Utopia: Die Verbrauchermacht - Unser Konsum verändert die Welt.

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  • FakerFoX

    Also ich finde es an sich gut, dass man sich mit potenziellen Gefahren auseinandersetzt, aber man sollte auch die Kirche im Dorf lassen. Ich habe mir die Studien an Menschen angeschaut, die im Freiburger Apell zitiert werden und ich muss sagen: Tut mir leid, aber aus wissenschaftlicher Sicht ist das Humbug.

    Punkt 1: Die Studien von Maganioti und Papageorgiou sind Laborstudien und, wie PatrickB es richtig erkannt hat, sind wir tagtäglich mit sehr vielen Strahlenquellen konfrontiert. Es gibt bei Strahlungen Überlagerungseffekte sowie Abschwächungen und ehe wir in Panik verfallen, dass uns "Elektrosmog" tatsächlich gesundheitlich schadet, sollten wir uns bewusst machen, dass jede Veränderung eines elektrischen Flusses ebenfalls elektromagnetische Felder verursacht. Selbst unsere Steckdosen, alte Röhrenfernseher und auch Elektromotoren emittieren solche Felder. Elektrotechniker sind ja permanent solchen Quellen ausgesetzt. Wäre es da nicht naheliegend, eventuelle gesundheitliche Beeinträchtigungen zu untersuchen?

    Punkt 2: Beide Studien kranken an der geringen Teilnehmerzahl. In beiden Fällen waren es 30 Probanden (jeweils zur Hälfte Männer und Frauen) die teilnahmen. Selbst kleine Studien werden mit mehr Teilnehmern durchgeführt. Der Grund: Gilt es statistische Abweichungen zu berücksichtigen, beeinflussen diese das Ergebnis umso stärker, je kleiner die untersuchte Gruppe ist. Normalerweise setzt man dieses "statistische Hintergrundrauschen" bei 3% bis 5% der Ergebnisse an. Beobachtet man nun Effekte bei den genannten Männergruppen, so kann ein einzelner Teilnehmer das Ergebnis um fast 7% beeinflussen! Das wäre schon statistisch Signifikant und kann die Interpretation beeinflussen.

    Punkt 3: In der englischen Zusammenfassung der Studie von Grigoriev werden die Umweltbedingungen nicht genannt. Wie kann ausgeschlossen werden, dass es sich bei den Ergebnissen nicht um den Einfluss spezieller Umweltfaktoren handelt? Warum hatte die Kontrollgruppe bloß einen Anteil von 25% an der Gesamtzahl der Teilnehmer?

    Punkt 4: Notebooks, die in einem Abstand von 3 cm zu einer Petrischale mit Sperma aufgestellt werden, schädigen ebendiese. Hat eigentlich jemand darüber nachgedacht, wie viel Wärme selbst heutige Notebooks abgeben? Temperaturen von 40 °C sind da völlig normal und bei einem Betrieb von 4 Std Dauer ist auch ein thermischer Einfluss auf die Spermien nicht auszuschließen. Darüber hinaus: Das Toshiba Satellite M305D-S4829, welches Avendano für seinen Versuch verwendete, war wohl sehr dunkel. Warum das wichtig ist? Dunkle Objekte strahlen Wärme besser ab als helle!

