Gute Fragen
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Habe mir auch schon angewöhnt, ein Hörnchen zu ordern und einen Plastiklöffel dazuzunehmen und das Hörnchen dann eben nicht ganz zu essen. Habe dann aber ein schlechtes Gewissen, wenn ich ein Stück Lebensmittel wegwerfe, aber besser ein Hörnchenrest, der verrottet, als Plastik. Oder?
Und habe in der Zwischenzeit auch schon diverse dieser Plastikschälchen zuhause, die ich für Biergarten o.ä. nutze oder bin sogar damit schon in die Eisdiele und habe mir das neue Eis in ein gespültes Schälchen geben lassen (damit wird frau dann zum "Vollnerd" ;-))
Kommentare zu dieser Antwort (10)
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Hm, und warum isst du das Hörnchen nicht ganz? Ernsthaft weil die Verkäuferin das Hörnchen in der Hand hatte? Isst du dann auch keinen Salat in Restaurants, weil der ja zwangsläufig mal von Menschen berührt wurde? Bestehst du dann auch darauf, dass die Brotverkäuferin mit Plastikhandschuhen oder kleinen Minipapierchen arbeitet?
Kommentiert von mela am 23.Mai 2012, 10:55Neeeeeee, das ist alles Quatsch!! Hilfe! :-)
Kommentiert von nicolschele am 23.Mai 2012, 10:59Manchmal will ich einfach keine Waffel sondern nur EIS!
ach soo, hab schon gedacht..
Kommentiert von mela am 23.Mai 2012, 11:22Also ich glaube dann würd ich trotzdem auch lieber Waffel nehmen als neuen Becher. Kannst das Hörchen ja aufn Kompost legen. Aber die gespülte Variante finde ich sogar noch besser. Ich bring immer meine Tüte zum Bäcker mit, das ist auch für viele schwer zu verkraften *g*.
Wozu aber der Löffel?
Kommentiert von wetterwachs am 23.Mai 2012, 11:22Das Eis in der Waffel kann man doch auch ohne gut essen.
man...man...das waren noch Zeiten, wo wir Kinder waren und einfach unser Eis gegessen haben, ohne über irgendwas nachzudenken ;-))
Kommentiert von Maria_L am 23.Mai 2012, 11:26Ich mag auch oft den Rest von der Waffel nicht mehr, weil dieser Papp mir komisches Zahnweh macht.
Deswegen habe ich auch schon überlegt, nen Becher zu nehmen.
Aber ich mag Eis schlecken und nicht löffen...wäre mir einfach nicht sinnlich genug.
Manchmal reicht ein "Schlotzeis" (schwäbisch für Schleck-Eis) nicht, dann muß es ein großer Eisbecher sein, aber da ist ja alles normales Geschirr und wiederverwertbar.
Ich sehe es auch so, daß die Waffel einfach ein verrottbarer Becher ist.
"Ich sehe es auch so, daß die Waffel einfach ein verrottbarer Becher ist."
Kommentiert von bastler am 23.Mai 2012, 13:03Ist es nicht eigentlich egal, in was man die Waffel umdefiniert?
Hauptsache ist doch, daß man sich selbst nicht zu diesen dekadenten Leuten zählen muss, die ihre Lebensmittel wegwerfen.
Die Waffel wird einfach per Kompostierung zu einem wertvollen Humuslieferanten deklariert.
In den Restmüll geworfen, wird sie aufgrund ihres Energiegehalts garantiert einen wertvollen Beitrag zur deutschen Energieversorgung liefern, mit dem nützlichen Nebeneffekt, daß durch die hohen Temperaturen bei der Müllverbrennung diese ganzen ekligen Mikroorganismen, mit denen die Eisverkäuferin die Waffel zuvor kontaminiert hat, zuverlässig abgetötet werden.
Allmählich schwindet mein Erstaunen über den hohen Anteil an Lebensmitteln, der lt. deutscher Müllstatistik weggeworfen wird: es wird ja im Grunde überhaupt nichts weggeworfen, sondern nur zum Wohle der Umwelt einer sinnvollen Weiterverwendung zugeführt.
@bastler, erinnere mich bei Gelegenheit daran, daß ich die angenagten Hörnchenreste für Dich aufhebe.
