe ich diese Äpfel ( zum Ärger meiner Kinder ) nicht mehr.
  • antwortete am 11.02.2012 um 17:30
    Wenn ich so einen Blödsinn höre mit den ständigen Verweisen zu den Biobauern und Bioanbau. Letztendlich esse ich, was mir!! schmeckt. Und der Rest wird noch warten, bis - neue Modemasche, weil bio nicht mehr zieht - der Apfel fair gehandelt wird, und dadurch - obwohl angeblich Zwischenhändler ausgeschaltet, und der Hersteller mehr, sprich fair, Geld für sein Produkt bekommt - noch teurer wird. Die schon toten Biobauern drehen sich im Grabe um, weil der Apfel weg geht wie warme Semmeln, und das hätten die Biobauern auch gerne.
  • antwortete am 26.04.2012 um 20:34
    Bin ganz schön erschrocken, dass einer meiner bisherigen (!) Lieblingsäpfel - Pink Lady - 3 Pestizide enthalten soll laut Ökotest und trotzdem das Gesamturteil "sehr gut" bekommt: Das kann ich nicht nachvollziehen.
    Generelle Empfehlung: unsere einheimischen Äpfel sind wirklich gut, die sollten für ca 80 % des Normalverzehrs reichen. Klar will man auch mal was anderes probieren - und in einen Boskop zu beissen nach dem 50sten Lebensjahr ist auch nicht mehr so genussvoll wie früher! Aber das kann ja eine Ausnahme bleiben. Das Pareto-Prinzip würde uns auch schon sehr weit helfen beim CO2-Reduktion.
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      kommentierte am 04.05.2012 um 13:46
      Der Selbstversorgungsgrad in für Äpfel schwankt in Deutschland zwischen 30 und 40 %, wir sind also weit von diesen 80% des Normalverzehrs entfernt. Dies liegt vor allem an der angesprochenen Saisonalität des Produkts. Wie schon Stephanie schön in ihrem Beitrag hervorgehoben hat: Irgendwann rentiert sich die Lagerung zu weit ins Jahr einfach nicht mehr - ökologisch und ökonomisch.
      Ohne die Importe könnten wir nur einen Bruchteil des Obstes und Gemüses essen, das wir heute gewohnt sind zu essen - mit all seinen positiven Begleiterscheinungen für die Gesundheit.

      Wer jetzt noch Äpfel haben möchte, sollte bei genauem Hinsehen noch welche aus Europa bekommen, die von der Entfernung her noch zu bevorzugen wären. Ansonsten ab Anfang Juni umschwenken auf eine kurze, aber dafür auch immer wieder schöne und besondere Beerensaison! :)
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      kommentierte am 04.05.2012 um 21:48
      Hallo Henning21,

      woher kommt die Einschätzung des Selbstversorgungsgrads? Meine 80% waren nur über den Daumen gepeilt ! Ich nehme an, man berechnet den Anteil deutscher Ware am Gesamtwarenwert der Äppel?
      Bin auch für saisonalen Obstwechsel - aber gerade bei den Beeren dürften wir doch weit entfernt sein vom Sebstversorgungspotenzial? Wo kann man über Obstangebot und - nachfrage bundesweit Informationen bekommen?
  • antwortete am 20.07.2012 um 22:26
    Danke für die gute Frage und die vielen informativen Antworten - ich wusste davon rein gar nichts.
  • antwortete am 27.07.2012 um 16:04
    Ich wasche meine Äpfel immer vorher und gehe vor dem Waschen noch mit der scharfen Kante eines Messers drüber! Bei so viel Wachs drauf, den man da abschaben muss, weiß man warum der Apfel immer so tadellos aussieht!
  • antwortete am 23.11.2012 um 09:52
    Die allermeisten Äpfel (auch der ganz beliebte Elstar) sind moderne Züchtungen und irgendwie mit Pink Lady gleichzusetzen. Wenn du auf dem Markt alte, ursprüngliche Sorten bekommst, greif zu.

    Ansonsten kann ich mich den anderen Post nur anschliessen. Ab Februar/März kippt die CO2-Bilanz aufgrund der Lagerung und ein Neuseeland-Apfel ist klimafreundlicher, wenn er mit dem Schiff kommt.

    Ansonsten gilt wie immer: Saisonal, regional, biologisch - und du bist auf der aller besten Seite :-)
  • antwortete am 23.11.2012 um 15:36
    Ich möchte mal ein anderes Stichwort in den Pool werfen:

    Biodiversität. Jede Apfelsorte zieht andere Insekten und Nachbarpflanzen an, und wenn es nur noch Äpfel von 5 verschiedenen Sorten gibt, verringert sich auch die Anzahl der Tiere und Pflanzen, die im Umfeld des Apfels zu finden sind. Und damit kann dem weiteren Lebensraum viel verloren gehen.
  • antwortete am 16.01.2013 um 14:05
    Ich bestelle ab und zu Pink Lady Äpfel in meiner BioKiste mit. Sie kommen aus Italien und sind bio. Meine Abo-Kiste hat dort Partner-BioBauern, das finde ich ok. Sind dafür natürlich nicht ganz billig, aber meine kids essen sie sehr gerne. Ich auch, da ich auf manche Äpfel allergisch reagiere, nicht aber auf diese Sorte. Wer sie gerne essen mag, einfach mal im Bioladen nachfragen.
  • antwortete am 04.02.2013 um 10:26
    Pink Lady ist eine australische Apfelsorte, gezüchtet für den Weltmarkt - perfektes Aussehen und lange Haltbarkeit waren die Kriterien.

