Frage an memo AG
Warum ständig diese Riesen-Kataloge?
Ich bin seit weit über 10 Jahren Memo-Kunde, habe jährlich etwas zu bestellen und 2008 sogar den 2.Platz in Eurem Büro & Umwelt-Wettbewerb belegt. Also zufrieden!
ABER:
warum, muss man heute, mit Internet & Shop, dennoch alljährlich diesen an Otto & Co. erinnernden Mega-Katalog mit weit über 600 Seiten versenden - alle paar Monate ergänzt um zusätzliche Werbepost.
Papier, Druck, Farben, Folie, Versand sicherlich viele tausendfach. Muss das noch sein?
Ich gucke in das Ding seit Jahren nicht mehr rein, Neues ist sowieso kaum drin!
Und einige enthaltene Produkte (auch beim Papier) darin haben mittlerweile genug ökologische Alternativen - also raus damit!
Hannilein
am 26.Januar 2012, 09:44Nur memo AG kann diese Frage beantworten.
Antwort von memo AG
Hallo Hannilein,
vielen Dank für Deine "Gute Frage", die wir gerne beantworten:
Der Katalogversand beruht auf unserem Anspruch, dem Verbraucher ein umfassendes, sorgfältig geprüftes Produktangebot zugunsten einer ökologisch und sozial verantwortungsvollen Kaufentscheidung zu bieten.
Die Verweildauer in unserem Onlineshop ist in der Regel sehr kurz, so dass Verbraucher - selbst mit hoher Affinität zu unserem Produktsortiment - den Großteil unseres Angebotes nicht vollständig wahrnehmen. Hier bietet der memo Katalog die Chance, unseren Kunden, die das Sortiment bislang nicht in vollem Umfang kennen, innovative Lösungen und neue Ansätze vorzustellen sowie Möglichkeiten, wie in Zukunft selbst im Alltag durch den Einsatz alternativer Rohstoffe oder neuer Technologien natürliche Ressourcen geschont und Energie gespart werden kann. Wir suchen und listen Produkte, die beim Herstellungsprozess, durch die verwendeten Materialien, durch ihre Langlebigkeit, einen geringen Energieverbrauch, ihre Recyclingfähigkeit oder –im Idealfall – über den kompletten Lebenszyklus wertvolle Ressourcen einsparen.
Die Mehrheit unserer Kunden ist mit dem Erhalt des Kataloges einverstanden und meist über die Vielzahl der sich bietenden Alternativen an nachhaltigen Produkten angenehm überrascht. Häufig stellen sie mit dem Wissen über unser Produktsortiment und unseren nachhaltigen Ansatz auch peu à peu ihr Kaufverhalten um. Denn letztlich ist es unser Ziel, nachhaltigen Produkten einen breiten Markt zu eröffnen und damit nennenswerte Effekte für Mensch, Umwelt und Klima zu erzielen.
Kataloge und Mailings versenden wir jedoch nur an die Kunden, die auch eingewilligt haben, regelmässige Werbung von uns zu bekommen. Wenn Du also ab sofort keine Werbung und keine Kataloge mehr von memo bekommen möchtest, reicht ein Anruf (09369 905-0) oder eine E-Mail an info@memo.de.
Um negative Umweltauswirkungen unserer Katalogproduktion und des damit verbundenen Versands weitestgehend zu minimieren, nehmen wir eine systematische Kundensegmentierung und Auflagenplanung vor. Dadurch konnten wir die Jahresauflage unserer Werbemedien im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 7,72 % senken. Seit mehreren Jahren neutralisieren wir die nicht vermeidbaren CO2-Emissionen, die beim Druck, bei der Papierherstellung und beim Versand unserer Kataloge, Mailings und Nachhaltigkeitsberichte anfallen, durch Investitionen in anerkannte Klimaschutzprojekte, die wir sorgfältig auswählen. Unser Logistikpartner DHL berechnet die von uns verursachten CO2-Emissionen beim Transport der Kataloge und gleicht sie im Rahmen der GoGreen-Initiative durch die Förderung internationaler Umweltschutzprojekte aus.
Wir können durchaus nachvollziehen, dass unser Sortiment mit insgesamt über 10.000 Artikeln ab und zu etwas "überfordert", aber unser Anspruch als Vollsortimentanbieter ist es, dass Konsumenten - Privatpersonen und gewerbliche Endverbraucher - bei memo alles finden, was sie in Büro, Schule, im Haushalt und in der Freizeit benötigen. Bei der Sortimentsauswahl verfolgen wir den "Best of Class"-Ansatz, listen also in jedem Bereich die hinsichtlich Ökologie, Sozialverträglichkeit und Marktfähigkeit besten Produkte.
Wir hoffen, Dir mit diesen sehr ausführlichen Informationen weitergeholfen zu haben und möchten uns auf diesem Wege ausdrücklich für Deine langjährige Treue bedanken!