    Punkt 5: Kann sich jemand tatsächlich vorstellen wie viel 1 Mikrowatt beträgt? Ich bezweifel es ehrlich gesagt. Das ist aber nicht abwertend gemeint, sondern vielmehr der Tatsache geschuldet, dass die Definition etwas kryptisch ist. Ein Watt ist der Definition nach 1 Joule pro Sekunde, also eine Einheit der Zeit. Ein Mikrowatt ist ein tausendstel dieses Wertes. Reden wir also von "enormen" 3000 Mikrowatt, so sind das gerade einmal 3 Watt - die Leistung, die moderner Fernseher im Stand-by-Modus verbraucht. Medizinisch kann das durchaus relevant sein. Bezieht man das auf einen ganzen Quadratmeter einer ebenen Fläche, muss man aber auch so ehrlich sein und anmerken, dass in diesem Fall natürlich nicht die gesamte Leistung, also auch die gesamte Energiemenge innerhalb einer Sekunde, auf den Kopf auftrifft. Um zu verstehen, was das bedeutet muss man wissen, dass der Kopf in etwa 6% der gesamten Körperoberfläche ausmacht. Bei durchschnittlich 2 m² Gesamtoberfläche des menschlichen Körpers machen das 0,12 m², die auf den Kopf entfallen. Da Strahlung (auch Gammastrahlung, wie die elektromagnetische) eine Dämpfung erfährt, wird sie schwächer. Jetzt stellt sich die Frage: Wie groß ist diese Dämpfung eigentlich? Es ist DIE zentrale Frage, denn nicht alle Bereiche des Körpers (und natürlich auch des Kopfes) werden gleichmäßig bestrahlt. Der Dämpfungskoeeffizient, wie er in der Physik heißt, spielt hier die entscheidende Rolle, womit wir zum Beginn meines Beitrags kommen. Wände können, aufgrund von Absorption, unterschiedliche Dämpfungen aufweisen, je nach Material. Strahlen können sich durch Überlagerung (in der Physik Interferenz genannt) stärken (konstruktive Interferenz) oder auch abschwächen (destruktive Interferenz) - sogar bis zur völligen Auslöschung beider Wellen (was dann den unerwünschten Nebeneffekt hat, dass keiner Surfen kann ^^).

    Punkt 6: Wer kann wirklich mit Sicherheit sagen, ob es harmlos oder schädlich ist? Es gibt keine sicheren Grenzwerte: "Da die baubiologischen Richtwerte an erster Stelle auf Erfahrung basieren, gibt es sie (noch) nicht für alle Standardpunkte, sie werden regelmäßig neuen Erkenntnissen entsprechend ergänzt und aktualisiert." (Institut für Babiologie + Ökologie IBN)

    Fazit: Statt sich konstruktiv damit auseinanderzusetzen, setzen die Freiburger auf Panikmache. Sehr schade!

    Beantwortet von FakerFoX am 28.Februar 2013, 15:06
    • peterliebe

      Erstaunlich und spannend, wie "perfekt" Lobbyismus im Detail organisiert ist. Wer recherchiert,...mehr

      peterliebe am 02.März 2013, 11:34
    • seidler

      @Kraeutergnom: die Forschung über die gesundheitlichen Auswirkungen von WLAN bzw. GSM wird seit...mehr

      seidler am 01.März 2013, 11:38
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  • dialog114

    Ich oute mich mal als Baubiologe und gleichzeitig sensibler Mensch, der sich nicht scheut, für besondere Beurteilungen auch mal eine moderne Form der Wünschelrute als auch qualifizierte Messgeräte für den Hochfrequenzbereich in die Hand zu nehmen.
    Meine Erkenntnisse zu WLAN nach Untersuchungen/Befragungen in ca. 100 Haushalten, in denen WLAN in Verwendung war:
    1. Grundsätzliches: Persönliche Befindlichkeiten sind überwiegend kein quantitatives sondern ein qualitatives Problem. Das Thema ist und bleibt die persönliche Resonanzfähigkeit. Der eine geht relativ schnell unter die Decke, der andere reagiert nicht. Geschürte Ängste verstärken die Resonanzfähigkeit nur. Die Festsetzung von Grenzwerten ist unter diesen Bedingungen der falsche Ansatz.
    2. Menschen sind offene Systeme, deren Reaktionen auf neue Strahlungsfelder nicht von vornherein abgeschätzt werden können. Grundsätzlich sind sie für Strahlungen auch auf nichtthermischer Ebene im Bereich kleiner gleich Mikrowellen empfänglich. Die Flankensteilheit von gepulster Strahlung ist zusätzlich ein Problem.
    3. Ob und in wieweit WLAN eingesetzt werden sollte, muss jeder selber entscheiden. Zur generellen Vorsicht würde ich jedem Menschen raten, der vor hat, noch mehr als 30 Jahre zu leben. Ich selber nutze WLAN, wir schalten es aber nachts zusammen mit unserer LTE-Telefonie sicherheitshalber komplett zusammen mit den betreffenden Stromkreisen ab.
    4. WLAN macht viele Menschen wach, das ist über Tags gut, wenn man nachts jedoch kein Auge zu tut, unangenehm. Wenn in normalen verdichteten Wohnverhältnissen, wie z.B. Hamburg, 35 WLAN's nachts nicht abgeschaltet werden und man zusätzlich einen anstrengenden Beruf hat, ist der Spass nicht mehr so lustig. Spätestens dann wird es auch unökologisch: Wenn die gestressten Familien aufs Land flüchten, ein Einfamilienhaus bauen und täglich wieder im Stau nach H'burg einpendeln.
    5. Vergleichende Erkenntnis: Lieber 1 normales WLAN tagsüber, als ab 18:00 Uhr abends das Licht einer quecksilberbasierten Energiesparlampe mit ihren unschönen Spitzen im Bereich < 500 nm.

