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zurück zur Frage „Tiefkühlgemüse oder aus der Dose - was ist...“

ulrichsommer

Ich gebe es offen zu: Es ist die fehlende Zeit (genauer gesagt andere Prioritäten) oder Faulheit, warum ich sehr gerne Konserven und Tiefkühlprodukte zu mir nehme. Das Folgende darf demnach gerne als "billiger" Rechtfertigungsversuch betrachtet werden:

Aber es gibt ein ganz gewaltiges Argument, das für Konserven und Tiefkühlprodukte spricht: Nach meinem Kenntnisstand werden über 50% aller Lebensmittel bereits vor dem Konsum zu Abfall und entsorgt. Bei Frischgemüse schätze ich den Anteil eher größer ein.
Wenn man wie ich mittlerweile Agrarprodukte höher bewertet, als pure Energie, dann haben Konserven einen großen Vorteil, weil durch die potentiell lange Lagerzeit Schwankungen zwischen Angebot und Nachfrage ebenso wie saisonale Schwankungen weitgehend ohne Verlust von Nahrungsmitteln ausgeglichen werden können.
Das ist vorerst eine pure Annahme. Es würde mich natürlich freuen, wenn Jemand hierzu Informationen hätte.
Weiterhin gäbe industrielle Nahrungsmittelerzeugung verbesserte Möglichkeiten, Reststoffe gezielt zu sammeln und einer weiteren Verwertung zuzuführen (was heute vermutlich noch nicht im möglichen Maße geschieht). Frischer Gemüseabfall ist sicherlich ein schönes Substrat für wirklich nachhaltige Produktion kleiner Mengen an Biogas.

Antwort von ulrichsommer am 09.Februar 2012, 13:58 Auf die Frage „Tiefkühlgemüse oder aus der Dose - was ist...“ von jargon am 04.Februar 2012, 17:05

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  • Dude

    Die Meisten Lebensmittel werden schon auf dem Feld weggeschmissen, weil sie nicht den vom Handel gewünschten Normen entsprechen und der Bauer sie somit nicht los wird.

    Das Problem der weggeworfenen Lebensmittel hat nichts mit Konserven oder Frisch zu tun, es hat vor allem etwas mit Wertschätzung von Lebensmitteln zu tun.

    Infos zur Haltbarkeit von Lebensmitteln gibt es hier:
    http://tastethewaste.com/article/20100203-Abgelaufene-Lebensmittel-und-Schimmel

    Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung gibt es hier:
    http://tastethewaste.com/article/20101020-Lebensmittel-Mll-im-Alltag-vermeiden
    http://www.fuereinebesserewelt.info/verschwendung-macht-hunger/
    http://tastethewaste.com/article/20101218-Richtig-essen-beginnt-bei-Dir

    Kommentiert von Dude am 09.Februar 2012, 15:33
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  • werner stickler

    Mir wurde mal erzählt (irgendwann im Sommer), dass Grosseinkäufer eigene Qualitätsprüfer beschäftigen, die von einer Palette - sagen wir mal Erdbeeren - eine Packung aufmachen, wenn da was faul ist, geht die ganze Palette wieder zurück.

    Da die Bauern das Obst genau nach den Bestimmungen der Grosseinkäufer vorbereiten und verpacken müssen damit es überhaupt zur "Beschau" kommt (teilweise auch mit der Verpflichtung, das Verpackungsmaterial vom Grosseinkäufer zu verwenden) und es ein grosser Aufwand wäre, alles wieder auszupacken und - bei diesem Beispiel - zu Erdbeermus zu machen - geht die ganze Palette in den normalen Restmüll.

    Da ist es am Feld ja mE noch besser, weil die Inhaltsstoffe der Früchte wieder zurück in den Boden kommen.
    So wie viele Bäume (Eichen, Buchen, Nadelbäume,...) ja auch eine Menge an Früchten haben, die wieder in den Boden übergehen.

    Aber wie gesagt, nur eine Erzählung, und ich habe nicht geprüft, ob das so ist und wie oft das vorkommt.
    Gibt es dafür Belege?

    Kommentiert von werner stickler am 14.Februar 2012, 11:16
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