Viele Grüße
Dein memo Team
Kommentare zu dieser Antwort (6)
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Hallo und Danke,
Kommentiert von Hannilein am 26.Januar 2012, 15:43Werbung-Kündigungsmail geht gleich raus.
Liebes memo-Team,
Kommentiert von Steffen Walter am 07.Februar, 16:07die Diskussion um den auch aus meiner Sicht überflüssigen Katalogversand ist unter http://www.utopia.de/gruppen/unternehmen-wirtschaft-95/diskussion/memo-fragwuerdige-nachhaltigkeit-204349 erneut in Gang gekommen. Ich habe ebenfalls telefonisch darum gebeten, keine gedruckten Werbeprospekte und Kataloge mehr zu erhalten (als Freiberufler/Selbstständiger bestelle ich auch ohne gedruckten Katalog meinen Bürobedarf bei memo). Aus meiner Sicht sind die gedruckten Materialien im Zeitalter des Internet einfach antiquiert und verschwenden Ressourcen, was dem vertretenen Nachhaltigkeitsgedanken diametral entgegensteht, zumal damit sicher in einigen Fällen auch unnötiger Konsum generiert wird.
Empfehlung: eine umfassende Kundenumfrage durchführen, wer überhaupt noch Kataloge will - ich bin überzeugt, dass sich damit sofort 40-50 % des Papier- und Druckaufwands einsparen ließen. Und die Kunststofffolie, in die der Katalog eingeschweißt ist, geht GAR NICHT (selbst wenn sie aus Recyclingmaterial bestehen sollte). Andere Katalog- und Zeitschriftenversender (z. B. ÖKO-Test, Maas Natur, Waschbär) schaffen das schließlich auch ohne.
Dem Kommentar von Steffen kann ich mich nur anschließen.
Kommentiert von Maria_L am 07.Februar, 16:12Als Bio-Großhandel verzichten wir komplett auf gedruckte Unterlagen und verkaufen ausschließlich über den Online-Shop.
Es steht nicht nur zu vermuten, sondern wir wissen, daß wir dadurch manche Händler nicht als Kunden gewinnen.
Wir bauen hier einfach auf Zeit.
Das Argument, das Memo in der Mail an 3Lie geschrieben hat, von wegen, daß man anders den Kunden die Produktvielfalt nicht darstellen kann, finde ich schlichtweg armselig.
Sehr traurig, wenn nicht mal Firmen, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben, bereit sind, hier als Beispiel voran zu gehen und Kataloge nur noch auf ausdrücklichen Wunsch zu verschicken.
Und noch ein Punkt: Wenn das Argument vorgebracht wird, dass die Produktvielfalt im Internet nicht angemessen dargestellt werden könne und man daher weiter auf den Katalogversand zurückgreifen müsse, könnte das sicher auch ein Anlass sein, sich einmal etwas intensiver mit der Verbesserung der Übersichtlichkeit des Online-Shops zu beschäftigen.
Kommentiert von Steffen Walter am 07.Februar, 16:24Ich will mich ebenfalls anschließen: Bei mir landen Kataloge sofort im Hausmüll oder werden an meine Eltern zum verheizen mitgenommen, da ich nur online bestelle und dementsprechend keine Kataloge benötige.
Kommentiert von 3Lie am 08.Februar, 11:53Ich würde eine Abfrage an Onlinekunden begrüßen, wo man sich bei Anmeldung oder auch in den Kontoeinstellungen entscheiden kann, ob man lieber Papierwerbung inkl. Katalog oder einen Emailnewsletter erhält, wo auf neue Produkte hingewiesen wird.
Den Argumentationspunkt, dass dem Kunden die Produktvielfalt nur in einem Katalog dargestellt werden kann finde ich auch recht dünn, da der Katalog ja meist schon bei Erscheinung nicht mehr 100% aktuell ist. Da ist meiner Meinung nach ein Onlineshop viel besser geeignet.
Sie erwähnten noch, dass die Kunden durch den Katalog auf weitere, umweltfreundlichere Produkte aufmerksam gemacht werden sollen. Hier halte ich den Katalog für völlig unterlegen, wenn man sich ein Mal vor Augen führt, dass es im Onlineshop die Möglichkeit der personalisierten Empfehlungen zu jedem Produkt gibt ("Kunden, die sich für dies interessierten kauften auch...", "zu diesem Produkt passt...").
Und wenn der Katalog mehrheitlich in den Müll wandert ist der Sache überhauptnicht gedient...
Liebe Utopisten,
Kommentiert von memo AG am 08.Februar, 13:04soeben haben wir im Forum unter http://www.utopia.de/gruppen/unternehmen-wirtschaft-95/diskussion/memo-fragwuerdige-nachhaltigkeit-204349?page=2 auf Eure Fragen und Kommentare geantwortet.
Das memo Team