    Beantwortet von dialog114 am 03.März 2013, 18:47
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  • awareness

    Ich hatten einen "Baubiologen" in meinem Freudeskreis und habe mich deswegen mit dem großen Thema "Elektrosmog" vor ein paar Jahren beschäftigt - dadurch benutze ich seit Jahren kein Wlan mehr.

    Ich glaube auch, dass uns dieses Thema ähnlich wie das "Rauchen" nochmal um die Ohren fliegen wird. We´ll see

    Davon abgesehen fand ich das netzgebundene Surfen auch immer sicherer...:)

    Zwei Seiten die ich ganz gut fand:
    www.ohne-elektrosmog-wohnen.de/
    www.kompetenzinitiative.de

    Greetz awareness

    Beantwortet von awareness am 22.Februar 2013, 17:49
    • gruenebine

      @awareness: unabhängig davon, dass mit ihm alles stimmte, ist die Bezeichnung Baubiologe nicht...mehr

      gruenebine am 03.März 2013, 19:30
    • awareness

      Hallo Elise, nein mit dem stimmte alles - Ich wollte damit wohl den Begriff hervorheben :-)...mehr

      awareness am 22.Februar 2013, 20:14
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  • WernerMax

    "Wlan kann man doch in den meisten Fällen durch ein (halogenfreies) Kabel zuersetzen."
    Leider nur in den "meisten" Fällen. Oft gibt es eben bauliche Grenzen. Z. B. ist es in einer Mietwohnung nicht so der Hit, die Wände für die Kabel zu perforieren. Und mit WLAN ist man einfach mobiler, z. B. bei Verwendung eines Notebooks; im Sommer auf der Terrasse oder im Garten zu arbeiten hat schon was.
    Allerdings habe ich kürzlich von der Möglichkeit gehört, für das LAN das Stromnetz zu benutzen. Über technische Details, Kosten, Übertragungsqualität usw. weiß ich jedoch nichts.

    Beantwortet von WernerMax am 22.Februar 2013, 09:29
    • peterliebe

      Wer es wirklich wissen will: http://www.aerzte-und-mobilfunk.net http://www.aerzte-...mehr

      peterliebe am 28.Februar 2013, 23:44
    • 3Lie

      Also bei uns im Haus ist es so, dass man durch abschalten des eigenen Wlans (ich nutze es für einen...mehr

      3Lie am 22.Februar 2013, 17:34
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  • kritischerKonsument

    Also, wir hatten nie WLAN und obwohl es superpraktisch ist, werden wir es uns auch in Zukunft verkneifen. 1. Versuchen wir Strahlung zu vermeiden 2. Machen wir Onlinebanking und da fühle ich mich mit Kabel (und Chipkartendrive) einfach sicherer.

    Wir sind fast jeden Tag online und haben einen topaktuellen (Spiele-Musik-Foto) PC. Ich habe ein Kabel unter Teppichen versteckt vom Flur ins Wohnzimmer an den PC verlegt, mein Sohn hat unseren alten PC in seinem Zimmer stehen, d.h. ein weiteres Kabel führt übers Wohnzimmer hinterm Schrank in sein Zimmer. Man sieht das Kabel nur streckenweise, aber das sind die Abstriche, die wir gern hinnehmen.
    Das Handy meines Sohnes kann ich mit dem PC verbinden und so kann er problemlos online gehen und chatten, während er am PC ein Onlinespiel spielt. Für unterwegs kann er öffentliches WLAN (Cafes) oder von Freunden nutzen (wenn es eh an ist!!!). Außerdem hat er eine günstige Online-Flatrate bekommen, die er an und ausschalten kann, wenn er sie braucht (im Bett :-) )und kein anderer Empfang möglich ist.

    Ein Tablett brauchen wir eigentlich nicht. Ist bestimmt eine nette Spielerei, aber B R A U C H E N ??? Leute, wir sind hier auf Utopia, weil wir vielleicht NICHT alles "brauchen wollen", oder???!!!

