Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

Gute Fragen

Alles zum Thema: Pflanzen- & Tierwelt
  • berniewa

    Was haltet Ihr von der gegenwärtigen Debatte um den WWF ?

    Unter anderem ist ja beim NDR ein Beitrag gesendet worden, gegen den (und evtl. andere Aussagen) der WWF nun sogar vor Gericht gehen will, wie ich gelesen habe.

    Ich kenne mich nicht in allen Details der Debatte aus, aber soweit ich es bisher mitbekommen habe, bin ich nicht sicher, wer von beiden seiten der Wahrheit näher ist, habe den Eindruck, die liegt irgendwo dazwischen.

    Was ist da Euer gegenwärtiger Eindruck ?

    Gefragt von
    berniewa
    am 11.Juni 2012, 13:04 | 4 Antworten

Antworten (4)   Frage abonnieren

  • Echtgruen

    Die Wahrheit liegt nicht immer in der Mitte!
    Und in diesem Fall ist es ungeheuerlich was sich der WWF alles hat zu schulden kommen lassen. Das ist keine Naturschutzorganisation sondern eine Greenwash Organisation.
    WWF international ist nachweislich pro Gentechnik.
    WWF kooperiert nachweislich mit den schlimmsten Umweltzerstörern der Welt: Monsanto, Palmöl und Sojakonzernen und Aquakulturkonzernen in Chile.
    Sorry diese Konzerne zeigen in allem ihren Handeln, dass sie die Umwelt und das Klima nicht ein Fünkchen interessiert. Man kann sich ja Ohnmächtig fühlen weil diese Konzerne so mächtig sind und hoffen wenn man mit diesen Umweltzertörern redet mögen sie vielleicht ein klein bisschen besser werden. Aber die Erfahrung zeigt, dass das nur das Image dieser Konzerne aufbessert. Dagegen wird der ehrliche Widerstand gegen Umweltzerstörung und Regenwaldabholzung geschwächt. Und der Widerstand kann etwas erreichen, wie etwa die Nichtförderung von Palmölverbrennung im EEG, welches die Palmölfirmen mit nichtssagenden WWF Zertifikaten umgehen wollen.
    Wer noch für den WWF spendet fördert Regenwaldabholzung und hat garnichts kapiert.
    Man kann nicht mit jedem gut Freund sein wenn man für Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung ist.

    Beantwortet von Echtgruen am 26.Juni 2012, 12:59
    Antwort kommentieren
  • Maria_L

    Dazu gab es in der Spiegel-Ausgabe vom 26.05. auch einen ausführlichen und sehr kritischen Artikel.
    Leider ist der online nicht frei zugänglich.

    In der aktuellen Ausgabe sind Leserbriefe zum Thema.
    Bis auf einen Leserbrief vom WWF sind alle ebenfalls sehr kritisch.
    Z.T. von anderen Naturschutz-Organisationen, die sich beklagen, daß der WWF zwar Unsummen an Spendengeldern bekommt, aber irgendwie vor Ort -wo's brennt- nie wirklich sichtbar ist.

    Ein anderer Insider schätzt die Lage so ein:
    Beim WWF gibt es ein Heer an hochmotivierten freiwilligen Helfern, die viel -und z.T. auch gute Arbeit machen- aber in ihren Projekten vom großen Geld auch nicht viel sehen.

    Es ist natürlich immer schwer, von außen rein zu schauen in so eine riesige Institution.
    Ich selbst würde keinen Cent an WWF zahlen, das war aber schon so, bevor diese und auch vor der letzten Debatte (man erinnere sich an den Film vom Panda vor ca. einem Jahr).

    Beantwortet von Maria_L am 12.Juni 2012, 17:05
    • Maria_L

      Du brauchst Dich für Deine Meinung nicht rechtfertigen, in der Regel teile ich die Einschätzung....mehr

      Maria_L am 14.Juni 2012, 18:59
    • berniewa

      Nicht missverstehen: Ich halte den Spiegel nicht für inkompetent (in Sachen Ökologie) sondern halt...mehr

      berniewa am 14.Juni 2012, 14:49
    Alle Kommentare(3) Antwort kommentieren
  • Bada

    Juan Carlos, ein Gründungsmitglied des WWF, geht auf Elefantenjagd, der niederländische Prinzgemahl (Vater von Beatrice) ebenfalls, es werden Tourisafaris durchgeführt , sie sitzen mit Monsanto an einem Tisch, und die Methoden dieser Firma werden gutgeheissen, usw.usw.
    Sie wollen dieses Buch jetzt verbieten lassen.
    Braucht es noch mehr um sich von diesem Verein zu distanzieren?

    Beantwortet von Bada am 12.Juni 2012, 14:40
    • Bada

      Diese Promis sind die Gründungsmitglieder, alles sehr engagierte Großwildjäger. Das läßt schon von...mehr

      Bada am 14.Juni 2012, 14:29
    • berniewa

      Solche Promis halte ich auch für fragwürdig und letztlich mehr einen Schaden als einen Nutzen...mehr

      berniewa am 14.Juni 2012, 14:09
    Alle Kommentare(2) Antwort kommentieren
  • Loucos

    Ich denke das ist immer eine schwierige Sache, inwieweit eine Umweltorganisation mit Unternehmen arbeiten kann/darf/soll. Manchmal brauch man einfach die direkte Konfrontation, wie sie z.B. Greenpeace oft macht, aber das ist mMn auch nicht der Königsweg. In manchen Fällen hilft vielleicht nichts mehr, da wird das notwendig. Aber es bringt nichts, immer nur dagegen zu kämpfen, man muss auch den Dialog eingehen, mit den Unternehmen (oder Politikern und andere) reden, um sie möglicherweise nach und nach in eine nachhaltige Richtung zu lenken. Ein kleiner Schritt von einem riesigen Konzern kann u.U. schon gewaltige Auswirkungen haben. Andererseits entsprechen diese großen Konzerne von ihrem Grundgedanken schon nicht einer nachhaltigen Idee (für mich), aber sie existieren nun mal und nur durch Dagegen-Kämpfen können sie auch nicht einfach so "besiegt" werden.

    Daher finde ich, dass einerseits Alternativen, z.B. kleine Genossenschaften (?), aufgebaut und unterstützt werden sollen, aber die großen Konzerne auch als Übergangslösung langsam in eine nachhaltige Richtung gelenkt werden sollen, bis sie dann ohne Probleme ersetzt werden können (das geht ja nicht von heute auf morgen, das dürfen wir nicht vergessen). Da braucht man natürlich das Durchhaltevermögen und die Hoffnung, dass wir auf dem Weg nicht plötzlich aufhören, aber mMn geht eine wahre Veränderung nur langsam, sie kann nur mit Geduld erreicht werden, bis sich langsam das Denken von vielen Menschen ändern, es kann nicht dem Menschen übergestülpt werden.

    Inwieweit jetzt der WWF Fehler gemacht hat, kann ich nicht sagen, ein paar sicher, genauso wie die Doku bestimmt nicht ganz richtig war. Aber er geht halt einen anderen Weg als manche andere Organisationen, der ebenfalls eine Daseinsberechtigung hat, allerdings auch heikel ist.

    Beantwortet von Loucos am 12.Juni 2012, 14:24
    • berniewa

      Auch eine gute Antwort, finde ich. Danke. Bzgl der Fehler geht es, scheint mir, eigtl weniger darum,...mehr

      berniewa am 14.Juni 2012, 14:19
    Antwort kommentieren

Sie haben eine passende Antwort? Dann immer her damit!

(5000/5000)