    Sie haben Recht wenn sie ihren Bekannten diese Sorte ausreden - um dieses perfekte Ergebnis zu erreichen wird diese Apfelsorte 7 x öfter gespritzt als andere.....


    na dann Mahlzeit!


    Kauft Bio es ist die einzige Alternative!!!!!!!!!!!!!!!!!!
  • antwortete am 22.02.2013 um 11:58
    Puhh, ja. Ich weiss, dass der PinkLady komplett überzüchtet ist und ja, er muss eine lange Reise auf sich nehmen. Aber das ist ein wirklich leckerer Apfel, und ich möchte eigentlich auch erstmal nicht darauf verzichten (natürlich esse ich ca. 80% deutsche Äpfel, aber die sind manchmal so un.lecker, dass ich da echt zu dem greife).

    Aber das mit den Pestiziden finde ich krass, vor allem dass sie trotzdem ein "Sehr gut" bekommen haben- schockierend!
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      kommentierte am 22.02.2013 um 14:04
      Ich habe das von einer Dokumentation im französischen Fernsehen, im deutschsprachigen Raum gibt es viel zu wenig solche Dokumentationen... außer vielleicht stern TV....
      man muss auch aufpassen mit solchen Bewertungen....sehr gut in Geschmack und Aussehen... ja - aber nicht immer werden auch die Rückstände bei solchen Bewertungen herangezogen!
      Wenn man jetzt bedenkt, dass die Spritzmittel zuerst die Natur kaputt machen, dann vergiften wir das eigene Essen und das alles nur damit ein paar Leute ordentlich Geld verdienen - da muss man nicht mitmachen!

      Also bitte BIO!

      lg steedwien
  • antwortete am 05.04.2013 um 11:34
    Hallo
    habe letzten Pink Lady gekauft,welcher in Süd Tirol angebaut wurde. Wichtig ist,dass man auf das Anbaugebiet achtet. Außerdem wurde dieser Apfel genau so schnell ungenießbar wie andere Sorten auch,nur sah man es ihm nicht von außen an.
  • antwortete am 22.06.2013 um 21:48
    In meinem Garten ernte ich Jakob Fischer, Klarapfel, Landsberger Renette, Kaiser Wilhelm, Lanes Prinz Albert, Goldparmäne, Schöner von Herrnhut, Roter Boskoop, Lohrer Rambur, Geheimrat Oldenburg, Roter Berlepsch, Brettacher Lagerapfel und ich kaufe im Frühjahr bis in den Frühsommer Elstar.

    Die Neuzüchtungen a' la Pink Lady mögen ein besonderes Aroma angezüchtet haben, sind aber für unsere Geschmacksnerven gewöhnungsbedürftig.
  • antwortete am 07.08.2013 um 10:22
    ...generell sind Heimische Äpfel von Streuobstwiesen am gesündesten. Wer es gern etwas säuerlich mag Braeburn Äpfel sind da sehr zu empfehlen. Im Handel wird selten angezeigt wie die Äpfel schmecken das finde Schade hier ist nach holbedarf!
    • kommentieren
      kommentierte am 07.08.2013 um 10:48
      Da sind die Geschmäcker eben verschieden.
      In der Zeit, in der ich mangels eigener Sorten auf den Kauf von Äpfeln angewiesen bin, ist für mich ELSTAR die erste Wahl - aber da hat eben jeder besondere Präferenzen.
  • antwortete am 08.08.2013 um 16:18
    Ich muss gestehen, dass mich die Apfelsorte bislang noch nie angesprochen hat... Die sieht für mich einfach zu makellos aus! Bin auch auch dem Land aufgewachsen und weiß daher wie "normale" Äpfel aussehen ;-)
    Dass die regionalen Äpfel eine große Zeit des Jahres in Kühlhäusern gelagert werden und es daher im Frühjahr und Sommer aus ökologischen Gesichtspunkten sinnvoller ist, importierte Äpfel zu kaufen, hab ich auch vor kurzem irgendwo gelesen - und das macht auf jeden Fall Sinn, je länger man darüber nachdenkt...
  • antwortete am 30.01.2014 um 18:04
    Diesen Film finde ich sehr aufschlussreich: "Unser Apfel: Masse statt Klasse?"
    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/videos/minuten1089.html
    Von der Behandlung mit SmartFresh wusste ich bisher nichts. Ich freue mich, dass es noch regionale Apfelsorten gibt, die gar nicht oder wenig künstlich behandelt werden.
  • antwortete am 26.02.2014 um 15:04
    Ich beachte immer auf die Herkunft. Wenn alle gleiche sind, kaufe ich gerne bei REWE.
    Leider ist Winter in Deutschland zu lang. Es gibt bei uns ein Bauerhof-laden, der eigene Bio-Äpfel verkauft. Die normale Äpfel schmecken genauso gut wie Pink Lady. Da kaufe ich auch oft.

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