    Beantwortet von kritischerKonsument am 28.Februar 2013, 14:00
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  • wildfang

    Wir verwenden seit einiger Zeit kein wlan mehr. Wir benutzen das internet jetzt nur noch im arbeitszimmer, was den vorteil hat, daß die kinder uns jetzt nicht mehr ständig mal schnell was am computer nachkucken sehen (was der fall war, als der laptop noch im wohnzimmer war). das mit der kabelei ist kein problem.

    Beantwortet von wildfang am 28.März 2013, 20:03
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  • smartynie

    Ich hänge noch gerne "am Kabel".

    Selbst WLAN ist für mich keine Option: ich verstehe gerne die Technik, bevor ich sie nutze.

    Damit bin ich vielleicht "altmodisch": denke nicht, das es mir zum Nachteil ist.

    Beantwortet von smartynie am 07.März 2013, 20:54
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  • peterliebe

    Wer es wirklich wissen will: http://www.aerzte-und-mobilfunk.net

    http://www.aerzte-und-mobilfunk.net/downloads/wlan-gefaehrdet-gesundheit-11.2012.pdf

    Bitte Daumen hoch und kommentieren, damit diese seriöse Antworten und warnungen von Ärzten statt verharmlosendes Halbwissen zuerst und von allen gelesen wird.

    Was ist Wissenschaft und was ist Lobbyarbeit?
    Was ist Bequemlichkeit und Unwissen?
    Was ist Dummheit und Unverantwortlichkeit?

    THINK !

    Beantwortet von peterliebe am 28.Februar 2013, 23:42
    • peterliebe

      Machen sie sich doch nicht zum Srachrohr für die Lobby, die auch von adioaktiver Strahlung sagte...mehr

      peterliebe am 01.März 2013, 18:24
    • FakerFoX

      Ahhh hier finde ich also eine etwas ausführlicherer Version ihres Kommentars. "Seriöse Antworten...mehr

      FakerFoX am 01.März 2013, 00:11
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  • mandala

    tja, auf dem lande ist das gelegentlich so eine sache. ich hätte gern internet aus der steckdose. aber gibts hier nicht. ein paar wenige haben es ergattert und dann war ende. ich hab nichts abbekommen. immerhin geht es so halbwegs mit lte. mit schwächen und ausfällen. aber geht. und ich bin kein fachmann, der da mit der idee von kabeln usw. was anfangen kann.
    aber ich schalte alles ab wenn ich es nicht benutze. mehr fällt mir nicht ein.
    ich überlege ob ich wenigstens ein telecom telefon aus der steckdose nehme. aber dann hab ich auch das dect hier. gibts überhaupt noch telefon mit strippe zu kaufen ?

    Beantwortet von mandala am 28.Februar 2013, 23:35
    • Chris-Tom

      @mandala Steckdosen Internet kann man sich auch selbst einrichten. Du würdest dann zb einen...mehr

      Chris-Tom am 05.März 2013, 03:27
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  • sanbalance

    Weil ich nicht überall einen LAN-Anschluß habe. Ich versuche oft auf LAN zu arbeiten, aber bevorzuge bei der Onlineweiterbildung (Livekonferenzen) doch schon die Zuhörerposition auf dem Sofa statt auf dem Stuhl. Aber ich schalte das WLAN oft und meist über Nacht ab.
    Ich habe in meinem Bekanntenkreis Menschen, die mein WLAN fühlen können und denen es damit nicht gut geht. Diese Menschen reagieren zum Teil auch auf Netzteile oder Kondensatoren. Das reicht mir als Grund zur Abschaltung. Glücklicherweise sind die Nachbar-WLANs doch etwas weiter entfernt, dass die Strahllung schon etwas abgeschwächt hier ankommt.
    Ganz verzichten mag ich auf das WLAN jedoch nicht und ab und zu benutze ich auch das iPad unterwegs um noch etwas arbeiten oder recherchieren zu können. Dafür verzichte ich auf dei Händybenutzung und hab nur ein ganz altes für Notfälle.
    Also: Maß halten.

    Beantwortet von sanbalance am 28.Februar 2013, 19:32
    • sanbalance

      Ergänzung: den wissenschaftlich Interessierten lege ich die Veröffentlichungen von www....mehr

      sanbalance am 01.März 2013, 01:19
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