Kommentiert von Maria_L am 23.Mai 2012, 14:25Oder was wolltest Du sagen? ;-)
@bastler
Kommentiert von mela am 23.Mai 2012, 17:42Ich gehe einfach mal davon aus, dass jemand nur Eis essen möchte. Hat er die Wahl zwischen einem verrottbaren Hörnchen und einem Einweg-Plastikbecher oder Plastik-Papier-Becher, plädiere ich ganz klar für das Hörnchen. Ich selbst esse die Dinger zwar immer und sogar gerne (sind irgendwie bei mir nie pappig), aber man kann doch niemandem Vorhaltungen machen, wenn er Hörnchen nicht mag. Und Biomüll produzieren geht bei mir immernoch vor Restmüll produzieren.
Trotzdem finde ich die o.g. Lösung mit dem gespülten Mehrweg-Plastikbecher noch charmanter für Menschen, die Hörnchen nicht mögen.
Auch bei Verpackungs-Füllmaterial plädiere ich ja für verrottbare, zB auf Mais basierenden Stoffen anstatt zB Plastik-Luftploppfolie. Ist für mich de fakto vergleichbar wie die Hörnchensituation.
Den Löffel versteh ich auch nicht ganz. Ist denk ich Gewöhnungssache.
Ich weiß noch dass ich als Kind immer nen Becher bekommen habe, weil sonst die Sauerei vorprogrammiert war und damals mochte ich die Waffel auch erstmal nicht.
In Augsburg gibt es eine Eisdiele, die Mandelwaffeln selbst bäckt.
Kommentiert von Maria_L am 23.Mai 2012, 17:50Die kosten einen ordentlichen Aufschlag, schmecken aber so oberlecker, daß ich nie auf die Idee käme, davon was über zu lassen.
@Maria_L:
Kommentiert von bastler am 24.Mai 2012, 00:21Das könnte Dir so passen, erst das leckere Eis aus den Hörnchen herausschlecken und mir dann ganz großzügig die vertrockneten Hörnchenreste überlassen! Wenn schon Hörnchenreste, dann *mit Eis gefüllt*. Aber bitte kein Schoko- oder Vanilleeis, sondern, falls möglich, Zitrone, Johannisbeere oder saure Sahne.
@mela:
Wenn jemand Eiswaffeln/-Hörnchen nicht mag, mache ich ihm doch deswegen keine Vorhaltungen.
Allenfalls dann, wenn er Lebensmittel, die ihm geschmacklich weniger zusagen - so wie diese Eiswaffel - in den Müll befördert. Ich empfinde ein derartiges Verhalten als dekadent.
Was nun die biologische Abbaubarkeit Deines "verrottbaren Hörnchens" anbelangt, so sei mir der kleine Hinweis gestattet, daß Lebensmittel grundsätzlich gut biologisch abbaubar - also "verrottbar" sind. Die logische Schlußfolgerung, sie deshalb in den Müll zu werfen, will sich mir daraus allerdings nicht erschließen...
Zu Deiner Verpackungsempfehlung - Bioplastik -, hergestellt aus Nahrungsmitteln wie Mais oder Kartoffeln, hatte ich mich ja hier bereits in der Vergangenheit schon des öfteren sehr skeptisch geäußert. Nachdem damals hauptsächlich das Umweltbundesamt das Material als ökologisch nicht vorteilhaft kritisierte, kommt ähnliche Kritik mittlerweile auch von deutschen Umweltverbänden.
Genau wie auch das "verrottbare Hörnchen" lassen sich diese Stoffe zwar im Prinzip kompostieren, doch ist ja nicht alles ökologisch sinnvoll, was technisch machbar ist. Beim Kompostieren entsteht neben Wasserdampf auch eine Menge CO2 sowie Methan, beides Treibhausgase, sowie Wärmeenergie, die nutzlos in die Umgebung wandert. Diese Nachteile werden meisten dadurch überkompensiert, daß sich der Kompost als Gartenerde und Düngemittel verwenden läßt. Den Bioplastikprodukten (sowie auch dem Hörnchen) fehlen hingegen sowohl Pflanzennährstoffe wie auch strukturbildende Bestandteile, sodaß ihre Verrottung zu Kompost eher ökologisch nachteilige Folgen hat. Da sie gut brennen, wird in den relevanten Ökobilanzen empfohlen, sie nicht zu kompostieren, sondern zu verbrennen, sprich: in den Restmüll und nicht zum Biomüll zu geben.